Fette Bikes, massive Jumps und Good Times – wir haben unsere eigene Mini-Rampage in Südfrankreich veranstaltet, unsere Limits in einem von Europas besten Bikepark gepusht und die 6 heißesten Bikepark-Party-Bikes zwischen 2.999 € und 6.999 € getestet. Dieser Vergleichstest ist für all die, die die Süßigkeiten nicht im Schrank lassen können, die den Adrenalinkick lieben und den ultimativen Spaß im Leben suchen – Party-Laps!

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet euch in diesem Test

  1. Unser Testfeld
  2. Worauf kommt es bei einem Bikepark-Bike an?
  3. So haben wir getestet
  4. Unsere Bikepark-Test-Crew
  5. Die wichtigsten Erkenntnisse
  6. Das beste Bikepark-Bike im Test

Party-Laps – dieses Wort sorgt direkt für schwitzige Hände und zaubert jedem Mountainbike-Fanatiker ein Grinsen ins Gesicht. Und ganz ehrlich: Was gibt es Geileres? Das haben wir uns auch gedacht, als wir uns für diesen Vergleichstest der Bikepark-Party-Bikes vorbereitet haben. Maximaler Fahrspaß, G-Outs, massive Jumps und fiese, gerne auch EWS-verdächtige Stein- und Wurzelfelder standen auf dem Programm. Auch die Hersteller geizen in diesem Segment nicht mit Superlativen und haben uns für diesen Test mehr Trail-Ekstase, Adrenalin und langanhaltende Speed-Räusche versprochen als jeder zwielichtige Drogendealer! Abgesehen davon, dass die Suchtgefahr besagter Bikepark-Party-Bikes absolut real und – eigenen Erfahrungen zufolge – äußerst hoch ist, bringt diese Sucht jeden Mountainbiker weiter. Denn Bikeparks sind heilige Orte, in denen nicht nur gehämmert und gehobelt wird. Hier kann jeder Erwachsene wieder zum Spielkind werden, sich an neuen Lines, Jumps und Hindernissen versuchen, dabei seine Limits pushen und rasante fahrtechnische Fortschritte erzielen.

1 Tag im Bikepark = 10 Tage Hometrails

Bikeparks bieten uns die perfekte Möglichkeit, unsere eigenen Fahrskills in kürzester Zeit aufs nächste Level zu heben. Egal ob blutiger Anfänger oder absoluter Profi, egal ob Double-Black- oder Blue-Line, egal ob Tourenfahrer oder Enduro-Racer: So viele Runden schafft man nirgendwo anders in so kurzer Zeit, erst recht nicht auf den gleichen Strecken oder mit einem so breiten Angebot wie im Bikepark.

True Marketing oder Marketing-Bullshit?

Bike-Hersteller haben für diesen Test auf die unterschiedlichsten Konzepte, Ausstattungen und Marketing-Slogans gesetzt. EWS-Race-Bikes, ultimative Freerider und absolute Alleskönnern sind in unserem Test vertreten, zumindest wenn man den Slogans der Bike-Hersteller Glauben schenkt. Doch ist dem wirklich so? Gibt es das eine Bike, das alle Elemente vereint und mit fetter Airtime, steilen Wurzelfeldern und flowigen Anliegern klarkommt? Die Werbung der einzelnen Marken sagt eindeutig ja:

Ein Bike, das alle Elemente vereint. Egal ob steile Wurzel-Passagen, hohe Drops, flowige Jump-Lines oder die gemütliche Feierabendrunde. Ob Bikepark oder Hometrail – einfach FULL SEND!
Propain Spindrift

Schnelle Runs, wilde Trails und großartige Momente bei jedem Ride – das ist Enduro! Egal ob mit Fullface-Helm im Bike-Park, mit Halbschale über der Baumgrenze oder mit Number Plate auf dem Race Track, das Ziel ist immer das gleiche: GOOD TIMES!
YT CAPRA

Vollgas bergab über die heftigsten Trails, jeden Sprung nimmst du mit: Das genau ist die Welt des Torque:ON. Der ultimative Freerider unter den E-MTBs liefert echte Gravity-Performance und ist gemacht fürs Grobe.
Canyon Torque:ON

The Shore 1 evolved on the toughest trails on Earth using Norco’s Ride Aligned™ Design System and the latest in suspension and ride engineering, emerging as the ultimate Freeride and Big Mountain rig.
Nukeproof Giga

Designed to be the ultimate hard-hitting Super-Enduro weapon for when you just need more.
Nukeproof Giga

Status
Specialized Status

Um das herauszufinden, haben wir unsere Hawaiihemden und Fullface-Helme aus dem Keller gekramt, die Partysocken gewaschen, unseren Van gepackt, die Coolbox voll mit Bier geladen und sind ab nach Südfrankreich gedüst. Der EVO-Bikepark ist nicht nur einer der angesagtesten Bikeparks Europas, sondern auch einer der besten, um die Spreu vom Weizen zu trennen und zu sagen, was True Marketing oder Marketing-Bullshit ist!

