Mit dem nagelneuen SCOTT Spark 900 Tuned AXS stellt der Schweizer Bike-Hersteller seine auf Leichtbau getrimmte Trail-Rakete vor. Das aufgebockte Cross-Country Race-Bike besitzt 130 mm Federweg an der Front, einen vollintegrierten Dämpfer und einen super cleanen Look. Doch geht es genauso schnell bergab wie es den Trail hochdüst?

SCOTT Spark 900 Tuned AXS 2022 | 130/120 mm Federweg (v/h) | 11,2 kg (Größe M, Herstellerangabe) | 29” | 8.999 € | Hersteller Website

Nach vier Jahren stellt SCOTT ihr komplett überarbeitetes Spark 2022 Cross-Country-Bike vor. Das neue 29”-Bike des Schweizer Herstellers wird als RC- und in der von uns getesteten 900-Version vorgestellt. Während de RC-Version ihren Fokus auf Cross-Country-Racing legt, ist das 900er-Modell für den Trail-Einsatz konzipiert. Beide Modelle unterschieden sich nicht nur in ihrem Federweg, sondern auch in Lenkerbreite und -höhe, Anzahl der Bremskolben und Größe der Bremsscheiben. Zusätzlich zum abfahrtsorientierten Cockpit und der stärkeren Bremse besitzen die 900er-Modelle Reifen mit einem gröberen Profil. Besonderes Detail am nagelneuen SCOTT Spark: Ein im Rahmen integrierter Dämpfer, der zusammen mit den innen verlegten Leitungen für einen verdammt cleanen Look sorgt. Manchen von euch wird diese Dämpfer-Integration bereits bekannt vorkommen, und das hat auch seinen Grund. Bold Cycles, die vor mehreren Jahren von SCOTT aufgekauft wurden, haben bereits Bikes mit derselben Integration auf dem Markt. SCOTT hat sich diesen Vorteil zunutze gemacht und einige schlaue Features übernommen und weiterentwickelt. Beide Varianten des neuen SCOTT Spark haben einen Eingelenker-Hinterbau, welcher zusammen mit einer flexiblen Sitzstrebe für 120 mm Federweg am Heck sorgt. Die für den Trail-Einsatz konzipierte 900er-Variante besitzt 130 mm Federweg an der Front und hat somit 10 mm mehr Federweg als die für den Renneinsatz konzipierte RC-Variante.

Das neue SCOTT Spark 2022 im Detail

Das neue SCOTT Spark RC mit 120 mm Federweg an Front und Heck wird mit drei unterschiedlichen Carbon-Rahmen erhältlich sein. Die drei Güteklassen der Carbon-Rahmen unterscheiden sich in der Beschaffenheit der Fasern. Am hochwertigsten sind die HMX-SL-Fasern. Sie benötigen weniger Lagen, um die gleiche Steifigkeit wie die HMX- Fasern zu generieren – bei geringerem Gewicht. Ebenso sieht es beim Vergleich zwischen HMX und HMF aus, mit HMF als schwerste Version.
Das Spark 900 gibt es ebenfalls in 3 Rahmen-Versionen: mit einem HMF-, Hybrid- (HMF-Hauptrahmen mit Alu-Schwinge) und reinem Alu-Rahmen. Auch das Alu-Modell setzt auf einen Flex-Pivot-Hinterbau.
Bei allen Bikes ist der Dämpfer vollständig im Rahmen integriert und soll so, neben einem tieferen Schwerpunkt, auch Schutz vor Dreck und Staub bieten. SCOTT versichert, dass der Dämpfer im Rahmen ausreichend belüftet ist und somit nicht überhitzt. Zu erreichen ist der versteckte Dämpfer über eine Öffnung im Unterrohr.

Dünn, leicht und dennoch ruhig. Der großzügige Sitz- und Kettenstrebenschutz macht das neue Spark zum stillen Begleiter.
Durch die Öffnung am Unterrohr lässt sich der speziell entwickelte Nude-Dämpfer leicht erreichen. Hier sitzen das Ventil, die Befestigung des TwinLoc sowie der Rebound.
Eine integrierte SAG-Anzeige macht das Dämpfer-Setup einfach. Das kleine Loch im Rahmen, was sonst mit einem Kunststofflappen abgedeckt ist, ermöglicht die Sicht auf den O-Ring.

