Schick, leicht, schnell – das LAST COAL V4 mischt sich mit seinem unauffälligen Look unter das Testfeld und entpuppt sich auf dem Trail als echter Geheimtipp. Agil, laufruhig und spielerisch zugleich, mit edlem Spec und cleverem Geometriekonzept. Aber reicht das, um ganz vorne an der Spitze mitzufahren?

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LAST COAL V4 | 170/165 mm (v/h) | 15,6 kg in Größe 185 | 8.900 € | Hersteller-Website

Das COAL V4 ist ein progressives Alu-Enduro, das von der deutschen Boutique-Brand LAST aus Dortmund stammt. Geschweißt wird das Bike zwar in Taiwan, erhält aber erst zuhause in Dortmund die finale CNC-Bearbeitung der Gewinde, Anlageflächen und Lagersitze, die unter anderem für die hohe Qualität der LAST-Rahmen sorgen. Die Formsprache ist elegant und gleichzeitig funktional.

Das COAL teilt sich die Plattform mit dem Glen, nutzt aber einen eigenen Rocker und Link, um seinen spezifischen Charakter zu formen. Bestellt wird direkt bei LAST, geliefert wird direkt zu euch – kein Zwischenhändler, volle Kontrolle. Für 8.900 € bekommt ihr 170/165 mm Federweg und ein Full-29″-Setup und schon bei den ersten Trail-Metern spürt man: Das COAL hat das Potenzial, ganz oben im Test mitzuspielen.

Einen Überblick über diesen Vergleichstest erhaltet ihr hier: Das beste Enduro-Bike 2026

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Ausstattung und Detaillösungen des LAST COAL V4

Das COAL V4 lässt sich als Rahmenset kaufen oder komplett im LAST-Konfigurator aufbauen. Unser Test-Build wiegt 15,6 kg – damit liegt es unter dem Durchschnittsgewicht und ist das zweitleichteste Bike im gesamten Testfeld. An der Front arbeitet eine FOX 38 FLOAT Factory mit GRIP X2-Kartusche, sauber ansprechend und superanpassbar. Hinten übernimmt der neue FOX FLOAT X2 Factory-Luftdämpfer mit Monotube-Design, das wiederum die Haltbarkeit steigern und die breite Einstellrange erhalten soll.

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Die schicken und hochwertigen Schweißnähte spiegeln den Preis des Rahmens wider.
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In der DT-Nabe versteckt sich bereits die neue DEG-Technologie, die für extra Traktion auf dem Trail sorgt.

Für maximale Bewegungsfreiheit verbaut LAST die neue RockShox Reverb AXS mit 250 mm Hub – die längste Dropper im Test und trotzdem voll versenkbar – sehr geil. Verzögert wird mit den Trickstuff MAXIMA, die nicht nur edel aussehen, sondern auch eine der brutalsten Bremsleistungen im Test liefern. Dazu die passenden 203/203-mm-Scheiben.

Das LAST COAL V4 lässt sich im hauseigenen Konfigurator anpassen und rollt mit einer schicken und exklusiven Ausstattung in unserem Vergleichstest.

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Einziger Kritikpunkt: der viel zu steife Lenker.
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Wer guckt nicht gerne an seinem Rahmen runter, um die Überreste von Hero-Dirt zu entdecken?

Alle Leitungen laufen durch schicke Cableports in den Rahmen, sauber geklemmt sowohl am Ein- als auch Ausgang. Lediglich der recht große Leitungsbogen am Steuersatz könnte für einen besseren Look etwas tighter sein. Beim Antrieb setzt LAST auf die elektronische SRAM X0 Eagle AXS Transmission. Der Sitz- und Kettenstrebenschutz ist nicht riesig, funktioniert aber zuverlässig und hält das Bike angenehm leise. Beim Cockpit gibt’s High-End: Intend Grace FR-Vorbau gepaart mit dem Bike Ahead The Riser-Carbon-Lenker. Wie beim Pivot zeigt sich das Cockpit aber extrem steif und wir würden euch für den Enduro-Einsatz zu einem Wechsel raten. Wir haben dasselbe getan und primär mit einem Alu-Lenker getestet, was uns definitiv mehr Komfort beschert hat.

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Die verdammt starke Trickstuff MAXIMA sorgt für eine exklusive Ausstattung und maximale Bremsperformance.
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Die Leitungen der Bremsen könnten einen etwas kleineren Bogen machen, um für einen cleaneren Look zu sorgen.

