Der neue Fox Rampage RS Fullface-Helm ist da – leichter, sicherer und stylischer soll er sein. Wir haben den Carbon-Helm bereits getestet und verraten euch, wie er sich auf dem Trail schlägt, welche Features überzeugen und warum er nicht nur für World Cup-Profis spannend ist.

FOX Rampage RS Fullface Helmet Test WEB 6080
Fox Rampage RS | 1.070 g in Größe L | Splice Military | 599 € | Hersteller-Website

Bereits seit 2006 schützt der Fox Rampage-Helm die Köpfe von Mountainbikern und gehört zu einem der am meisten getragenen Fullface-Helme. Auch wir haben bereits unzählige Versionen des Rampage-Helms getragen und getestet. Jetzt kommt der neue Rampage RS Fullface-Helm mit Carbongehäuse auf den Markt, der schon seit Längerem auf den Köpfen von Tahnée Seagrave, Jackson Goldstone oder Nina Hoffmann im Downhill World Cup zu sehen war. RS steht übrigens für „Race Spec“ und ist das Top-Modell der Rampage-Serie. Der Rampage RS hat viele ähnliche Features – wie z. B. das MIPS Integra Split-System – mit dem V3 RS Carbon-Helm, den Fox bereits vor 2 Jahren für den Motocross-Einsatz vorgestellt hat und den wir schon länger im Einsatz haben.

Der neue Fox Rampage RS Helm im Detail

Der neue Fox Rampage RS Helm ist ein Sandwich aus unzähligen Lagen. Expanded Polystyrene (EPS), Expanded Polypropylene (EPP), Polycarbonate Schichten und das MIPS® Integra Split-System sollen vor allen erdenklichen Szenarien bei einem Sturz schützen und die auf den Helm einwirkenden Kräfte absorbieren. Umgeben sind sie von einem Carbon-Außenschale, während der Helm im Inneren mit auswechselbaren Polstern für einen komfortablen Sitz ausgestattet ist. Mit 1.070 Gramm ist der Helm ca. 250 Gramm leichter als sein Vorgänger und gehört damit zu den leichteren Helmen seiner Klasse. Zudem soll er eine um 5 % verbesserte Aerodynamik besitzen – was vermutlich den wenigsten von uns auffallen wird ;).

FOX Rampage RS Fullface Helmet Test WEB 6092 600x400 FOX Rampage RS Fullface Helmet Test WEB 6088 600x400

Der neue FOX Rampage RS erfüllt selbstverständlich alle geltenden Sicherheitsnormen für MTB-Helme. Dazu zählen sowohl die NTA 8776-Norm für E-Bike-Helme als auch die ASTM F1952-Norm für Downhill-Helme.

FOX Rampage RS Fullface Helmet Test WEB 6104

Das Visier lässt sich in zwei Positionen einstellen und im Lieferumfang ist eine anklippbare Verlängerung für regnerische Tage dabei. Alle Polster – auch die des Verschluss-Straps – lassen sich herausnehmen und waschen. Dazu werden sie einfach aus ihrer Halterung gelöst. Als Verschlusssystem dient ein Doppel-D-Verschluss, den wir persönlich bevorzugen.

FOX Rampage RS Fullface Helmet Test WEB 6103 600x400 FOX Rampage RS Fullface Helmet Test WEB 6104 600x400

Verfügbar ist der neue Rampage RS in sechs Größen von XS bis XXL, wobei die Unterschiede zwischen zwei Größen relativ gering sind und wir im Zweifel zur größeren Version gegriffen haben. Im Lieferumfang ist zudem ein zweiter Satz an Backenpolster erhalten, die etwas größer sind als die im Helm verbauten. Solltet ihr also zwischen zwei Größen stehen, empfehlen wir euch die größere Version zu nehmen. Verfügbar ist der Rampage RS allerdings nur in zwei Farbvarianten: Einer schwarzen Version, bei der das Sichtcarbon herausschimmert, oder einer dunkelgrünen Variante mit Neonstreifen, wie unser Test-Modell. Preislich liegt der neue Rampage RS bei 599 € und ist ab sofort verfügbar.

Der neue Fox Rampage RS im Test

Der neue Fox Rampage RS Full-Face-Helm punktet mit einer guten Passform – zumindest, wenn man zur richtigen Größe greift. Im Test passte der Helm auf nahezu jeden Kopf im Office, er sitzt an der richtigen Stelle und drückt nicht. Auch alle uns verfügbaren Goggles haben problemlos mit dem Helm gepasst und ausreichend Platz gehabt.

FOX Rampage RS Fullface Helmet Test WEB 6100

Die Backenpolster fallen auf der Haut etwas kratzig aus, sorgen aber dennoch für einen insgesamt angenehmen Tragekomfort. Sie absorbieren Schweiß gut und trocknen schnell. Die Belüftung des Rampage RS ist gelungen, auch wenn es auf dem Markt noch besser durchlüftete Modelle gibt. Auch die Akustik im Helm ist angenehm und Windgeräusche beim Fahren sind nicht störend. Allerdings hallt die Carbon-Hülle recht laut, wenn man z. B. an einem Ast hängen bleibt. Abgesehen davon ist der Helm leise und wir konnten bislang noch keine störenden Geräusche ausmachen.

Das Fazit zum Fox Rampage RS

Der neue Fox Rampage RS überzeugt mit guter Passform, durchdachtem Schutzkonzept und praktischen Features, wie den wasch- und austauschbaren Polstern und dem zusätzlichen Visier. Auf dem Trail bietet er eine solide Belüftung, ein hohes Komfortniveau und bleibt angenehm leise. Mit 599 € ist er kein Schnäppchen, markiert aber auch das Top-Modell im Fox-Line-up und richtet sich so an ambitionierte Fahrer und Racer.

Tops

  • hoher Komfort
  • leise

Flops

  • geringe Farbauswahl

Alle weiteren Infos findet ihr auf der Website von Fox.


Hat dir dieser Artikel gefallen? Dann würde es uns sehr freuen, wenn auch du uns als Supporter mit einem monatlichen Beitrag unterstützt. Als ENDURO-Supporter sicherst du dem hochwertigen Bike-Journalismus eine nachhaltige Zukunft und sorgst dafür, das die Mountainbike-Welt auch weiter ein kostenloses und unabhängiges Leitmedium hat. Jetzt Supporter werden!

Text: Peter Walker Fotos: Peter Walker

Über den Autor

Peter Walker

Peter ist nicht nur ein Mann der Worte, sondern auch der Taten. Mit ernsthaften Bike- und Schrauber-Skills, seiner Motocross-Historie, diversen EWS-Teilnahmen und über 150 Bikepark-Tagen in Whistler – ja, der Neid der meisten Biker auf diesem Planeten ist ihm gewiss – ist für Peter kein Bike zu kompliziert und kein Trail zu steil. Gravel und Rennrad kann er übrigens auch! Das für unsere redaktionelle Arbeit wichtige Thema Kaufberatung hat Peter in Vancouvers ältestem Bike-Shop von der Pike auf gelernt und setzt sein Know-how auch im journalistischen Alltag um. Wenn er nicht gerade die Stuttgarter Hometrails auf neuen Test-Bikes unsicher macht, genießt er das Vanlife mit seinem selbst ausgebauten VW T5. Dass er dazu noch ausgebildeter Notfallsanitäter ist, beruhigt seine Kollegen bei riskanten Fahrmanövern. Zum Glück mussten wir Peter bislang nie bei seinem Spitznamen „Sani-Peter“ rufen. Wir klopfen auf Holz, dass es dazu auch nie kommen wird!