
12.999 € | Hersteller-Website
Bereits in der 6. Generation zeigt das Pivot Firebird Team XX, wie ernst es die Enduro-DNA nimmt. Die Edelmarke aus Arizona gehört zu den wenigen Herstellern, die noch ein riesiges analoges MTB-Line-up pflegen – von Cross-Country über Trail bis hin zu Enduro und Downhill ist alles dabei. Optisch bleibt Pivot seinem Stil treu: klare Linien, hochwertige Verarbeitung und natürlich der charakteristische DW-Link-Hinterbau. Mit seiner Team XX-Ausführung gehört das Firebird zu den teuersten Bikes im Test, es ist aber auch einer der am höchsten verfügbaren Specs und unter anderem mit einer FOX Podium-Federgabel geschmückt. Dazu gibt’s 170/165 mm Federweg bei einem stolzen Preis von 12.999 €.
Einen Überblick über diesen Vergleichstest erhaltet ihr hier: Das beste Enduro-Bike 2026
Ausstattung und Detaillösungen des Pivot Firebird Team XX
Das Firebird Team XX fährt mit einem der exklusivsten Set-ups im gesamten Test. An der Front arbeitet die FOX Podium GRIP X2, eine der spannendsten Upside-Down-Gabeln der Saison und nur an drei Bikes im Testfeld verbaut. In Kombination mit der hochwertigen Kartusche klebt die Front förmlich am Boden und vermittelt viel Sicherheit. Hinten dämpft der neue FOX FLOAT X2 Factory im Monotube-Design, der eine bessere Haltbarkeit bei weiterhin großer Einstellbandbreite verspricht. Typisch Pivot: Ein kleiner SAG-Indikator erleichtert das Grundsetup spürbar – cool. Die neue elektronische RockShox Reverb AXS mit 225 mm Hub lässt sich vollständig versenken, reagiert blitzschnell und macht das Cockpit clean und kabellos.


Für die Bremse setzt Pivot auf SRAM MAVEN Ultimate mit 200/200 mm breiten HS2-Scheiben. Starke Performance, viel Einstellbarkeit, aber: Die Centerlock-Scheiben entwickelten im Test schnell Spiel und benötigen ein Spezialtool, um sie wieder anzuziehen – nichts, was man am Trail dabei hat und ein unnötiges Kompatibilitätsproblem. Alle Leitungen laufen seitlich in den Rahmen, sind außen wie innen sauber geklemmt und wirken extrem aufgeräumt. Einziger Kritikpunkt: Die vordere Bremsleitung hat am Steuerrohr geschliffen und den Lack leicht beschädigt.
USD-Gabel, MAVEN Ultimate, XX Transmission: Pivot lässt sich nicht beirren und packt eine Menge edler Teile an das Firebird.


Als Antrieb kommt eine elektronische SRAM XX Eagle AXS Transmission-Gruppe zum Einsatz. Das absolute Topmodell, bei dem es schlicht nichts zu meckern gibt. Der Sitz- und Kettenstrebenschutz ist großzügig, leise und schön ins Design integriert. Beim Cockpit setzt Pivot auf den Phoenix Team Enduro-Vorbau und den passenden Phoenix Team-Carbon-Lenker. Der Lenker ist allerdings extrem steif und macht das Bike unnötig anspruchsvoll zu fahren. Wir haben deshalb direkt auf einen weicheren Lenker gewechselt und würden das jedem empfehlen. Laufradseitig kommen NEWMEN Phase 30-Carbon-Felgen zum Einsatz.