Doch damit nicht genug, unser Redaktionsteam durfte den feuchtesten Traum eines jeden Bikers leben: ein ganzer Bikepark für uns mit privaten Shuttles und ganz nebenbei haben wir unsere eigene Rampage veranstaltet. Nur eben ohne Red Bull (urgh!), aber mit einer Menge Bier – und zugegebenermaßen mit ein bisschen kleineren Jumps: 5- statt 15-Meter-Drops sind für uns Normalsterbliche aber dennoch eine legitime Hausnummer, oder? Hinzu kamen exponierte Ridge-Lines, Windböen, freie Linienwahl in einer zerklüfteten Mondlandschaft, Bergaufstiege mit dem Bike auf dem Rücken, viele Anglizismen und die Erfüllung unseres kleinen Traums – einmal ins Walkie-Talkie zu brüllen und es dann oben liegen zu lassen: Droppin’ in!

Bikepark ≠ Bikepark

Bikeparks sind wie die Süßwarenabteilung im Supermarkt. Verdammt verlockend! Allerdings pushen sie eure Skills und nicht euer Körpergewicht. Dass Schokolade und Gummibärchen in die gleiche Kategorie fallen, nämlich Süßigkeiten, ist offensichtlich. Dass sie sonst so ziemlich nichts miteinander gemeinsam haben, ist es ebenfalls. Das Gleiche gilt für Bikeparks. Bevor wir also über das beste bzw. richtige Bikepark-Bike für euch reden, müssen wir berücksichtigen, welche Faktoren einen Bikepark ausmachen, und die Erwartungshaltung klären. Streckenangebot, Topografie und Shuttle-Möglichkeiten unterscheiden sich stark und geben maßgeblich vor, für wen ein Bikepark geeignet ist. Glücklicherweise gibt es immer mehr Bikeparks mit einem sehr vielfältigen Angebot für jeden Fahrertyp! Auf der einen Seite die Flow-Lines in Sölden, auf der anderen die abartig steile Downhill-Strecke in Champéry und mittendrin ungemein facettenreiche Parks wie Whistler, der vermutlich größte Bikepark der Welt! Je nachdem dienen knarzige Schlepplifte, moderne Sessellifte, Pick-ups oder nagelneue Gondeln mit extra Bike-Halterung als Aufstiegshilfe. Bergab gibt es je nach Bikepark jeden erdenklichen Streckentyp – von easy und flowig bis hin zu „WOAAAAAHHH, nie im Leben!“. Deshalb sollte man sich unbedingt darüber klarwerden, was man bereits kann, was man erlernen und fahren will, was der jeweilige Park zu bieten hat und inwiefern man sich dort weiterentwickeln kann. Auch auf vermeintlich einfachen Strecken lässt sich unglaublich Spaß haben und selbst Experten können sich dort nach wie vor weiterentwickeln, noch sauberer fahren lernen oder Neues ausprobieren.

Unser Testfeld: Die Suche nach dem besten Bikepark-Bike 2021

Bike Preis Gewicht Federweg v/h Radgröße
Canyon Torque:ON 9
(Zum Test)
5.999 € 24,20 kg 180/175 mm 27,5″
Norco Shore 1
(Zum Test)
6.299 € 17,70 kg 180/180 mm 27,5″
Nukeproof Giga 290 Carbon Factory
(Zum Test)
6.999 € 15,60 kg 180/170 mm 29″
Propain Spindrift CF Mix
(Zum Test)
6.069 € 15,80 kg 190/180 mm Mullet
Specialized Status 160
(Zum Test)
2.999 € 16,10 kg 160/160 mm Mullet
YT CAPRA 29 CORE 4
(Zum Test)
5.999 € 15,30 kg 170/165 mm 29″
Ø 5.727 € Ø 17,45 kg
Canyon Torque:ON 9
Shimano EP8/504 Wh
180/175 mm (v/h) | 24,2 kg in Größe L
5.999 € | Zum Test
Norco Shore 1
180/180 mm (v/h) | 17,7 kg in Größe XL
6.299 € | Zum Test
Nukeproof Giga 290 Carbon Factory
180/170 mm (v/h) | 15,6 kg in Größe XL
6.999 € | Zum Test
Propain Spindrift CF Mix
190/180 mm (v/h) | 15,8 kg in Größe L
6.069 € | Zum Test
Specialized Status 160
160/160 mm (v/h) | 16,1 kg in Größe S4
2.999 € | Zum Test
YT CAPRA 29 CORE 4
170/165 mm (v/h) | 15,3 kg in Größe XL
5.999 € | Zum Test

