FRAEZEN aus dem Allgäu hat sich auf hochwertig gefräste Premium-Bike-Komponenten spezialisiert. Wir haben uns den FRAEZEN Schaltwerkkäfig KAEFIG für die SRAM Transmission-Schaltwerke genauer angesehen. Der Preis von knapp 420 € ist eine Ansage – lohnt sich die Investition? In unserem Test erfahrt ihr, was den KAEFIG besonders macht und ob er sein Geld wert ist.

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FRAEZEN Schaltwerkkäfig KAEFIG | Gewicht: 96 g | Preis: 419,00 € | Hersteller Website

Jetzt gibt’s was auf die FRAEZEN! Diesen Wortwitz konnten wir uns einfach nicht entgehen lassen. Beim großen E-MOUNTAINBIKE Vergleichstest in Finale Ligure trafen wir zufällig Robert Schwenk, CEO und Gründer von FRAEZEN. Als wir ihm erzählten, dass wir aus Versehen einen SRAM Transmission-Schaltkäfig demoliert hatten, drückte er uns kurzerhand seinen eigenen in die Hand – den sogenannten KAEFIG.

FRAEZEN ist auf hochwertige Frästeile spezialisiert und bietet von Kettenblättern und Vorbauten über Pedale bis hin zu Schaltwerkkäfigen alles aus Aluminium an. Das Besondere am KAEFIG: Er wird aus einem einzigen Stück 7075-Aluminum gefräst, wodurch laut Hersteller das Gewicht gering gehalten und im Gegenzug die Verwindungssteifigkeit erhöht wird. Dies soll ein spürbar präziseres Schalten ermöglichen. So kommt der FRAEZEN-Schaltwerkkäfig auf ein Gewicht von 96 g. Zum Vergleich: Der SRAM XX-Transmission-Käfig wiegt 94 g und der X0-Transmission 100 g. Die aus gleichem Aluminium gefertigten-Umlenkrollen laufen zudem auf hochwertigen Keramik-Kugellagern, die besonders leichtgängig und langlebig sein sollen. Zusätzlich haben die Rollen ein Narrow-Wide-Zahnprofil, bei dem die Zähne abwechselnd unterschiedlich dick ausgeführt sind. Das sorgt dafür, dass die Kette zuverlässiger und sicherer auf den Rollen bleibt. Die Anzahl der Zähne entspricht dabei exakt dem Original-Profil von SRAM – 14 an der oberen Rolle und 16 an der unteren. Neu ist das Konzept also nicht, doch SRAM kann hier mit einem cleveren Extra aufwarten: Bei ihren XX-und XX SL-Modellen dreht das untere Röllchen im Notfall mit, um Schäden durch Äste zu vermeiden („Magic Pulley“ lässt grüßen). FRAEZENs Rollen sind dagegen starr. Ersatzrollen gibt’s nur im Set für rund 150 €, der günstigere SRAM-Ersatz ist leider nicht kompatibel. Immerhin: Mit 18 filigranen Speichen ist das FRAEZEN-Röllchen enger gebaut, wodurch sich seltener etwas verfängt.

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Der FRAEZEN KAEFIG wird passend für die folgenden Schaltwerke angeboten:

  • SRAM Eagle Transmission
  • SRAM Eagle AXS (12-fach, elektronisch)
  • SRAM Eagle mechanisch (11- und 12-fach)
  • Shimano 12-fach: XTR (M9100), XT (M8100), SLX (M7100)

In puncto Optik kann man den Made in Germany-Käfig in zwei Farbvarianten wählen – Schwarz und Silber. Auch die Umlenkrollen sind in denselben Farben verfügbar, sodass sich der FREAZEN KAEFIG harmonisch und ganz nach persönlichem Geschmack ins Bike-Design einfügt.

Für die saftigen 419 € erhält man den edlen Schaltkäfig inklusive Jutebeutel, Sticker und einem 3-mm-Hex-Bit zur Montage. Als Einsatzbereich gibt das deutsche Unternehmen Cross-Country, Enduro sowie E-MTB an. Wir haben das natürlich für euch getestet und den KAEFIG nicht nur an kraftvollen E-Mountainbikes montiert, sondern auch an dem ein oder anderen analogen Bike ausprobiert.

