Wir leben in Zeiten, in denen die Geometrien von Enduro-Bikes zum Teil extremer sind als die von Downhill-Bikes. Wie findet man dann das Limit der Räder heraus? Ganz einfach, mit einem echten Härtetest. Für diesen Vergleichstest mit 14 Enduros haben wir Mensch und Material an die Grenzen gebracht.

Was sind eigentlich Enduro-Bikes?

Über die Jahre haben sich unsere Bikes enorm weiterentwickelt. Trailbikes sind immer potenter, Enduro-Bikes immer effizienter geworden. Mittlerweile geben klassische Parameter wie Federweg oder Laufradgröße keinen Aufschluss mehr über den Einsatzzweck eines Bikes. Trotzdem ist der Unterschied zwischen Trail- und Enduro-Bikes relativ leicht zu erklären: Trailbikes sind echte Alleskönner und meistern jede Strecke – das hat auch unser Vergleichstest in Ausgabe #036 unter Beweis gestellt. Enduro-Bikes legen allerdings noch mal eine Schippe drauf. Mit ihnen kann man auch die härtesten Strecken problemlos fahren und es dabei ordentlich stehen lassen. Selbst waschechte Downhill-Strecken sind für sie kein Problem, ihr Limit hat sich in den letzten Jahren noch mal ordentlich verschoben. Verglichen mit Trailbikes ist der Grundspeed im anspruchsvollen Gelände höher. Im Umkehrschluss fühlt sich ein Enduro auf flowigen, flachen Trails allerdings häufig etwas überdimensioniert an und fährt sich tendenziell indirekter bzw. behäbiger.

Wo wurden die Enduro-Bikes getestet?

Um das volle Potenzial der Testbikes zu erfahren und ihre Limits herauszufinden, haben wir sie auf unterschiedlichen Trails getestet. Wir waren mit ihnen auf unseren Hometrails im Alpenvorland unterwegs und sind nach Sanremo am Mittelmeer gereist, um die Bikes ausführlich auf die Probe zu stellen. Unterstützt wurden wir dabei vom italienischen Enduro-Veteran Manuel Ducci. In Sanremo haben wir die Bikes auf dem vielfältigen Due Muri-Trails im direkten Vergleich gefahren. Der Trail hat nach einem schnellen Einstieg mit offenen Kurven, Felsplatten, Absätzen und einigen Kompressionen einen anspruchsvollen unteren Teil mit Steilstücken, Drops, Rock-Gardens und engen Kehren. Das beste Bike ist nicht nur in einer Sektion des Trails gut, sondern brilliert in allen.

Wer hat die Bikes getestet?

Unser Team für diesen Vergleichstest bestand aus fünf Testfahrern mit unterschiedlichen Backgrounds und Vorlieben. Gregor beispielsweise ist ehemaliger BMX-Profi und genau der richtige Mann, um die Sprung-Qualitäten der Bikes zu testen. Felix und Markus sind beide passionierte Enduro-Racer, die bereits mehrfach bei EWS-Rennen an der Startlinie standen. Fred und Christoph fahren dagegen nicht gegen die Uhr, sondern rein aus Spaß und legen beide viel Wert auf ein möglichst ausgewogenes Handling.

Die Bikes in diesem Vergleichstest

Satte 14 Bikes haben wir in diesem Test miteinander verglichen, mehr als jemals zuvor. Nicht nur die Laufradgröße der Bikes unterscheidet sich, auch der Federweg und am meisten die Geometrie. Von Bikes mit vermeintlich eher konservativen Geo-Daten bis hin zu radikalen Konzepten wie dem Bold Unplugged oder dem Pole MACHINE – unser Testfeld hätte nicht vielfältiger sein können. Würde man aus allen Bikes des Vergleichs ein Durchschnitts-Bike bauen, hätte es einen Reach von 472,6 mm, einen Lenkwinkel von 64,9°, würde 7.287,63 € kosten und auf 28,67”-Laufrädern rollen – hey, wird die neue Laufradgröße womöglich Standard?

