
Santa Cruz hat beim neuen Tallboy 6 klare Ziele ausgegeben: weniger Gewicht, mehr Abfahrtsperformance. Laut Hersteller spart der hochwertigste “CC” Rahmen gegenüber dem Vorgänger über 300 Gramm ein. Gleichzeitig wächst der Federweg auf 140 mm an der Front und 130 mm am Heck. Damit rückt das Tallboy näher ans Hightower im Portfolio der Kalifornier heran.
Die größte Neuerung steckt jedoch im Hinterbau: Santa Cruz verabschiedet sich beim Tallboy erstmals von seinem VPP-System (Virtual Pivot Point) und setzt stattdessen auf einen klassischen Viergelenker mit stehendem Dämpfer. Wer mehr in die Thematik verschiedener Hinterbaukonzepte einsteigen will, dem empfehlen wir den Artikel “Wie Hinterbau-Konzepte die Performance eures MTBs beeinflussen”
Ganz überraschend kommt dieser Schritt allerdings nicht. Bereits 2021 führte Santa Cruz beim Blur einen Eingelenker mit Flex-Pivot ein, 2024 folgte das E-MTB Vala mit Viergelenker-Hinterbau. Mit dem Tallboy erreicht dieser Strategiewechsel nun auch eines der wichtigsten Trail-Bikes der Marke.
Heißt das, VPP ist Geschichte? Nein. Modelle wie das kürzlich vorgestellte Nomad bleiben weiterhin beim bewährten VPP-Layout. Vielmehr verabschiedet sich Santa Cruz zunehmend von der früheren Strategie, jedes Bike zwingend mit VPP-Hinterbau und der typischen Santa-Cruz-Designsprache auszustatten. Stattdessen rücken heute die jeweiligen Anforderungen der einzelnen Bike-Kategorie und die konkreten Entwicklungsziele in den Vordergrund. Je nach Einsatzbereich entscheidet sich die Marke also bewusst für genau das Konzept, das in Sachen Gewicht, Kinematik, Bauraum und Fahrverhalten die größten Vorteile bietet. Beim Tallboy überwiegen laut Santa Cruz die Vorteile des neuen Viergelenker-Designs.Ganz überraschend kommt dieser Schritt allerdings nicht. Bereits 2021 führte Santa Cruz beim Blur einen Eingelenker mit Flex-Pivot ein, 2024 folgte das E-MTB Vala mit Viergelenker-Hinterbau. Mit dem Tallboy erreicht dieser Strategiewechsel nun auch eines der wichtigsten Trail-Bikes der Marke.
Ein zentraler Faktor war das Gewicht: Der bisherige Dämpfertunnel des VPP-Layouts erforderte Voll-Carbon-Strukturen, die entsprechend schwer ausfielen. Das neue 4-Bar-Design spart hier nicht nur Gewicht, sondern schafft auch mehr Bauraum. Dadurch konnten die Entwickler kürzere Kettenstreben realisieren – besonders wichtig bei kleinen Rahmengrößen wie XS, um eine ausgewogene Geometrie zu gewährleisten.
Auch bei der Kinematik verspricht sich Santa Cruz Vorteile. Mit dem Viergelenker lassen sich bei kurzen Federwegen Progression, Anti-Squat und Anti-Rise einfacher auf die gewünschten Werte abstimmen. Eine flachere Progressionskurve soll mehr Support zu Beginn des Federwegs bieten, während weniger Anti-Squat-Werte die Traktion beim Pedalieren verbessern sollen. Durch den reduzierten Anti-Rise-Wert wiederum verspricht man sich, dass das Fahrwerk unter Bremslast weniger verhärtet.
Ein weiterer Vorteil des neuen Kinematik-Konzepts ist, dass die Einstecktiefen für Vario-Sattelstützen wesentlich länger sind.
Welche Detaillösungen hat das neue Santa Cruz Tallboy 2027?
Neben dem neuen Hinterbau sticht die Glovebox V2 ins Auge. Schon beim Öffnen wird klar: Santa Cruz legt Wert auf das Thema Stauraum. Der Innenraum ist makellos verarbeitet – keine Fasern, kein Staub, nicht, was nach wenig durchdachter Lösung aussieht. Auch der Verschluss wurde optimiert: Statt drei greifen jetzt vier Nasen mit größerem Abstand zueinander, wodurch der Deckel extrem satt sitzt – fast schon zu fest. Mit an Bord sind die zwei hochwertige Taschen „Tool Wallet“ und „Tube Purse“. Für zusätzlichen Stauraum können der Accessory-Mount am Oberrohr genutzt werden.


Das größenspezifische Konzept wird konsequent durchgezogen: Jede Rahmengröße erhält einen eigenen Steifigkeits-Tune über unterschiedliche Rohrquerschnitte und Layups, spezifische Lenkerbreiten und sogar variierende Griffstärken.
