Der Slogan ist inspiriert von einem Gang-Starr-Klassiker, das Logo widerspricht allen Marketing-Konventionen, man könnte schon auf die Idee kommen, Banana Industries aus Sheffield sei von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Doch die Zwei-Mann-Firma straft die Zweifler lügen und schafft es, ihr umweltbewusstes Ethos in die Mountainbike-Welt zu tragen.

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Willkommen in den „Banana Towers“, dem Headquarter der Zwei-Mann-Firma

Vor dem hohen Backsteingebäude halten wir in einer kleinen Parkbucht neben der Hauptstraße und sehen uns etwas verwirrt um. Weit und breit deutet kein Schild, und auch sonst deutet nichts darauf hin, dass wir uns am richtigen Ort befinden. Aber eine Firma wie Banana Industries hat doch bestimmt irgendein Schild an der Tür? Wir greifen zum Handy und rufen Tom (einen der beiden Gründer von Banana Industries) an. „Oh, sorry, gib’ mir ‘ne Minute, ich komm runter und mach euch auf.“ Kurz darauf geht die Tür auf und Tom begrüßt uns mit einem breiten Grinsen. „Ich wollte euch eigentlich einen Zettel an die Tür hängen, aber ganz ehrlich, wir hatten so viel zu tun, ich hab’s einfach vergessen.“

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Fabio
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Tom
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… und Firmenhund Milo

Schnell finden wir heraus, dass das rote Backsteingebäude viele verschiedene Firmen beherbergt, alle in eigenen Räumen. Von außen betrachtet kann man sich nur schwer vorstellen, dass Banana Industries aus nur zwei Leuten besteht. Die Website ist professionell und zeitgemäß, vom Social-Media-Auftritt könnten sich viele Wettbewerber etwas abschauen, und das Angebot ist riesig. Wie also passt so eine Firma in zwei kleine Räume eines alten Backsteingebäudes im Herzen Sheffields? Wir sollten es gleich herausfinden … .

Das, was sich Leute unter Banana Industries vorstellen, und die Realität liegen ziemlich weit auseinander. Sie sehen die Website und denken: ’Das machen niemals nur zwei Typen!’, weil sie gut gemacht ist. Aber es sind wirklich nur wir beide!

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Die Produktion von Banana Industries ‒ alles entsteht in diesem Raum

Fabio und Tom sind die beiden Köpfe hinter Banana Industries. Ihr Traum von der eigenen Bekleidungs-Firma begann an der Uni. Fabio studierte damals digitales Marketing und Tom Umweltwissenschaften. Wie wohl bei den meisten Firmengründungen haben die beiden zunächst klein angefangen – die ersten Shirts bedruckten sie noch auf Fabios Dachboden mit einer Thermopresse. Nachdem sie ihr Studium abgeschlossen hatten, mussten Fabio und Tom eine Entscheidung treffen. Die beiden beschlossen, ihren Traum zu verwirklichen und suchten sich Teilzeitjobs, um das Ganze zu finanzieren. Doch sie merkten schnell, dass sie sich ihrem Start-up voll und ganz widmen mussten, wenn der Traum wahr werden sollte. Fabio erklärt: „Ich sage immer, wenn man was machen will, muss man es hundertprozentig machen, sonst hat’s keinen Sinn.“

Tom und ich sind wie Yin und Yang – das komplette Gegenteil voneinander, aber trotzdem beste Freunde. Ich bin der, der alles plant und organisiert, und Tom macht die Dinge so, wie es er für richtig hält und es in das Konzept passt.

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Marketing, Social Media, Produktion – Tom und Fabio kümmern sich um alles selbst
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Dann stand eines Tages Josh „Ratboy“ Bryceland vor der Tür, zusammen mit dem Rest der berühmt-berüchtigten 50to01-Crew. Sobald dann Banana Industries Klamotten von 50to01 vertrieb, schossen die Verkaufszahlen in die Höhe. Doch bei Banana Industries eigenen Marken, Wild Roots und Banana, passierte nicht viel. Die hohe Nachfrage nach 50to01-Artikeln machte jede Menge Arbeit, doch Tom und Fabio teilten die Gewinne mit Josh und seiner Crew, trugen jedoch die Kosten für Versand, Steuer und die Produktion alleine, sodass trotz des hohen Umsatzes nicht sonderlich viel hängen blieb.

