
15,3 kg in Größe L (Herstellerangabe) | 10.199 € | Hersteller-Website
Das Santa Cruz Nomad gehört seit Jahren zu den prägendsten Bikes seiner Kategorie. Ein kompromissloses Enduro, das vor allem bergab mit viel Laufruhe, Traktion und Vertrauen überzeugt – und sich damit über die Jahre eine treue Fanbase aufgebaut hat. Mit der siebten Generation bleibt Santa Cruz diesem Charakter treu, setzt aber gezielt an den entscheidenden Stellschrauben an.
Statt alles neu zu denken, geht es beim Nomad 2027 um Feinschliff: Eine überarbeitete Kinematik, moderne Geometrie und zahlreiche Detailverbesserungen sollen das ohnehin starke Gesamtpaket weiter nach vorne bringen. Die Frage ist jedoch: Reicht das, um ein etabliertes Bike wirklich spürbar besser zu machen?
Um das herauszufinden, haben wir das neue 15,3 kg schwere, 10.199 € teure Nomad X0 AXS RSV Coil 2027 mit 170 mm Federweg an Front und Heck und Mullet-Setup unter realen Bedingungen in Wales getestet.
Welche Detaillösungen hat das neue Santa Cruz Nomad 2027?
Fans können aufatmen: Das Nomad der siebten Generation bleibt sich offensichtlich treu – der charakteristische VPP-Hinterbau, der seit Generation 1 im Jahr 2005 stets weiterentwickelt wurde, bleibt auch in der siebten Generation erhalten. Anders als bei den aktuellen E-Mountainbikes Bullit und Vala verzichtet Santa Cruz beim neuen Nomad auf einen Viergelenker mit Horst-Link und setzt weiterhin auf den bewährten VPP-Hinterbau.
Es gibt aber noch mehr Grund zur Freude: Mit „Gloss Aqua Magenta” kehrt eine ikonische Lackierung aus der dritten Generation des Nomad zurück und verleiht dem neuen Nomad 2027 einen gelungenen Nostalgie-Touch. Wer es dezenter mag, wird aber ebenfalls fündig und greift zur Alternative „Matte Metallic Earth”.
Ein genauerer Blick auf den Hauptrahmen zeigt: Das Nomad 2027 orientiert sich stark am aktuellen Bronson der fünften Generation und wirkt in gewisser Weise wie dessen „großer Bruder”. Der flache, im Rahmen liegende Dämpfer und die Dreiecksstruktur im Tretlagerbereich können die Verwandtschaft – die sich auch in der Fahrwerksgeometrie wieder zeigt – nicht leugnen, dazu kommt ein gemeinsamer, flacher Oberrohrverlauf.
Im Unterschied zum Bronson hat sich Santa Cruz beim Nomad 2027 jedoch dafür entschieden, nur noch ein Carbon-Layup anzubieten. Alle Nomad-Modelle der siebten Generation werden ausschließlich im hausinternen hochwertigsten und leichtesten CC-Carbon-Layup produziert. Rahmen mit C-Layup gibt es nicht mehr. Das Unterrohr ist im Vergleich zum Vorgänger etwas schlanker ausgefallen.
Die Verarbeitungsqualität bewegt sich dabei – wenig überraschend – auf gewohnt hohem Niveau. Ein willkommenes Detail verbirgt sich im Hinterbau: Santa Cruz kehrt – anders als beim aktuellen Bronson – bei der Zugführung zurück zu mehr Flexibilität. Alle Nomad 7-Rahmen sind wieder für mechanische Schaltungen vorbereitet – ein Schritt, der bei vielen Fans gut ankommen dürfte.
