Die RockShox Reverb gilt seit ihrer Einführung als Benchmark in Sachen Teleskopsattelstütze. Über die Jahre wurde sie mehrfach optimiert, nur eines blieb gleich: der Remotehebel. Bis heute! Der neue 1X Remote soll der Reverb nun auch weiterhin den Platz an der Spitze sichern.

Objekt der Begierde: der neue RockShox Reverb 1X Remote. Preis für das Nachrüstkit: 105 €.

Als die erste RockShox Reverb präsentiert wurde, saß der Verstellhebel noch auf dem Bremshebel – links unten war aufgrund der 2-fach-Antriebe ja auch noch gar kein Platz. Mit dem Wegfall des linken Schalthebels wanderte der ursprünglich für rechts oben konzipierte Shifter nach links unten, was die Ergonomie schon enorm verbesserte. Der neue RockShox Reverb 1X Remote setzt nun noch mal einen drauf. Er ist schon in den nächsten Wochen sowohl als Nachrüst-Kit für 105 € als auch serienmäßig bei der RockShox Reverb Stealth (445 €) erhältlich.

Der neue Reverb 1X Remote lässt sich, wie auch die Schalthebel, in zwei Positionen montieren.

Der RockShox Reverb 1X Remote im Detail

Der RockShox Reverb 1X Remote funktioniert wie sein Vorgänger hydraulisch und ist mit allen RockShox Reverb-Modellen kompatibel – ausgenommen die allererste Serie, die noch über den silbernen Verstellring an der Sattelstütze verfügte (keine Stealth). Er ist lediglich 21 g schwerer als ein herkömmlicher Reverb-Remotehebel und ermöglicht es ebenfalls, die Ausfahrgeschwindigkeit der Stütze zu verstellen. Zur Verstellung der Geschwindigkeit ist nun zwar ein T25-Schlüssel nötig. Einmal eingestellt, bleibt diese Schraube ja allerdings sowieso die meiste Zeit unangetastet. Wie auch die SRAM-Schalthebel verfügt der Hebel über zwei Montagepositionen, um sich so perfekt an verschieden große Hände anzupassen. Der Bleeding Edge-Anschluss, der bereits von den neuen Bremsen bekannt ist, erleichtert das Entlüften. Damit das Kabel besser geschützt ist und im Falle eines Sturzes weniger schnell abreißt, wird der Anschluss über eine Mutter zusätzlich gestützt – ein absolut sinnvolles Upgrade.

Die Verstellung der Ausfahrgeschwindigkeit erfolgt via T25. Links daneben: der Bleeding Edge-Port zum Entlüften der Stütze.
Dank Bleeding Edge-Anschluss geht bei der Entlüftung kein Tropfen daneben.
Die große Überwurfmutter schützt die Leitung und verhindert ein Abknicken oder Abreißen.

Lohnt sich das Upgrade?

Wir hatten bereits die Möglichkeit, den Hebel einige Zeit auf den Trails zu erproben. Die Montage ist einfach und schnell erledigt. Wie sie im Detail funktioniert, haben wir euch in diesem Guide erklärt. Die deutlich größere Kontaktfläche und der längere Hebel erleichtern die Bedienung der Reverb spürbar. Klar, hier wird das Rad nicht neu erfunden, aber wenn man sich einmal an den Hebel gewöhnt hat, will man den alten nicht mehr zurück. Die Stütze lässt sich sehr gefühlvoll ausfahren, die Höhe perfekt bestimmen. Die Verarbeitung ist top. Auf unseren Trailrunden haben wir festgestellt, dass wir die Stütze mit dem neuen Hebel noch öfter betätigen, das spart Kraft und bei Racern sicher auch Zeit. Mit 105 € ist der RockShox Reverb 1X Remote als Upgrade sicher nicht günstig, wir möchten jedoch nicht mehr ohne leben.

Dank der gelungenen Ergonomie greift man deutlich öfter zum Verstellhebel. Das spart Kraft und bringt Zeit.

Fazit

Der neue RockShox Reverb 1X Remote macht die legendäre Stütze noch besser. Die Ergonomie ist top, die Bedienkräfte sind gering und auch die gestiegene Haltbarkeit ist super. Wer sich einmal an den Hebel gewöhnt hat, will garantiert nicht mehr zurück. Der Preis für das Upgrade ist hoch – wer sich jedoch eine neue Stütze kauft, sollte sich unbedingt für die 1X Remote entscheiden.

Wenn ihr wissen wollt, wie man den neuen Hebel montiert: So montiert man den neuen RockShox Reverb 1X-Remotehebel!

Für weitere Informationen klickt auf sram.com!

Text: Christoph Bayer Fotos: Christoph Bayer, Victor Lucas

Über den Autor

Christoph Bayer

Abwechslung – das ist für Christoph das Wichtigste. Sowohl auf dem Bike als auch bei seiner Tätigkeit für ENDURO. Er kümmert sich federführend um das sechs Mal im Jahr erscheinende Magazin und ist dort gleichzeitig Fotograf und Redakteur. Auf dem Rad trifft man ihn vor allem im alpinen Terrain an, wo er neben flowigen Trails auch gerne mal eng verwinkelte oder verblockte Strecken in Angriff nimmt.