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Testbericht: Der Scott Stego Trail- und Enduro-Helm

Mit dem Stego hat Scott erstmals einen Helm im Programm, der sich speziell an Trail- und Enduro-Fahrer richtet. Er soll besser schützen als traditionelle CrossCounty-Helme, selbigen in Sachen Belüftung jedoch nicht nachstehen. Wir haben den Scott Stego den Sommer über getestet.

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Schon die Form unterscheidet den Stego von seinen tourenlastigeren Artverwandten: Statt nur oben auf dem Kopf zu sitzen, ist der neue Scott Helm hinter den Ohren tief nach unten gezogen und umschließt den Kopf auch an der Rückseite flächig. Damit der Träger trotz der großen Kontaktfläche einen kühlen Kopf bewahrt, hat Scott nicht an Belüftuungsöffnungen gespart. Diese sollen die Luft nicht nur an den Kopf heranlassen, sondern sind so gestaltet, dass sie einen Luftstrom generieren, der effektiv kühlt. So findet man auch an der Rückseite des Kopfes Öffnungen, über die die Luft wieder austreten kann.

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Auf der Innenseite ist der Scott Stego mit dem knallgelben MIPS-System ausgestattet: Zwischen Helm und Kopf befindet sich eine gut gleitende Schicht, die bei Stürzen auftretende Rotationsbelastungen vom Kopf fern halten soll und so die Sicherheit weiter erhöht.

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Weitere Features: Das Visier des Stego ist abnehmbar, so dass der Helm auch mit Goggle gefahren werden kann – die Stilfrage stellen wir hier nicht. Eine ebene Fläche an der Oberseite ermöglicht die einfachte Montage von Helmcams und Helmlampen.

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Helmcam-Features und Goggle-Diskussionen hin oder her, viel interessanter ist, wie sich der Helm in der Praxis schlägt. In Anbetracht der sehr dünnen Polsterung waren wir fast schon überrascht, wie bequem sich der Scott trug. Klar ist Passform immer einer sehr individuelle Sachen, aber zumindest bei unseren Testfahrern passte der Stego immer sehr gut und ohne Druckstellen. Mit 344 Gramm geht auch das Gewicht voll in Ordnung.

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Das Drehrad am Hinterkopf, über das die Größe eingestellt wird, funktionierte im Testverlauf tadellos und sorgte zusammen mit den einstellbaren Kinnriemen für einen sicheren Sitz.

Besonders an warmen Tagen konnte auch das Belüftungssystem des Stego punkten: Schon bei relativ geringen Geschwindigkeiten ist die kühlende Wirkung der Luftkanäle spürbar, Wärme wird effektiv abtransportiert. Ein guter CrossCountry Helm ist trotzdem noch besser belüftet – doch dafür schützt der Scott Helm auch deutlich besser und umfassender.

Fazit

Gute Passform, sicherer Sitz und effektive Belüftung, dazu noch ein funktionierendes Verstellsystem und MIPS-Schutz – am neuen Scott Stego Enduro Helm gibt es nix auszusetzen! Mit 170,- Euro allerdings kein Schnäppchen.

Text: Aaron Steinke | Fotos: Tobias Leuz

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