Von Matsch und Regen in Schottland bis hin zu endlosen Abfahrten in den Alpen oder dicken Sprüngen auf den Hometrails – unsere Dauertestbikes hatten wahrlich kein leichtes Leben. Hinter ihnen liegen unzählige Kilometer und noch mehr Tiefenmeter auf anspruchsvollen Trails und bei knallharten Rennen. Mit dem Beginn der neuen Saison ziehen die Tester Bilanz und verraten euch, ob ihr Testbike sie überzeugen konnte und ob sie es kaufen würden.

Pirmin’s CENTURION Trailbanger

Vom CENTURION Trailbanger hatte ich zu Beginn meines Dauertests noch nichts gehört. Kein Wunder, CENTURION hatte den Verkauf des Vorgänger-Modells auch pausiert und das Rad so einige Zeit nicht mehr im Programm. Das Modell, das ich dann für den Test erhielt, war ein seriennaher Prototyp.

Der neue Centurion Trailbanger ist eine komplette Neuentwicklung und kommt noch 2015 auf den Markt.

Das Trailbanger hat mich auf unzähligen Trips und Touren begleitet und dabei sowohl auf meinen Hometrails in Oberammergau als auch bei Bikepark-Besuchen in der Schweiz und in Frankreich eine gute Figur gemacht. Die Ausstattung meines feuerroten Begleiters entspricht nicht den Serienkomponenten und liegt irgendwo zwischen dem Modell Trailbanger Team und dem Modell Trailbanger 2000. Mit einer Körpergröße von 178 cm entschied ich mich für das Rad in Größe Medium.

Mit den Hometrails rund um Garmisch-Partenkirchen hat sich das Centurion Trailbanger bereits angefreundet.

Dank seinem langen Hauptrahmen (Reach 441 mm) und dem flachen Lenkwinkel (65,5°) vermittelt das CENTURION Trailbanger viel Sicherheit und wird seinem Namen auch auf ausgebombten Bikepark-Tracks gerecht. Dort hätte ich mir nur einen Dämpfer mit Ausgleichsbehälter gewünscht, wie er im Top-Modell auch serienmäßig verbaut ist, um noch etwas mehr Feedback und eine konstantere Performance zu erhalten.

Getestet wurde das CENTURION Trailbanger mittlerweile nicht nur auf Pirmins Hometrails rund um Garmisch-Partenkirchen, sondern auch in den Dolomiten.

Bis auf Probleme mit dem Schaltauge, die gemeinsam mit CENTURION zu Beginn des Tests gelöst wurden und bei den Serienbikes nicht mehr bestehen, lief die gesamte Saison absolut reibungslos und außer normalen Servicearbeiten gab es in der Werkstatt nichts zu tun.

Auch verblocktes und steiles Terrain ist mit dem neuen CENTURION Trailbanger kein Problem.

Bergauf klettert das Trailbanger solide und dank des steilen Sitzwinkels hält das Vorderrad konstant Bodenkontakt. Die 170 mm Federweg in Front bzw. 165 mm am Heck bügeln bergab selbst größte Hindernisse oder auch Fahrfehler einfach aus. Dennoch wirkt das Rad nicht behäbig und lässt sich gut in die Luft ziehen. Wohl fühlt sich das Trailbanger vor allem dann, wenn es schnell bergab geht. Hier vermittelt es viel Sicherheit und gleitet wie auf Schienen über sämtliche Hindernisse.
Alle Lager liefen auch am Ende des Tests noch rund und ohne Spiel und müsste das Trailbanger nicht zurück zu CENTURION, würde ich es glatt noch eine weitere Saison genau so fahren.

Preis: ca. 5.000 €
Gewicht: 13,4 kg
Federweg: 170/165 mm
Mehr Infos: Centurion Website
Gefahrene km: 2.434 km
Tiefenmeter: ca. 100.000 m
Defekte:

  • zwei Schaltaugen gebrochen
  • kleine Delle am Hinterbau (Sturz)
  • zwei Schaltzüge gewechselt

Würde ich das CENTURION Trailbanger kaufen?

Nach rund 100.000 Tiefenmetern und einer aufregenden Bikesaison steht eins fest: Das Trailbanger von CENTURION hat überzeugt. Das robuste Bike glänzt mit seiner sehr guten Performance. Ich würde das Rad direkt kaufen, stünde nicht bereits das nächste Dauertestbike vor der Tür. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier absolut fair!

Mehr zum Bike findet ihr in Pirmins CENTURION Trailbanger Testbericht. Den Originalzustand des Trailbanger seht ihr im First Look.

Wenn ihr wissen wollt, was unseren Dauertester erleben, schaut regelmäßig in die Dauertest-Timeline.

Text: Pirmin Fischer Bilder: Christoph Bayer

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