Die Laufräder bestehen aus DT Swiss FR 541-Felgen auf DT 240-Naben. Highlight: die neue DEG-Nabe, die den Pedalkickback praktisch eliminiert. Das sorgt spürbar für ein ruhigeres Heck und mehr Traktion auf Highspeed-Trails. Bereift ist das COAL mit MAXXIS ASSEGAI MaxxGrip vorne und DHR II MaxxTerra hinten – beide in Doubledown-Karkasse. Absolut passend und race-ready. Ein Staufach gibt es – wie bei den meisten Alu-Bikes – nicht, dafür aber einen Tool-Mount am Oberrohr für das Nötigste.

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LAST COAL V4

8.900 €

Specifications

Fork FOX 38 FLOAT Factory Grip X2 170 mm
Rear Shock FOX FLOAT X2 Factory 165 mm
Seatpost RockShox Reverb AXS 250 mm
Brakes Trickstuff MAXIMA 203/203 mm
Drivetrain SRAM X0 Eagle AXS Transmission 10-52; 32
Stem Intend Grace FR 35 mm
Handlebar Bike Ahead The Riser 800 mm
Wheelset DT Swiss FR541 auf DT Swiss 240 29
Tires MAXXIS ASSEGAI, 3C MaxxGrip, Doubledown/MAXXIS Minion DHRII, 3C MaxxTerra, Doubledown 2,5/2,4

Technical Data

Size 165, 175, 185, 195

Tuning-Tipp: weicheren Lenker verbauen

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Helm Giro Tyrant | Brille Coast Optics Nita XL | Rucksack Evoc Hydro Pro 3 | Shirt Monserat Casual Hoodie (CH01) | Hose Monserat Trailpants (TP3) | Schuhe Five Ten Freerider Pro

Die Geometrie des LAST COAL V4

LAST macht es euch leicht: Die vier Größen heißen einfach 165, 175, 185 und 195 – angelehnt an die empfohlenen Körpergrößen. Unser COAL V4 185 Bike kommt auf 490 mm Reach bei nur 430 mm Sitzrohrlänge. Das ist richtig stark, denn das niedrige Sitzrohr schafft enorme Bewegungsfreiheit und lässt problemlos eine lange Dropper verschwinden, was von LAST mit einer 250er Reverb auch direkt umgesetzt wird.

Mit 63° hat es auch den flachsten Lenkwinkel im Test und gehört dennoch zu den agilsten und spaßigsten Bikes in unserem Test ;). Die Kettenstreben wachsen teilweise mit, damit die Balance über die Größen hinweg verbessert werden soll. Auf Flip-Chips verzichtet das LAST aber komplett. Das COAL V4 bleibt damit puristisch, direkt und ohne komplizierte Verstellmöglichkeiten – einfach draufsetzen und fahren.

Größe 165 175 185 195
Oberrohr 578 mm 611 mm 639 mm 672 mm
Sattelrohr 385 mm 390 mm 430 mm 457 mm
Steuerrohr 95 mm 110 mm 130 mm 150 mm
Lenkwinkel 63° 63° 63° 63,1°
Sitzwinkel 76,5° 76,6° 77,1° 77,7°
Kettenstrebe 430 mm 430 mm 438 mm 447 mm
BB Drop -22 mm -22 mm -23 mm -23 mm
Radstand 1.214 mm 1.251 mm 1.297 mm 1.350 mm
Reach 430 mm 460 mm 490 mm 525 mm
Stack 619 mm 632 mm 651 mm 669 mm

Das LAST COAL V4 auf dem Trail

Bergauf präsentiert sich das COAL V4 als solider Kletterer mit antriebsneutralem Hinterbau und einer eher kompakten Sitzposition durch den steilen Sitzwinkel. Kein Sprintwunder, aber effizient und völlig unkompliziert.

Bergab zeigt das LAST dann, warum schon nach wenigen Metern das Gefühl aufkommt, dass das Bike zu einem der besten im Test zählt. Die Balance ist extrem ausgeglichen und man steht tief und sicher im Bike, was sofort Kontrolle vermittelt. Das COAL fühlt sich superintegriert an und fährt sich fast schon selbstverständlich – ohne große Gewichtsverlagerungen, ohne Rumgezicke. Es ist das Bike im Test, das sich auch nach einem harten Tag am einfachsten ins Tal steuern lässt und sowohl Einsteiger als auch erfahrene und superschnelle Fahrer fühlen sich sofort wohl und können alles an Speed und Spaß herausholen.

Mit keinem anderen Bike im Test war das Grinsen im Gesicht so dick wie mit dem COAL V4.

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Ein fettes Grinsen und eine ordentliche Portion Loam sind die Folgen, wenn ihr mit dem COAL V4 über den Trail fegt.
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Sicher und intuitiv lässt sich das LAST über jede Art von Trail steuern.