Bike Preis Gewicht*
*Alle Bikes in Größe L
Federweg (v/h) Laufradgröße
Bold Unplugged 7.939 € 14,46 kg 170/165 mm 29″
Canyon Strive CFR 9.0 Team 5.499 € 14,26 kg 170/150 mm 29″
Commencal META AM 29 SIGNATURE ORANGE 4.399 € 15,48 kg 170/160 mm 29″
Giant Reign Advanced 0 7.399 € 13,42 kg 170/160 mm 27,5″
Lapierre Spicy Team Ultimate 5.999 € 14,56 kg 160/160 mm 29″
Nukeproof Mega 275c RS 4.799 € 14,18 kg 170/165 mm 27,5″
Orbea Rallon M-LTD I9 8.899 € 14,18 kg 160/150 mm 29″
Pivot Firebird 29 Team XX1 10.899 € 13,66 kg 170/162 mm 29″
Pole Machine EN 7.300 € 14,84 kg 180/160 mm 29″
Santa Cruz Nomad CC 8.699 € 13,64 kg 170/170 mm 27,5″
Scott Ransom 900 Tuned 7.599 € 13,53 kg 170/170 mm 29″
Specialized S-Works Enduro 29 9.799 € 14,00 kg 160/160 mm 29″
Trek Slash 9.9 7.499 € 13,26 kg 160/150 mm 29″
YT Capra 29 CF PRO Race 5.299 € 14,54 kg 170/170 mm 29″
ø 7.287 € ø 14,01 kg

Bold Unplugged | 170/165 mm | 14,46 kg | 7.939 €

Canyon Strive CFR 9.0 Team | 170/150 mm | 14,26 kg | 5.499 €

Commencal META AM 29 SIGNATURE ORANGE | 170/160 mm | 15,48 kg | 4.399 €

Giant Reign Advanced 0 | 170/160 mm | 13,42 kg | 7.399 €

Lapierre Spicy Team Ultimate | 160/160 mm | 14,56 kg | 5.999 €

Nukeproof Mega 275c RS | 170/165 mm | 14,18 kg | 4.799 €

Orbea Rallon M-LTD I9 | 160/150 mm | 14,18 kg | 8.899 €

Pivot Firebird 29 Team XX1 | 170/162 mm | 13,66 kg | 10.899 €

Pole Machine EN | 180/160 mm | 14,84 kg | 7.300 €

Santa Cruz Nomad CC | 170/170 mm | 13,64 kg | 8.699 €

Scott Ransom 900 Tuned | 170/170 mm | 13,53 kg | 7.599 €

Specialized S-Works Enduro 29 | 160/160 mm | 14,00 kg | 9.799 €

Trek Slash 9.9 | 160/150 mm | 13,26 kg | 7.499 €

YT Capra 29 CF PRO Race | 170/170 mm | 14,54 kg | 5.299 €

Sind radikale Geometrien im harten Gelände besser?

Die Reach-Werte mancher Enduro-Bikes scheinen in den letzten Jahren nahezu explodiert zu sein, gleichzeitig wurden die Lenkwinkel immer flacher. Mittlerweile lassen einige Modelle Downhill-Bikes in Sachen Radstand richtig kompakt aussehen. Doch sind lange und super flache Bikes bergab wirklich im Vorteil? Die klare Antwort lautet: Nein! Natürlich steht man super integriert zwischen den großen Laufrädern, bekommt nahezu keinerlei Überschlagsgefühle und hat viel Platz, sich im Rad zu bewegen. All diese Faktoren sind auf Highspeed-Sektionen mit langen Kurven sinnvoll, doch im Bike-Alltag erlebt man immer wieder Situationen, in denen diese Eigenschaften deutlich weniger sinnvoll sind. Der Grund: Durch die enorme Länge des Bikes haben Körperbewegungen des Fahrers wenig Einfluss auf das Fahrverhalten. Das spart zwar in gewissen Situationen Kraft, kostet aber bei schnellen Richtungswechseln, Sprüngen oder in engen Sektionen deutlich mehr Energie. Wenn der Trail eine gewisse Länge überschreitet, kann das schnell ermüdend werden.

