Shimano Saint

Disc-Brake-Group-Test-2016-#22-24

Sie hat sich auf den Downhill-Podien der Welt etabliert und ist in ihrer Existenz nicht infrage zu stellen. Mit nur einem Finger lässt sich der Saint unglaubliche Power bei gleichzeitig gutem Feedback entlocken, wodurch man die Lage auch bei Vollgas stets unter Kontrolle hat. Uns gefiel die Ergonomie der Hebel, ganz im Gegensatz zur Druckpunktverstellung, die so wirkt, als wäre sie jemandem im Nachhinein eingefallen – dementsprechend funktioniert sie auch nicht sonderlich gut. Im Labor ist die Saint zwar nicht mehr der Platzhirsch, aber immer noch ganz vorne mit dabei.

Auf dem Trail ist die Verzögerung angenehm und kontrollierbar, mit einem Finger lassen sich die Räder bei jeder Geschwindigkeit blockieren. Die kurzen Hebel bieten eine erstaunlich feine Dosierung der aberwitzigen Kräfte und die funktionale Hebelwegverstellung lässt euch genau einstellen, wann die Bremse zupacken soll. Der Nachteil ist, dass die Saint sehr schwer ist. Zwar ist dieses Gewicht Zeichen ihrer Stabilität, inzwischen gibt es allerdings Konkurrenten, die beinahe die gleiche Power bei geringerem Gewicht zur Verfügung stellen. Wenn ihr in den Alpen wohnt oder einfach nur maximale Power sucht, ist die Shimano Saint trotzdem eure Wahl.

+ die Referenz im Downhill
+ herausragende Performance
– zu viel Power fürs Trailriding
– schwer

Durchschnittliche Bremskraft in Nm: 116,0
Gewicht: 300 g
Preis: keine Angabe vom Hersteller
Mehr Informationen: shimano-eu.com