Die neue RockShox Lyrik Ultimate 2027 verspricht eine lineare Kennlinie, mehr Grip, weniger Reibung und eine unabhängige Einstellung über die Dämpfungseinheit. Ermöglichen will sie das nicht nur mit ein paar kleinen Updates, sondern mit grundlegenden Neuerungen über die gesamte Gabel hinweg. Große Ambitionen, aber wie schlägt sich die neue Trail-Gabel im ersten Test?

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RockShox Lyrik Ultimate 2027 | 150 mm | 29” | 2.218 g | 1.375 € | Hersteller-Website

RockShox stellt mit der neuen Lyrik und ZEB gleich zwei komplett überarbeitete Federgabeln vor, die jeweils klar auf unterschiedliche Einsatzbereiche abzielen. Während die ZEB weiterhin für den harten Enduro-Einsatz gemacht ist, richtet sich die neue Lyrik an Trail-Fahrerinnen und -Fahrer. Gleichzeitig wächst die Überschneidung zwischen beiden Modellen deutlich – doch dazu später mehr. Den ausführlichen Test der neuen RockShox ZEB Ultimate 2027 findet ihr ebenfalls bei uns.

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Die neue Lyrik deckt einen Federwegsbereich von 140–170 mm ab und setzt weiterhin auf 35-mm-Standrohre. In den rund vier Jahren Entwicklungszeit hat RockShox – abgesehen vone der Steckachse – nahezu jedes Bauteil überarbeitet oder komplett neu entwickelt. Der Fokus lag dabei klar auf Luftfeder, Casting und den Standrohren, während die Dämpfungseinheit eher behutsam angepasst wurde. Einige Technologien übernimmt die Lyrik aus der aktuellen BoXXer, viele Lösungen wurden jedoch speziell für die neue Plattform weiterentwickelt. Ziel war, eine möglichst lineare Kennlinie bei gleichzeitig minimaler Reibung zu erhalten – denn nur frei arbeitende Systeme ermöglichen es der Luftfeder und Dämpfung, ihr volles Potenzial zu entfalten.

Die neue RockShox Lyrik Ultimate 2027 im Detail

Betrachten wir zunächst die Seite der Luftfeder. Hier fällt direkt der sogenannte AirAnnex ins Auge – ein Extender, der unten neben der Bremsaufnahme sitzt. Er vergrößert das Luftvolumen im Tauchrohr und reduziert so die Progression der Luftfeder. Das sorgt dafür, dass die Geschwindigkeitsabhängigkeit der Luftfeder sinkt, wodurch sich der Rebound stärker über die Dämpfung kontrollieren lässt. Diese Erweiterung gibt es übrigens ausschließlich auf der Seite der Luftfeder. Der Grund liegt im Aufbau der Gabel, denn die Luftfeder nimmt mehr Raum im Standrohr ein als die Dämpfungseinheit. Dadurch unterscheiden sich die Luftvolumina in den Lower Legs beider Seiten. Durch den AirAnnex wird das ausgeglichen, sodass nun beide Seiten das gleiche Luftvolumen in den Lower Legs haben sollen. Der AirAnnex Extender selbst ist übrigens nicht austauschbar – auch wenn er lediglich mit zwei Schrauben befestigt ist. Ob hier aber in Zukunft andere Varianten verfügbar sein werden, oder ob es sogar neue, bislang nicht vorgestellte Technologien geben wird, bleibt reine Spekulation.

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Der Linear XL AirAnnex-Extender sitzt unten neben der Bremsaufnahme und vergrößert das Luftvolumen im Tauchrohr.