Entscheidend ist, wie integriert man im Rad steht

Viele Fahrer – und da machen wir bei uns keine Ausnahme – schenken dem Reach eines Bikes viel Beachtung. Ebenso wichtig wie der Reach ist allerdings auch der Stack bzw. das Verhältnis von Reach und Stack. Denn ist der Reach sehr lang, muss auch der Stack wachsen, da die Länge des Bikes den Fahrer ansonsten zu sehr nach vorne zieht. Das ist speziell im steilen Gelände ein Nachteil. Denn entscheidend ist dort, wie integriert man im Rad steht. Der Stack wird vom Tretlager bis zur Oberkante des Steuerrohrs gemessen. Durch ein tiefes Tretlager erhöht man nicht nur den Stack, sondern senkt obendrein auch noch den Schwerpunkt des Fahrers im Vergleich zu den Radachsen ab. Das ist auf dem Trail sehr deutlich spürbar. Allerdings lässt sich das Handling eines Bikes nie auf einzelne Werte reduzieren, wie wir in diesem gesonderten Artikel erörtert haben.

Extreme Daten haben meist eine Schattenseite

Egal, um welche Daten oder Anbauteile beim Bike es geht – sind die Werte in die eine oder andere Richtung extrem, hat man dadurch zwar gewisse Vorteile, erkauft sich aber aller Wahrscheinlichkeit nach auch Nachteile. Ein Beispiel ist ein super kurzer Vorbau von 35 mm. Er verleiht dem Rad zwar ein etwas direkteres Handling, allerdings hat man als Fahrer spürbar weniger Hebel auf das Vorderrad. Wird der kurze Vorbau dann noch mit einem sehr flachen Lenkwinkel (63–64°) kombiniert, kann das dazu führen, dass das Vorderrad durch den großen Abstand zum Lenker ungewollt verspringt oder wegkippt. Ein weiteres Beispiel sind sehr kurze Kettenstreben. Sie erhöhen zwar die Agilität, verschieben aber auch die Radlastverteilung stark aufs Hinterrad. In unserem Test hat sich gezeigt, dass ausgewogene Daten in der Regel auch die sind, die in der Gesamtheit besser funktionieren.

Auch bergauf müssen Enduro-Bikes überzeugen

Wer glaubt, wir hätten die Bikes nur bergab ans Limit gebracht, der irrt. Auch Enduro-Bikes sollten sich angenehm bergauf pedalieren lassen. Essenziell für ein komfortables Kletterverhalten ist die Sitzposition, die unter anderem stark vom Sitzwinkel beeinflusst wird. Ist er zu flach, hat man das Gefühl, zu weit über dem Hinterrad zu sitzen. Negativ fielen hier vor allem das Trek Slash und das Giant Reign auf. Beim Pole MACHINE mit seinem extrem steilen Sitzwinkel dagegen sitzt man sehr weit vorn im Rad. In Summe kletterten die meisten Bikes ganz okay, am effizientesten allerdings war das SCOTT Ransom.

Versender-Bikes haben deutlich an Performance zugelegt

Die Zeiten, in denen man die Bikes von Direkt-Versendern nur gekauft hat, um günstig an die Komponenten zu kommen, sind endgültig vorbei. Mittlerweile ist die Fahrperformance der Bikes von Canyon, YT, Nukeproof und Co. gleichauf mit der Leistung von klassischen Marken wie Trek, Specialized oder Giant. Meist ist sie sogar besser! Boutique-Marken wie Santa Cruz oder Pivot begeistern in diesem Test mit großer Detailverliebtheit und punkten mit einem starken eigenen Charakter, können aber in Sachen Vielseitigkeit und Overall-Performance nicht mit den Bikes von Canyon, Nukeproof und YT mithalten.

Tops & Flops

Oftmals sind es die Details, die den Unterschied machen: gelungene Integration, erstklassige Ergonomie und mit bedacht gewählte Komponenten. Hier findet ihr alle Tops und Flops der Bikes aus unserem großen Vergleichstest.

