Test

The Lab: Leatt DBX 4.0 Helm im Test

In der Kategorie „The Lab“ präsentieren wir spannende Produkte, die wir für euch ausprobiert haben. Manche waren monatelang im Einsatz, andere haben wir nur kurz abgecheckt. Diesmal verraten wir euch, wie sich der Leatt DBX 4.0 im Test geschlagen hat.

Fullface-Helme sind schwer und heiß, dafür aber auch sicher. Der Leatt DBX 4.0 soll aber nicht nur bei Downhillern und Freeridern zum Einsatz kommen, sondern auch auf dem Enduro eine im wahrsten Sinne des Wortes coole Figur machen. Dafür hat der 869 g leichte Helm sehr viele Belüftungsöffnungen und Kanäle, die die Hitze effizient vom Kopf wegleiten. Den Leatt DBX 4.0 gibt es in vier Größen. Das Padding ist voluminös und sorgt für einen festen Sitz. Ein extra dickes Pad am Nacken verhindert, dass der DBX 4.0 ins Sichtfeld rutscht. Die riesigen seitlichen Pads verhindern das Verdrehen des Helms und schieben den Kopf weit nach hinten in die Helmschale. Trotzdem drücken oder scheuern die Pads dank des weichen Obermaterials nicht. Wer im Uphill beim Enduro-Rennen regelkonform unterwegs sein möchte, kann die Wangenpads für bessere Belüftung herausnehmen. Auch das „Fliegengitter“ vor dem Mund lässt sich ganz einfach herausklicken, der Leatt DBX 4.0 funktioniert auch ohne es sehr gut.

Der Fidlock-Verschluss ist seit jeher ein Liebling unserer Redaktion.
Das „Fliegengitter“ vorm Mund lässt sich im Handumdrehen herausklipsen.
Das Visier des DBX 4.0 ist in einer Position fixiert. Mal eben die Google nach oben schieben? Keine Chance.

Im Vergleich zum klassischen Doppel-D-Verschluss vieler Fullface-Helme ist der magnetische Fidlock-Verschluss am Leatt super einfach und mit einer Hand zu bedienen. Auch wenn wir es aus Stylegründen eigentlich nicht empfehlen können, lässt sich der DBX 4.0 dank cleverer Aussparungen im Bereich der Schläfe auch super mit normalen Brillen bzw. Sonnenbrillen kombinieren. Gemacht ist er aber für die hauptsächliche Benutzung mit Goggles. Leider ist das Visier nicht verstellbar, sodass die Goggles nicht unterm Visier „geparkt“ werden können. Dafür kann es sich dank spezieller Plastik-Pins im Ernstfall leicht vom Helm lösen, um schlimmere Verletzungen zu vermeiden. Darüber hinaus sorgen zwei unterschiedlich dichte Schaumstoffe für optimale Stoßabsorption. Die 360°-Turbine-Pads von Leatt sollen Rotationskräfte minimieren. All das summiert sich zu einem Helm, der trotz seines geringen Gewichts ASTM-Downhill-zertifiziert ist.

Der Leatt DBX 4.0 bietet nicht nur viel Sicherheit, sondern auch klasse Trage- und Bedienkomfort. Smarte Features machen ihn nicht nur an Shuttle-Tagen, sondern auch bei Enduro-Rennen zur ersten Wahl unseres Testers Felix. Sein Fazit auch an heißen Tagen: Den behalt ich gleich an!

Stärken

  • sehr gute Belüftung für einen Fullface
  • extrem leicht
  • Fidlock-Verschluss einfach zu bedienen

Schwächen

  • Visier nicht verstellbar

Tester Felix
Dauer 9 Monate
Preis 229 €
Gewicht 869 g (M)
Mehr Infos leatt.com

Text & Fotos: Felix Stix

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Über den Autor

Felix Stix

Durch meinen technischen Hintergrund habe ich mich zum inoffiziellen Leiter unserer Werkstatt gemausert. Hier bereite ich das Equipment für unsere Tests vor und checke die Bikes auf Herz und Nieren. Meine nerdigen Texte mit unzähligen Erklärungen stützen sich meist darauf, dass ich ein Produkt komplett zerlegt und wieder zusammengebaut habe…
Auf dem Enduro scheppere ich am liebsten über die richtig harten Downhillstrecken und bringe dabei mich und das Material an die Grenzen – oder darüber hinaus. Bergauf geht es allerdings gemütlich mit der Gondel oder einem Shuttle. Trotzdem komme ich durch das tägliche Pendeln in die ENDURO-Redaktion auf einige Kilometer im Sattel.