Auch die eigentliche Luftfedereinheit – LinearXL genannt – wurde überarbeitet und soll ihren Teil zu einer insgesamt lineareren Kennlinie beitragen. Möglich macht das unter anderem ein Twin-Tube-Design, das einen kleineren Kolbendurchmesser ermöglicht. Der Vorteil: Das Verhältnis zwischen Kolben und Luftfederschaft konnte so optimiert werden. Gleichzeitig wurde der Durchmesser des Air Shafts von 10 mm auf 14 mm vergrößert und im Inneren hohl gestaltet. Das schafft mehr Volumen in der Negativkammer und sorgt dafür, dass die Kraft über den gesamten Federweg gleichmäßiger ansteigt. Das Ziel dabei ist, ein berechenbareren Fahrgefühl zu erreichen. Die Progression der Luftfeder lässt sich weiterhin klassisch über Tokens anpassen.

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Der ABO arbeitet mit einem verstellbaren Gummi-Bumper und lässt sich über 8 Klicks in den letzten 7 bis 17 mm Federweg verstellen.
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Die pyramidenförmige Markierung auf der Rückseite des Standrohrs zeigt euch ungefähr, wo der ABO euch abfängt.

Am Ende des Federwegs greift dann der neue einstellbare Durchschlagschutz bzw. Adjustable Bottom Out (ABO). Während frühere Systeme wie der HBO (Hydraulic Bottom Out) hydraulisch arbeiteten, setzt RockShox an der Lyrik auf eine mechanische Lösung. Die Bezeichnung hat RockShox jedoch über alle Systeme hinweg vereinheitlicht, egal ob sie mechanisch oder hydraulisch funktionieren. Der ABO arbeitet mit einem verstellbaren Gummi-Bumper, der die letzten 7 bis 17 mm Federweg abfängt. Die Einstellung erfolgt in 8 Klicks. Allerdings lässt es sich nicht werkzeuglos einstellen, wodurch ein 5-mm-Inbus nötig ist. Eine pyramidenförmige Markierung auf der Rückseite des Standrohrs soll bei der Einstellung Orientierung bieten.

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Aus 3.1 mach 3.2. An der neuen Charger 3.2-Dämpfungseinheit wurde lediglich ein progressiver Tune verbaut.

Die neue Dämpfungseinheit mit dem Modellnamen Charger 3.2 wurde nicht grundlegend verändert, sondern vor allem im Tune angepasst. Dadurch soll sie besser mit der lineareren Charakteristik der neuen Luftfeder harmonieren, was konkret mehr Dämpfung bedeutet. Zwar ist die Kartusche rückwärtskompatibel mit älteren Gabeln, wirklich sinnvoll ist das Upgrade aber nur bedingt – es sei denn, ihr wollt bewusst mehr Dämpfung fahren.

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Das neue Design der Einstellrädchen für die Low- und High-Speed-Compression macht es noch einfacher, das aktuelle Setup abzulesen – cool!

Die Einstellmöglichkeiten sind unverändert: Es stehen 5 Klicks High-Speed-Compression und 15 Klicks Low-Speed-Compression zur Verfügung, die alle innerhalb von weniger als einer vollständigen Umdrehung der Rädchen eingestellt werden können. Neu und besonders gelungen ist das überarbeitete grafische Design der Versteller: Die neue Skala ermöglicht euch, auf einen Blick ablesen, in welchem Setting ihr euch gerade befindet. Auch die einzelnen Klicks sind eindeutig spürbar. Der Rebound sitzt wie gewohnt unten an der Gabel und bietet 20 Klicks Einstellbereich. Kleiner Kritikpunkt: Da hier keine übersichtliche Beschriftung angebracht ist und RockShox auch auf ihren Decals auf eine gute Grundsetup-Empfehlung verzichtet hat, muss man für die Zugstufen-Angabe zur hauseigenen TrailHead-App greifen. Weiterhin mit an Bord sind die ButterCups. Die kleinen Elastomere sitzen sowohl auf der Dämpfungs- als auch auf der Federseite und sollen bereits vor dem eigentlichen Feder- und Dämpfungssystem feine Vibrationen und Schläge herausfiltern.

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Die feinen Einbuchtungen in den Standrohren sollen dafür sorgen, dass Öl aus den Tiefen der Tauchrohre mit hochgezogen wird und so die Schmierung verbessern.