In Sachen Eckdaten ist das Testfeld bunt gemischt: Laufradgrößen, Preise und Federwege unterscheiden sich maßgeblich voneinander und reichen vom reinen 27,5”-Bike Norco Shore über das Mullet-Setup (29”-Vorderrad und 27,5”-Hinterrad) vom Specialized Status 160 und Propain Spindrift CF Mix bis hin zu 29”-Bikes wie dem Nukeproof Giga 290 Carbon Factory. Ohne Preisbeschränkung ist auch hier ein großes Gap entstanden. Mit 2.999 € macht das Specialized Status 160 den Einstieg in unseren Test und kostet nicht einmal die Hälfte des mit 6.999 € teuersten Bikes, des Nukeproof Giga 290 Carbon Factory. Auch was den Federweg angeht, markiert das Specialized mit 160 mm an Front und Heck die unterste Grenze. Am meisten Federweg hingegen besitzt das Propain Spindrift CF Mix mit satten 190 mm an der Front und 180 mm am Heck.

Die Hersteller haben von uns die Möglichkeit erhalten, ihre Serien-Bikes für die Anforderungen unseres Vergleichstests zu tunen. Vorgegeben war allerdings ein Preisrahmen von maximal 200 €, um die Kosten beim Kauf des Bikes für euch nicht unnötig in die Höhe zu treiben.

Manche von euch fragen sich jetzt vielleicht: Warum testet ihr kein Downhill-Bike im Bikepark? Ganz einfach! Wir haben in diesem Test zwar die Uphill-Eigenschaften der Bikes nicht berücksichtigt, wollten aber dennoch sicherstellen, dass die Räder in der Theorie auch auf euren Hometrails fahrbar sind. Sprich alle Bikes besitzen eine Variostütze, eine große Bandbreite an Gängen und eine Single-Crown-Gabel.

Zusätzlich haben wir ein E-Mountainbike in diesen Vergleichstest mit aufgenommen. Schließlich hat nicht jeder Bikepark eine Shuttle-Möglichkeit und die Zeiten, in denen man Bikes mit oder ohne Motor voneinander abgegrenzt hat, sind Geschichte. Sinn macht das jedoch nur mit einem Akkukonzept, das euch das schnelle und einfache Tauschen des Akkus ermöglicht. Nur so könnt ihr problemlos den ganzen Tag Laps fahren und Freeride-Lines erforschen. Hier fiel unsere Wahl auf das Canyon Torque:ON 9, weil es speziell für den Einsatz im groben Gelände konstruiert ist. Eingeladen waren auch weitere Bikes wie das Santa Cruz Nomad und das COMMENCAL CLASH, aber die Hersteller konnten nicht rechtzeitig liefern oder wollten ihre Bikes nicht gegen die Konkurrenz in diesem Test antreten lassen.

Das Testfeld in Zahlen

Fahrwerk

  • 5 von 6 Bikes haben ein FOX-Fahrwerk
  • 4 Luftdämpfer
  • 2 Stahlfederdämpfer

Bremsen

  • 5 Bikes haben SRAM CODE-Bremsen
  • 1 Bike hat eine Shimano XT-Bremse
  • alle Bikes haben 200-mm-Bremsscheiben v/h

Federweg im Schnitt

  • vorne: 177 mm
  • hinten: 172 mm

Gewicht

  • leichtestes Bike: 15,3 kg (YT CAPRA)
  • schwerstes Bike: 24,2 kg (Canyon Torque:ON)
  • Durchschnitt: 17,45 kg

Rahmenmaterial

  • 3 x Alu
  • 3 x Carbon

Lackschutz

  • 2 Bikes waren fast vollständig foliert

Reifengrößen und -breiten

  • 2 x 27,5”
  • 2 x Mullet
  • 2 x 29”

Lenkerbreite Durchschnitt

  • 797,5 mm

Gänge

  • 12-fach an allen Bikes

Preis

  • Durchschnittspreis: 5.727 €
  • günstigstes Bike: 2.999 €
  • teuerstes Bike: 6.999 €

Was muss das beste Bikepark-Bike können und wie haben wir getestet?

Genauso wie unsere Hometrails können Bikeparks extrem unterschiedlich sein. Entsprechend vielfältig sind die Anforderungen an die von uns getesteten Bikepark-Bikes, denn was auf der fetten Jumpline perfekt funktionieren mag, ist im steilen, technischen Gelände oder auf dem Flow-Trail vielleicht vollkommen fehl am Platz. Da die meisten von uns in einer Saison nicht nur in einem Bikepark unterwegs sind, haben wir einen Allrounder gesucht, der mit den unterschiedlichsten Strecken zurechtkommt und vor allem eines macht: verdammt viel Spaß!