Neu ist ein Toolmount am Oberrohr, der unauffällig integriert ist und ausreichend Platz nach unten hin bietet, um wichtige Trail-Essentials schnell griffbereit zu befestigen. Alles Weitere kann in das überarbeitete Staufach (Glovebox V2) verstaut werden. Das besitzt einen neuen, robusteren Deckel mit hochwertiger Metallverriegelung. In der Praxis sitzt der Deckel extrem stramm und vermittelt ein sicheres Gefühl – das Öffnen und Schließen erfordert dafür etwas mehr Kraftaufwand.




Noch ein neues Detail findet sich bei der Kettenführung: Santa Cruz setzt beim neuen Nomad auf ein vereinfachtes ISCG05-Interface in einer Zwei-Bolzen-Ausführung („ISCG05 Minus 1″). Statt der klassischen Drei-Bolzen-Lösung kommt hier eine leichtere und deutlich einfacher zu montierende Variante zum Einsatz, die vor allem den Austausch und die Wartung erleichtert. Kombiniert wird das Ganze mit einer integrierten OneUp-Upper-Guide, die direkt über diese Aufnahme befestigt wird. Ergänzt wird das System durch einen kleinen Top-Guide, der die Kette zuverlässig in Position hält.
Last but not least: Auch für das neue Nomad 7 gelten die bekannten Santa-Cruz-Standards: lebenslange Garantie auf den Rahmen und kostenlose Lagerwechsel.

Was kann die Ausstattung des neuen Santa Cruz Nomad X0 AXS RSV Coil?
Das von uns getestete Nomad X0 AXS RSV Coil liefert für 10.199 € ein kompromissloses High-End-Paket. An der Front arbeitet bereits die neue FOX 38 Factory mit GRIP X2-Kartusche, kombiniert mit einem FOX DHX2 Factory Coil-Dämpfer im Heck. Das Fahrwerk bietet maximale Einstellmöglichkeiten und überzeugt mit starker Trail-Performance. Ein klarer Schwachpunkt zeigt sich jedoch bei der Zugänglichkeit der Rebound-Verstellräder am Coil-Dämpfer: Sie sind kaum zu erreichen und erfordern zudem hohe Kräfte zum Verstellen.


Der Antrieb bestimmt wie üblich bei Santa Cruz die Modellnamensgebung. Die Pedalkräfte überträgt demnach eine SRAM X0-Kurbel mit 170 mm Kurbelarmlänge auf die Kette, die ebenfalls aus der X0-Serie stammt und die Antriebskraft an das elektronische SRAM X0 Transmission-Schaltwerk weiterleitet.
Ein Highlight beim neuen Nomad X0 AXS RSV Coil 2027 sind die hauseigenen Reserve-Carbon-Laufräder, die mit neuen DT Swiss 350 DEG DF-Naben kombiniert sind. Die Nabe am Hinterrad mit DF-Technologie erlaubt es, mit wenig Aufwand den Eingriffswinkel des Antriebs zwischen 0°, 10° und 20° einzustellen und reduziert damit wahlweise den Einfluss des Antriebs auf das Fahrwerk oder gewährleistet ein direkteres Ansprechverhalten auf Tretimpulse.


Bei der Bereifung zeigt sich Santa Cruz ebenfalls experimentierfreudig – zumindest bei der Wahl des Vorderreifens. Am Heck sorgt ein MAXXIS Minion DHR II in MaxxTerra-Mischung mit robuster Doubledown-Karkasse für Pannensicherheit und gleichzeitig solide Rolleigenschaften. An der Front kommt erstmals der MAXXIS HighRoller III mit MaxxGrip-Gummimischung, aber auch mit der leichteren EXO+-Karkasse statt der robusteren Doubledown zum Einsatz.


Kein Grund zu meckern gibt es beim Thema Verzögerung: Dort setzt Santa Cruz auf SRAM MAVEN Silver-Bremsen mit neuem B1-SwingLink auf 200 mm großen SRAM HS2-Bremsscheiben vorne und hinten. Die Stopper liefern brachiale Power, bleiben dabei aber gut dosierbar und überzeugen mit stabiler Performance auch auf langen, anspruchsvollen Abfahrten. Die werkzeuglose Verstellbarkeit des Hebels und die präzise Einstellmöglichkeit der Griffweite runden das Gesamtpaket ab.