Auch die schwarzen Standrohre bringen einige spannende Details mit. Dazu zählen die sogenannten Breather Holes, die wir bereits von der BoXXer kennen. Diese strategisch platzierten Öffnungen vergrößern beim Einfedern das Luftvolumen in den Tauchrohren und leiten Luft in den Raum zwischen Standrohr und Linear XL-Luftkammer. Dadurch wird der Luftdruck, der beim Einfedern entsteht, reduziert. Das wiederum verringert die zusätzliche Progression durch eingeschlossene Luft. Auf der Dämpfungsseite sollte dieser Effekt wegfallen, da das Standrohr ohnehin unten geöffnet ist. Die Öffnungen fallen bei der neuen Lyrik und BoXXer bereits etwas größer aus als noch bei der 2023er BoXXer. Neu ist außerdem die sogenannte ButterWagon-Technologie, die ebenfalls erstmals an der aktuellen BoXXer zu sehen war. Dabei handelt es sich um feine Einbuchtungen in den Standrohren unterhalb der Staubabstreifer, die beim Ausfedern Öl aus den unteren Bereichen der Tauchrohre nach oben transportieren. Der Effekt: Die Schmierung wird verbessert und die Reibung reduziert. Ein kleines Detail am Rande: Ein passendes ButterWagon-Logo auf den Standrohren ist nur sichtbar, wenn man diese beim Service aus den Tauchrohren zieht. Ein weiteres Update betrifft die Schmierstoffe: Hier setzt RockShox auf das neue Maxima 920 Öl mit 15 WT, was etwas dickflüssiger als der Vorgänger ist. Zudem wurde die Menge des Öls in den Tauchrohren auf jeweils 30 ml pro Seite erhöht, während zuvor auf der Luftseite nur 15 ml verwendet wurden. Ergänzt wird das Ganze durch das neue Maxima SG920 Fett sowie überarbeitete SKF-Staubabstreifer, die sich bei steigendem Druck in den Tauchrohren weniger verformen sollen. Alles weitere Updates, die für weniger Reibung sorgen sollen.

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Die schwarze Kunststoffabdeckung lässt sich durch einen Fender austauschen, der dann straff sitzt und keine Geräusche hinterlässt.
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Kleiner und neu positioniert sitzen die Bleeding-Ports nun an der Rückseite der Gabelbrücke.

Die deutlich massiver ausfallende Gabelkrone verspricht mit ihrer Fertigungsweise zusätzliche Steifigkeit – mit dem Plus einer erhöhten Präzision. An die Gabelkrone sind nun auch die Entlüftungsventile gewandert. Sie sind deutlich kleiner als zuvor, aber weiterhin auf der Rückseite und gut geschützt positioniert. Durch diese Bleeding Ports könnt ihr weiterhin mögliche Druckunterschiede zwischen dem Casting und der Umgebung ausgleichen – denn die Luft sucht sich nun einfach ihren Weg zwischen dem Standrohr und der separaten Hauptluftkammer bzw. Dämpfungseinheit nach oben zu den neuen Entlüftungsventilen. Das Casting selbst soll die gleiche Steifigkeit wie beim Vorgänger bieten, bringt aber einige Detailänderungen mit: An der Gabelbrücke sitzt nun eine sogenannte Arch-Cap – eine schwarze Kunststoffabdeckung, an der der Fender montiert wird. Dafür wird die Kappe entfernt und durch den jeweiligen Fender ersetzt. RockShox bietet zwei Varianten an: einen Mullet- und einen Full-Coverage-Fender. Die Montage ist aufgrund der kleinen Schrauben etwas fummelig, dafür sitzt der Fender anschließend extrem fest und bleibt absolut geräuschlos. Wenn kein Fender montiert ist, deckt die schwarze Arch-Cap die Gitterstruktur der Gabelbrücke sauber ab und es kann kein Dreck in die kleinen Öffnungen gelangen – nice! Zusätzlich fallen die Aussparungen im Casting auf, die gezielt Spannung aus dem Bereich der oberen Gleitlager nehmen sollen. Auch hier ist das Ziel klar: Reibung reduzieren und das Ansprechverhalten weiter verbessern. Nicht weit darunter findet sich dann noch die Klemmung für die Bremsleitung, die aus einem robusten Alu-Teil besteht und die Leitung super fixiert. Hier bleiben also keine Wünsche offen.