Der versteckte Nude-Dämpfer kommt mit TwinLoc-System

SCOTT setzt bei den Dämpfern aller Spark-Modelle auf speziell für das Bike entwickelte Nude-Dämpfer – je nach Modell von FOX, RockShox oder X-Fusion. Sie sind so ausgelegt, dass das Setup nur durch die Öffnung im Unterrohr gelingt. Eine SAG-Anzeige am Rahmen und ein zusätzliches Fenster für den O-Ring erleichtern das Setup. Alle Spark-Modelle setzen auf das SCOTT TwinLoc-System, das Gabel und Dämpfer synchron ansteuert, egal von welchem Hersteller das Fahrwerk kommt. Mit ihm lässt sich das Fahrwerk in den Modi Lockout, Traction Controle und Descend vom Lenker aus wählen. Der Lockout-Modus, der Gabel und Dämpfer komplett sperrt, ist optimal für Asphalt und Schotterstraßen. Aktiviert man den Traction Control-Modus, wird die Druckstufe der Gabel deutlich straffer gestellt und der Dämpfer so progressiv, dass er nur noch 80 mm Federweg freigibt. Hierdurch verändert sich auch die dynamische Geometrie des Spark, was in einem höheren Tretlager und einem steileren Sitz- und Lenkwinkel resultiert. Im Descend Modus steht euch das volle Potenzial von Dämpfer und Gabel zur Verfügung und ihr seid bereit für die Abfahrt. Zusätzlich wurde die Ergonomie optimiert und die Remote der Sattelstütze findet sich nun auch unterhalb des Lenkers. Etwas Eingewöhnung auf dem Trail benötigt es dennoch, um nicht in der Hektik den falschen Hebel zu erwischen.

Beim bisherigen TwinLoc-System befindet sich der Hebel für die Sattelstütze noch direkt am Lenker.
Bei der überarbeiteten Version am neuen Spark wurde auf eine bessere Ergonomie und Erreichbarkeit der Dropper geachtet.

Der saubere Look des neuen SCOTT Spark

Für einen super cleanen Look sorgen neben der Integration des Dämpfers auch das von Syncros entwickelte Cockpit. Alle Leitungen werden so unter dem Lenker durch den speziell für das Spark designten Vorbau ins Innere des Rahmens geleitet. Zusätzlich gibt es Anschraubpunkte für Bordcomputer, Licht und GoPro. Wer auf den Einteiler verzichten möchte, kann mit einem separat erhältlichen Acros-Steuersatz auch eine normale Vorbau/Lenker-Kombination fahren. Allerdings geht dann der schicke Look verloren und die großen Öffnungen für die Leitungen lassen eine Menge Dreck und Wasser in den Rahmen kommen. Alle weiteren Lager im Rahmen besitzen eine zusätzliche Dichtung und sollen so wetterbeständiger sein und länger halten. Anziehen lassen sie sich durch das in der hinteren Steckachse integrierte Tool. Es besitzt einen T25, T30 und einem 6 mm Inbus. Damit können fast alle Reparaturen am Bike erledigt werden. Wer richtig lange Touren plant, kann ab Rahmengröße M gleich zwei Flaschen am neuen Spark transportieren und für die abfahrtsorientierte Fraktion findet ein Hinterreifen bis 2,6” Platz.

Das einteilige Syncros Carbon-Cockpit hat eine Lenkerbreite von 760 mm und eine Vorbaulänge von 70 mm. Wer hier die Einstellungen ändern möchte, muss ein separates Cockpit über Syncros bestellen.
Das neu entwickelte Syncros Fraser iC SL Carbon-Cockpit ermöglicht eine schicke Integration der Leitungen.
Sie verlaufen unterhalb des Lenkers am speziell entwickelten Vorbau vorbei. Auf Cableports im Rahmen verzichtet SCOTT gänzlich – cool!
Das in der Hinterradachse integrierte Tool besitzt einen T25, T30 und einen 6er Inbus, die fast alle Schrauben am Bike wieder anziehen, falls sich auf dem Trail doch einmal etwas lockern sollte.
Platz für eine zweite Flasche ist ebenfalls geboten. Achtet jedoch beim Kauf eines Flaschenhalters darauf, dass er auf der richtigen Seite geöffnet ist, wenn ihr beide Flaschen auf derselben Seite entnehmen möchtet.