Auf dem Trail ist es richtig spaßig und verspielt, ohne die Laufruhe zu verlieren. Die Agilität ist gut, auch wenn es nicht das wendigste Bike im Test ist – dafür punktet es mit einem riesigen Spaßfaktor. Im Flowtrail wirkt es sogar noch einen Tick verspielter als das Pivot Firebird, hält in Sachen Trail-Speed aber locker mit. Denn Highspeed-Strecken steckt es souverän weg und im technischen Gelände glänzt es mit Ruhe und Kontrolle. Zudem gehört das Fahrwerk zu den besten im Test. Es bietet kräftigen Pop, viel Traktion und bleibt dabei absolut berechenbar, außerdem lassen sich Berms mit stabilem Gegenhalt attackieren. Insgesamt liefert das COAL V4 also einen geilen Mix aus Laufruhe und Agilität – und ist für viele aus unserem Team das spaßigste Bike im gesamten Vergleichstest.

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Für wen ist das LAST COAL V4?

Das LAST COAL V4 ist für alle, die ein Bike suchen, das seinen – wenn auch hohen – Preis voll wert ist. Zudem widerlegt das COAL V4 das Vorurteil, dass Bikes mit Alu-Rahmen schwer sind, denn es bleibt trotz seiner superrobusten Ausstattung weit unter dem Durchschnittsgewicht. Der hauseigene Konfigurator erlaubt euch zudem, das Bike exakt auf eure Bedürfnisse anzupassen. Wenn ihr also auf der Suche nach dem spaßigsten Bike im Test seid, das nicht nur einen genialen Mix aus Agilität und Laufruhe vereint, sondern sich auch noch superintuitiv und sicher fahren lässt, dann seid ihr hier genau richtig.

FAHREIGENSCHAFTEN

UPHILL

  1. schwerfällig
  2. effizient

AGILITÄT

  1. träge
  2. verspielt

LAUFRUHE

  1. nervös
  2. laufruhig

HANDLING

  1. fordernd
  2. gutmütig

FAHRWERK

  1. unsensibel
  2. feinfühlig

FAHRSPAß

  1. langweilig
  2. lebendig

PREIS-LEISTUNG

  1. schlecht
  2. sehr gut
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Fazit zum LAST COAL V4

Das LAST COAL V4 ist der Beweis, dass ein moderner Alu-Rahmen weder schwer noch „Budget“ sein muss. Leicht, sauber verarbeitet und mit einem der besten Fahrwerke im Test kombiniert, liefert es einen herausragenden Mix aus Laufruhe, Agilität und spielerischem Handling. Es fährt sich intuitiv, sicher und schnell, bleibt aber einfach zu kontrollieren, sodass sowohl Einsteiger als auch Profis sofort damit harmonieren. Der starke Spec, der cleane Look und das Konfigurator-Konzept runden das Gesamtpaket ab. Damit ist das COAL V4 nicht nur das spaßigste Bike in unserem Test, sondern holt sich auch verdient unseren begehrten Kauftipp.

Tops

  • hochwertige Verarbeitung
  • geile, exklusive Ausstattung
  • extrem spaßig
  • intuitiv, sicher und schnell

Flops

  • zu steifer Lenker

Mehr Infos findet ihr auf der Website von LAST-Bikes.


Das Testfeld

Einen Überblick über diesen Vergleichstest erhaltet ihr hier: Das beste Enduro-Bike 2026

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Text & Fotos: Peter Walker

Über den Autor

Peter Walker

Peter ist nicht nur ein Mann der Worte, sondern auch der Taten. Mit ernsthaften Bike- und Schrauber-Skills, seiner Motocross-Historie, diversen EWS-Teilnahmen und über 150 Bikepark-Tagen in Whistler – ja, der Neid der meisten Biker auf diesem Planeten ist ihm gewiss – ist für Peter kein Bike zu kompliziert und kein Trail zu steil. Gravel und Rennrad kann er übrigens auch! Das für unsere redaktionelle Arbeit wichtige Thema Kaufberatung hat Peter in Vancouvers ältestem Bike-Shop von der Pike auf gelernt und setzt sein Know-how auch im journalistischen Alltag um. Wenn er nicht gerade die Stuttgarter Hometrails auf neuen Test-Bikes unsicher macht, genießt er das Vanlife mit seinem selbst ausgebauten VW T5. Dass er dazu noch ausgebildeter Notfallsanitäter ist, beruhigt seine Kollegen bei riskanten Fahrmanövern. Zum Glück mussten wir Peter bislang nie bei seinem Spitznamen „Sani-Peter“ rufen. Wir klopfen auf Holz, dass es dazu auch nie kommen wird!