Wir sind davon überzeugt: Es gibt keinen Grund mehr, einen 2-fach-Antrieb zu fahren. Dennoch hört man in Gesprächen häufig das Argument der zu geringen Bandbreite bei 1×11-Antrieben. Die E*thirteen TRS+ Kassette besitzt eine Abstufung von 9–44 Zähnen und damit eine mehr als ausreichend große Bandbreite. Ob sie auch in der Praxis überzeugen kann?

Die E*thirteen-Kassette bietet 489 % Übersetzungsbandbreite zum Preis von 319 €.
Die E*thirteen-Kassette bietet 489 % Übersetzungsbandbreite zum Preis von 319 €.

Fakten

  • Preis: 319 €
  • Gewicht: 320 g
  • Material 3 große Ritzel: Aluminium
  • Material 8 kleine Ritzel: Stahl
  • Schaltstufen: 11
  • Abstufung: 9-44 Z (9-10-12-14-17-20-24-28-32-38-44 Z)
  • Kompatibilität: SRAM XD-Freilauf

Die Montage der E*thirteen-Kassette funktioniert etwas anders, als man es von anderen Kassetten gewohnt ist – sie ist aber dennoch sehr einfach. Erst steckt man das große Alu-Ritzelpaket auf den XD-Freilaufkörper, verschraubt es mit dem beiliegenden Sicherungsring und verriegelt danach das kleine Paket darauf. Tipp: Unbedingt darauf achten, genügend Fett auf beide Ritzelpaketen und den Freilaufkörper aufzutragen, sonst kann es zu Knarzgeräuschen kommen.

Oben Alu, unten Stahl – das spart Gewicht und erhöht die Haltbarkeit.
Oben Alu, unten Stahl – das spart Gewicht und erhöht die Haltbarkeit.

Mit der 9–44-Zahn-Abstufung besitzt die Kassette eine Übersetzungsbandbreite von 489 %. Wir haben beim Einbau der Kassette das Kettenblatt nicht getauscht und somit einen spürbar leichteren und einen schweren Gang erhalten. Speziell bei sehr steilen Anstiegen bergauf macht sich das Plus an Bandbreite positiv bemerkbar.

Die untersten drei Ritzel sind verschraubt und können bei Bedarf einzeln nachgekauft werden.
Die untersten drei Ritzel sind verschraubt und können bei Bedarf einzeln nachgekauft werden.
Nachdem das große Ritzelpaket auf den Freilauf geschraubt wurde, verriegelt man das zweite einfach mithilfe einer Kettenpeitsche.
Nachdem das große Ritzelpaket auf den Freilauf geschraubt wurde, verriegelt man das zweite einfach mithilfe einer Kettenpeitsche.

In Sachen Schaltperformance muss sich die E*Thirteen TRS+ Kassette nicht hinter der Konkurrenz verstecken. Äußerst knackig springt die Kette von Ritzel zu Ritzel. Die Gangsprünge sind aufgrund der größeren Bandbreite logischerweise etwas größer als bei einer SRAM-11-fach-Kasette, gestört hat uns das jedoch nicht.

Die größeren Gangsprünge haben uns im Test nie gestört.
Die größeren Gangsprünge haben uns im Test nie gestört.

Bleibt ein letzter Punkt: Verschleiß. Auch hier fiel uns nach etlichen Testkilometern bisher noch nichts Negatives auf. Das 9er-Ritzel nutzen wir äußerst selten, die großen Alu-Ritzel funktionieren bisher tadellos. Kettenverluste gab es keine. Positiv: Sollte eines der Ritzelpakete verschleißen, bietet E*thirteen es einzeln als Ersatz – das spart Geld.

Fazit

Wer sich noch etwas mehr Bandbreite für seinen 1×11-Antrieb wünscht, sollte sich die E*thirteen TRS+ Kassette einmal genauer ansehen. Schaltperformance, Haltbarkeit, Gewicht und zu guter Letzt auch der Preis sind absolut konkurrenzfähig. Empfehlenswert!

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Text & Fotos: Christoph Bayer

Über den Autor

Christoph Bayer

Abwechslung – das ist für Christoph das Wichtigste. Sowohl auf dem Bike als auch bei seiner Tätigkeit für ENDURO. Er kümmert sich federführend um das sechs Mal im Jahr erscheinende Magazin und ist dort gleichzeitig Fotograf und Redakteur. Auf dem Rad trifft man ihn vor allem im alpinen Terrain an, wo er neben flowigen Trails auch gerne mal eng verwinkelte oder verblockte Strecken in Angriff nimmt.