Tag 1: Kuda Oya nach Haputale
Am Vortag hatten wir mit zwei Luxus-Reisebussen unser Strandhotel in Negombo an der Westküste Sri Lankas verlassen, um nach 300 km und 6-stündiger Fahrt zum Ausgangspunkt des Rennens zu gelangen.
Der Startpunkt des Rennens war im flachen, südlichen Zipfel Sri Lankas, in Kuba Oya. Auf dem Weg dorthin hatten sich die beiden Lkws mit den Bikes verspätet, weshalb wir die letzten Checks erst kurz vor dem Rennen vornehmen konnten – nicht ganz so tragisch in Anbetracht der Tatsache, dass für den Notfall zwei Fahrradmechaniker parat standen.
Nach dem Frühstück ging um 07.15 Uhr mit Bussen zum Startpunkt nach Kuba Oya. In freudig-fiebriger Erwartung auf den anstehenden ersten Renntag waren die sich ständig wiederholenden Stromausfälle der letzten Nacht und somit das Aus und Ein der Klimaanlage schnell vergessen.


Nach dem Start um 9.00 Uhr ging es erst einmal durch ein Dschungelgebiet, das nur ca. 100 m über dem Meeresspiegel lag. Uns erwarteten zahlreiche Flussquerungen, ehe das Terrain dann langsam, aber stetig anstieg. Die Höhendifferenz von 2.386 m verteilte sich auf 75 km, wobei die meisten Höhenmeter im letzten Drittel der Stage anfielen.


Wer schon einmal Tuk Tuk gefahren ist, weiß, wie kreativ die Fahrer Verkehrsregeln, Straßenbreite und Geschwindigkeit auslegen. Zwei der Rennteilnehmer können ein trauriges Lied davon singen: Sie kamen den Tuk Tuks zu nahe und konnten das Rennen daher nicht beenden. Zum Glück wurden beide nur leicht verletzt..


Phil hatte beim Race-Briefing auf die drei Verpflegungsstationen, die zu erwartende Temperatur von 29 °C und die Luftfeuchtigkeit von 84 % hingewiesen. Die Luftfeuchtigkeit war zutreffend, doch die prognostizierte Tageshöchsttemperatur dürfte gefühlt um 10 °C höher gelegen haben. Kein Wunder waren alle Biker überglücklich, als sie am Nachmittag das kühlere Tagesziel in Haputale (1.431m ü. M.) mit seinem tropischen Regenwald und den ausladenden Teeplantagen erreicht hatten.

Schnellste Zeit für die 75 km: 4 h 15 min durch Yuki Ikeda mit 20 min Vorsprung vor dem Zweitplatzierten und und 34 min vor dem Drittplatzierten. Der Tagessieger des Vorjahres war eine halbe Stunde schneller gewesen. Der Biker, der den Renntag am genüsslichsten auskostete, kam nach 9 h und 17 min ins Ziel.
























