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Testbericht: Forca SPS400 Vario-Sattelstütze

Mit einem Preis von nur 120 Euro ist die Forca SPS-400 Sattelstütze mit Abstand die günstigste Stütze im Testfeld und vermutlich auch auf dem Markt.

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Forca SPS400

Entsprechend einfach gestaltet sich die verwendete Technik in der 110-Millimeter-Stütze: Im Inneren drückt eine straffe Stahlfeder den Sattel nach oben, während ein Bolzen am Sattelrohr die Stütze in einer der drei vordefinierten Positionen fixiert, indem er in Bohrungen an der Rückseite einrastet. Keine Druckkammer, die undicht werden kann, kein aufwändiges Hydraulik-System, sondern Mechanik in Reinform. Die Stütze lässt sich mit wenigen Handgriffen komplett zerlegen und ist sehr gut servicebar. Das ungebremste, schlagartige Ausfahren mit einem lauten Anschlag am Ende sorgt zwangsläufig für diverse Katapult-Experimente (Minitool: 2 Meter Flughöhe!) und dafür, dass man(n) stets den Unterleib in Sicherheit bringt, bevor man die Stütze auslöst.

Bedient wird das Ganze über einen recht sperrigen Hebel am Lenker, den es neben Schalt- und Bremsgriffen erstmal unterzubringen gilt. Erleichtert wird dies zum einen durch das flexible Zugstück am Lenker sowie den Umstand, dass sich der Hebel in alle Richtungen bedienen lässt. So richtig ergonomisch ist das Ganze aber nicht, zumal der Hebel recht weit gedrückt werden muss, damit die Stütze auslöst. Elementar für eine bestmögliche Funktion der Forca ist die korrekte Einstellung der Zugspannung. Zu diesem Zweck befindet sich eine Stellhülse am Zug, über die das mit etwas Feingefühl schnell vonstatten geht. Einmal eingestellt, funktionierte die Forca solide.

Sie kommt von der Performance her jedoch nicht an die (deutlich!) teureren Stützen heran. Besonders bei Minusgraden flutscht die Stütze nicht ganz so smooth zurück ins Rohr und auch der Bolzen rastet nicht immer sofort in die Bohrungen ein – gelegentliches Nachfetten schafft hier Abhilfe. Über die Bohrungen an der Rückseite kann zudem Dreck eindringen, der sich dann im Inneren der Stütze sammelt – ein optional erhältlicher Faltenbalg verhindert dies zwar effektiv, mindert im gleichen Zuge jedoch die Optik. Insgesamt scheint die SPS-400 zwar etwas mehr Pflege und Zuwendung als ihre Kollegen zu benötigen, dann aber gut zu funktionieren. Seitliches oder vertikales Spiel trat zu keinem Zeitpunkt auf.

Wir sind gespannt, wie sich die SPS-400 im Langzeit-Einsatz schlagen wird und halten Euch auf unserer Webseite darüber auf dem Laufenden. Die Forca SPS-400 ist in den Farben blau, rot und grün für 120 Euro erhältlich. Als eine der wenigen Sattelstützen gibt es sie auch für schmale 27,2 Millimeter Durchmesser.

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Hier geht es zur Übersicht:Testbericht: Acht Teleskop-Sattelstützen im Test

Den vollständigen Testbericht mit allen acht Sattelstützen findet ihr neben vielen weiteren spannenden Stories auch in der aktuellen Ausgabe! Wie gewohnt rein digital & kostenlos für iPad, Android-Tablets und Online-Viewer: Ausgabe #008.

Text: Aaron Steinke Fotos: Fabian Rapp

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Fabian Rapp
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