Die Nadel im Heuhaufen: Wir haben ein verspieltes und spaßiges Bike gesucht, das Sicherheit und Selbstvertrauen für hartes Gelände und fette Sprünge ausstrahlt und gleichzeitig durch seine zuverlässige Ausstattung ein Rundum-Sorglos-Paket für lange Roadtrips bietet.

Darauf solltet ihr bei einem Bikepark-Bike achten

Wer mit seinem Bike im Bikepark richtig Gas geben möchte, muss sich auf sein Material verlassen können. Folgende Ausstattungsmerkmale und Features sind dabei von zentraler Bedeutung!

Die Bremsen

Starke, standfeste und gut dosierbare Vierkolbenbremsen sind im Bikepark unerlässlich. Sie sind nicht nur maßgeblich für eure Sicherheit verantwortlich, sondern sorgen auch dafür, dass ihr mit geringeren Bedienkräften weniger Armpump bekommt und somit länger und mit mehr Spaß den Bikepark genießen könnt. Zu guten Bremsen gehören immer auch ausreichend große Bremsscheiben. Wir raten euch zu mindestens 200 mm an Front und Heck, um dem Überhitzen der Scheiben vorzubeugen.

Das Fahrwerk

Das ideale Fahrwerk schafft den Spagat zwischen Traktion, Gegenhalt und Reserven für fette Hits. Bei der Konstruktion der Bikes gehen Hersteller einen ständigen Kompromiss zwischen diesen drei Eigenschaften ein und nur die besten Bikes schaffen die perfekte Balance.

Das Cockpit

Ein gut dimensioniertes Cockpit vermittelt ordentlich Sicherheit. Zu breite oder zu schmale Lenker beeinflussen eure Position auf dem Bike stark. Auch der Flex des Cockpits muss zu eurem Gewicht und Fahrstil passen, um in Kompressionen ausreichend Präzision zu bieten, ohne alle Vibrationen ungefiltert an euch weiterzureichen. Es klingt wie eine Kleinigkeit, aber harte dünne Griffe können im Bikepark Armpump begünstigen.

Bewegungsfreiheit

Eine gute, zentrale Position im Bike vermittelt euch auch in steilen Passagen viel Sicherheit und lässt euch in der Luft ausreichend Platz für Spielereien. Somit sind hohe Sattelrohre, eine geringe Einstecktiefe oder zu hohe Sättel ein absolutes No-Go.

Die Reifen

Reifen mit viel Grip und einer robusten Karkasse sind essenziell im Bikepark. Wer nicht ständig Platten flicken oder seine teuren Felgen unnötig beschädigen will, sollte hier mindestens zu einer Doubledown-, einer Super Gravity- oder einer noch robusteren Downhill-Karkasse greifen. Reicht das noch nicht aus oder wollt ihr auf Nummer sicher gehen, macht auch der Einsatz von einem Tire-Insert wie Huck Norris oder CushCore Sinn.

Zuverlässigkeit

Wer den ganzen Tag im Bikepark Spaß haben möchte, benötigt ein zuverlässiges Bike. Für eine einwandfreie Funktion sollten alle Lager vor Staub und Dreck geschützt sein, fest sitzen und auch nach einer langen Woche Shredden noch rund laufen. Regelmäßiges Checken erspart unnötige Beschädigungen.

Party-Time – So haben wir getestet!

Dicke Bikes, viel Airtime, Wangenknochen, die vom Grinsen wehtun, und eine explosive Mischung aus Angst- und Freudenschreien beschreiben unsere Woche im südfranzösischen EVO-Bikepark wohl am besten. Dass es heiß zur Sache gehen würde, hatten wir uns bereits im Vorfeld gedacht, doch spätestens als wir aus dem wummernden IVECO- Shuttle-Truck sprangen und ein – ernst gemeintes – Totenkopf-Warnschild am Start der Double Black Mamba Line vorfanden, war uns klar: F***! Wir sind in Frankreich!

Da wir am ersten Tag weder stürzen noch etwas überstürzen wollten, begannen wir mit den blau und rot gekennzeichneten Strecken, die anderswo garantiert schon als schwarze eingestuft werden würden. Doch mit jedem weiteren Run verwandelte sich unsere anfängliche Ehrfurcht und Nervosität in Selbstvertrauen und schließlich in die Erkenntnis: geht doch! Aus dem wackligen Abifeier-Tanz wurden deshalb relativ schnell souveräne Party-Laps, Freudenschreie und immer selbstbewusstere Moves: Nachdem wir uns an die neuen Bedingungen und den hohen Speed im EVO-Bikepark gewöhnt hatten, verfeinerten wir die Luftakrobatik mit No-Handern, Whips und Scrubs – die ein oder andere Bodenprobe inklusive, natürlich!