Die Geometrie des neues SCOTT Spark 900 Tuned AXS 2022

Das neue SCOTT Spark 2022 wird in vier Rahmengrößen von S bis XL angeboten. Zusätzlich wird es mehrere Contessa-Modelle speziell für Frauen geben. Die Spark 900-Variante mit 130 mm Federweg an der Front besitzt in Größe XL mit einem Reach von 500 mm und einem Stack von 627 mm eine recht niedrige Front, was für eine sportliche Position auf dem Fahrrad sorgt. Zusätzlich schränkt das enorm hohe Sitzrohr in allen Größen die Bewegungsfreiheit im Stehen stark ein (540 mm bei Größe XL, 490 mm bei Größe L). Der Lenkwinkel beträgt bei Auslieferung im flachen Setting 65,8° und lässt sich ganz einfach durch Drehen des Steuersatzes um 0,6° steiler stellen. Wir sind das Bike im flachen Setting gefahren und würden das für den Trail-Einsatz auch empfehlen.

Die Geometrie des SCOTT Spark 900 2022

Größe S M L XL
Oberrohr 561 mm 589 mm 613 mm 641 mm
Sattelrohr 415 mm 440 mm 490 mm 540 mm
Steuerrohr 90 mm 90 mm 105 mm 115 mm
Lenkwinkel 65,8° 65,8° 65,8° 65,8°
Sitzwinkel 75,7° 75,9° 76,4° 76,7°
BB Drop 43,5 mm 43,5 mm 43,5 mm 43,5 mm
Kettenstrebe 437,5 mm 437,5 mm 437,5 mm 437,5 mm
Radstand 1145 mm 1174 mm 1205 mm 1236 mm
Reach 410 mm 440 mm 470 mm 500 mm
Stack 607,5 mm 607,5 mm 617,7 mm 627,0 mm

Das neue SCOTT Spark 2022 – Ausstattung, Preise und Verfügbarkeiten

Preislich bewegen sich die Ausstattungsvarianten zwischen 2.399 € für das Spark 970 mit Alu-Rahmen und 12.999 € für das Top-Modell Spark RC SL EVO AXS. Ein Frameset wird es für 4.999 € geben. Alle Modelle sowie das Frameset werden vermutlich ab Mitte Juli beim Händler zum Testen verfügbar sein und sollen ab Oktober ausgeliefert werden.

Die Ausstattung unseres Test-Bikes – SCOTT Spark 900 Tuned AXS 2022

Wie der Name Spark 900 Tuned AXS bereits vermuten lässt, besitzt unser Test-Bike eine SRAM X01 AXS Wireless 12-fach-Schaltgruppe, die vom nur wenig schweren SRAM GX AXS-Schalthebel bedient wird, auf dem Trail aber dieselbe Funktion wie der teurere Eagle AXS Trigger bietet. Durch die Verwendung des TwinLoc-Systems lässt sich jedoch keine passende AXS-Sattelstütze montieren. Unser Bike setzt deshalb auf eine FOX Transfer Factory mit 150 mm Hub in Größe XL. Diese lässt sich durch das lange Sitzrohr vollständig im Rahmen versenken, Jedoch hätten wir uns in Größe L und XL eine Stütze mit mehr Hub gewünscht, um eine größere Bewegungsfreiheit im Downhill zu erhalten. Das ist in Kombination mit den sehr langen Sitzrohren jedoch nicht ohne Weiteres umzusetzen. Für die Verzögerung sorgen die am schicken, 760 mm breiten Syncros Fraser iC SL Carbon Cockpit verbauten Shimano XTR-Vierkolbenbremsen mit 180-mm-IceTech-Bremsscheiben an Front und Heck. Bei Bedarf kann mit der FOX 34-Gabel eine bis zu 230 mm große Scheibe in Front gefahren werden. Die schicke Integration am Heck lässt jedoch nur eine 180-mm-Bremsscheibe zu.

Die SRAM X01 AXS 12-fach-Schaltgruppe wird mit einem SRAM GX AXS-Hebel gesteuert.
180-mm-Bremsscheiben an der Front …
… und 180 mm am Heck. Hier geht durch die schicke Konstruktion leider keine größere Scheibe rein.