Die Modelle und Preise der neuen RockShox Lyrik 2027

Die neue RockShox Lyrik deckt künftig einen Federwegsbereich von 140 bis 170 mm ab. Damit erweitert RockShox das Einsatzspektrum nach oben und bietet wieder eine Lyrik für den Enduro-Einsatz an. Zudem ist die Überlappung mit der neuen RockShox ZEB hier wesentlich größer als noch bei den Vorgängern. Beim Offset setzt RockShox weiterhin auf die gängigen 44 mm in der 29”-Variante. Aber auch eine Version mit 27,5” wird es weiterhin geben, mit einem 44 mm oder 37 mm Offset.

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Als Topmodell im RockShox-Portfolio setzt die Lyrik Ultimate einen Preis von 1.375 € an. Das macht sie etwas teurer als ihr Vorgänger und mit 2.218 g auch etwas schwerer. Optisch habt ihr die Wahl zwischen „Electric Red“ und „Ultimate High Gloss Black“. Die neuen, dezenten Grafiken sorgen für einen moderneren Look – ein Trend, den aktuell viele Hersteller verfolgen. Die Decals sitzen zudem unter Klarlack, was dem Ganzen einen hochwertigen Charakter verleiht und gleichzeitig deren Haltbarkeit erhöht. Dieses Finish bleibt allerdings exklusiv der Ultimate-Variante vorbehalten. Zusätzlich gibt es erneut eine Flight-Attendant-Version, die alle Features der Ultimate mit einer elektronisch gesteuerten Dämpfungseinheit kombiniert. Der Preis liegt hier bei 1.855 €.

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RockShox Lyrik Flight-Attendant 2027
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RockShox Lyrik Ultimate 2027

Darunter positioniert sich die Lyrik Select+, die technisch weitgehend identisch ist, jedoch auf ButterCups und die ButterWagon-Technologie in den Standrohren verzichtet. Zudem ist sie nicht im Aftermarket erhältlich, sondern ausschließlich an Komplettbikes verbaut. Farblich gibt es sie nur in Schwarz.

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RockShox Lyrik Select+ 2027
RockShox Lyrik Select 600x400
RockShox Lyrik Select 2027

Die Lyrik Select bildet den Einstieg in die neue Plattform und kommt mit der einfacheren Delta RC-Dämpfungskartusche. Hier stehen euch lediglich eine kombinierte Druckstufen- sowie eine Zugstufenverstellung zur Verfügung. Auch bei diesem Modell fehlen ButterCups und die ButterWagon-Technologie. Zwar kommt ebenfalls die Linear XL-Luftfeder zum Einsatz, allerdings ohne den verstellbaren ABO – stattdessen arbeitet hier ein fixer Bottom-Out-Bumper ohne Einstellmöglichkeit. Auch die Select-Variante ist ausschließlich in Schwarz erhältlich und kostet 1.015 €.

Die neue RockShox Lyrik Ultimate 2027 im Test

Die neue Lyrik konnten wir über mehrere Wochen hinweg intensiv auf unseren Hometrails im Schwarzwald fahren. Zum Einsatz kam sie dabei in einem Pivot Trailcat LT – kombiniert mit dem neuen RockShox Super Deluxe Dämpfer. Das separate Review dazu findet ihr hier. Beim Setup fällt direkt auf: Die neue Linear XL-Luftfeder verlangt deutlich mehr Druck als ihr Vorgänger. In der Praxis bedeutet das rund 60 bis 80 psi mehr als bisher. Die Abstimmung wird dadurch deutlich feiner. Wo früher schon kleine Änderungen von 5 psi spürbar waren, braucht es jetzt eher größere Schritte – etwa 20 psi –, um denselben Effekt zu erzielen. Das gibt euch spürbar mehr Spielraum beim Feintuning. Die Setup-Tabelle auf den Tauchrohren liefert dafür eine solide Basis, auch wenn konkrete Empfehlungen für die Zugstufe fehlen. Wer hier tiefer einsteigen will, findet passende Settings in der TrailHead-App von RockShox.

