Wir finden das Design des neuen Fox Metah, seine motocross-mäßige Klobigkeit und den großzügigen Schutz überragend! Die von uns getestete schwarze Variante war im Büro so beliebt, dass der 140 € teure Helm in den vier Monaten Testzeit so ziemlich alles von Kanada bis zu den schottischen Highlands gesehen hat.

Das Design des neuen Fox Metah, das Motocross und Mountainbike verbindet, gefiel uns richtig gut.
Das Design des neuen Fox Metah, das Motocross und Mountainbike verbindet, gefiel uns richtig gut.
Der tief in den Nacken gezogene Helm gibt Sicherheit.
Der tief in den Nacken gezogene Helm gibt Sicherheit.
Aber das Visier lässt sich nicht einstellen und sitzt zu tief im Sichtbereich.
Aber das Visier lässt sich nicht einstellen und sitzt zu tief im Sichtbereich.

Das Wichtigste an einem Helm ist seine Passform und glücklicherweise passt der Fox Metah dank einer Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten den meisten Fahrern. Die EPS-Konstruktion beherbergt die Fox Varizorb-Technologie: kegelförmige Einsätze, die bei einem Crash die Energie besser verteilen sollten. Leider wollte das niemand an sich selbst testen. Die zehn riesigen Belüftungsöffnungen bieten genug Platz für durchströmende Luft und der in drei Positionen fixierbare Y-Riemen ist einfach in der Handhabung und hält den Helm komfortabel an seinem Platz. Der Fox bedeckt eine Menge des Kopfes und ist tief in den Nacken gezogen. Trotzdem fühlt er sich mit 444 g (Größe L/XL) nicht riesig auf dem Kopf an.

Der Fox Metah gibt einem viel Sicherheit und inspiriert zum Vollgas – vorausgesetzt, man weiß, wohin man fährt.
Der Fox Metah gibt einem viel Sicherheit und inspiriert zum Vollgas – vorausgesetzt, man weiß, wohin man fährt.

Auf dem Trail war der Helm sehr komfortabel, gut belüftet und der großzügige Schutz gibt einiges an Selbstvertrauen. Im breit gehaltenen Gesichtsfeld findet so ziemlich jede Goggle Platz und auch nach mehreren Runden im Kofferraum und auf Flughäfen sieht der Helm immer noch aus wie neu. Trotzdem gibt es ein „Aber“ und das ist nicht ohne: Das nicht einstellbare Visier ist einfach zu lang! Wenn man Vollgas fährt, verdeckt das Visier den oberen Sichtbereich völlig, sodass man seinen Hals verbiegen muss, um weiter vorauszuschauen. Wenn man entspannt fährt, ist das kein Problem, aber bei höheren Geschwindigkeiten ist das wirklich nervig. Wir sprachen darüber mit Fox und ihr Designer teilte uns mit: „Das Visier wurde für einen optimalen Schutz des Gesichts entworfen, was es länger werden ließ als vergleichbare Konkurrenzmodelle. Es ist nicht einstellbar, um den Strömungsfluss nicht zu behindern und bringt zusammen mit den Belüftungsöffnungen deutlich mehr Luft in den Helm.“ Wir verstehen die Intention, trotzdem ist das Teil zu lang. Wir haben einige Profis gesehen, die mit einem Dremel einen Zentimeter vom Visier abgetrennt haben und würden wohl das Gleiche tun. Wir hätten uns außerdem eine etwas festere Einstellung des Riemens gewünscht, da der Helm leicht nach vorne rutscht und so das Visierproblem noch verstärkt wird.

Mit einem kürzeren Visier (wir werden unseres beschneiden), wäre der Metah ein klasse Helm.
Mit einem kürzeren Visier (wir werden unseres beschneiden), wäre der Metah ein klasse Helm.

Fazit

Der Fox Metah ist ein klasse Helm, der hervorragenden Schutz und Selbstvertrauen bietet, wenn man auf einen Fullface verzichten will. Leider sitzt das nicht einstellbare Visier zu tief und behindert den oberen Teil des Sichtfelds, wodurch der ansonsten tolle Helm verdorben wird.

Mehr Infos gibt es auf der Fox Head Website.

Text & Fotos: Trev Worsey

Über den Autor

Trev Worsey

Seit den frühen 90ern mit dem Bike-Virus infiziert, arbeitete Trev zunächst als Wissenschaftler und Statistiker, bevor ihn Bikes und Berge endgültig zu sich riefen. Nach sieben Jahren als Mountainbike-Guide wechselte er dann zu ENDURO, wo er sich seitdem von unserem UK-Office aus um News, Storys und Testberichte für unsere Website und die Ausgaben kümmert.