Ausgabe #040 Test

Muc-Off-Hochdruckreiniger im Test

In der Kategorie „The Lab“ präsentieren wir spannende Produkte, die wir für euch ausprobiert haben. Manche waren monatelang im Einsatz, andere haben wir nur kurz abgecheckt. Diesmal verraten wir euch, wie sich der Muc-Off-Hochdruckreiniger im Test geschlagen hat.

Bikes waschen ist ein notwendiges Übel und wir haben uns wohl alle schon mal bei dem Gedanken ertappt, wie viel einfacher das Ganze mit einem Hochdruckreiniger wäre. Doch das elfte Gebot sagt klar und deutlich: „Du sollst dein Bike nicht mit dem Hochdruckreiniger waschen, sonst werden deine Lager auf ewig verschlissen sein.“ Die Bike-Reinigungsexperten von Muc-Off haben nun eine Lösung für das Dilemma gefunden: einen neuen 1.200-W-Hochdruckreiniger, der speziell für die Reinigung von Bikes konzipiert ist. Der Muc-Off Pressure Washer wird von einem Elektromotor angetrieben, der pro Minute 6,6 l mit maximal 100 bar bereitstellt. Das Gerät kommt mit drei Aufsätzen in unterschiedlichen Druckstärken. Die „Bike“-Düse hat den geringsten Druck und kann auch in der Nähe der Lager und empfindlicher Dichtungen verwendet werden, da sie einen feinen Nebel aussprüht, der Schlamm effektiv löst. Auch enthalten ist eine aggressivere Hochdruck-Düse, die ideal ist, um hartnäckigen Dreck von den Reifen zu entfernen. Der Muc-Off-Reiniger benötigt einen Netzanschluss und einen Wasserschlauch, irgendwo draußen auf dem Feld kann man ihn also nicht benutzen, doch für zu Hause ist er super. Die Pumpe ist recht laut – nicht nervig, aber eben lauter als ein normaler Schlauch. Am meisten beeindruckt der stetige, effektive Strahl, den der Hochdruckreiniger auch in Gegenden mit niedrigem Wasserdruck erzeugt.

Duschen wie im Gefängnis
Offiziell können wir das zwar nicht empfehlen, aber ihr werdet sowieso auf die Idee kommen.
Kraftvoll, aber nicht zu kraftvoll
Mit der „Bike“-Düse ist der Druckreiniger auch für Lager und Dichtungen ungefährlich.
Einer für immer
Der Muc-Off-Hochdruckreiniger sieht aus wie für die Ewigkeit gebaut, die robuste Konstruktion wirkt sehr vertrauenserweckend.

Trev lebt in Schottland und wäscht sein Bike nach jeder Ausfahrt, deshalb hat er sich über den Muc-Off-Hochdruckreiniger wie ein Schneekönig gefreut. Der Druckreiniger hat seinen Dienst bisher zuverlässig und sehr zufriedenstellend über 30 Wäschen geleistet. Den meisten Nutzen bietet aber die zusätzlich erhältliche Schaumdüse. Wir sind ohnehin Riesenfans des kultigen pinken Muc-Off-Reinigungsmittels. Einfach eine Flasche davon an die Schaumdüse anschließen, den Hebel betätigen und schon legt sich ein feiner, aber reichlicher weißer Schaum über alles, mit dem sich ganz wunderbar weihnachtliche Szenen nachstellen lassen. Auf der niedrigsten Schaumeinstellung war das gesamte Bike mit einer gleichmäßigen Schicht bedeckt, die auch sehr schwer zugängliche Ecken erreichte und durch die man Reiniger spart. Wenn man sorgfältig arbeitet, braucht man nicht mehr Reiniger als mit einer Sprühflasche, aber der Schaum verteilt sich viel besser. Nachdem er ein, zwei Minuten Zeit zum Einwirken hatte, lässt sich der Dreck kinderleicht mit dem Schlauch entfernen. Wer ein Showroom-taugliches Bike will, braucht trotzdem noch eine Bürste, aber das grobe Zeug entfernt der Druckreiniger sehr effektiv und er macht dabei macht viel mehr Spaß als ein normaler Wasserschlauch allein.

Wenn er so haltbar ist, wie es der erste Eindruck verspricht, dann ist der Muc-Off-Hochdruckreiniger eine hochfunktionale Anschaffung, die Zeit bei der Bike-Reinigung spart und so eure Lebensqualität erhöht. Und günstig ist er auch.

Stärken

  • die Schaumdüse funktioniert super und macht jede Menge Spaß
  • verschiedene Aufsätze ermöglichen vielseitigen Einsatz
  • cleveres, bikespezifisches Konzept

Schwächen

  • die Pumpe ist ziemlich laut
  • Bürsten braucht man trotzdem
  • kein 12-Volt-Anschluss, deshalb nicht draußen am Auto nutzbar

Tester Trev
Testdauer 30 Wäschen
Preis 119 £ für das Testgerät (Preis in € noch nicht bekannt)
Gewicht: 6,2 kg
Mehr Info muc-off.com


Dieser Artikel ist aus ENDURO Ausgabe #040

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Text & Fotos: Trev Worsey

Über den Autor

Trev Worsey

Seit den frühen 90ern mit dem Bike-Virus infiziert, arbeitete Trev zunächst als Wissenschaftler und Statistiker, bevor ihn Bikes und Berge endgültig zu sich riefen. Nach sieben Jahren als Mountainbike-Guide wechselte er dann zu ENDURO, wo er sich seitdem von unserem UK-Office aus um News, Storys und Testberichte für unsere Website und die Ausgaben kümmert.