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Auf dem Trail zeigt sich schnell, wohin die Abstimmung geht: Die Lyrik steht angenehm hoch im Federweg und vermittelt direkt viel Sicherheit, ohne dabei träge zu wirken. Gerade die High-Speed-Compression hat einen großen Einfluss auf die Fahrhöhe und lässt sich extrem effektiv nutzen. Ein Klick macht hier bereits einen klaren Unterschied – perfekt, um schnell auf unterschiedliche Trail-Bedingungen zu reagieren. Gleichzeitig bleibt die Bedienung dank der überarbeiteten Skala intuitiv und übersichtlich. In der Abfahrt überzeugt die neue Lyrik mit einer starken Mischung aus Grip und Lebendigkeit. Sie liegt satt am Boden, ohne dabei zu träge zu wirken, und vermittelt euch jederzeit ein gutes Gefühl dafür, was unter dem Vorderrad vor sich geht. So könnt ihr euch sauber ans Grip-Limit herantasten und das Tempo kontrolliert steigern. Auch harte Durchschläge oder Stunts – die eigentlich der bulligeren ZEB zustehen – schluckt die neue Lyrik gekonnt weg. Der Adjustable Bottom Out (ABO) funktioniert grundsätzlich zuverlässig, zeigt im Trail-Einsatz aber ähnliche Grenzen wie bei der ZEB. Die meisten aus unserem Testteam sind mit einer sehr offenen Einstellung gefahren – also nahe am minimalen Setting. Dreht man den Bumper weiter rein, kommt der Endanschlag am Ende des Federwegs sehr abrupt und der Übergang wird recht hart. Da aktuell keine unterschiedlich harten Bumper verfügbar sind, bleibt der nutzbare Einstellbereich eingeschränkt.

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Trotz der hohen Traktion bleibt das Fahrwerk aktiv und unterstützt eine verspielte, dynamische Fahrweise. Gerade an Trail-Bikes, wo für uns der Fahrspaß klar über dem reinen Speed steht, macht die Lyrik richtig Laune! Der Rebound ist dabei gut abgestimmt: sensibel genug für kleine Schläge, gleichzeitig schnell genug, um euch bei Richtungswechseln oder beim Absprung aktiv zu unterstützen. Gerade in Kombination mit dem passenden RockShox-Dämpfer, der eine sehr ähnliche Charakteristik aufweist, entsteht so ein sehr stimmiges, poppiges Gesamtpaket.

Fazit zur neuen RockShox Lyrik Ultimate 2027

Die neue RockShox Lyrik Ultimate 2027 ist nicht nur ein Feinschliff, sondern ein klares Update zu seinem Vorgänger. Weniger Reibung, eine spürbar linearere Kennlinie und die dazu gewonnene Kontrolle sind nicht nur Marketingversprechen, sondern auf dem Trail wirklich spürbar. Sie steht stabil im Federweg, generiert viel Grip und bleibt dabei angenehm lebendig. Dazu kommen intuitive Einsteller mit klar spürbaren Klicks und viele durchdachte Details. Unterm Strich: eine moderne Trail-Gabel, die nicht nur super funktioniert, sondern noch mehr Spaß auf eurem Trail-Bike bietet.

Tops

  • hoher Grip
  • spaßig zu fahren
  • super leise
  • Design und Verstellbereich sehr gelungen

Flops

  • ABO Bumper etwas straff
  • Setup-Aufkleber ohne Zugstufen-Einstellung

Alle weiteren Infos findet ihr auf der Website von RockShox.


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Text: Peter Walker Fotos: Lars Engmann

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