Durch Pivots-Rahmen und der USD-Gabel sind es aber sehr spezielle Nabenbreiten. Die Räder performen solide, sind aber recht steif – und wir sind generell keine Fans von Carbon-Felgen an einem Enduro-Bike, wenn es richtig hart zur Sache geht. Bereift ist das Firebird mit Continental Kryptotal FR/RE, beide in Soft-Mischung. Für dieses Bike empfehlen wir an der Front allerdings SuperSoft und insgesamt robustere Karkassen, da die Enduro-Karkasse von Conti schwächer ist als z. B. eine Doubledown-Karkasse von MAXXIS. Gerade in Kombination mit Carbon-Felgen können Durchschläge teuer werden. Sehr gelungen ist hingegen das integrierte Staufach im Unterrohr mit intuitivem Verschluss und zwei praktischen Taschen.
Pivot Firebird Team XX Eagle Transmission
12.999 €
Specifications
Fork FOX Podium GRIP X2 170 mm
Rear Shock FOX FLOAT X2 Factory 165 mm
Seatpost RockShox Reverb AXS 225 mm
Brakes SRAM MAVEN Ultimate 200/200 mm
Drivetrain SRAM XX Eagle AXS Transmission 10-52; 32
Stem Phoenix Team Enduro 50 mm
Handlebar Phoenix Team Carbon 780 mm
Wheelset Newmen Phase 30 Carbon, 20x110/12x157 29
Tires Continental Kryptotal Fr, Soft, Enduro Casing/Continental Kryptotal Re, Soft, Enduro Casing 2,4/2,4
Technical Data
Size XS, SM, MD, LG, XL
Specific Features
Rahmenstaufach
Tuning-Tipp:
– Lenker tauschen
– robustere Reifen verbauen

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Die Geometrie des Pivot Firebird Team XX
Das Firebird ist das Bike mit den meisten Anpassungsmöglichkeiten im gesamten Test – und das merkt man. Es kommt in fünf Größen von XS bis XL. Die kleinste Größe wird ausschließlich im Mullet-Setup angeboten, alle anderen Größen lassen euch frei zwischen Full-29 und Mullet wählen. Die Reach-Abstände sind dabei sinnvoll gestaffelt. In Größe XL misst das Sitzrohr 475 mm. Nicht ultrakurz, aber absolut im Rahmen, zumal die Dropper voll versenkbar ist. In der Sitzstrebe sitzt der Klassiker: Ein High/Low-Flip-Chip, der vor allem die Tretlagerhöhe, aber auch Sitz- und Lenkwinkel subtil verändert.
Ein echtes Highlight ist das patentierte Swinger-Drop-Out-System. Es erlaubt trotz UDH eine Verstellung der Kettenstrebenlänge um 8 mm – Pivot ist damit der erste uns bekannte Hersteller, der das so sauber löst. Zusätzlich wachsen die Kettenstreben mit jeder Größe, was das Handling über das gesamte Größenspektrum hinweg ausgewogen halten soll. Über einen Flip-Chip an der Dämpferaufnahme lässt sich zudem die Progression um etwa 5 % anpassen. Und dank des 56-mm-Steuersatzes könnt ihr unterschiedliche Headset-Cups für Reach- oder Lenkwinkelverstellung nutzen.
| Größe | XS | SM | MD | LG | XL |
|---|---|---|---|---|---|
| Sattelrohr | 365 mm | 385 mm | 415 mm | 440 mm | 475 mm |
| Oberrohr | 558 mm | 596 mm | 622 mm | 635 mm | 657 mm |
| Steuerrohr | 85 mm | 95 mm | 108 mm | 118 mm | 128 mm |
| Lenkwinkel | 63,8° | 63,4° | 63,4° | 63,4° | 63,4° |
| Sitzwinkel | 77,6° | 77° | 77° | 77° | 77° |
| Kettenstrebe | 430 mm | 430 mm | 432 mm | 434 mm | 437 mm |
| BB Drop | 10 mm | 13 mm | 13 mm | 13 mm | 13 mm |
| Radstand | 1179 mm | 1217 mm | 1248 mm | 1271 mm | 1299 mm |
| Reach | 410 mm | 440 mm | 463 mm | 480 mm | 500 mm |
| Stack | 615 mm | 625 mm | 637 mm | 646 mm | 655 mm |
Das Pivot Firebird Team XX auf dem Trail
Der für Pivot typische DW-Link liefert eine Effizienz, die fast schon nach Lockout klingt – nur dass man ihn nicht braucht. Das Firebird ist einer der besten Kletterer im Test. Es tritt super effizient, bleibt im technischen Gelände ruhig und kontrollierbar und kombiniert das Ganze mit einer angenehmen Sitzposition. Nicht zu kompakt, nicht zu gestreckt, einfach perfekt für lange Touren oder Transferstücke, obwohl man ordentlich Federweg mit sich bewegt.
Bergab zeigt das Firebird dann, warum es das beste Bike auf dem Trail ist. Die Balance ist überragend. Die Front steht angenehm hoch, gleichzeitig steht man aber tief im Bike und fühlt sich sofort sicher und integriert. Kein anderes Bike im Test lässt sich so ruhig und intuitiv fahren. Dazu kommt, dass das Handling mit Abstand das direkteste und präziseste im gesamten Vergleich ist. Damit könnt ihr dem Firebird ab dem ersten Meter vertrauen und es gleichermaßen easy cruisen oder richtig aggressiv pushen.
Der DW-Link Hinterbau funktioniert auf dem Trail enorm gut und verpasst dem Firebird eines der vielfältigsten Hinterbauten im Test.