Als Teststrecke diente eine Mischung aus fetten Jumplines, flowigen Anliegern mit kleinen Sprüngen und steilen Tech-Trails, die wir aus unterschiedlichen Bikepark-Strecken clever kombiniert haben – wir Füchse! Gestartet sind wir auf der Flow-Line „Dirty-Wave“, die im oberen Teil mit engen Anliegern für eine Menge Braaaps und Tubeless-Wolken gesorgt hat. Weiter im Trail folgten schnelle Kurvenwechsel und große Gap-Möglichkeiten für einen guten Eindruck vom Handling und von den Reserven der Bikes. Beendet haben wir die erste Runde auf der roten Tech-Line „Jungle-Trail“, die mit ihrem engen technischen Singletrail-Charakter die Präzision der Bikes gezeigt hat. Unsere zweite Runde startete auf der Jump-Line „Whip it“, die hohen Anlieger-Speed mit großen Sprüngen verbindet und das Sicherheitsempfinden und Handling in der Luft zeigt. Zu guter Letzt mussten sich die Bikes auf der schwarzen Tech-Line „Original Gangster“ beweisen, die mit stumpfen Drops, Wurzel- und Steinfeldern und einem super langen und extrem steilen Shoot die Traktion, das Handling und die Reserven der Bikes herausgefordert hat. Zudem haben wir jedes Bike auch auf Freeride-Lines im nahegelegenen Terre-Noir-Gebiet bei Digne les Bains entführt, wo sie sich im Red-Bull-Rampage-würdigen Setting beweisen mussten.

Das erwartet euch im EVO-Bikepark

Geile Vibes, ein vielfältiges Streckenangebot und wenig Trouble! Der EVO-Bikepark in der französischen Provence hat mit seinen super gebauten Jump-Lines, einem maximalen Fahrer-Limit von 80 Personen pro Tag und dem einzigartigen Terrain einen besonderen Charakter und bietet eine perfekte Location für den nächsten Bikepark-Trip. Das breite Trail-Angebot liefert zwar wenige Strecken für Anfänger, aber dennoch super gebaute Features und Jumps, um seine Limits zu pushen und es ordentlich krachen zu lassen.

Facts über unseren Test im EVO-Bikepark:

  • 61 Jumps auf unserer Lieblingsstrecke: Whip it
  • unzählige Berms
  • 27 Shuttle-Runs
  • der IVECO schluckt mindestens 25 l Diesel pro 100 km
  • mehr blaue Flecken vom Shutteln als vom Biken – nach eurem Besuch werdet ihr wissen, was wir meinen ;)
  • 5 Crashes
  • „Nix passiert, bin nur auf den Kopf gefallen.“
  • 4 Mal den Reifen von der Felge gezogen
  • unsere Empfehlungen für Pizza: Le Grand Café in der Innenstadt von Digne le Bains

Die Bikepark-Test-Crew von ENDURO

Keine Models oder Profi-Athleten, sondern wir – so wie wir sind! Unser vielfältige Crew für diesen Bikepark-Vergleichstest entstand aus allen Leuten in der Redaktion, die richtig Bock auf Braaap hatten! Mit einer großen Spanne im Style, in den Anforderungen, den Körpergrößen und im Gewicht ging es eine Woche nach Frankreich.

Peter:
Die letzten beiden Saisons hat unser technischer Redakteur Peter in Whistler gelebt. So hat er mehr als 150 Tage im größten Bikepark der Welt gesammelt und bringt damit unbezahlbare Erfahrungen und Know-how ins Team. Eine robuste Ausstattung, hohes Sicherheitsempfinden und ausreichend Reserven sind für ihn die Key-Facts an einem Bikepark-Bike. Das Propain Spindrift liefert seiner Meinung nach unter einem erfahrenen Piloten den größten Spaßfaktor und ist bei richtig fetten Sprüngen Peters erste Wahl!
Robin:
Back to the Roots! Auch wenn Robin die letzten Jahre hauptsächlich über die feinsten Singletrails dieser Welt geheizt ist, lässt dieser Test den Adrenalinjunkie wieder aufblühen: Der ENDURO-Gründer bringt langjährige Enduro-Rennerfahrung mit und hat in jungen Jahren auch mehrere Downhill-Weltcups bestritten. Der gewohnt lässige Fahrstil ist schnell auf die großen Sprünge und fetten Anlieger übertragen. Kein Wunder, dass Robin das Specialized Status 160 als absoluten Favoriten auswählt, denn mit keinem Bike im Test hat man auf Flow-Trails und Rollern so viel Spaß.
Felix:
Unser Test-Chef hat nicht nur unter Beweis gestellt, dass er (vorerst) der schnellste Fahrer im ENDURO-Team ist, er ist auch für seine brutale und direkte Fahrweise bekannt. Für Felix kann es nicht schnell genug sein und das Extra an Geschwindigkeit liefert das Nukeproof Giga 290 Carbon Factory wie von Geisterhand.
Nils:
Als Four-Cross-Racer und Werkstattmeister ist unser Testfahrer Nils ein wichtiger Bestandteil der Bikepark-Test-Crew. Für ihn sind ein definiertes Fahrwerk und ein flinkes Handling ausschlaggebende Kriterien bei der Bike-Wahl. So bekommt man ordentlich Airtime und hat Zeit für lässige Tricks!