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Eines noch: Bevor man den Originalkäfig gegen den FRAEZEN KÄFIG austauscht, sollte man sich bewusst sein, dass dadurch die Herstellergarantie auf die SRAM-Transmission erlischt.

Der FRAEZEN KAEFIG im Test – oder auch im Ring

Kein Zweifel – hält man den KAEFIG in der Hand, fühlt er sich an wie ein fein gefertigtes Präzisionsteil. Hochwertig, massiv und makellos verarbeitet. Der FRAEZEN-Schaltwerkskäfig macht sich optisch gut am Bike. Auch der kleine FRAEZEN-Schriftzug am unteren Ende des Käfigs fügt sich nahtlos ins Gesamtbild ein.

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Die Montage des Käfigs dauert rund fünf Minuten und gelingt einfach mit dem beiliegenden 3-mm-Hex-Bit und dem Anleitungsvideo. Anschließend unbedingt die Transmission fein nachjustieren – wie das genau funktioniert, lest ihr detailliert bei unserem Schwestermagazin ENDURO.

In Sachen Schaltperformance bleibt der FREAZEN KÄFIG auf Augenhöhe mit dem SRAM-Original. Trotz des robusten Aufbaus und der Ceramiclager konnten wir im Test keine spürbare Verbesserung feststellen. Hier war es egal, ob am Specialized Turbo Levo 4 oder am YT JEFFSY, die Schaltperformance lief immer gleich smooth ab. Allerdings boxt der KAEFIG nicht ganz in derselben Fliegengewichtsklasse – mit 96 g ist der FREAZEN-Käfig rund 2 g schwerer als der Käfig von der XX-Transmission Schaltung und 4 g leichter als bei der X0. Spürbar ist die Gewichtsdifferenz nicht, wohl aber die höhere Schlagfestigkeit und Robustheit. Wenn man auf dem Trail das Schaltwerk an einem Stein oder Hindernis touchiert, sollte der Stein aufpassen, dass er kein K.o. erfährt. Sichtbar wird das erst, wenn man den Käfig genauer inspiziert. Unser schwarzer Käfig hat einige Kratzer abbekommen, aber ohne dass die Schaltfunktion beeinträchtigt wurde oder verbogen ist – nice! Wer es also auf dem Trail gerne richtig krachen lässt und sich weniger Sorgen um seinen Schaltkäfig machen will, ist hier gut bedient.

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Fazit zum FRAEZEN KAEFIG


Mit dem Schaltwerkskäfig von FRAEZEN bekommt man ein robustes und stylishes Tuning-Teil für rund 420 €. Mit dem gefrästen Aluminiumkäfig fühlt man sich bei unvorhergesehene Kontakten mit Steinen oder Ästen definitiv besser geschützt als mit dem Standard von SRAM. In Sachen Schaltperformance konnten wir hingegen keinen Vorteil feststellen. Wichtig: Durch den Einbau erlischt die Garantie der SRAM-Transmission. Für alle, die ihrem Dream-Build-Bike den Championbelt verleihen wollen, ist der FREAZEN-Käfig ein edles Luxus-Upgrade. Alle anderen sind mit dem deutlich günstigeren Original von SRAM und Herstellergarantie besser bedient.

Tops

  • robust
  • hochwertige Verarbeitung
  • stylisher Look

Flops

  • hoher Preis

Mehr Informationen findet ihr unter FRAEZEN.com


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Text: Robin Ulbrich Fotos: Robin Ulbrich, Benedikt Schmidt

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Robin Ulbrich
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Robin Ulbrich ist bei 41 Publishing Spezialist für urbane Mobilität und technisches Produktmanagement. Als gelernter Meister im Fahrzeuginnenausstatter-Handwerk bringt er eine fundierte Werkstoffkenntnis in die Redaktion ein, mit besonderem Fokus auf ergonomische Schnittstellen, Materialeigenschaften und eine Verarbeitung bis ins Detail. Für die Magazine DOWNTOWN und E-MOUNTAINBIKE analysiert der leidenschaftliche Radfahrer aktuelle City- und Offroad-Trends. Neben seiner redaktionellen Tätigkeit nutzt er sein handwerkliches Know-how vor allem für tiefgehende Materialanalysen und praxisnahe Produkttests.

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