Fabian Arzberger von der Fahrtechnikschule Ridingstyle kommt rum! Diesmal ging es in die Sierra de Sintra in Portugal. Das naturgeschützte, bergige Waldgebiet, ein paar Kilometer östlich der Hauptstadt Lissabon, verspricht traumhafte Trails in atemberaubender Landschaft mit Meerblick. Vor allem die Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Sportarten und kulturellen Attraktionen machte die Region für mich sehr interessant. Hier sein Bericht!

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Am Rande des Nationalparks und in unmittelbarer Küstennähe liegt TheLodge, meine Unterkunft für die nächsten 6 Tage. Ein Bed & Breakfast, das mit einem traumhaften Garten, Aufenthaltsraum und der Möglichkeit zur Selbstversorgung für mich eine perfekte Möglichkeit bietet, die Region zu erkunden. Hier werde ich auch mit Informationen über die lokalen Biketrails versorgt und kann für die nächsten Tage einen Guide und Shuttleservice buchen.

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Außerdem bietet die Lodge ein Yoga- und Fitness-Areal, einen Swimming Pool, Sauna und Whirlpool für den kompletten Workout oder die totale Entspannung. Ganz wie man eben will. Auch die Region hat einiges zu bieten. Über 50 Surfspots sind in kürzester Zeit mit dem Auto zu erreichen. So findet sich zu jeder Zeit ein passender Spot mit dem richtigen Swell. Für Boulder-Fans finden sich sehr viele Felsblöcke in unmittelbarer Umgebung. Informationen, Karten und Vermittlung von lokalen Guides gibt es ebenfalls an der Rezeption der Lodge.

Bild 3 The Lodge

Doch zunächst mache ich mich mit dem Mountainbike auf die Suche um selbst die nähere Umgebung zu erkunden. Die Sierra de Sintra ist mit einer Breite von ca. 16 km nicht sonderlich groß und der höchste Gipfel mit einer Höhe von 529 m ist jederzeit zu sehen. Etwas Abenteuer muss schon sein, also einfach ab aufs Rad und losfahren.

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Und tatsächlich finde ich beim hochpedalieren auch schon den ein oder anderen Trail. Die lokalen Biker die ich treffe sind auch alle sehr offen und freundlich, nehmen mich gerne mit und zeigen mir, was die Sintra Mountains so zu bieten haben.

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Man merkt: Sie sind schon ein wenig stolz auf ihre Trails. Denn einige davon wurden sorgfältig angelegt und mit Anliegern, Drops und Sprüngen verfeinert. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Flach, steil, flowig, technisch, Sprünge, Drops, Anlieger – alles da. Die Abfahrten sind teilweise recht kurz, lassen sich dafür aber gut kombinieren und man ist auch schnell wieder oben.

Die Abfahrt an die Küste bietet nochmals anderes, ausgesetzteres Terrain und atemberaubende Ausblicke.
Die Abfahrt an die Küste bietet nochmals anderes, ausgesetzteres Terrain und atemberaubende Ausblicke.
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Am Ende des Tages habe ich viel erlebt und bin einige Kilometer gefahren. Einige Kilometer zu viel, denn durch meine Navigation bin ich oftmals falsch gefahren und hab auf der Suche nach den Trails viel Zeit verloren. Wer das etwas effektiver möchte, holt sich einfach einen lokalen Guide bei WERIDE. Für mich übernimmt das am Abend die Rezeption der Lodge.

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Am nächsten Tag führt uns also unser Guide Hugo durch die Wälder der Sintra. Und tatsächlich fahren wir einige Trails, die ich selber nie gefunden hätte. Sehr abwechslungsreich geht es wieder zur Sache und die Trailheads sind immer wieder schnell erklommen. Perfektes Terrain zum Enduro fahren.

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Wer nicht so viel bergauf pedalieren oder lieber noch mehr Trails bergab rocken möchte, kann sich auch ein Shuttle Guiding buchen. Um meinen Aufenthalt in der Sierra de Sintra abzurunden, hab ich das auch getan und ging mit den Jungs von WERIDE am nächsten Tag nochmals auf Tour.

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Im Minutentakt konnten wir so einen Trail nach dem anderen unter die Reifen nehmen, manche sogar gleich mehrmals.

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Leider nahm es für mich ein frühzeitiges Ende nachdem ich mir bei einer harten Landung mein Vorderrad und eine Rippe zerstörte. So konnte ich auch das Krankenhaus im nahe gelegenen Colares erkunden und für gut befinden.

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Das Freizeitprogramm der letzten beiden Tage war danach also eher kultureller Natur. Ein Strandbesuch, Abstecher nach Lissabon zum Shopping und ins Ozenarium zum Fische schauen.

Surf 1 the Lodge

Fazit: Da Flug und Aufenthalt recht günstig waren, ist eine Bikewoche in der Sierra de Sintra schwer zu empfehlen. Abwechslungsreiche Trails und Mittelmeer-Flair gefallen sehr gut. Wer länger bleiben möchte, findet genug Aktivitäten und Attraktionen um sich die Zeit dort zu vertreiben. Vor allem die Kombination mit Surfen, Bouldern oder Yoga macht für mich die Region und speziell die Lodge sehr attraktiv. Dort wird auch ein Flughafentransfer angeboten, so dass man auf den Mietwagen getrost verzichten kann. Mit den Jungs von WERIDE findet man getrost jeden Trail und auch andere Bikeregionen z. B. in der Nähe von Lissabon oder nördlich der Sintra können erkundet werden.

Unterkunft: TheLodge

Trail Guiding: WERIDE

MTB-Fahrtechnik und -Camps: Ridingstyle

Text: Fabian Arzberger | Fotos: Ridingstyle / WERIDE / TheLodge