Bei der Dropper Post setzt Santa Cruz auf die OneUp V3 mit satten 210 mm Hub in Größe L. Sie überzeugt mit geringer Bedienkraft, fein dosierbarer Geschwindigkeit und schnellem Ausfahren – nicht umsonst war sie im vergangenen Jahr der unangefochtene Testsieger in unserem Vario-Sattelstützen-Vergleichstest. Auch das Cockpit stammt von OneUp: Der Carbon-Lenker in 800 mm Breite und mit 35 mm Rise punktet angesichts seines Materials mit guter Compliance, ohne an Präzision einzubüßen. In Kombination mit den griffigen Santa-Cruz-eigenen Griffen ergibt sich ein sehr stimmiges Cockpit-Setup.
Santa Cruz Nomad X0 AXS RSV Coil 2027
10.199 €
Specifications
Fork FOX 38 Factory GRIP X2 170 mm
Rear Shock FOX DHX2 Factory 170 mm
Seatpost OneUp V3 210 mm
Brakes SRAM MAVEN Silver 200/200 mm
Drivetrain SRAM X0 Eagle AXS Transmission 1x12
Stem OneUp Enduro Stem 42 mm
Handlebar OneUp V2 Carbon Handlebar 800 mm
Wheelset Reserve 30|HD Carbon 29"/27,5"
Tires MAXXIS High Roller MaxxGrip EXO+/MAXXIS DHR2 MaxxTerra DD 2,4"/2,4"
Technical Data
Size S M L XL XXL
Specific Features
Staufach
Toolmount
Flip-Chip
Tuning-Tipp: Robustere Karkasse am Vorderrad montieren.
Weitere Ausstattungsvarianten des Santa Cruz Nomad 2027
Zum Launch bietet Santa Cruz das neue Nomad in vier Ausstattungsvarianten zwischen 6.299 € und 10.199 € an. Ein noch günstigeres Modell soll später folgen. Auffällig: Nur die beiden Topmodelle setzen auf Coil-Dämpfer, während die günstigeren Varianten vollständig auf Luftfahrwerke vertrauen. Auch die hochwertigen DT Swiss DEG-Naben bleiben den Top-Specs vorbehalten.
Den günstigsten Einstieg in die neue Nomad-Welt markiert das Nomad 90 für 6.299 €. Geschaltet wird hier über die namensgebende mechanische SRAM Eagle 90 Transmission. Beim Fahrwerk kommen eine RockShox ZEB Select und ein Super Deluxe Select-Dämpfer zum Einsatz. Gebremst wird mit SRAM MAVEN in der einfachen Base-Ausführung. Bei den Laufrädern setzt Santa Cruz auf eine Kombination aus Reserve 30|TR (vorne) und 30|HD AL (hinten) – beide aus Aluminium. Während die TR-Felge auf etwas geringeres Gewicht und mehr Compliance ausgelegt ist, bringt die HD-Version zusätzliche Stabilität fürs Heck. Eingespeicht sind sie auf robusten, aber einfachen DT Swiss 370-Naben.

Für 7.499 € folgt das Nomad GX AXS mit elektronischer SRAM GX Transmission. Das Fahrwerk steigert sich hier auf ZEB Select+ und Super Deluxe Select+, die mehr Einstellmöglichkeiten sowie – im Fall der Federgabel – eine bessere Dämpfungskartusche bietet. Gebremst wird ebenfalls mit SRAM MAVEN, hier kommt allerdings schon die Bronze-Ausführung zum Einsatz. Auch beim Nomad GX AXS setzt Santa Cruz auf eine gemischte Laufradkonfiguration: vorne die leichteren Reserve 30|SL-, hinten die stabileren 30|HD AL 6069-Laufräder. Beide bleiben bei Aluminium, rollen aber weiterhin auf DT Swiss 370-Naben.