Die wichtigsten Erkenntnisse, unser Testfeld im Überblick, die Gewinner und weitere spannende Bikes

Das hochkarätige Testfeld hat uns ermöglicht, spannende Erkenntnisse und Erfahrungen zu sammeln, und erneut bewiesen, dass jedes Bike seinen ganz eigenen Charakter besitzt und perfekt mit seinen Komponenten abgestimmt sein muss. Denn die teuersten Komponenten bringen nichts, wenn sie falsch eingestellt sind oder nicht mit dem Konzept des Bikes funktionieren.

Das beste Bike ist nur so gut wie sein Setup!

Nichts hat so viel Einfluss auf das Fahrverhalten eures Bikes wie das Setup. Die teuersten Komponenten liefern nur eine bescheidene Performance, wenn sie falsch eingestellt sind. Aufgefallen sind im Test vor allem die Performance-Unterschiede der Gabeln. Eine einfachere Dämpfungskartusche wie die GRIP an der FOX 36 Rhythm lässt sich nur bedingt auf unterschiedliche Trail-Situationen einstellen und schafft den Spagat zwischen Gegenhalt und Traktion nicht. Zum Standardvorgehen bei jedem Mountainbike sollte gehören, dass man den richtigen Druck wählt, Rebound und Compression passend einstellt und die Größe der Luftkammer individuell mit Volumenspacern anpasst. Einen sinnvollen Startpunkt geben die Tabellen auf den jeweiligen Gabeln oder der Tuning-Guide des Herstellers. Besonders Gabeln mit einer großen Luftkammer wie die RockShox ZEB benötigen eine digitale Dämpferpumpe, denn schon geringe Abweichungen haben einen großen Einfluss auf ihr Verhalten auf dem Trail.

Auch am Dämpfer zeigen sich große Unterschiede. Denn neben dem Modell selbst spielt die Kinematik des Hinterbaus eine riesige Rolle in der Performance. Im Nukeproof Giga ist ein FOX FLOAT X2-Dämpfer verbaut, der super den Spagat zwischen Traktion und Reserven schafft. Im Vergleich dazu sorgt derselbe FOX-Dämpfer in Kombination mit dem Hinterbau des YT CAPRA dafür, dass das Setup entweder für Tech- oder Jump-Lines funktioniert, nicht aber für beides. Auch beim Specialized Status mit seinem FSR-Hinterbau und dem FOX DPX2 Performance-Dämpfer muss man sich für ein Setup, sprich eine Trail- oder Jump-Situation, entscheiden und gewisse Kompromisse eingehen.

Außerdem spielt der Reifendruck eine ausschlaggebende Rolle und hängt stark von Trail-Eigenschaften, Gewicht und Karkasse ab. Prinzipiell sind wir für Strecken mit großen G-Kräften, also dicke Anlieger oder Sprünge, mehr Luftdruck gefahren, um das Burpen der Reifen zu verhindern. Hier neigen besonders die schwachen Karkassen wie EXO+ trotz angepasstem Luftdruck dazu, von der Felge zu springen. Das gilt vor allem für Fahrer jenseits der 70-kg-Leichtgewichtsklasse! Auch euer Cockpit solltet ihr auf das Einsatzgebiet einstellen. Bikeparks lassen durch ihre Streckenbreite meist breitere Lenker zu und auch ein erhöhtes Cockpit vermittelt zusätzlich Sicherheit. Habt ihr ständig Probleme mit Armpump, solltet ihr die Position eurer Bremshebel überdenken und erneut anpassen. Ein Richtig oder Falsch gibt es hier jedoch nicht, vielmehr kommt es auf eure individuellen Bedürfnisse und Körpermaße an.

Genauso wichtig wie euer Bike: euer Mindset!

Eine gesunde Selbsteinschätzung ist enorm wichtig. Was zwischen euren Ohren sitzt, ist für den Bikepark wichtiger als jeder Muskel. Seid euch bewusst, was ihr vorhabt, schaut euch riskante Features vorher an und rollt euch gemütlich ein. Gute Laune ist super wichtig und lässt euch besser fahren, jedoch neigt man mit ihr manchmal dazu, schneller über sein eigenes Limit zu gehen. Macht euch Locals und gute Fahrer in einem Bikepark zunutze und fragt sie, ob sie euch über fordernde Features ziehen können, wenn ihr den Speed selbst nicht abschätzen könnt. Aber seid euch bewusst, dass andere Fahrer eventuell mit einer anderen Fahrtechnik an die Sache rangehen und womöglich wesentlich weniger Geschwindigkeit benötigen, um in die Landung zu kommen. Ebenso wichtig wie das Aufwärmen ist es zu wissen, wann genug ist. Auch wenn das Liftticket teuer war und der Bikepark-Besuch keine tägliche Sache ist, solltet ihr rechtzeitig einsehen, wann euer Körper und eure Konzentration am Ende sind. Denkt aber dran: Es gibt keinen letzten Run. ;)

Tuning is Not a Crime!

