Ausgabe #038

Hype This! 9 neue MTB-Teile zum Verlieben

Hier kommen neun Mountainbike Produkte die verdammt schick sind und unsere Aufmerksamkeit erregt haben! Lest hier weiter oder schaut euch einfach den Artikel aus Ausgabe #38 im Magazin an.

100% FORTIS Knieprotektor

Erinnert ihr euch noch an die Zeiten, als wir harte Knieschützer anlegten, bevor wir ins Gefecht zogen? Und uns etwa so beweglich und komfortabel fühlten wie ein Torhüter beim Eishockey? Die Zeiten haben sich geändert, jetzt haben wir flexible Schoner, die sich anschmiegen wie eine zweite Haut und sehr guten Schutz bieten. Dennoch, bei ernsthaften Stürzen erweisen sich manche der leichteren Modelle eher als bessere Kniewärmer. 100% betritt nun die Arena mit dem neuen FORTIS. Dieser verfügt nicht nur über einen bequemen, zwecks Belüftung perforierten und vorgeformten Schoner mit elastischem Material und Antirutsch-Silikonstreifen, sondern auch über einen Spritzguss-Hartplastik-Protektor, der euch helfen soll, im Falle eines Sturzes eher zu rutschen als aufzuprallen. Die Level-1-CE-Zertifizierung verleiht einem noch zusätzlich ein gutes Gefühl bei diesem durchdachten Produkt, das zwar eher auf hartgesottene Downhill-Fahrer abzielt, doch wir sehen den FORTIS auch als gute Wahl für sicherheitsbewusste Enduro-Racer.

Preis: 89,90 €
Info: ride100percent.com


Fox Racing Rampage Pro

Wenn man schon einen Helm nach dem legendären Rampage-Event benennt, wo die besten Fahrer der Welt darum kämpfen, als der größte Irre anerkannt zu werden, dann sollte dieser Helm auch wirklich etwas abkönnen. Für alle, die hohe Geschwindigkeiten und Airtime lieben, denen aber auch gelegentlicher Bodenkontakt nicht fremd ist, ist der neue Fox Racing Rampage-Helm geradezu ideal und bietet jede Menge topaktuelle Technologie. Er hat all die sexy klingenden Sicherheits-Features, die man erwartet: eine Dual-Density-Varizorb-Liner, den CAGE-Kinnschutz, eine MCT-Schale ‒ alles da, was man braucht. Der 1230 g schwere Helm, ein Aushängeschild der Marke, hat nicht nur ein, sondern gleich zwei Rotations-Sicherheitssysteme: Das „Fluid-Inside“-System soll die natürliche Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit nachahmen, ein Magnetic Visor Release System (MVRS) ermöglicht im Falle eines Sturzes die Selbstablösung des Visiers. 19 große Belüftungsöffnungen sorgen dafür, dass euer Kopf an heißen Tagen nicht anfängt zu kochen, und das X-Static-Futter in Premiumqualität soll Feuchtigkeit abführen. Jenseits der ganzen Abkürzungen und Buchstabenkombinationen sieht der Helm so gut aus, dass es schon fast verboten ist. Erhältlich ist er als Pro- oder als Comp-Modell für die weniger dicken Geldbeutel; wir finden, beide sehen super aus.

Preis: 500 €
Info: foxracing.de


Espressogrips

Kriegt ihr Armpump im Büro? Sind eure Handflächen zerschunden, nachdem ihr euch den nachmittäglichen Koffeinschuss zubereitet habt? Dann werdet ihr den neuen Espressogrip lieben. Er besteht aus solidem Aluminium und mit seinem M12-Standardgewinde sollte er mit 90 % der gängigen Maschinen kompatibel sein. Daran könnt ihr nach Belieben jeden Bike-Griff montieren. Ihr sehnt euch schon immer nach einem ultra-trashigen Kaffeekoch-Erlebnis? Hier ist es. Roadies, die ihr Roadie-Dasein in die Welt hinaus schreien müssen, können ihr Lieblings-Lenkerband verwenden, die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Espressogrips liefert euch einen lebensmittelechten Ergon GE1-Griff für den Anfang gleich mit. Wenn ihr euren Kaffee so sehr liebt wie wir unseren, dann werdet ihr auch den Espressogrip lieben. Eine kleine Dosis Auf-dem-Bike-Gefühl, kombiniert mit einer Menge Koffein – was will man mehr.