Mit dem Nomad XT Di2 Coil für 8.299 € beginnt die High-End-Liga. Neben dem elektronischen Shimano XT Di2-Antrieb gibt es hier das gleiche FOX Factory-Fahrwerk mit Coil-Dämpfer wie im teureren XO AXS RSV Coil-Spec. Auch die SRAM MAVEN Silver-Bremsen sind an Bord. Die Felgen entsprechen denen auf dem Nomad GX AXS, werden hier allerdings mit DT Swiss 350 DEG-Naben mit DF-Technologie verbaut.

Das Santa Cruz Nomad X0 AXS RSV Coil im Geometrie-Check: Alles beim Alten?
Das Nomad ist weiterhin in fünf Rahmengrößen von S bis XXL erhältlich und deckt damit ein ausreichend breites Spektrum an Körpergrößen ab. Auch zentrale Werte, Kettenstrebenlänge und Tretlagerhöhe sind identisch zum Nomad 6. Der Reach startet bei 435 mm in Größe S und erstreckt sich in 20-mm-Schritten auf bis zu 520 mm im XXL-Rahmen.
Der Lenkwinkel fällt mit 63,6° in der High- und 63,3° in der Low-Position nochmals 0,2° flacher als bisher aus und bewegt sich damit auf dem Niveau des sehr abfahrtsorientierten E-Mountainbikes Bullit. Gleichzeitig wächst der Sitzwinkel auf steilere 77,4°, was die Kletterposition spürbar verbessert und ebenfalls vom Bullit abgeleitet wurde. Über den bekannten Flip-Chip lässt sich das Bike weiterhin zwischen High- und Low-Setting anpassen.
Deutlich spannender sind jedoch die Änderungen der Hinterbaukinematik. Der überarbeitete VPP-Hinterbau verspricht deutlich reduzierten Anti-Squat über den gesamten Verlauf des Federwegs und soll jetzt ähnlich wie beim Trail-Bike Bronson ausfallen. Das verspricht bessere Traktion und Effizienz bergauf und gleichzeitig bergab ein sensibleres Ansprechverhalten beim Überfahren kleiner Kanten. Gleichzeitig wurde auch der Anti-Rise-Wert zu Beginn des Federwegs etwas gesenkt, was ein aktiveres und weniger verhärtendes Fahrwerk beim Bremsen verspricht.
Auch die Kennlinie des VPP-Hinterbaus hat Santa Cruz überarbeitet: Sie fällt insgesamt etwas weniger progressiv aus und wurde so angepasst, dass Midstroke und Endprogression besser zusammenarbeiten. Das soll ein gleichmäßigeres Fahrgefühl über den gesamten Federweg gewährleisten. Gleichzeitig soll das Fahrwerk – auch tiefer im Federweg – noch sensibler auf kleine Schläge reagieren.
Unterm Strich bleibt die Geometrie dem Charakter des Nomad treu, wurde aber in den entscheidenden Punkten modernisiert und feiner abgestimmt – vor allem die Klettereigenschaften sind auf dem Papier klar optimiert.
| Größe | SM | MD | LG | XL | XXL |
|---|---|---|---|---|---|
| Oberrohr | 574 mm | 595 mm | 611 mm | 633 mm | 655 mm |
| Sattelrohr | 380 mm | 420 mm | 440 mm | 460 mm | 480 mm |
| Steuerrohr | 100 mm | 110 mm | 120 mm | 130 mm | 140 mm |
| Lenkwinkel | 63,6°/63,3° | 63,6°/63,3° | 63,6°/63,3° | 63,6°/63,3° | 63,6°/63,3° |
| Sitzwinkel | 77,4° | 77,4° | 77,4° | 77,4° | 77,4° |
| Kettenstrebe | 390 mm | 405 mm | 430 mm | 466 mm | 500 mm |
| Tretlagerabsenkung | 346/343 mm | 346/343 mm | 346/343 mm | 346/343 mm | 346/343 mm |
| Radstand | 1.225 mm | 1.249 mm | 1.274 mm | 1.298 mm | 1.323 mm |
| Reach | 435 mm | 455 mm | 475 mm | 495 mm | 520 mm |
| Stack | 624 mm | 633 mm | 643 mm | 660 mm | 670 mm |

Wie fährt sich das neue Santa Cruz Nomad X0 AXS RSV Coil auf dem Trail?