Mit kleinen Tuning-Maßnahmen eine große Wirkung erzeugen: Die meisten Hersteller in diesem Test haben gezeigt, wie es geht. Schon günstige Änderungen können eure Performance und Sicherheit erhöhen. Specialized, Canyon und Propain haben nach unserem Hinweis die Reifen an ihren Bikes angepasst und gegen Modelle mit einer robusteren Karkasse ausgetauscht. Zusätzlich steigern größere Bremsscheiben und die richtigen Beläge die Bremskraft und verringern den Armpump. Propain hat mit Slapper-Tape auf dem Kettenstrebenschutz für Ruhe gesorgt und die Rahmenschutzfolie am Norco und Nukeproof erhält den Wert eures Bikes.

Lang lebe die Langlebigkeit

Regelmäßige Kontrollen eurer Bikes – auch während eures Aufenthalts im Bikepark – ersparen euch unnötige Schäden und tragen zu eurer Sicherheit bei. Bei allen Bikes mussten wir im Laufe des Tests Schrauben, Lager oder Achsen nachziehen. Etwas LOCTITE kann hier Abhilfe schaffen, sollte aber mit Bedacht aufgetragen werden und ersetzt das regelmäßige Checken dennoch nicht.

Augen auf bei der Größenwahl

Rahmengröße L ist nicht gleich Rahmengröße L – und je nach Bike und Einsatzzweck macht es für euch vielleicht auch Sinn, eine andere Rahmengröße zu fahren. Bei vielen modernen Bikes habt ihr die Wahl zwischen mehreren Rahmengrößen, wodurch ihr den Charakter eures Bikes maßgeblich mitbestimmen könnt. Vergleicht den Reach der unterschiedlichen Modelle, die Hersteller-Empfehlungen und nehmt auch gerne die Geometrie-Tabelle eures jetzigen Bikes zu Hilfe, falls ihr schon ein Bike besitzt und damit gut zurechtkommt. Auch wenn die meisten Hersteller eine gute Einordnung für die richtige Rahmengröße auf ihrer Website angeben, passt die Größe nicht immer mit eurem Fahrstil überein. Unsere Testfahrer hätten sich z. B. das Norco Shore in einer kleineren Rahmengröße gewünscht, auch wenn uns der Hersteller explizit die größere Rahmengröße empfohlen hat.

Unser Testfeld im Überblick, die Gewinner und weitere spannende Bikes

Die gute Nachricht zuallererst: Die Bikes in diesem Vergleichstest befinden sich alle auf einem sehr hohen Niveau. Die wichtigste Nachricht: Das perfekte Bikepark-Bike, der Heilige Gral, der in jedem Bikepark dieser Welt optimale Arbeit verrichtet, existiert nicht. Bikeparks sind unglaublich unterschiedlich, kaum ein Bike schafft den großen Spagat. Deshalb ist es wichtig, dass ihr bei der Wahl des Bikes den richtigen Schwerpunkt legt und euch bewusst werdet über euren gewünschten Einsatzzweck, das Terrain, in dem ihr überwiegend unterwegs sein wollt, und eure individuellen Anforderungen! Und genau hierbei wollen wir euch helfen! Welches Bike ist wofür geeignet und wofür eben nicht? Einen klaren Testsieger, der die vielfältigen Anforderungen am besten meistert, sowie eine super Kaufempfehlung haben wir dennoch.

