Leicht sollte sie sein, aber auch leuchtstark und einfach zu montieren. Eine ausreichende Akkulaufzeit sollte man auch nicht vergessen – wer möchte schon mitten in der Abfahrt im Dunkeln stehen? Diese und noch weitere Punkte haben wir bei sechs Helmlampen getestet, um die maximale Trail-Erleuchtung beim Feierabend-Ride zu garantieren.

Das Testfeld in diesem Vergleich. Sechs Lampen von 124,99 € bis 350 €.

Was ist beim Helmlampenkauf zu beachten?

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Diese Frage sollte man sich stellen, um bei der ersten Ausfahrt keine böse Überraschung zu erleben. In erster Linie geht es dabei um den persönlichen Einsatzbereich – denn oft sind die Hellmacher nicht nur beim Mountainbiken sinnvoll.

Außerdem sind Reichweite und Ausleuchtungsfläche der Lampen wichtige Aspekte. Beim Biken sollte die Lampe den Trail möglichst effektiv ausleuchten. Ein punktueller Lichtkegel, der einen gerade mal eine Wurzel erkennen lässt, hilft hier wenig. Ihr solltet schon die ganze Breite des Trails erkennen können – mit maximaler Leuchtreichweite. Das ist vor allem wichtig für Biker, die gerne schnell über die Trails jagen.

Auch bei eintretender Dunkelheit sind Helmlampen zu empfehlen. Mehr Licht – mehr Sicht!

Bei diesem Test haben wir den Fokus auf leichte Lampenköpfe mit guter Ausleuchtung gesetzt. Wer aber die Trails noch heller und greller bei Mondschein erleben möchte, kann sich eine weitere Lampe an den Lenker montieren. Hinweis: Jede von uns getestete Lampe kann theoretisch am Helm, aber auch am Lenker fixiert werden.

Der Test hat bestätigt, dass die Leuchtdauer der Lampen stark variiert und nicht jede Lampe mit integriertem Akku optimal am Helm sitzt. Für einen guten Halt der Kombinationslösung ist eine stabile Helmhalterung ausschlaggebend, und auch dann ist das hohe Gesamtgewicht am Helm mehr als nur störend. Unser Tipp ist, ein getrenntes System zu verwenden: Lampe am Helm befestigen und externen Akku mit Verlängerungskabel in den Rucksack packen. Für noch mehr Bedienungskomfort kann man diverse Modellen sogar individuell mit einer Fernbedienung am Lenker oder über eine App am Smartphone steuern. Disco-Licht oder alpines Notsignal – you name it!

Überblick über die getesteten Helmlampen

Modell Leuchtstärke* Akkukapazität Leuchtdauer (max.Stufe)* getestetes Systemgewicht Preis (€)
Cateye Volt1700 1.700 lm 6,8 Ah 2:00 h 278 g 235,00 €
Hope R2 1.300 lm (gemessen 1.000 lm) 3,2 Ah 1:30 h 343 g 255,00 €
Knog PWR Trail 1.000 lm 5 Ah 2:00 h 256 g 124,99 €
Lupine Piko R 4 SC 1.800 lm 3,3 Ah 1:15 h 210 g 350,00 €
Magicshine MJ-906 B 5000 lm 7,8 Ah 2:15 h 490 g 179,00 €
SIGMA Buster 2000 HL 2.000 lm 6,5 Ah 2:30 h 487 g 200,00 €

*Herstellerangaben

Kleines Lampenlexikon

Ein paar Punkte sollten beim Kauf einer Helmlampe beachtet werden.
Unser kleines Lexikon hilft dabei, den Überblick zu behalten.

Ausleuchtung/Reichweite

Mit dem Begriff Ausleuchtung wird die maximale Gesamtfläche beschrieben, die eine Lampe im jeweiligen Modus abdeckt. Bei der Reichweite geht es um die Distanz, die das Licht maximal nach vorne zurücklegt.

Bluetooth

Damit Lampen mit einer Fernbedienung, einem Smartphone oder Tablet verbunden werden können, besitzen einige aktuelle Modelle in diesem Test eine Bluetooth-Funktion, z. B. Lupine, Magicshine oder SIGMA. Nicht nur als Fernbedienung für den Lenker ist diese kabellose Steuerung sehr nützlich. Auch mittels App kann man die Leuchtmodi individuell steuern, den Batteriestand kontrollieren oder die aktuelle Betriebstemperatur ablesen.

Lumen (lm)

Mit Lumen wird die Einheit des Lichtstroms benannt, der die Helligkeit einer Lampe beschreibt. Je höher die Lumenzahl ist, umso heller leuchtet die Lampe, Beispiel: 150 W = 2.000 lm.

Amperestunden (Ah)

Die Amperestunde ist eine Maßeinheit bei Batterien und Akkus. Sie zeigt das zur Verfügung stehende Ladungsspeichervermögen an. Je mehr Ah ein Akku hat, umso mehr Akkulaufzeit besitzt er, Beispiel: 1 Ah = 1000 mAh.

StvZO-Zulassung

Zum 1. Juni 2017 wurde §67 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StvZO) grundlegend überarbeitet. Ein Teil der Änderungen ermöglicht es, batteriebetriebene sowie abnehmbare Lampen am Rad zu nutzen, solange sie weitere Verkehrsteilnehmer nicht blenden. Außerdem müssen sie das deutsche Prüfzeichen tragen, vergeben vom Kraftfahrt-Bundesamt. Von den Lampen im Test besitzt keine eine StvZO-Zulassung, da sie für den Outdoorsport und nicht den Straßenbetrieb vorgesehen sind.

Wichtige Eckdaten zum Helmlampentest

Modell Ausleuchtung Leuchtreichweite Akkumontage am Helm Akku im Rucksack Tragekomfort am Helm
Cateye Volt1700 ●●●●○ ●●●○○ ja nein ●●○○○
Hope R2 ●●●○○ ●●○○○ ja ja ●●●●○
Knog PWR Trail ●●○○○ ●●●○○ ja nein ●●●○○
Lupine Piko R 4 SC ●●●●● ●●●●○ ja ja ●●●●●
Magicshine MJ-906 B ●●●●● ●●●○○ nein ja ●●●●○
SIGMA Buster 2000 HL ●●●●○ ●●●○○ nein ja ●●●●○