Für ein klar abfahrtsorientiertes Enduro schlägt sich die neue Generation des Nomad bergauf absolut solide. Der steilere Sitzwinkel macht sich selbst im Low-Setting des Flip-Chips positiv bemerkbar und sorgt für eine angenehme und überraschend effiziente Position, auch wenn es in diesem Aspekt noch stärkere Konzepte am Markt gibt. Der Hinterbau zeigt zwar leichtes Wippen, das bleibt aber im vertretbaren Rahmen und so lassen sich Anstiege selbst ohne aktivierten Lockout problemlos meistern.
Bei Bedarf erweist sich der Lockout am FOX DHX2 Factory Coil-Dämpfer zudem als sehr effektiv, sodass sich die Antriebsneutralität für lange, zähe Anstiege nochmals deutlich steigern lässt. Insgesamt setzt das neue Santa Cruz Nomad 7 bergauf zwar keine Maßstäbe, bietet aber absolut angemessene Klettereigenschaften und zeigt sich uneingeschränkt tourentauglich – ein merklicher Sprung nach vorne im Vergleich zum Vorgängermodell.

Bergab spielt das neue Nomad seine Stärken dann voll aus. Das Fahrwerk gehört dabei klar zu den Highlights: Die Kombination aus brandneuer FOX 38 Factory-Gabel und DHX2 Factory Coil-Dämpfer überzeugt von Sekunde eins mit einem sehr sensiblen Ansprechverhalten, viel Traktion und genau dem richtigen Maß an Progression. Es bleibt das Nomad-typische satte und traktionsstarke Feeling – gleichzeitig ergibt sich eine gelungene Balance aus Komfort und Gegenhalt. Wie schon beim Vorgänger bleibt das Nomad aber tendenziell auf der soften Seite – maximaler Pop steht hier nicht im Fokus. Stattdessen sorgt es vor allem mit seiner hohen Laufruhe für viel Vertrauen – gerade auf anspruchsvollen, schnellen Trails.
In flowigen Passagen ist das Handling dennoch angenehm zugänglich: Das Nomad lässt sich intuitiv fahren, bleibt in engen Kurven ausreichend agil, wirkt zu keinem Zeitpunkt träge oder schwerfällig – hier stimmt die Balance. Auch beim Thema Feedback findet Santa Cruz einen gelungenen Mittelweg. Der Rahmen ist ausreichend steif für ein präzises Handling und klares Feedback, vermittelt aber gleichzeitig genug Compliance, um auch auf langen Abfahrten komfortabel zu bleiben.
Dazu passt die auffällig leise Geräuschkulisse. Die einlaminierten Zugführungen im Inneren des Rahmens machen sich bezahlt und das Nomad vermittelt buchstäblich ein sehr ruhiges, souveränes Fahrerlebnis. Abgerundet wird der starke Gesamteindruck durch die stimmig gewählten Komponenten. Die MAVEN Silver-Bremsen liefern zuverlässig gewohnt viel Power und mit neuem B1-Swinglink auch die gewünschte Dosierbarkeit bei geringer Hebelkraft.
Die DF-Technologie der DT Swiss-Nabe in der Hinterradnabe ist ein cooles Feature. Im direkten Vergleich macht sich die Einstellung – wenn auch nicht dramatisch – bemerkbar und sorgt zudem für spürbar weniger Antriebseinflüsse im ruppigen Gelände. Vermutlich wäre der Effekt beim Vorgänger größer gewesen.
