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Design & Innovation Award Meeting 2013 in Barcelona

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Kaum eine Branche ist so dynamisch und innovationsreich wie die Bike-Industrie. Marketing und Brandbuilding haben in den vergangenen Jahren zwar verstärkt zugenommen, doch mindestens in gleichem Maße die Performance und Leistungsfähigkeit der Produkte, die uns der Markt heute bietet. Besonders im Vergleich zu motorgetriebenen Sportarten sind Effizienz, Gewicht und Nachhaltigkeit von höchster Bedeutung, schließlich geht es um die eigene Muskelkraft. Doch auch hier gibt es Änderungen – Elektronik am Rad.

Ohne Menschen mit Visionen und Ideen wären wir nicht da, wo wir heute schon sind! Unter diesen Visionären befinden sich verschrobene Tüftler in kleinen Klitschen genauso wie Big Player, die mit großen R&D-Teams neue Produkte entwickeln, ungebahnte Wege betreten und Alleinstellungsmerkmale zu finden versuchen. Wir möchten diesen Entwicklungen eine Stimme geben, darauf aufmerksam machen und die Visionäre in diesem Sinne fördern – und unter Umständen auch fordern, daran weiterzuarbeiten! Im Sinne der Bike-Welt!

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April 2013 – Montserrat, Spanien. Veranstaltungsort des ersten Design & Innovation Awards powered by Enduro Mountainbike Magazine. Abgeschieden vom Rest der Welt, trafen sich unsere Jury- und Redaktions-Mitglieder, um auf den Testtracks die ausgewählten Produkte zu testen.

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Was dürfen wir vom Design & Innovation Award erwarten?
Tiefe Einblicke in die Industrie und in zukünftige Ent-wicklungen über den Status Quo hinaus!

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Kompetenz
Der neue Enduro World Series Sieger Fabien Barel (FRA), Ingenieur und Ex-World-Cup-Racer Cesar Rojo (ESP), Superenduro-Organisator und Enduro-Urgestein Enrico Guala (IT), sowie Fotograf und Designer Daniel Geiger (GER) sind Teil der DI.A-Jury. In Kombination mit unserem vielseitigen Redaktions-team besitzen wir die Fähigkeit, Produkte aus allen Sichtweisen zu beurteilen, um für Industrie und Endverbraucher relevante Statements geben zu können! Eine fundamentale Fähigkeit, denn nicht alle Produkte sind für den gleichen Einsatzbereich, den gleichen Fahrertyp und gleiche Konditionen vorgesehen, weshalb es wichtig ist Produkte nicht absolut, sondern immer im richtigen Kontext zu sehen und bewerten.

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Trends & Zukunft
In den kommenden Jahren wird die größte Evolution der Bikes im Bereich der Geometrie erfolgen. Der Laufraddurchmesser ist ein großer Teil dieser Entwicklung. In gleichem Maße werden sich Rahmengrößen und die Position auf dem Fahrrad stark verändern. Dadurch bedingt verändert sich auch das Fahrwerk. Hinterbau- und Federungssysteme haben sich innerhalb der letzten Jahre rasant entwickelt. Mittlerweile geht der Trend zu weniger, aber effizienter genutztem Federweg.

Größere Laufräder sind eine große Evolution im Mountainbike-Segment. Mit zunehmendem Durchmesser steigt Laufruhe und (Ab-)Rollver-halten, allerdings sinken in bestimmten Situationen Manövrierbarkeit und Bremspower sowie Grip. Denn dass große Laufräder hervorragend über Hindernisse rollen, ist nur die eine Seite der Medaille. Was passiert, wenn man bremsen möchte und das große Rad, statt zwischen die Unebenheiten zu greifen, einfach darüber hinweggleitet? 26“-Laufräder hingegen tauchen tiefer in diese Kuhlen hinein, mit dem Resultat dass man mit 26“ bessere Verzögerungswerte erreicht als mit 29“. Hinzu kommen die Steifigkeitsherausforderungen. Ein Vorteil der großen Laufräder ist, dass man, relativ gesehen, weniger Federweg benötigt.

