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PUMP IT UP! – Pumptrack Workout mit Spaßgarantie

Was kann es besseres geben als Nützliches mit Spaßigem zu verbinden? Die explosionsartige Verbreitung von Pumptracks bietet dem ambitionierten Enduro-Fahrer hervorragende Trainingsbedingungen. Drückstrecken bringen nicht nur das Spaßbarometer auf Anschlag, sondern verbessern auch Fahrtechnik und Fitness. Allesamt wichtige Aspekte, die man sich bei der alltäglichen Tour wie auch beim ambitionierten Training zunutze machen kann. Denn was auf dem Pumptrack funktioniert, kann im Gelände nicht verkehrt sein.

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Angefangen beim Aufbau der Geschwindigkeit, die man beim Pumptrack – wie der Name schon sagt – durch Ziehen und Drücken erreicht, bis hin zum Wheelen und Springen von Hindernissen, trainiert diese Art von Pumpen wichtige und hilfreiche Fähigkeiten, die sich perfekt in den grobstolligen Alltag übertragen lassen.

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Das Gelände “lesen” und an den richtigen Stellen mit gezieltem Pushen Geschwindigkeit aufbauen, lohnt sich enorm, denn dies ist oftmals schneller als das stumpfe Übertreten von Hindernissen. Zudem spart es Energie und bringt Flow in den Bewegungsablauf. Ein weiterer Bonus, den wir ins Gelände übertragen können, ist die Verbesserung der Reaktionsfähigkeit durch die schnelle Abfolge von Hügeln und Kurven auf dem Pumptrack. Hier wird der ganze Bewegungsapparat, vor allem koordinativ, geschult. Beine müssen mit Arme, Oberkörper und Kopf perfekt im Einklang sein. Bei genügend Routine und Übung geschieht, was Anfangs noch schwer scheint, automatisch und einfach. Man wird zunehmend lockerer und kann sein Tempo steigern.

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“PUMPTRACKS SIND GERADE IN BEZUG AUF PRÄZISON UND KOORDINATION VON OBER- UND UNTERKÖRPER SEHR HILFREICH. AUSSERDEM IST ES EIN GUTES CARDIO-TRAINING, WEIL MAN NACH EIN PAAR RUNDEN DERMASSEN AUSSER ATEM IST.” – Jerome Clementz, Team Cannondale

Richtungswechsel: Ein Pumptrack ist keine nimmer endende Gerade, sondern ein geschlossenes System mit entsprechenden Kurven. Das richtige Kurvengefühl ist dabei ausschlaggebend. Was die meisten beim “Abbiegen” vergessen und / oder falsch machen, ist, Kurven als Chance zu sehen, den Schwung mitzunehmen oder im besten Fall sogar aufzubauen.

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“GRUNDSÄTZLICH SCHADET ES KEINER DISZIPLIN IM MTB-SPORT, DA ES IMMER UM SCHWUNG GEHT, DIE ETAPPEN IM STEHEN GEFAHREN WERDEN UND KURVEN ERHEBLICHE AUSWIRKUNGEN AUF DEN GRUNDSPEED HABEN. BESONDERS DER FLOW IST WICHTIG! VIELE ENDUROETAPPEN KENNT MAN NUR KAUM ODER GAR NICHT. UMSO WICHTIGER IST ES, DASS MAN FLÜßIG UND LOCKER FÄHRT.” – Andre Wagenknecht, Cube Action Team

Egal ob eine schnelle oder 15 ausdauernde Runden – alles variiert mit der jeweiligen Absicht des Einzelnen. So schließt sich der Kreis, bei dem sich Spaß und Training perfekt kombinieren lassen. Schnell vergessen sind so die Erinnerungen an die mit Schweißgeruch versetzte Luft des monotonen Fitnessstudios. Kein Wunder bietet doch ein zum Pumptrack umgebautes Gewächshaus eine erstklassige Möglichkeit, um lange Winterabende zu überbrücken.