Tops

Das Im-Bike-Feeling
Tiefe Tretlager sind bei Enduro-Bikes ein echter Segen. Als Fahrer steht man mit ihnen viel integrierter im Bike und hat so nicht nur mehr Grip in Kurven, sondern auch mehr Kontrolle im anspruchsvollen Terrain. Das Canyon Strive zeigt hier, wie es geht, und dank des Shapeshifters ist das Tretlager bergauf auch nicht zu niedrig.
Praktischer Kofferraum
Immer mehr Fahrer lassen ihren Rucksack gern zu Hause. Da ist es praktisch, wenn man die Trail-Essentials direkt am Rad verstauen kann. …
… Lapierre und Specialized machen vor, wie das geht.
Eine echte Überraschung
Die Michelin Wild Enduro-Reifenkombination war eine echte Überraschung im Test! Sie punktet mit sehr gutem Grip, top Eigendämpfung und einem gelungenen Mix aus Stabilität und Gewicht. Aber auch die MAXXIS-Reifen mit Double Down-Karkasse wussten im Test zu überzeugen.

Flops

Zu lang und zu flach
Ja, es gibt einen Punkt, da ist der Lenkwinkel zu flach, der Vorbau zu kurz und der Reach zu lang. Das Bold Unplugged ermöglicht sehr extreme Einstellungen, als Fahrer sollte man im Konfigurator aber sehr gut überlegen, ob man die auch wirklich möchte.
Zu steif
Steifer ist nicht immer besser. Beim Orbea Rallon führt der Mix aus harten Carbonfelgen, steifer Federgabel, massivem Carbon-Rahmen und einem steifen Cockpit zu einem sehr fordernden Handling.
Unkomfortabel
Zu flache Sitzwinkel sind bergauf sehr unkomfortabel. Ist das Offset des Sitzrohrs weit vorn positioniert, kann sich der Winkel bei größerem Auszug extrem abflachen. Ein sehr steiler Sitzwinkel erfordert wiederum einen sehr langen Reach, um nicht zu kompakt zu sitzen – am Ende ist es hier ein Kompromiss. Bei Trek, Lapierre und Giant sitzt man besonders weit über dem Hinterrad.

Das beste Enduro-Bike 2019

Unsere Testeinladung an die Hersteller lautete: „Das beste Enduro-Bike sollte auf harten Renn-Stages ebenso überzeugen wie bei einem Ausflug in den Bikepark und gleichzeitig auch auf der Feierabendrunde noch Fahrspaß vermitteln. Neben einem ausgewogenen Handling, einer gelungenen Geometrie und einem guten Fahrwerk ist auch eine sinnvolle Ausstattung entscheidend.“ Es ging uns nicht um das schnellste Bike, deshalb haben wir auch nie die Zeit genommen. Wir wollten das Bike finden, das auf allen Strecken eine gute Figur macht und auch vor harten Tracks nicht zurückschreckt – ein Bike, das Limits gnadenlos hinter sich lässt.

Das beste Enduro-Bike ist also nicht das mit den extremsten Winkeln. Obwohl sich das Pole MACHINE deutlich ausgewogener, einfacher und gutmütiger fährt, als es seine Optik auf den ersten Blick vermuten lässt, ist es doch in engen Sektionen und bei schnellen Richtungswechseln zu behäbig. Das Bold Unplugged lässt sich in jeder erdenklichen Weise an die Vorlieben des Fahrers anpassen, erfordert aber viel Know-how bei den unzähligen Einstelloptionen. In Größe Large war es unseren Testern mit rund 180 cm Körpergröße außerdem zu lang, in Medium dagegen zu kurz. Wenn es allerdings passt und man eine richtige Einstellung gefunden hat, wird dieses Rad mit top Fahreigenschaften überzeugen.

Das Orbea Rallon klettert sehr gut, ist bergab aber zu steif und direkt. Obendrein stören klappernde Züge und die schwergängige Sattelstütze. Auf dem Specialized Enduro fühlt man sich auf Anhieb pudelwohl, das Rad fährt sich sehr intuitiv. Lässt man es aber richtig krachen, erfordert der progressive Hinterbau viel Kraft und einen sehr aktiven und kraftvollen Fahrstil. Das SCOTT Ransom klettert wirklich herausragend gut, allerdings steht man bergab etwas zu wenig integriert im Bike – da hilft leider auch der Hinterbau nicht, der trotz des Dämpfers ohne Ausgleichsbehälter sehr gut funktioniert. Das Trek Slash 9.9 wiederum fährt sich extrem präzise, seine kompakte Geometrie und der flache Sitzwinkel wirken im Vergleich zu den anderen Bikes aber etwas in die Jahre gekommen. Der Reach ist etwas kurz, der Sitzwinkel zu flach. Auch das COMMENCAL META AM 29 fällt in Größe Large eher kurz aus. Es ist ein sehr spaßiges Bike für alle, die überwiegend mit Shuttles und Liften bergauf unterwegs sind – richtig gut klettert es nämlich nicht. Auch das Lapierre ist bergauf keine Rakete, begeistert aber bergab mit einem sehr ausgewogenen Handling und top Fahrwerk. Die Verstaumöglichkeiten für Werkzeug und einen Schlauch sind praktisch, die zu schwache Guide-Bremse wird dem Rad aber nicht gerecht.