Preis: 29 €
Info: espressogrips.de


Leatt Velocity 6.5 Goggles

Die durchschnittliche Mündungsgeschwindigkeit einer Kleinkaliberkugel liegt bei 450 m pro Sekunde. Auch wenn die neuen Leatt Velocity 6.5 Goggle militärischen Ballistik-Standards entspricht, die eine Kugelsicherheit bis 170 m pro Sekunde erfordern, würden wir damit also eher nicht über einen Schießstand fahren. Die Goggle ist aber sicherlich in der Lage, kamikazemäßig durch die Luft schießende Steinchen abzuwehren. Wer sich also nicht vor Kugeln schützen muss, dem bietet die neue Leatt Velocity 6.5 Goggle eine Menge Vorteile. Das WideVision-Glas mit 170°-Sichtfeld verfügt über dauerhaften, in das Linsenpolymer integrierten Beschlagschutz und das Design sorgt für gute Feuchtigkeitsableitung. Durch die Bügel, an die ein antirutsch-beschichtetes Band befestigt ist, lässt sich die Goggle auch mit Fullface-Helm bequem tragen, und der Glaswechsel geht schnell vonstatten. Wichtig für Brillenträger: Das Design der Leatt Velocity 6.5 soll bequem drüber passen. Außerdem verfügt sie über einen dreilagigen Dual-Density-Schaumstoff mit einer schweißabsorbierenden Fleeceschicht.

Preis: 89,90 €
Info: leatt.com


Pole Stamina 140

Als Pole in der Szene bekannt wurde, hatte man in englischsprachigen Ländern jede Menge Spaß mit eindeutigen Zweideutigkeiten. „Can I ride your Pole“, „that’s a long Pole“, nie war es leichter, am Rande des Trails Frivolitäten auszutauschen. Mit dem Erscheinen des 140/140-mm-, 29er Pole Bushmaster stellt Pole ein für alle mal klar, dass das durchaus gewünscht war. Pole hat den Namen des Bikes nun aber auf Stamina 140 geändert. Neben Humor bei der Namensgebung verfügt Pole auch über einen Konstruktionsprozess, der es der Marke erlaubt, Bikes in erstaunlicher Geschwindigkeit zu entwickeln und zu produzieren. Das Stamina 140 ist das neueste Modell aus dem Hause Pole, gefräst aus 7075er T6-Aluminium, mit kurzem Federweg, aber auch mit der legendären Pole-Geometrie. Mit seinem 1290 mm Radstand und 500 mm Reach (Größe L), 78.6 Grad Sitzwinkel und einem flachen Lenkwinkel von 64° zielt es auf alle, die technische Trails mit wenig Gefälle shredden wollen, und ist weit weg von jeder Konvention. Auch das Design hat eine Menge interessante Features, zum Beispiel clever gelöste Lager-Abdeckungen, Platz für drei (!) Flaschen und enorme Reifenfreiheit.

Preis: 3.200 € (Vorbestellung)
Info: polebicycles.com


Revel Bikes

Jedes bestellte Revel Bike wird in einer EVOC-Bike-Tasche ausgeliefert ‒ wie geil ist das denn! Es ist offensichtlich, dass dieses Bike-Start-up aus Colorado ein paar richtig gute Ideen hat, wie man Kunden glücklich macht. Die Marke ist zwar neu in der Szene, doch das Team hat jede Menge Erfahrung. Gerade hat Revel Bikes zwei aufregende neue Modelle mit Twin-Link-Hinterbau auf den Markt gebracht: das Revel Rascal, ein 29er-Trailbike mit 140/130 mm Federweg, und das Enduro-Bike Revel Rail mit 170/165 mm Federweg und 27,5-Zoll-Laufrädern. Auf beide gibt’s lebenslang Garantie, und beide sind in drei Ausstattungsvarianten erhältlich. Noch zum Thema glückliche Kunden: Bei der Bestellung kann man die Sitzhöhe angeben und Revel montiert dann die längste passende Variostütze. Preislich beginnt das Ganze bei 4,999 $ und geht bis 8,699 $, wofür man dann eins der superschicken XX1-Modelle mit ENVE-Laufrädern bekommt. Wir hatten das Vergnügen, das Revel Rascal zu testen und uns von Fahrverhalten und Details beeindrucken zu lassen.

Preis: zwischen 4.999 $ und 8,699 $
Info: revelbikes.com


Rimpact #Sendnoodz!