Die verbaute FOX 34 Factory mit 130 mm Federweg besitzt durch die Verwendung des TwinLoc-Systems nur eine FIT4-Kartusche, die eine geringere Einstellbarkeit als die GRIP2 Version zulässt – schade. Ebenfalls mit dem TwinLoc-System verbunden ist der am Heck montierte FOX Nude 5T Factory-Dämpfer. Die leichten Syncros Silverton 1.0 Carbon-Laufräder sind mit dem ebenfalls sehr leichten und ganz neu entwickelten Schwalbe Wicked Will 2.4”-Reifen kombiniert. Zusätzlich bekommt ihr die SRAM TyreWiz-Aufsätze, die euch das Kontrollieren des Reifendrucks einfach und schnell machen. Aber auch hier würden wir für abfahrtsorientierte und schwere Fahrer die sehr pannenanfällige Super Race-Karkasse gegen einen robusteren Reifen mit gröberem Profil tauschen. Laut SCOTT kommt das Bike auf ein niedriges Gesamtgewicht von 11,2 kg in Rahmengröße M.

Super Race und super dünn. Für den Trail-Einsatz raten wir euch zu einer robusteren Karkasse, auch um den teuren Carbon-Laufradsatz zu schützen.
Wer sich für das Spark 900 Tuned AXS entscheidet, bekommt die von SRAM stammenden TyreWiz-Sensoren dazu. Sie ermöglichen das Ablesen des Luftdrucks übers Handy und signalisieren euch, wenn der Luftdruck außerhalb des eingestellten Bereichs ist.
SCOTT Spark 900 Tuned AXS 2022 | 130/120 mm Federweg (v/h) | 29” | 8.999 € | Hersteller Website

SCOTT Spark 900 Tuned AXS 2022

8.999 €

Ausstattung

Federgabel FOX 34 Float Factory FIT4 130 mm
Dämpfer FOX NUDE 5T Factory 120 mm
Sattelstütze FOX Transfer 125–150 mm
Bremsen Shimano XTR-Vierkolbenbremse 180/180 mm
Schaltung SRAM X01 Eagle AXS 1x12
Lenker Syncros Fraser iC SL DC Carbon 760 mm
Laufradsatz Syncros Silverton 1.0 29"
Reifen Schwalbe Wicked Will SuperRace SpeedSoft/SpeedGrip 2,4/2,4"

Technische Daten

Größe S M L XL
Gewicht 11,2 kg (Size M)

Das Top-Modell SCOTT Spark RC SL EVO AXS 2022

Wer auf richtiges Cross-Country Race-Feeling steht, wird mit dem 12.999 € teuren Spark RC SL EVO AXS nur so über die Trails fliegen. Das RC-Modell besitzt die kürzere Gabel mit 120 mm Federweg an der Front, einen schmäleren und flacheren Carbon-Lenker mit 740 mm Breite und Shimano XTR Zweikolbenbremsen, die mit 160-mm-Bremsscheiben am Heck und 180 mm an der Front kombiniert sind. Die Herzen der Leichtbau-Fanatiker werden auch beim frisch vorgestellten Syncros Silverton SL2-Laufradsatz höher schlagen. Dieser super leichter Carbon-Laufradsatz ist komplett aus einem Stück gefertigt.

SCOTT Spark RC SL EVO AXS 2022 | 120/120 mm Federweg (v/h) | 29” | 12.999 € | Hersteller Website

Unser erster Fahreindruck auf dem Trail

Wir hatten die Chance, das neue SCOTT Spark 900 Tuned AXS im Rahmen eines Press Camps bereits für euch zu testen. Als Teststrecke dienten Abschnitte des – an diesen Tagen recht feuchten – Cross-Country Worldcup-Kurses in Leogang sowie weitere lokale Trails.
Nimmt man auf dem schicken SCOTT Spark 900 Tuned AXS Platz, wird schnell klar, woher die Wurzeln dieses Bikes kommen. Denn auch in der Trail-Variante dominieren die Cross-Country-Gene und das zeigt sich im Uphill. Was in der Ebene noch für etwas Druck auf den Händen sorgt, entwickelt sich bergauf zur super effizienten und angenehmen Sitzposition und lässt einen auch dank des sehr niedrigen Gewichts die Trails hoch pfeifen. Das Bike tritt sich auch im Descend-Modus noch antriebsneutral und wippt wenig. Wer auf KOM-Jagd ist, profitiert sehr vom Lockout. Von der Schotterstraße auf den Uphill-Trail abgebogen, macht der Griff zum Hebel für den Modus Traction Control das Fahrwerk aktiv genug, um kleine Unebenheiten gekonnt zu schlucken, und bleibt dennoch antriebsneutral, um ordentlich den Berg hoch zu düsen. Wird es jedoch richtig steil, verliert das Vorderrad immer wieder den Bodenkontakt. Die Geometrieveränderung durch den Traction-Control-Modus ist nur bedingt wahrnehmbar, sodass auch in diesem Modus aktiv nach vorne gearbeitet werden muss, um weiterhin Grip zu generieren. Dann jedoch lässt sich das Bike auch um enge steile Spitzkehren manövrieren.