Smart Simplicity – ein großer Trend ist, Dinge einfacher zu gestalten. SRAMs XX1-Antrieb ist dabei schon ein großer Schritt, der nicht nur für vereinfachtes Schalten, weniger Gewicht und ein aufgeräumteres Cockpit sorgt. Auf sekundärer Ebene bietet dieses 1×11-Setup einen großen Vorteil bei der Konstruktion eines Bikes beziehungsweise des Hinterbaus, da auf den Umwerfer nicht mehr Acht genommen werden muss. Dennoch wird dies mittel- bis langfristig nur ein Übergang zu integrierten Schaltsystemen sein.

Das Schaltwerk-Konzept kommt aus dem Straßenradsport, wo es keine Steine gibt. Im Mountainbikebereich gibt es jedoch keinen rationellen Grund für eine fragile, exponierte mechanische Komponente in der Nähe der Hinterradachse, die Schlägen und Hindernissen frei ausgesetzt ist. Mittelfristig ist ein Trend zu Getriebeschaltungen abzuzeichnen, die klare Vorteile aufweisen: Erhöhte Bodenfreiheit, geringere Anfälligkeit durch äußere Einflüsse und breitere Naben mit mehr Speichen, was besonders bei Laufrädern mit größerem Durchmesser für mehr Stabilität sorgt.

Elektronik ist Realität und Zukunft in den meisten Bereichen des Lebens. Aus dem heutigen Alltag ist sie nicht mehr wegzudenken! In der Autoindustrie hat die Akzeptanz des Einzugs der Elektronik eine Weile gedauert, weil die Menschen Angst davor hatten. Es ist etwas, das nicht viele Personen kontrollieren und im Falle eines Defekts reparieren können. Elektronik am Mountainbike wird sicherlich die Zukunft sein, aber fraglich ist, ob der Markt jetzt schon dafür bereit ist. Fakt ist: Lapierres Spicy mit Rock Shox E:i Shock bietet klare Performance-Vorteile!

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Was E-Bikes angeht, ist der Markt schon viel weiter, jedoch befindet sich das Gros der Zielgruppen außerhalb des traditionellen Leistungssportsegments. Spaß und Erholung stehen hier eher im Vordergrund – wobei man selbst mit Elektrounterstützung bei entsprechender Fahrweise ordentlich körperlich gefordert wird! Haibikes XDURO Serie nimmt als Urahn eine wegweisende Stellung ein, doch 2014 wird in diesem Bereich große Veränderungen und Neuerungen bringen.

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Im Bekleidungsbereich sind Gewicht, Atmungsaktivität und Tragekomfort von enormer Bedeutung. Enduristen sind hohen Belastungen (technisch und physisch) ausgesetzt und benötigen fast den Schutz eines Downhillfahrers, jedoch die Beweglichkeit und den Komfort eines Langstreckenfahrers.

Bei der Fülle an Neuheiten sollte man eine Sache nicht aus den Augen verlieren: Die Wertstabilität ist bislang ein weniger großes Thema bei den Herstellern, aber dafür viel mehr bei Kunden und Händlern. In immer kürzeren Zyklen werden neue Produkte, neue Designs und Mid-Season-Modelle auf den Markt geworfen. In diesem Spiel des gegenseitigen Übertrumpfens gibt es dennoch diejenigen, die eine gewisse Konstanz in ihrer Produkt-palette bewahren und dem Kunden mit ihrem Produkt eine längerfristige Investition beziehungsweise Anlage erlauben. Nehmen wir die Automobilindustrie als Vorbild, hier ziehen viel mehr Hersteller gemeinsam an einem Strang und bevorzugen Modellpflege statt hektischer Marktschreierei. Dies wirkt sich auch positiv auf die Amortisation der Entwicklungskosten aus!

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Ein Ausblick in die Zukunft: Das Hauptaugenmerk der Enduro-Bikes liegt darin, die perfekte Balance zwischen Uphill- und Downhillperformance zu finden. Betrachtet man die Enduro-Bikes von heute so wird schnell klar, dass diese mindestens genauso gut bergauf fahren wie vor zehn Jahren Crosscountry-Bikes und genauso gut bergab wie vor zehn Jahren Downhill-Bikes. Was wird uns in den nächsten zehn Jahren erwarten? Das werden wir sehen!

Video

Designaward_2013-[Converted] Die Gewinner des Design & Innovation Awards 2013 findet ihr hier!

Photos Daniel Geiger Location www.wearefow.com