Irgendwann gelangten wir an den Punkt, an dem uns klar wurde, dass es so nicht lange weitergehen würde. Wir verkauften so viel, wir arbeiteten so viel, und wir standen buchstäblich in den roten Zahlen.

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Es kam der Punkt, an dem sich bei Banana Industries etwas ändern musste, und so wurde das Kollektiv gegründet
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Fahrer wie Max Nerukar (3Dumb) und Veronique Sandler bringen sich mit einzigartigen Styles und Designs kreativ ins Kollektiv ein
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Diese Designs werden dann durch Toms und Fabios geschickte Hände Realität – unter Verwendung hochwertiger und nachhaltig produzierter Materialien

Den Wendepunkt erreichten Tom und Fabio mit der Entscheidung, ihre Firma in ein Kollektiv umzuwandeln. Die stetig zunehmenden Künstler und Bike-Profis, mit denen sie zusammenarbeiten, sind Teil dieses Kollektivs geworden, indem Kosten und Gewinne gleich verteilt werden.

Wir teilen alles. Auch wenn wir eine Firma mit verschiedenen Marken sind, produzieren wir alles auf die gleiche Weise und verwenden die gleichen Schnitte und Materialien. So können wir den realen Gewinn fair teilen und finanziell über die Runden kommen.

Auch dank der stetig neu hinzukommenden einflussreichen und populären Szene-Größen, wie 3Dumb und Veronique Sandler und den bereits erwähnten Jungs von 50to01, hat das neu gegründete Kollektiv Fahrt aufgenommen und das Geschäft für Banana Industries angetrieben. Die Firma kann so Vermögen, Material und Produktionsweise unter allen beteiligten Partnern teilen, genauso wie die Produktionskosten und Gewinne. „Das macht unsere Kooperation aus … du steigst ein und wir teilen alles, vom Marketing über das Design bis zum Druck.“

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Endlich ist für Toms und Fabios Firma der Wendepunkt gekommen

Tom und Fabio lieben die Natur und hatten daher immer eine klare Vorstellung, wie das Umwelt-Ethos ihrer Firma aussehen sollte. Ihr Ziel war und ist es, Banana Industries so nachhaltig und umweltfreundlich wie möglich zu gestalten, deshalb verwenden sie Bio-Baumwolle und nach Möglichkeit recycelbare Verpackungen. Sämtliche Rohlinge sind nachhaltig und verantwortungsvoll produziert und können bis zu ihren Ursprüngen nachverfolgt werden.

Es ist ja jetzt hip, öko zu sein … alles ist jetzt angeblich öko, nur dass es halt nicht stimmt! Wir bemühen uns sehr darum, das geht so weit, dass wir recyclebares Klebeband verwenden. Und trotzdem können wir nicht zu 100 % umweltfreundlich sein … “ – Fabio De Giuseppe

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Nachhaltige Produktion und verantwortungsvolle Materialbeschaffung waren bei Banana Industries schon immer extrem wichtig
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…genau wie Recycling…
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… und plastikfreie Verpackungen

Der Weg, den Banana Industries bisher zurückgelegt hat, ist voller Höhen und Tiefen gewesen, doch die Vision immer gleich – es geht vor allem um die Zufriedenheit der Kunden und um gute Produkte. Fabio und Tom ist es wichtig, deutlich zu machen, dass bei Banana Industries das Produkt im Fokus steht, nicht das Image drumherum. Diese Haltung hat sich ausgezahlt, und nun, kurz nach der Einstellung eines dritten Teammitglieds, bereiten sich die Firma und das Kollektiv auf den nächsten großen Schritt vor. Welcher das sein wird, können wir euch leider noch nicht verraten, nur so viel: Die Jungs haben große Pläne!

Es ist schön zu sehen, dass ein kleines Label wie Banana Industries so viel Wert auf Qualität, Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit legt – eine wohltuende Ausnahme in einer Welt, in der übermäßiger Konsum und Verschwendung der Standard sind. Tom und Fabio ist es gelungen, ihre Firma innerhalb kurzer Zeit von „fast pleite“ zum Erfolg zu führen, indem sie ein Kollektiv gegründet haben und ihren Fokus immer auf Produkte und Kunden richten, ihren Wurzeln treu bleiben und freundlich mit dem Planeten umgehen. Vielleicht sollten sich andere Marken davon etwas abschauen?

Mehr Informationen findet ihr unter bananaindustries.co.uk

Cultivate, multiply, motivate, or else we’ll die – Gang Starr

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