Jahrelang haben wir versucht, die Schläuche aus den Reifen zu kriegen, und jetzt können manche es kaum erwarten, wieder was reinzustopfen. Es gibt einen neuen Player auf dem Markt: #Sendnoodz, vom Hersteller Rimpact als Hommage an die selbstgebauten, sämtliche Foren überschwemmenden Poolnudel-Modelle benannt. Diese Inserts werden in Bristol, Großbritannien, aus sehr dichtem, geschlossen zelligen, vernetztem Polyethylen gefertigt und sollen das Gleiche bewerkstelligen wie alle anderen auch: nämlich die Felgen vor den gröbsten Schlägen schützen und das Risiko von Platten reduzieren. Die Rimpact #Sendnoodz kann man bei Temperaturen zwischen -70 und +105 Grad Celsius benutzen, falls ihr also einen Bike-Urlaub auf dem Mars plant, müsst ihr euch darum keine Sorgen machen. Die 29er-Version belastet mit 90 g die Waage nicht allzusehr, und bei einem Preis von 36,99 £ werden sie wohl auch keinen Ehekrach auslösen ‒ vermutlich könnt ihr eurer besseren Hälfte sogar mal den tatsächlichen Preis verraten. Es gibt sie in allen Laufradgrößen und für Reifen bis zu 3 Zoll Breite. #Sendnoodz.

Preis: £36.99 (ca. 43 €)
Info: rimpactmtb.com


Stumpjumper Evo Pro Carbon

Das Stumpjumper Evo hat uns alle überrascht. Warum? Weil es völlig durchgeknallt ist. Keine Ahnung, was die Designer sich eingeworfen hatten, als sie das Evo Pro ersonnen, aber wir hätten auch gern was davon. Seht euch nur mal diese Zahlen an! Ein Lenkwinkel von 65°, 328 mm Tretlagerhöhe und 490 mm Reach (in Größe S3). Der Unterschied zwischen einem Evo und dem normalen Stumpjumper entspricht etwa dem zwischen einem tollwütigen Löwen und einer Hauskatze. Wir lieben ja schon die Aluminium-Variante des Evo, auch wenn sie etwas pummelig ist. Nun hat Specialized das Monster in Carbon herausgebracht, in hauseigenem FACT-11m-Carbon, um genau zu sein. Es gibt nur ein Modell, das Evo Pro, welches mit 27.5- oder 29-Zoll-Laufrädern und in zwei Rahmengrößen, S2 und S3, erhältlich ist. Der FOX FLOAT DHX2 Performance Elite-Dämpfer liefert 150 oder 140 mm Federweg und SRAM CODE RSC Bremsen mit 200-mm-Bremsscheiben haben genug Power, die oberste Erdschicht vom Boden zu schälen. Ihr wollt ein DH-Bike, das als Trailbike daherkommt? Hier seid ihr richtig.

Preis: 6.700 $ (aktuell nur in den USA verfügbar)
Info: specialized.com


SRAM AXS

Das erste kabellose Signal wurde 1901 über den Atlantik gesendet, Guglielmo Marconi bestätigte damals den Erhalt des Buchstabens “S”. Erstaunlicherweise hat es danach noch 118 Jahre gedauert, bis man ein MTB-Schaltwerk dazu gebracht hat, kabellos mit dem Schalthebel zu kommunizieren. Mit AXS läutet SRAM endlich den Einzug der kabellosen Technologie in den MTB-Bereich ein. Das System gibt es bei den Antriebsgruppen XX1 Eagle und X01 sowie bei der Reverb-Sattelstütze. Die Steampunks unter uns werden sich sicherlich über die bloße Notwendigkeit von Batteriewechseln beschweren, doch für die meisten werden zwei Jahre Lebensdauer am Schalthebel und 20 Stunden Fahrzeit am Schaltwerk sich nach viel anfühlen, zudem sind Reservebatterien ja relativ gut zu verstauen. Die Bedienung per Knopfdruck sorgt für blitzschnelle, super präzise Schaltvorgänge. Zum Schutz dieser nicht unbedeutenden Investition lässt eine zweite Kupplung das Schaltwerk bei Schlägen nach innen ausweichen, bevor es in den gewählten Gang zurückkehrt. Wie jede neue Technologie ist SRAM AXS teuer, aber wir wären nicht überrascht, wenn etwas Ähnliches bald auch in anderen Preisklassen erhältlich ist.

Preise:

  • RockShox Reverb AXS 800 €
  • SRAM X01 Eagle AXS 2.000 €
  • SRAM XX1 Eagle AXS 2.100 €

Info: sram.com


Dieser Artikel ist aus ENDURO Ausgabe #038

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