Ungeschlagen auf flowigen und kurvenreichen Strecken ist das Specialized Status 160. Es überzeugt mit einem spaßigen, intuitiven und agilen Fahrverhalten und eignet sich somit auch perfekt für Einsteiger. Obendrauf kommt noch der niedrige Preis, der dem Status das beste Preis-Leistungs-Verhältnis verschafft. Ebenfalls super auf flowigen Strecken ist das neue YT CAPRA 29 CORE 4, das mit einem straffen Fahrwerk und einem präzisen Handling überzeugen kann. Eingebremst wird es von seiner Ausstattung. Außerdem schränkt das hohe Sitzrohr auf steilen Trails und in der Luft die Bewegungsfreiheit ein und das Fahrwerk lässt sich nur bedingt auf die unterschiedlichen Anforderungen einstellen. Hingegen kann das Propain Spindrift CF Mix genau in diesen Situationen glänzen. Große Sprünge und steile Passagen meistert es gekonnt, solange die sehr hohe Front ausreichend belastet wird. Sein Fahrwerk mit den schier unendlichen Reserven und die Verspieltheit in der Luft machen das Propain zum Meister der großen Sprünge! Dicht gefolgt fliegt das Norco Shore 1 über die großen Rampen. Das Bike vermittelt die Stabilität einer Motocross-Maschine und ausreichend Sicherheit, um es im technischen Gelände richtig knallen zu lassen. Auf flowigen Strecken und in engen Turns erfordert die extreme Länge des Bikes aber eine Menge Kraft und seine Ausstattung wird dem Potenzial des Bikes nicht gerecht. Den besten Spagat zwischen Flow-, Jump- und Tech-Lines schafft das Nukeproof Giga 290 Carbon Factory. Es fleht nur so nach Speed, besitzt ein super vielseitiges Fahrwerk und vermittelt viel Sicherheit in der Luft, mit ausreichend Reserven für verpatzte Landungen. Als einziges E-Mountainbike im Test liefert das Canyon Torque:ON 9 eine Menge Traktion, vor allem in offenen Kurven, und klebt förmlich am Boden. Das ist einsteigerfreundlich, kostet jedoch zusätzlich zum hohen Gewicht eine Menge Kraft, um es in die Luft zu bekommen.

Unser Testsieger: Das Nukeproof Giga 290 Carbon Factory

Nukeproof Giga 290 Carbon Factory (Zum Test)
180/170 mm (v/h) | 15,6 kg in Größe XL | 6.999 €

Das Nukeproof Giga 290 Carbon Factory giert nach Geschwindigkeit und vermittelt ein unglaublich hohes Sicherheitsempfinden. Es wurde vom Hersteller nicht getunt und steht in Serie mit einer robusten und leistungsstarken Ausstattung da. Das super Fahrwerk des Giga liefert in jeder erdenklichen Situation Grip und besitzt dennoch ausreichend Reserven für große Sprünge und verpatzte Landungen. So schafft das Nukeproof den besten Spagat zwischen Flow-, Tech, und Jumplines und holt sich damit den Testsieg auf der Suche nach dem besten Bikepark-Bike 2021!

Der Kauftipp: Das Specialized Status 160

Specialized Status 160 (Zum Test)
160/160 mm (v/h) | 16,1 kg in Größe S4 | 2.999 €

Wer häufig auf flowigen Strecken mit engen Anliegern und kleineren Sprüngen unterwegs ist, findet mit dem Specialized Status 160 den perfekten Begleiter. Es besitzt ein agiles und spaßiges Handling und geht super easy in die Luft. Das intuitive Handling ist vor allem für Einsteiger sehr hilfreich und ermöglicht es jedem Fahrer, seinen Style aufs nächste Level zu heben. Im ruppigen Gelände und bei hoher Geschwindigkeit benötigt es jedoch einen erfahrenen Piloten mit ordentlich Mut und trotz des Reifen-Upgrades vom Hersteller limitiert vor allem die Basic-Ausstattung das Potenzial des Bikes. Dennoch liefert es für wenig Geld einen enorm hohen Spaßfaktor und sichert sich damit unseren begehrten Kauftipp.


Alle Bikes im Test: Canyon Torque:ON 9 (Zum Test) | Norco Shore 1 (Zum Test) | Nukeproof Giga 290 Carbon Factory (Zum Test) | Propain Spindrift CF Mix (Zum Test) | Specialized Status 160 (Zum Test) | YT CAPRA 29 CORE 4 (Zum Test)

Text: Peter Walker Fotos: Robin Schmitt, Peter Walker

Über den Autor

Peter Walker

Peter ist als technischer Redakteur nicht nur ein Mann der Worte, sondern auch der Taten. Mit ernsthaften Bike- und Schrauber-Skills, seiner Motocross-Historie, diversen EWS-Teilnahmen und über 150 Bikepark-Tagen in Whistler – ja, der Neid der meisten Biker auf diesem Planeten ist ihm gewiss – ist für Peter kein Bike zu kompliziert und kein Trail zu steil. Gravel und Rennrad kann er übrigens auch! Das für unsere redaktionelle Arbeit wichtige Thema Kaufberatung hat Peter in Vancouvers ältestem Bike-Shop von der Pike auf gelernt und setzt sein Know-how auch im journalistischen Alltag um. Wenn er nicht gerade die Stuttgarter Hometrails auf neuen Test-Bikes unsicher macht, genießt er das Vanlife mit seinem selbst ausgebauten VW T5. Dass er dazu noch ausgebildeter Notfallsanitäter ist, beruhigt seine Kollegen bei riskanten Fahrmanövern. Zum Glück mussten wir Peter bislang nie bei seinem Spitznamen „Sani-Peter“ rufen. Wir klopfen auf Holz, dass es dazu auch nie kommen wird!