Auch das Fahrwerk gehört zu den besten im Test. Es bietet geile Traktion, klebt aber nicht so extrem am Boden wie das Orbea und vermittelt dadurch mehr Lebendigkeit. Gleichzeitig hat es krassen Pop, wodurch man spielend Speed generiert. Besonders auf flachen und flowigen Sektionen macht das Firebird richtig Laune. Die Bremstraktion ist brutal und trotzdem bleibt genug Gegenhalt im Federweg, um aktiv zu fahren und aus Kurven heraus Druck aufzubauen. Unterm Strich ist das Firebird eine absolute Allzweckwaffe. Agil und laufruhig zugleich, direkt und präzise, sicher und schnell – egal, ob DH-Strecke, Hometrail oder Flowline. Es schreckt vor nichts zurück und gehört zu den Bikes, die man einmal fährt und danach nicht mehr hergeben will.
Für wen ist das Pivot Firebird Team XX?
Das Firebird ist für alle, die ein edles, durchdachtes und maximal anpassbares Enduro suchen – und bereit sind, für echte High-End-Performance tief in die Tasche zu greifen. Das Firebird bietet die beste Balance im Test, ein massiv sicheres Fahrgefühl und eines der stärksten Fahrwerke überhaupt.
Straff genug zum kräftigen Pushen, gleichzeitig mit geiler Traktion, viel Grip und enormen Reserven. Harte Einschläge? Fehlanzeige. Mit dem richtigen Cockpit trifft das Firebird exakt die Mitte zwischen entspannter Kontrolle und hoher Präzision. Wer ein Bike sucht, das auf jedem Trail abliefert, von Highspeed bis Tech, und das sich dank seiner Einstellmöglichkeiten perfekt anpassen lässt, findet im Firebird den ultimativen Partner.
Fazit zum Pivot Firebird Team XX
Das Pivot Firebird Team XX ist die Art Bike, die man nach wenigen Metern versteht – und nach wenigen Runs nicht mehr hergeben will. Es klettert dank DW-Link effizienter als viele Trail-Bikes, glänzt bergab mit der besten Balance im gesamten Test und kombiniert präzises, direktes Handling mit enormen Reserven und einem der vielfältigsten Fahrwerke. Mit kleinen Anpassungen wird aus der sehr edlen Maschine das beste Enduro-Bike für 2026. Denn am Ende ist es genau diese Mischung aus Kontrolle, Sicherheit, Speed und Anpassbarkeit, mit dem das Firebird die Nase vorne hat.
Tops
- starker Kletterer
- direkt und präzise
- super Balance
- vielfältiges Fahrwerk
Flops
- Kompatibilität mancher Komponenten
- sehr steifer Lenker
Mehr Infos findet ihr auf der Website von Pivot-Bikes.
Das Testfeld
Einen Überblick über diesen Vergleichstest erhaltet ihr hier: Das beste Enduro-Bike 2026
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Text & Fotos: Peter Walker


