Von Yeti wurden wir noch nie enttäuscht, wenn es darum ging, auf der EUROBIKE neue Bikes vorzustellen. Auch dieses Jahr stellt keine Ausnahme dar: Die Amerikaner umarmen das Motto „klotzen statt kleckern“ und stellen das komplett neue SB5+ und das komplett überarbeitete SB5c vor.

Das neue SB5+ ist das erste Yeti mit Plus-Reifen

Chris Conroy, der CEO von Yeti, wollte schon lange ein Yeti mit Plus-Reifen. Nachdem eine Reihe von Prototypen getestet wurde, waren sich die Amerikaner sicher, dass Plus-Reifen auf ihren Hometrails echte Vorteile bieten. Zuerst wollten die Entwickler von Yeti das bestehende SB5c modifizieren, aber das hätte große Nachteile mit sich gebracht. So wurde kurzerhand ein neuer Rahmen geboren.

Das Yeti SB5c ist als Yeti zu erkennen – trotzdem hat es eine komplett neue Silhouette.
Das Yeti SB5c ist als Yeti zu erkennen – trotzdem hat es eine komplett neue Silhouette.

Der neue SB5+ Rahmen hat fast dieselbe Geometrie wie das Yeti SB5c: 67,1° Lenkwinkel, gepaart mit 74,1° Sitzwinkel und verspielten, mit 437 mm nicht radikal kurzen Kettenstreben – eine klassische Trail-Geometrie. Auch beim SB5+ setzt Yeti auf den bewährten Switch Infinity-Link, der 127 mm Federweg zur Verfügung stellt. Allerdings wurde die komplette Schwinge modifiziert, um die Plus-Reifen zu beherbergen. Das SB5+ wird in 5 Ausstattungsvarianten angeboten werden, entweder mit FOX Factory (in unserem Federgabel-Vergleichstest findest du ausführliche Informationen zur FOX Factory 36 Float) oder Performance mit jeweils 150 mm Federweg. Und obwohl es auch 3,0″ breite Reifen beherbergen kann, wird es mit MAXXIS Rekon EXO 2,8″-Reifen ausgeliefert.

Die neuen Kettenstreben bieten Platz für bis zu 3,0" breite Reifen.
Die neuen Kettenstreben bieten Platz für bis zu 3,0″ breite Reifen.
Das Herz des Bikes: der Switch Infinity-Link.
Das Herz des Bikes: der Switch Infinity-Link.
Das SB5+ bietet genügend Platz für 3,0" breite Reifen (2,8" im Bild).
Das SB5+ bietet genügend Platz für 3,0″ breite Reifen (2,8″ im Bild).
Obwohl das SB5+ nicht dieselbe Kabelverlegung hat wie das neue SB5c, sind alle Kabel immer noch innen verlegt.
Obwohl das SB5+ nicht dieselbe Kabelverlegung hat wie das neue SB5c, sind alle Kabel immer noch innen verlegt.

Ab jetzt bietet Yeti zwei Rahmenvarianten, TURQ und Carbon an, um dem Kunden eine größere Auswahl zu bieten. Unter TURQ versteht Yeti die High-End-Modelle des Line-ups mit höherwertigen Carbon-Fasern, während die Carbon-Modelle etwa 250 g schwerer sind – allerdings sind sie auch deutlich günstiger. Das SB5+ TURQ wird es in drei Varianten mit FOX Factory-Elementen geben. Das XT-, X01 Eagle- und XX1 Eagle-Modell kosten je 6.499 $, 6.999 $ und 1.049 $. Die günstigeren Carbon-Modelle sind mit FOX Performance-Teilen mit XT/SLX- und Eagle Build-Kits verfügbar und kommen auf 4.699 $ und 5.599 $.

Yeti überarbeitet das beliebte SB5c

Das Yeti SB5+ war nicht die einzige Neuigkeit am Yeti-Stand: Der Dauerbrenner SB5c wurde deutlich überarbeitet. Der Rahmen ist deutlich schlanker, hat eine größere Überstandshöhe und eine neue Kabelverlegung. Außerdem setzt das SB5c auf den Boost-Standard, die neuen metrischen Dämpfer und kommt sowohl als TURQ- als auch Carbon-Option daher…

Das neue SB5c setzt auf Boost, eine größere Überstandshöhe und einen schlankeren Rahmen.
Das neue SB5c setzt auf Boost, eine größere Überstandshöhe und einen schlankeren Rahmen.
Die neue Kabelverlegung ist vor allem durch die Ports am Steuerrohr erkennbar.
Die neue Kabelverlegung ist vor allem durch die Ports am Steuerrohr erkennbar.
Der neue Rahmen hat eine kleine Platte, welche die Kabelverlegung erleichtern soll.
Der neue Rahmen hat eine kleine Platte, welche die Kabelverlegung erleichtern soll.

Das SB5c TURQ kommt in drei Modellvarianten mit FOX Factory-Elementen, das XT, X01 Eagle und XX1 Eagle kosten 6.499 $,6.999 $ und 10.499 $. Die günstigeren Carbon-Modelle mit FOX Performance-Teilen kommen mit XT/SLX- oder Eagle-Komponenten und kosten 4.699 $ und 5.599 $.

Mehr Informationen findet ihr auf der Yeti Website – ein Testbericht folgt bald.

Text & Fotos: Trev Worsey

Über den Autor

Trev Worsey

Seit den frühen 90ern mit dem Bike-Virus infiziert, arbeitete Trev zunächst als Wissenschaftler und Statistiker, bevor ihn Bikes und Berge endgültig zu sich riefen. Nach sieben Jahren als Mountainbike-Guide wechselte er dann zu ENDURO, wo er sich seitdem von unserem UK-Office aus um News, Storys und Testberichte für unsere Website und die Ausgaben kümmert.