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“WIR FAHREN VORALLEM ZUM SPASS PUMPTRACK. DASS ES SICH DABEI AUCH UM EIN SUPER TRAINING HANDELT, IST EIN ANGENEHMER NEBENEFFEKT… DIE HÜGEL UND WELLEN, DIE BEIM ENDUROFAHREN IMMER WIEDER VORKOMMEN, LASSEN SICH AUF JEDEN FALL MIT PUSHEN UND SURFEN SCHNELLER BEWÄLTIGEN. GENAU DAS KANN MAN AUF DEM PUMPTRACK SEHR GUT TRAINIEREN.” – Carolin & Anita Gehrig, Twins MTB-Racing

Was für ein Bike benötige ich zum Pumptrackfahren?

Eine Frage auf die es keine konkrete Antwort gibt, denn Pumptracks funktionieren prinzipiell mit nahezu jedem fahrbaren Untersatz, egal ob BMX, MTB, Fully, 20“, 26“, 29“, Alu, Carbon oder Stahl. Verallgemeinert lässt sich allerdings festhalten, dass der Großteil der ambitionierten Pumptrack-Fahrer zu einem kompakten 26“ Hardtail mit Federgabel greift.

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Wir haben exemplarisch ein solches Workout-Bike aufgebaut. Natürlich auch mit einem dezenten Quäntchen an Liebe zum Detail. Als Grundlage dient ein leichter, steifer Merida Aluminium-Rahmen (Hardy Team).

Der Hardy Team Rahmen von Merida (in unserem Falle ein Protoyp) sieht nicht nur verdammt clean aus, sondern ist es auch: Mit 1,6 kg bietet er eine optimale Basis für ein leichtes Hardtail. 9,4kg mit Pedalen ohne irgendwelche Risiko-Experimente sprechen für sich. In der Serie wird der Rahmen (für den harten Dirteinsatz ausgelegt) 1,9 kg wiegen.

Einmal mehr gilt auch hier: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Eine gut dosierbare Hinterradbremse ist fürs Pumpen völlig ausreichend. Ebenso die Singlespeed-Übersetzung. Unser Hauptaugenmerk liegt auf leichten, steifen und gleichzeitig stabilen Lauf- rädern. Eine Lösung: Die extra dafür gebauten Acros 1G Singlespeed-Naben verzichten auf eine Scheibenbremsaufnahme, dadurch ergibt sich ein größerer Flanschabstand und mehr Stabilität trotz radialer Einspeichung, kombiniert mit DT Speichen, Alu Nippeln, leichten Felgen, 59 Gramm leichten Eclipse Schläuchen und schnell rollenden Continental Speedking Reifen. Beschleunigung, Stabilität und eine geringe rotierende Masse sind damit garantiert.

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An der Front ebnet eine straff abgestimmte Rockshox Argyle RC in mattschwarz den Weg nach vorn. Das Cockpit komplettiert ein Acros Steuersatz und Carbon Spacer, sowie Duo Vorbau und Fatbar Lenker der Kultfirma Renthal aus England. Was will man mehr?

Gewicht: 9,4 kg ohne jegliche Einbußen. Ist leicht auch zwingend besser? Nicht immer, denn geht der Gewichtsfetischismus zu Lasten von Stabilität und Fahreigenschaft hört die Gramm-Feilscherei auch auf dem Pumptrack auf.

 PREIS: 329,00 EUR (RAHMEN) | GEWICHT: 9,4 KG | INFO: WWW.MERIDA-BIKES.COM

PREIS: 329,00 EUR (RAHMEN) | GEWICHT: 9,4 KG | INFO: MERIDA-BIKES

Welche Ausrüstung benötige ich zum Pumptrackfahren?

Radfahren kann kaum unkomplizierter sein als auf dem Pumptrack. Helm und Rad sind die einzigen Hilfsmittel denen man sich verpflichtet. Ansonsten gehört die selbstverständliche Pflege der Strecke wie auch der nötige Respekt gegenüber den Locals zur zwingenden Notwendigkeit. Hat man das alles verinnerlicht, steht dem Pumpen und Ziehen nichts mehr im Wege – außer vielleicht das schlechte Wetter. Aber deswegen haben wir ja nun ein Dach über dem Kopf…

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Text: Daniel Häberle | Fotos: Oliver Roggenbuck

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