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Super-Enduro-Rennen im Bikepark Beerfelden

Beerfelden Super-Enduro Race BBNR 2013-10

Brunch, Essen bei Oma und ein Spaziergang am Mittag – so könnte ein typischer Feiertag aussehen. Aber nicht bei uns! Wir starteten unseren Redaktionsausflug gen Beerfelden, um auf dem Beerfellemer Buckel-Nunner-Renne (BBNR) alles zu geben und auch mal berghoch zu rennen. Aber dazu später mehr.

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Am Tag der Deutschen Einheit fand im Bikepark Beerfelden das alljährliche Enduro-Rennen statt, das im Rahmen des Beerfellemer Buckel-Nunner-Renne (Downhill) ausgetragen wird. Dabei galt es für Männer und Frauen drei Stages mit jeweils 200 Höhenmetern zu bewältigen.

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Zum Rennmodus: Es galt drei Stages zu absolvieren. Auf zweien davon konnte man während des Vormittags schon trainieren; die dritte musste auf Sicht gefahren werden und hielt noch die eine oder andere Überraschung bereit. Start und Ziel waren bei allen Stages gleich. Nach den ersten 50 Metern zweigte sich der Trail in drei Varianten auf, die quer durch den Bikepark führten, um am Ende wieder zusammen zu kommen. Dieses Jahr gab es eine neue Zeitmessung. Statt Free-Lap-Timing-System erfolgte die Zeitnahme via Lichtschranken – was eine weitaus höhere Teilnehmerzahl erlaubte, als es noch letztes Jahr der Fall war: In Beerfelden gingen über 100 Enduristen an den Start!

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Die Temperaturen waren mit rund 10°C noch im passablen Rahmen, vor allem da der Aufstieg zum Start anstrengend genug war, um warm zu werden und dennoch angenehm genug, um entspannt (selbst mit 34er Kettenblatt in Kombination mit 29-Zoll-Laufrädern) mit den Kumpels hinauf zu kurbeln. Die zwei Stunden Zeitfenster zum Absolvieren der zwei (zuvor) trainierten Stages trugen ihren Teil zum entspannten Flair bei. Weniger entspannt sollte es jedoch auf den Stages zu gehen – und in der Warteschlange.

Beerfelden Super-Enduro Race BBNR 2013-17 Ein Späßle für Zwischendurch: in Beerfelden stand der Spaß im Mittelpunkt

Mit über 30 Minuten Wartezeit war das “Warmfahren” dann auch schon wieder für die Katz’ – ist aber bei vielen Enduro-Rennen auch nicht anders. Fixe Startzeiten für den Start im Tal, um zur ersten Stage zu gelangen oder größere Abstände bei den Startblöcken würden hier helfen.

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Auf den Stages ging es dann heiß her: Der sehr abwechslungsreiche Mix aus Kurven, Wurzeln, Sprünge, überdimensionalen “Pumptrackhügeln”, Steilstücken, technischen Passagen, hartem Bikeparkboden und frischem, weichem Humus sorgten für strahlende Gesichter. Selbst North-Shore-Brücken waren in die Stages eingebaut. Die teils langen und sehr knackigen Tretpassagen killten hingegen die Lungen der meisten Teilnehmer – macht natürlich nicht “nur” Spaß, gehört aber nach dem Motto “Quäl dich du Sau!” zweifelsohne dazu. In Beerfelden wurde das Maximum aus der Topographie herausgeholt.

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Nach Stage zwei gab es eine halbe Stunde Pause für alle Teilnehmer, Freigetränke und Verpflegung – der vermeintliche Ice Tee, sollte sich später als Energydrink herausstellen. Hippelig und kraftvoll (?!) ging es dann hinauf zur letzten Stage, die auf Sicht gefahren werden musste.

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Für das Rennen bestand lediglich Helmpflicht – entsprechend unterschiedlich fiel Kleidung und Protektorenstil der Teilnehmer aus. Philipp Metzger aus Heidelberg am Gas. Am Ende Platz 5 für ihn.

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Motivierte Fans sorgten für gute Stimmung am Streckenrand.

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Die Streckenführung quer durch den Park war nicht ganz eindeutig, da mehrmals eingefahrene Strecke gekreuzt wurden. Highlight: Nach dem vermeintlich einzigen flachen Tretstück kam, durch eine kurze Abfahrt unterbrochen, ein knackiger, fieser Gegenanstieg der Körner kostete und es dem Schweinehund einfach machte, wertvolle Sekunden zu verlieren. Im Bilde: Jens Schmitt – am Ende PLatz 28 für ihn.

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Aber keinen Grund zur Beschwerde – mit diesen Herausforderungen hatten alle Teilnehmer zu kämpfen, was für eine Extraportion an Spannung sorgte. Fabian Arzberger auf der “blauen” Stage. Platz 6 für den Fahrtechnikexperten der MTB Fahrtechnik Schule RidingStyle.

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Enduro Magazin Chefredakteur Robin Schmitt und sein Dauertestbike Specialized Enduro Expert Carbon 29 auf dem Weg zu Platz 3.

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Am Ende des Tages wurden die Damen und Herren mit der kürzesten Gesamtzeit mit feinster Magnum-Sektflasche geehrt. Die Top-3-Fahrer durften sich zudem eines Fäuste-Starterpakets erfreuen. Die Gewinnerin heißt Jutta Hofmann, gefolgt von Daniela Schauer. Dritte wurde Carina Hildebrandt.

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Strahlende Enduro-Pilotin: Enduro-Mag-Praktikantin Carina Hildebrandt praktiziert Enduro auch in ihrer Freizeit – und das äußerst gut. Ihr erstes Enduro-Rennen beendete sie auf Platz drei!

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So sehen SIEGER aus: ENDURO Mag – Test-und Teamfahrer Michael Meister fuhr beim Super-Enduro-Rennen in Beerfelden auf Platz 1 und verwies die Konkurrenz auf die Plätze! Platz zwei ging an Dominik Mai. Dritter wurde Robin Schmitt, vierter Fabian Scholz. Philipp Metzger vollendete die Top Fünf.

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Die Gewinner des harten Enduro-Zirkuses durften sich über das herzögliche Faustpaket mit Fäusten aller Geschmäcker, Umdrehungen und Prozentgehälter von 0 bis über 5% erfreuen. So kann der glückliche Gewinner Frust, Freude, Muskelkater und andere Gefühle und Geisteszustände ganz einfach her- oder wegbügeln.

Hier geht es zu den Ergebnissen des Rennens.

Fotos: Robin Schmitt / Gravitypixel / Stuttgarter Härte / Christoph Müller
Text: Robin Schmitt

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