Fast wie ein Fullface – nur ohne Kinnbügel: Mit dem Jetro schickt Bluegrass, die Tochterfirma von MET Helmets, einen massiv ausgelegten MTB-Helm mit Ohrenschutz ins Rennen. Wie schlägt er sich im direkten Vergleich?

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strong>Bluegrass Jetro | 582 Gramm in Größe M | 250,00 € | Hersteller-Website

Einen Überblick über diesen Vergleichstest erhaltet ihr hier: Der beste MTB-Helm mit Ohrenschutz – 6 Jet-Helme im Vergleich

Jetro – der Name ist Programm. Abgeleitet von den klassischen Jet-Helmen aus dem Motorradbereich will der Bluegrass MTB-Helm mit Ohrenschutz im Vergleichstest das Feld aufmischen. Wie sein Fullface-Pendant Vanguard, das in unserem Fullface-Vergleichstest überzeugen konnte, setzt auch der Jetro auf das markante Vanguard-Design – allerdings ohne Kinnbügel.

Entsprechend übernimmt er viele der Features seines Fullface-Bruders: ein integriertes MIPS-System zum Schutz vor Rotationskräften, einen magnetischen FIDLOCK-Verschluss sowie ein klassisches Verstellrad zur Anpassung der Passform. Das Visier ist zwar nicht verstellbar, lässt sich jedoch einfach abnehmen und gibt auch nach – ein Vorteil, wenn man mal an einem Ast hängen bleiben sollte.

Vom Erscheinungsbild gehört der Jetro – neben dem Fox Dropframe Pro – zu den auffälligsten Helmen im Test. Die massive Bauform vermittelt fast schon Fullface-Feeling und sorgt für ein hohes Maß an Vertrauen, wenn es ruppig wird. Dezenter treten hier der Alpina ROOTAGE EVO und der iXS Trigger X MIPS auf. Die voluminöse Konstruktion spiegelt sich dann auch im Gewicht wider: Mit 582 Gramm ist der Bluegrass der zweitschwerste Helm im Testfeld – liegt damit aber nur rund 30 Gramm über dem Durchschnitt von etwa 550 Gramm. Preislich ordnet sich der Jetro mit 250 € eher im mittleren Bereich im Testfeld ein, übertroffen wird er noch vom Troy Lee Designs Stage Stunt und dem Fox Dropframe Pro mit 280 €.

Brand Modell Preis Gewicht (Gramm) verfügbare Größen verfügbare Farben Material Zertifizierung
Bluegrass Jetro 250,00 € 582 S (52–56cm)
M (56–57cm)
L (58–61cm)
4 Farben Polycarbonat (In-Mold-Außenschale), EPS (Expanded Polystyrol) EN 1078:2012+A1:2012, NTA 8776
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Generell wirkt der Helm beim Aufsetzen enger als die meisten Konkurrenten – unabhängig davon, ob in Größe M oder L. Frei nach dem Motto: schwer rein, schwer raus. Genau das vermittelt dann im Gelände allerdings ein hohes Maß an Sicherheit. Sitzt der Jetro einmal richtig, fühlt er sich stabil und satt an. Vorausgesetzt, die Kopfform passt. Wer keinen ausgeprägten „Quadratschädel” hat, kommt mit Passform und Komfort des Jetro gut zurecht. Die relativ dicken Wangenpolster können je nach Gesichtsform etwas auftragen und den Sitz strammer wirken lassen. Gereinigt werden sie ausschließlich per Handwäsche.

Die massive Bauform trägt maßgeblich zum Sicherheitsgefühl bei – man vergisst fast, dass kein Kinnbügel vorhanden ist. In puncto Sicherheit markiert der Bluegrass Jetro die Spitze des Testfelds. Was sich auf dem Trail als hohes subjektives Vertrauen äußert, wird durch harte Fakten objektiviert: Wie schon der Fox Dropframe Pro verfügt auch der Jetro über die S-Pedelec-Norm NTA 8776. Dass er im Virginia-Tech-Ranking mit Platz 10 sogar noch eine Schippe drauflegt, unterstreicht den hohen Schutzstatus der Konstruktion auch auf dem Papier.

Weniger überzeugend ist die Geräuschentwicklung. Im direkten Vergleich gehört der Jetro zusammen mit dem Fox Dropframe Pro zu den lauteren Helmen. Während die Geräusche beim Fox Dropframe Pro durch sein Material entstehen, sind beim Jetro die Windgeräusche stark vernehmbar. Dafür überzeugt die Belüftung: Die ist durch die 21 Öffnungen gegeben, wenn auch nicht so sehr wie beim Alpina ROOTAGE EVO, dafür auf einer Wellenlänge mit dem Urge Rascas. Sie ist spürbar besser als beim Troy Lee Designs Stage Stunt, wenn auch nicht auf dem Niveau des luftigsten Helms im Test.

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Fazit zum Bluegrass Jetro

Der Bluegrass Jetro vermittelt im Testfeld ein sehr hohes Sicherheitsgefühl. Die massive Bauform sorgt für ein nahezu Fullface-ähnliches Gefühl – viel Abdeckung, viel Präsenz, viel Vertrauen auf dem Trail, Letzteres wird durch die NTA-8776-Zertifizierung unterstrichen. Mit MIPS und FIDLOCK bringt der Jetro moderne Sicherheits-Features mit und bleibt trotz seines massiven, Motorradhelm-ähnlichen Looks eine überzeugende Wahl für alle, die maximalen Schutz klar über Leichtbau und Design stellen.

Tops

  • hohes Sicherheitsgefühl
  • gute Passform
  • angenehme Belüftung

Flops

  • voluminöse Optik
  • kein verstellbares Visier
  • Windgeräusche recht prominent

Mehr Information findet ihr unter met-helmets.com


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Text: Robin Ulbrich Fotos: Peter Walker

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