Schon lange hatten wir es geplant, doch immer wieder scheiterte es an der Umsetzung – einfach mal wieder gen Osten zum Radfahren. Also Auto bepackt und los gings zum Kraft’schen Familienbesuch nach Hermsdorf-City. Auf den Spuren Milo Barus, dem einstmals “stärksten Mann der Welt”, machten wir uns mit unseren “Abschwör-Apperillos” auf ins nahegelegene Mühltal, wo wir unter der Geländeinstruktion von Benny Herold ordentlich durch das “Gehöfft” wühlten. Mit anderen Worten: Wir fuhren Rad.

Was unscheinbar anfing entpuppte sich aber schon zeitig als der absolute Spassbringer des Tages. Handgebaute Strecken, delikat bestückt mit diversen Spass-Schikanen und Linien par excellence, verzauberten unsere angestrengten Mundwinkel in reinste Lachapparate.
Hoch und nieder – immer wieder wechselten wir die Seite des Tals, fuhren wie im Wahn die nächste Strecke, gerne auch mehrmals. Im Train bergab blieb am Ende nur eine mächtige Staubschwade, die in der Luft waberte und sich nur langsam auf dem Boden setzte.
Als Ausklang des Tages schwörten wir auf original Thüringer Röster und ein relaxtes Anbraten unter der Gastfreundschaft des Ostens!

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Schoinzgen at it’s best. Fabi whippt via Doppelsprung durch die Auelandschaft.

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Rad an Rad ging die Jagd durch die grasgrünen Farne bergab.

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Streckenabschnitte tragen hier Namen wie “Wildbad” und “Val di Sole” – Jens entscheidet sich für Letzteres und hämmert ab.

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Handgebaute Strecken wohin das Auge reicht. Die saftig grüne Landschaft lädt zur rasanten Fahrt. Dafür gibt’s eine ordentliche Schnute.

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Das Grinsen war uns an diesem Wochenende nicht mehr auszutreiben – so auch bei diesem Train. Fabi, Daniel, Jens und Thilo Rücknagel erfreuen sich am staubtrockenen Nadelwald.

Der Sonntag begann mit einer wenig entspannten, dafür aber erwartungsvollen Autofahrt nach Jena. Am Fuße der umliegenden Bergkette machten wir uns auf, um die gefühlt längsten und andauernsten Trails Ostdeutschlands zu schredden. Immer im Blick: Jena und das schöne Umland. Wie auch am Vortag schallerte die Sonne mit nur wenig Erbarmen auf die freiliegenden Hänge. Unsere Aufmerksamkeit war allerdings den deliziösen Trails gewidmet.
Nach getanem Frezeitstress am Morgen, war es Zeit für die kulinarische Köstlichkeiten vom Italiener … Wenig einfallsreich aber bewährt gut, flanierten wir zwischen dem jungen Publikum der Stadt, dass auch scheinbar gerne einmal seine Katze in einer Handtasche spazieren trägt.

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Jena von oben. Die scheinbar nimmer endenden Trails der Extraklasse und mit immensem Flow, wurden uns von Benny Herold (RSV-Rederberch) offeriert.

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Wer Sonntags früh aufsteht, darf auch nach getaner Arbeit an der Saale relaxen.

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Verdienter Mittagstisch in der Innenstadt von Jena – absolut empfehlenswert.

Der Sonntagmittag wurde effizient mit ein paar Abfahrten auf dem Rederberch bei Erdmannsdorf genutzt. Benny vollendete sein erstklassiges Guiding mit ein paar hilfreichen Shuttle-Auffahrten. Die Helmkamerafahrt (bald nachgeliefert) führt onboard über den Rederberch.

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Zeit für die Wäscheleine – Mühltal, Jena und Rederberch. 2 Tage, 3 Spots. Wir fahren glücklich nach Hause.

Ein großer Dank geht an Familie Kraft, Pavel P., Rene, Steff und den Rest!

Text: Daniel Häberle
Fotos: Fabian Scholz, Jens Kraft, Benjamin Herold, Daniel Häberle

Random-Info:

flohmarkt

Zwei Dinge, zum einen die Frage was zuerst da war: Der Globus oder Hermsdorf?
Ausserdem: Das Fotografieren auf dem angrenzenden Samstagsflohmakrt wurde uns untersagt, dennoch haben wir diesen Protoytpen eines Inspector Gadget Schuhs gesichtet. Rollergirl wird’s freuen! Ob dieser Schuh bereits in Zeiten der Zone Verwendung bei geheimen Operationen fand, bleibt offen.


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