Für maximale Abfahrtsperformance würden wir dennoch immer mindestens zur 10°-Stellung, wenn nicht sogar zur 20°-Stellung raten, zumal der Nachteil der verzögerten Antriebskraft gering ausfällt und man sich schnell an die Eigenheit gewöhnt.
Für wen ist das neue Santa Cruz Nomad 2027 das richtige Bike?
Das neue Nomad richtet sich klar an Fahrerinnen und Fahrer, die ein abfahrtsorientiertes Enduro suchen, das maximale Kontrolle, Traktion und Sicherheit in anspruchsvollem Gelände bietet. Wer gerne schnell unterwegs ist, ruppige Trails liebt und ein Bike sucht, das auch bei hohem Tempo ruhig und berechenbar bleibt, wird hier voll abgeholt.
Dank des sensiblen, eher soften Fahrwerkcharakters eignet sich das Nomad besonders für alle, die Wert auf Grip und Komfort legen, statt auf maximalen Pop oder ein superverspieltes Fahrgefühl. Es belohnt einen aktiven Fahrstil, verzeiht aber gleichzeitig auch Fehler und vermittelt viel Vertrauen – gerade in technisch schwierigen Passagen.
Trotz seiner klaren Downhill-DNA bleibt das Nomad vielseitig genug für längere Tage im Sattel. Wer bereit ist, beim Uphill kleine Abstriche in Kauf zu nehmen, bekommt ein erstaunlich tourentaugliches Gesamtpaket.
Weniger passend ist das Nomad hingegen für Rider, die ein extrem straffes, sehr direktes Bike mit viel Pop und maximaler Effizienz suchen. Auch wer den Fokus klar auf lange Touren oder maximale Kletterperformance legt, findet passendere Alternativen.
Das richtige Bike für:
Waschechte Santa-Cruz-Fans, die die sechste Generation bereits feierten und sich ein noch besseres Gesamtpaket gewünscht haben, das bis ins kleinste Detail optimiert wurde. Here you go!
Alle, die generell ein robustes, zuverlässiges Alleskönner-Bike suchen. Egal, ob Bikepark oder Hometrail-Laps: Das Nomad bietet die erforderliche hohe, berechenbare Abfahrtsperformance jederzeit und überall.
Nostalgiker und Sammler: Nomad-Besitzer der dritten Generation bekommen beim Anblick der Gloss-Aqua-Magenta-Lackierung vermutlich feuchte Augen – zurecht!
Fazit zum neuen Santa Cruz Nomad X0 AXS RSV Coil – Feinschliff eines etablierten Klassikers
Santa Cruz hat das Nomad nicht neu erfunden – statt große Risiken einzugehen, setzen die Kalifornier bei der siebten Generation auf gezielten, aber effektiven Feinschliff: kleine Detailverbesserungen am Rahmen und eine verfeinerte Kinematik des VPP-Hinterbaus. Bergab bleibt es damit die gewohnte Bank mit viel Traktion und Reserven, wirkt dabei aber noch kontrollierter und zugänglicher. Gleichzeitig ist das Nomad vielseitiger geworden, ohne seine bekannten Stärken einzubüßen – was das Gesamtpaket spürbar runder macht.
Tops
- leises und hochwertiges Gesamtpaket
- sensibles, hervorragend abgestimmtes Fahrwerk
- hohe Laufruhe bei gleichzeitig guter Agilität
- sinnvolle Detailverbesserungen
- merkbar verbesserte Klettereigenschaften
Flops
- Rebound-Einstellung des Dämpfers sehr schwer erreichbar
- Karkasse am Vorderrad nicht ganz Enduro-tauglich
Alle weiteren Infos zum neuen Nomad findet ihr direkt bei Santa Cruz.
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Text: Lars Engmann Fotos: Max Schumann














