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Getestet: 100% Goggle – Accuri “Graffiti”

Goggle ist nicht gleich Goggle. Abhängig von Helm und Fahrer spielen hierbei gleich mehrere Faktoren eine entscheidende Rolle. Unzureichendes Sichtfeld, Druckstellen und eine etwa damit einhergehende Beeinträchtigung der korrekten Luftzufuhr sind absolute KO-Kriterien. Zwar kann man aus Erfahrungswerten schließen, welche Brille zu welchem Helm in ihren Grundzügen passt, allerdings gibt am Ende nur eine Anprobe Aufschluss über die Krux. Als weiteres Kriterium über Sieg und Niederlage, kommt das oftmals viel zu frühe Beschlagen des Glases hinzu.
Nach der starken Präsenz von 100% durch das Sponsoring vieler Topfahrer, war es an der Zeit, einen Test in der alltäglichen Enduro-Praxis samt Staub, Schlamm, Nässe und Nebel durchzuführen. Was verbirgt sich also hinter dem Spiegel der edel-schwarzen Accuri?

100persent_accuri

Mirror, mirror on the wall. Bei Sommer, Sonne , Sonnenschein spielt das verspiegelte Glas vorwiegend seine Stärke aus, während das Ghost Cagua 6590 seinen Weg durch die Wurzeln und Steine sucht

Bereits beim Herausnehmen aus der Verpackung fällt das große Sichtfeld der Accuri sofort ins Auge. Deutlicher wird dies in der Praxis. Durch die große Scheibe erhält man einen sehr guten, weitreichenden Blick auf die Strecke. Wo bei manch anderem Hersteller der Rahmen der Goggle das Sichtfeld längst einschränkt, verwöhnt die Accuri mit weitreichendem Sehkomfort, was vorallem im Enduro, bei unbekannten Strecken von enormem Vorteil sein kann.

Accuri-Graph

100% Sicht mit dem Modell Accuri “Graffiti”

Der Rahmen samt Schaumstoff und Aussparungen sitzt in unserem Fall passend und bequem auf Kopf und Helm und schränkt in keinster Weise ein.
Die Verarbeitung ist gut, die Weitenverstellung und Anpassung funktioniert problemlos. Durch den rutschfesten Gummizug bleibt die Accuri immer an Ort und Stelle auf dem Helm. Mittels mehrerer Clips im Rahmen, lässt sich je nach Wunsch, eine andere Scheibe auch ohne ewiges Herumgepfriemel schnell und einfach einklipsen – zuerst seitlich, dann oben und unten. Wer die Scheiben den enstprechenden Lichtverhältnissen anpassen möchte, hat dank des reichhaltigen Sortiments von 100% genug Möglichkeiten dem nachzugehen. Die mitgelieferte Scheibe “Graffiti / Antifog” funktioniert in der Regel bei den meisten Lichtbedingungen. Bei länger anhaltenden, dunkeln Strecken empfiehlt sich allerdings eine klare oder den Kontrast verstärkende Scheibe. Die Bezeichnung “Antifog” hielt weitestgehend Wort. Lediglich bei starker Luftfeuchtigkeit, bzw. Regen kam es zu einem leichten Beschlagen der Scheibe. Ein Upgrade auf die nochmals besser belüftete Dual-Vent Scheibe soll hier Abhilfe schaffen. Selbige ist auch in diversen Farben erhältlich.

Fazit:

  • großes Sichtfeld
  • guter und bequemer Sitz
  • Gläser günstig nachkaufbar
  • erhältlich in mehreren Farben
  • Preis-/Leistungsverhältnis stimmt
  • in unserem Fall gut kombinierbar mit Troylee D3
  • beschlägt erst bei absolut widrigsten Bedingungen
  • einfacher Scheibenwechsel
  • praktischer Aufbewahrungsbeutel inklusive
  • Viele Accessoires wie Noseguard, Tear-Offs, Roll-Off System, uvm. erhältlich

Preis: 59,90 € mit verspiegeltem Glas, 49,90 € mit klarem Glas
Mehr Infos unter www.sportsnut.de

Text: Daniel Häberle
Fotos: Michael Meister / Sports-Nut

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