Tag 1: Kuda Oya nach Haputale

Am Vortag hatten wir mit zwei Luxus-Reisebussen unser Strandhotel in Negombo an der Westküste Sri Lankas verlassen, um nach 300 km und 6-stündiger Fahrt zum Ausgangspunkt des Rennens zu gelangen.

Der Startpunkt des Rennens war im flachen, südlichen Zipfel Sri Lankas, in Kuba Oya. Auf dem Weg dorthin hatten sich die beiden Lkws mit den Bikes verspätet, weshalb wir die letzten Checks erst kurz vor dem Rennen vornehmen konnten – nicht ganz so tragisch in Anbetracht der Tatsache, dass für den Notfall zwei Fahrradmechaniker parat standen.

Nach dem Frühstück ging um 07.15 Uhr mit Bussen zum Startpunkt nach Kuba Oya. In freudig-fiebriger Erwartung auf den anstehenden ersten Renntag waren die sich ständig wiederholenden Stromausfälle der letzten Nacht und somit das Aus und Ein der Klimaanlage schnell vergessen.

Ein Smiley schützte die Schienbeine von Yasas Herwege vor den Dornen seiner Flatpedals.
Gute Vorbereitung ist alles – das dachte sich auch dieser Teilnehmer und schützte seine Schienbeine vor den Dornen der Flatpedals durch einen Smiley schützen.
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Start unter Palmen in Kuba Oya. Vor den Teilnehmern lagen vier Tage Rennen und insgesamt 277 km.

Nach dem Start um 9.00 Uhr ging es erst einmal durch ein Dschungelgebiet, das nur ca. 100 m über dem Meeresspiegel lag. Uns erwarteten zahlreiche Flussquerungen, ehe das Terrain dann langsam, aber stetig anstieg. Die Höhendifferenz von 2.386 m verteilte sich auf 75 km, wobei die meisten Höhenmeter im letzten Drittel der Stage anfielen.

Steve Edwards in den Fluten der ersten Flußquerung.
Hier geht es nur zu Fuß weiter: Zu Beginn des Rennens mussten erst einige Flüsse durchquert werden.
Safety first. Mitarbeiter von Lanka Sportreizen sorgten beim gesamten Event für die Sicherheit der Biker.
Safety first: Mitarbeiter von Lanka Sportreizen sorgten beim gesamten Event für die Sicherheit der Biker und hielten u. a. Rettungsreifen für die Flussdurchquerungen bereit.
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Wer schon einmal Tuk Tuk gefahren ist, weiß, wie kreativ die Fahrer Verkehrsregeln, Straßenbreite und Geschwindigkeit auslegen. Zwei der Rennteilnehmer können ein trauriges Lied davon singen: Sie kamen den Tuk Tuks zu nahe und konnten das Rennen daher nicht beenden. Zum Glück wurden beide nur leicht verletzt..

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Zoltan Keller aus Ungarn fuhr wie neun weitere Teilnehmer schon zum zweiten Mal mit.
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Kampf dem Dehydrieren: Wenn Sport und Hitze gemischt werden, ist Trinken noch wichtiger. Viele Teilnehmer nahmen täglich bis zu 4 l Flüssigkeit zu sich.

Phil hatte beim Race-Briefing auf die drei Verpflegungsstationen, die zu erwartende Temperatur von 29 °C und die Luftfeuchtigkeit von 84 % hingewiesen. Die Luftfeuchtigkeit war zutreffend, doch die prognostizierte Tageshöchsttemperatur dürfte gefühlt um 10 °C höher gelegen haben. Kein Wunder waren alle Biker überglücklich, als sie am Nachmittag das kühlere Tagesziel in Haputale (1.431m ü. M.) mit seinem tropischen Regenwald und den ausladenden Teeplantagen erreicht hatten.

Auch Eric Coomer war ein Opfer der Hitze. Seinen Flüssigkeitsverlust versuchte er nach der Zielankuft sofort mit einem local Bier auszugleichen.
Auch Teilnehmer Eric war ein Opfer der Hitze. Sein Versuch, den Flüssigkeitsverlust nach der Zielankunft sofort mit einem der regionalen Biere auszugleichen, scheiterte leider. Zum Glück konnte im Hotel nachgetankt werden.

Schnellste Zeit für die 75 km: 4 h 15 min durch Yuki Ikeda mit 20 min Vorsprung vor dem Zweitplatzierten und und 34 min vor dem Drittplatzierten. Der Tagessieger des Vorjahres war eine halbe Stunde schneller gewesen. Der Biker, der den Renntag am genüsslichsten auskostete, kam nach 9 h und 17 min ins Ziel.

Wer schreibt hier?

Manne Schmitt
Prokurist

Manne Schmitt ist Prokurist bei 41 Publishing und bringt methodische Expertise aus seiner Laufbahn als Chef-Analyst einer Landesbehörde ein. Dieser Hintergrund prägt die journalistische Substanz seiner Recherchen und hilft dabei, exklusive News für E-MOUNTAINBIKE, ENDURO, GRAN FONDO und DOWNTOWN zu erschließen. Seit 1989 im Radsport aktiv, unterstützt er Tests operativ und übernimmt gleichzeitig administrative Verantwortung. So stärkt er die methodische Qualität der Redaktionsprozesse. Das Thema Racing verfolgt ihn noch immer, niemand im Team kennt die EWS-Profis besser als Manne.

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