Dem bewährten Giant Reign haucht der sehr gut funktionierende DVO Jade Coil-Dämpfer neues Leben ein. Mit ihm fährt sich das Rad deutlich agiler und leichtfüßiger als in den Vorjahren. Bergauf fehlt aber eine zuschaltbare Plattformdämpfung, um das deutliche Wippen zu unterdrücken. Sowohl das Pivot Firebird 29 als auch das Santa Cruz Nomad erfordern einen aktiven Fahrstil, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Dafür begeistern aber beide mit viel Liebe zum Detail und einer sehr guten Hinterbau-Performance.

Am Ende sind es jedoch drei Bikes von Online-Versendern, die bei unseren Testern den besten Eindruck hinterlassen. Sowohl das YT CAPRA CF Pro Race als auch das Nukeproof Mega 275 C RS begeistern mit sehr satten Hinterbauten, enormer Ausgewogenheit und einem super Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer gern ein längeres Bike mit 29er-Laufrädern fährt, greift zum CAPRA. Wer es dagegen etwas spritziger und agiler mag, ist mit dem Nukeproof besser beraten. Bergauf liegt außerdem das 4.799 € teure Nukeproof mit seinem steileren Sitzwinkel vorn. Das YT punktet dagegen mit der noch etwas hochwertigeren Ausstattung – ist dafür allerdings auch 400 € teurer. Am Ende sichert sich daher das Nukeproof Mega unseren begehrten Kauftipp.

Bleibt das brandneue Canyon Strive CFR 9.0 Team für 5.499 €. Es ist das Rad, das am Ende die gesamte Konkurrenz hinter sich lässt. Kein anderes Bike vermittelt so viel Sicherheit bei gleichzeitig angenehm hoher Agilität. Als Fahrer steht man super integriert zwischen den Laufrädern und ist dennoch jederzeit Herr der Lage. Das Fahrwerk ist nicht ganz so satt wie das des Mega oder des CAPRA, bietet dafür aber noch etwas mehr Pop. Bergauf klettert das Strive dank seines Shape-Shifters sehr effizient. Kein Rad macht eine so gute Figur auf so unterschiedlichen Strecken, ganz gleich ob Downhill, enge Trails oder im Bikepark. Deshalb sichert sich das Canyon Strive CFR den begehrten Testsieg!


Alle Bikes im Test: Bold Unplugged | Canyon Strive CFR 9.0 Team | Commencal META AM 29 SIGNATURE ORANGE | Giant Reign Advanced 0 | Lapierre Spicy Team Ultimate | Nukeproof Mega 275c RS | Orbea Rallon M-LTD I9 | Pivot Firebird 29 Team XX1 | Pole Machine EN | Santa Cruz Nomad CC | Scott Ransom 900 Tuned | Specialized S-Works Enduro 29 | Trek Slash 9.9 | YT Capra 29 CF PRO Race

Text & Fotos: Christoph Bayer

Über den Autor

Christoph Bayer

Abwechslung – das ist für Christoph das Wichtigste. Sowohl auf dem Bike als auch bei seiner Tätigkeit für ENDURO. Er kümmert sich federführend um das sechs Mal im Jahr erscheinende Magazin und ist dort gleichzeitig Fotograf und Redakteur. Auf dem Rad trifft man ihn vor allem im alpinen Terrain an, wo er neben flowigen Trails auch gerne mal eng verwinkelte oder verblockte Strecken in Angriff nimmt.