Im Downhill positioniert das Spark 900 Tuned AXS seinen Piloten mit einer aktiven, sportlichen Fahrposition über den Lenker. Diese Position einmal eingenommen, überzeugt das Bike mit einer tollen Präzision, selbst in richtig steilen Passagen. Auf Kontakt mit dem Sattel sollte man aber durch das hohe Sitzrohr gefasst sein und auch in Kurven wird man immer wieder in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Trotz der längeren Federgabel liefert das Fahrwerk eine gute Balance und filtert Schläge souverän, ohne spürbar durchzuschlagen. Durch das geringe Gewicht, das direkte Fahrwerk, aber auch das hohe Sitzrohr ähnelt das neue Spark 900 Tuned AXS mehr einem aufgebockten Cross-Country Race-Bike als einer Trail-Rakete mit wenig Federweg.

Fazit zum SCOTT Spark 900 Tuned AXS 2022

Das neue SCOTT Spark 900 Tuned AXS 2022 ist nicht nur ein richtiger Hingucker mit seinem vollintegrierten Dämpfer und der super cleanen Optik, es fliegt mit seinem TwinLoc-System und dem super niedrigen Gewicht auch nur so den Berg hinauf. Im Downhill benötigt es eine aktive und sportliche Fahrposition, die den Fahrer mit einer starken Präzision belohnt. Wer jedoch auf richtige Trail-Performance und Single-Trail-Geballer steht, sollte einige Änderungen an der Ausstattung vornehmen und wird durch das sehr lange Sitzrohr unnötigerweise in der Bewegung eingeschränkt.

Stärken

  • sehr niedriges Gewicht und schnelle Beschleunigung
  • super Integration und verdammt schicker Look
  • coole Features mit SRAM TireWiz und dem integrierten Tool in der Achse

Schwächen

  • sehr hohes Sitzrohr schränkt die Bewegungsfreiheit stark ein
  • Ausstattung ist nicht für den härteren Trail-Einsatz geeignet
  • pannenanfällige Cross-Country-Reifen am Trail-Bike liefern zu wenig Durchschlagschutz

Mehr Informationen unter: www.scott-sports.com

Text: Peter Walker Fotos: Peter Walker, Daniel Geiger

Über den Autor

Peter Walker

Peter ist als technischer Redakteur nicht nur ein Mann der Worte, sondern auch der Taten. Mit ernsthaften Bike- und Schrauber-Skills, seiner Motocross-Historie, diversen EWS-Teilnahmen und über 150 Bikepark-Tagen in Whistler – ja, der Neid der meisten Biker auf diesem Planeten ist ihm gewiss – ist für Peter kein Bike zu kompliziert und kein Trail zu steil. Gravel und Rennrad kann er übrigens auch! Das für unsere redaktionelle Arbeit wichtige Thema Kaufberatung hat Peter in Vancouvers ältestem Bike-Shop von der Pike auf gelernt und setzt sein Know-how auch im journalistischen Alltag um. Wenn er nicht gerade die Stuttgarter Hometrails auf neuen Test-Bikes unsicher macht, genießt er das Vanlife mit seinem selbst ausgebauten VW T5. Dass er dazu noch ausgebildeter Notfallsanitäter ist, beruhigt seine Kollegen bei riskanten Fahrmanövern. Zum Glück mussten wir Peter bislang nie bei seinem Spitznamen „Sani-Peter“ rufen. Wir klopfen auf Holz, dass es dazu auch nie kommen wird!