Formula R0 Racing

Disc-Brake-Group-Test-2016-#22-20

Die Formula ROR markiert mit ihrem „Pull Stroke“-Hebel einen radikalen Umschwung bei der italienischen Marke. Im edlen, aus einem Stück gefertigten Bremssattel finden sich zwei ovale Kolben, die die Auflagefläche maximieren und so die Kraft brachial und trotzdem dosierbar übertragen. Da kaum Gegendruck an den Belägen anliegt, verbrachten wir viel Zeit damit, die Bremse zu justieren, um nerviges Schleifen abzustellen. Die einzige Einstelloption ist die Hebelweite, die durch eine winzige Schraube angepasst werden kann. Eine zusätzliche Einstellmöglichkeit des Druckpunktes wäre wünschenswert gewesen.

Im Labor überzeugte die Formula mit guten Werten und stellte viel Bremskraft zur Verfügung. Auch auf dem Trail wusste die ROR zu überzeugen und war im Vergleich zur wahnsinnig bissigen The One deutlich sanfter zu modulieren. Durch den fast ständigen Kontakt der Beläge mit den Scheiben fehlte ihr dann aber doch die Dosierbarkeit der besseren Bremsen. Die ROR passt zu Fahrern, die gerne den direkten Kontakt beim Bremsen spüren und vor allem Biss wollen. Die ROR ist eine solide Bremse, fällt bei den Punkten Feedback und Dosierbarkeit allerdings zurück.

+ leicht und haltbar
+ ausreichend Biss
– wenig feinfühlig
– keine werkzeugfreie Verstellbarkeit

Durchschnittliche Bremskraft in Nm: 101,9
Gewicht: 230 g
Preis: 250 €
Mehr Informationen: rideformula.com