Dass Bold Cycles eine durch und durch positive Ausnahmeerscheinung sind, haben sie schon zur Genüge bewiesen. Anstatt sich auf ihrem Erfolg auszuruhen, geben sie jedoch weiterhin Vollgas und bringen mit dem Long Travel eine Variante für gröberes Geläuf. Hier erfahrt ihr alles Wichtige zum neuen Bold Linkin Trail LT!

Das Bold Cycles Long Travel – auf den ersten Blick ist es nicht vom bisherigen Linkin Trail zu unterscheiden, aber es verfügt nicht nur über mehr Federweg!
Das Bold Cycles Long Travel – auf den ersten Blick ist es nicht vom bisherigen Linkin Trail zu unterscheiden, aber es verfügt nicht nur über mehr Federweg!

Das Wichtigste zuerst: Dank neuem Anlenkhebel gibt das Heck im Long Travel satte 154 mm Federweg frei – an einem 29er wohlgemerkt! Hier arbeitet zusätzlich ein brandneuer R414-Dämpfer, der in enger Zusammenarbeit mit DT Swiss entwickelt wurde. Laut Bold Cycles soll er deutlich potenter sein und den gesteigerten Federweg sehr gut und zuverlässig im Zaum halten. Hier hatten wir am bisherigen X313 zwar nichts zu bemängeln, sind aber definitiv gespannt darauf, wie viel aus dem Hinterbaukonzept dadurch noch herauszuholen ist. Gepaart mit einer 160-mm-Gabel, dem 1,5° flacheren Lenkwinkel und den 29″-Laufrädern dürfte sich aber ein Rad ergeben, das so schnell vor nichts zurückschreckt. Im Detail wurde – nicht nur für das LT – außerdem Modellpflege betrieben. So lässt sich nun unter anderem eine Teleskopsattelstütze mit interner Zugverlegung verbauen und es finden sich auch interessante, neue DT-Schnellspanner mit abnehmbarem Hebel.

Der neue Anlenkhebel macht’s möglich: 154 mm Federweg im Heck des 29er.
Der neue Anlenkhebel macht’s möglich: 154 mm Federweg im Heck des 29er.
Passend dazu wird vorn eine 160-mm-Gabel verbaut – hier eine RockShox Lyrik. Zusätzlich wurde der Lenkwinkel um 1,5° abgeflacht und beträgt nun 67°.
Passend dazu wird vorn eine 160-mm-Gabel verbaut – hier eine RockShox Lyrik. Zusätzlich wurde der Lenkwinkel um 1,5° abgeflacht und beträgt nun 67°.
Unter der Abdeckplatte verbirgt sich ein brandneuer DT Swiss R414-Dämpfer, der den gesteigerten Federweg laut Bold sehr gut im Zaum halten soll.
Unter der Abdeckplatte verbirgt sich ein brandneuer DT Swiss R414-Dämpfer, der den gesteigerten Federweg laut Bold sehr gut im Zaum halten soll.
Die Sattelstützenklemme mit der integrierten Kabelführung ist nun überflüssig – im Bold lassen sich ab sofort interne Ansteuerungen verbauen.
Die Sattelstützenklemme mit der integrierten Kabelführung ist nun überflüssig – im Bold lassen sich ab sofort interne Ansteuerungen verbauen.

Das Bold Cyles Long Travel wird ab Herbst in mindestens vier unterschiedlichen Konfigurationen zu haben sein, angefangen von einer Einstiegsversion mit RockShox Yari und SRAM GX-Gruppe bis hin zu Topmodellen mit SRAM XX1 oder Shimano XTR Di2-Schaltungen und RockShox Lyrik-Gabel. Der Grundpreis dürfte jedoch aufgrund des neuen Dämpfers geringfügig höher ausfallen als der des bisherigen Linkin Trail. Als optische Unterscheidung kommt das LT in drei modellexklusiven Farben (Grau, Orange, Schwarz), an der schlanken Detailsprache und minimalistischen Grafik ändert sich jedoch nichts.

Dank Boost-Standard lässt sich auch das Long Travel entweder mit 29"-Laufrädern oder 27,5" und Plus-Bereifung bestücken.
Dank Boost-Standard lässt sich auch das Long Travel entweder mit 29″-Laufrädern oder 27,5″ und Plus-Bereifung bestücken.
Ab Herbst wird das Bold Cycles Long Travel in drei Farben erhältlich sein. Man kann es dann mithilfe eines kleinen Konfigurators auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen.
Ab Herbst wird das Bold Cycles Long Travel in drei Farben erhältlich sein. Man kann es dann mithilfe eines kleinen Konfigurators auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen.

Sobald die ersten Testmodelle verfügbar sind, werden wir das Bold Cycles Long Travel auf jeden Fall die Trails hinunterjagen und euch unseren Eindruck präsentieren. Wir sind gespannt! Lest euch bis dahin doch einfach den Testbericht vom Linkin Trail Race Day durch.

Text: Andreas Maschke Bilder: Noah Haxel

Über den Autor

Andreas Maschke

Andi ist die meiste Zeit entweder vor dem Bildschirm zu finden, um für euch die nächste Ausgabe zusammenzubauen, oder in der Werkstatt, um das Gleiche mit den neuen Bikes zu tun. Ab und an kommt er aber auch zum Testen – und macht das dann auf Herz und Nieren.