Typisch Santa Cruz: Das interne Cable-Routing ist servicefreundlich und klapperfrei gelöst – bis in den Hinterbau sauber geführt und auf der Antriebsseite ordentlich an der Custom-OneUp-Kettenführung vorbei.
Um Gewicht zu sparen, ist der Rahmenschutz am Unterrohr, am Tretlager sowie an den Sitzstreben aufgeklebt statt verschraubt. Etwas rätselhaft wirkt der Mini-Fender am Sitzrohr – was genau er an dieser Position effektiv schützen soll, ist uns unklar. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Reifenfreiheit zur Sitzstrebenbrücke. Selbst mit dem serienmäßigen 2,4”-Forekaster-Reifen geht es dort bereits eng zu.
Alle Lagerbolzen lassen sich mit gängigen Werkzeugen bedienen, allerdings verzichtet Santa Cruz auf Drehmoment-Angaben direkt an den Schraubenköpfen – schade. Den Rahmen gibt es nur noch im Top-Layup CC. Das spart zum Tallboy 5 CC rund 300 g Gewicht ein und zum alten C-Layup knapp 400 g – ein Schritt, der zudem die Entwicklungszeit verkürzte.
Die Ausstattung Santa Cruz Tallboy X0 AXS RSV 2027
Die Ausstattung unseres Test-Bikes, des Tallboy CC X0 AXS RSV, ist durchdacht und passt in die Kategorie eines potenten Trail-Bikes. Das Fahrwerk, bestehend aus der RockShox Pike Ultimate-Gabel und dem passenden Deluxe Ultimate-Dämpfer, spricht sehr sensibel an und arbeitet angenehm leise. Bei den Bremsen setzt Santa Cruz auf SRAM Motive Silver. Für die Trail-Kategorie ist sie absolut ausreichend: Kombiniert mit den HS2-Bremsscheiben (200 mm vorne, 180 mm hinten) liefert das Paket einen knackigen Druckpunkt und eine konstante Performance.
Der Reserve 30|SL Carbon-Laufradsatz kommt mit lebenslanger Garantie und ist mit den neuen DT Swiss 350 DEG DF-Naben ausgestattet. Hier lässt sich der Freiheitsgrad einstellen, bevor der Freilauf einrastet, was dem Pedalrückschlag gezielt entgegenwirkt. Wie bei allen Tallboy-Modellen, kommen die schnellen MAXXIS Forekaster-Reifen in 29 x 2,4 Zoll mit MaxxTerra-Gummimischung und EXO-Karkasse zum Einsatz. Die Reifen rollen angenehm leicht, passen gut zum effizienten Charakter des Bikes und bieten gleichzeitig viel Grip für ein Trail-Bike dieser Kategorie.
Der Antrieb ist ein reiner SRAM X0 Eagle AXS Transmission, der mit einem servicefreundlichen, geschraubten BSA-Innenlager kombiniert wird. Auch das Cockpit lässt keine Wünsche offen: Der populäre OneUp V2 Carbon-Lenker trifft auf einen hochwertigen Race Face Turbine-Vorbau mit 40 mm Länge. Positiv fallen zudem die hauseigenen Griffe auf – sie sind spürbar komfortabel.
Besonders erfreulich: Santa Cruz verbaut in allen zum Marktstart erhältlichen Modellen serienmäßig eine OneUp V3-Dropper Post – für viele allgemein eine der besten Vario-Sattelstützen auf dem Markt. In Größe L bietet sie satte 210 mm Hub und nutzt den großzügigen Platz im Sitzrohr optimal aus.
Weitere Ausstattungsvarianten des Santa Cruz Tallboy 2027
Zum Launch des Tallboy 6 schickt Santa Cruz insgesamt vier Komplettmodelle sowie ein Rahmenkit ins Rennen. Die Preisspanne reicht dabei von 5.999 € bis hin zu 9.499 € für das von uns getestete Modell. Im Vergleich zum Vorgänger ist das Topmodell 500 € günstiger geworden – und auch die übrigen Modelle sind insgesamt attraktiver bepreist. Eine Ausnahme bildet das Rahmenkit, das um 100 € leicht zulegt.
Für preisbewusste Käufer gibt es gute Nachrichten: Später im Sommer soll ein weiteres, günstigeres Modell folgen. Farblich hat man bei allen Varianten die Wahl zwischen dem edlen Gloss Carbon und dem auffälligen Midnight Violet.
Den günstigsten Einstieg markiert aktuell das Tallboy 90 für 5.999 €. Wie der Name bereits verrät, kommt hier die mechanische SRAM Eagle 90 Transmission zum Einsatz. Beim Fahrwerk kombiniert Santa Cruz eine RockShox Pike Select mit einem Deluxe Select+ Dämpfer. Gebremst wird mit SRAM DB8-Bremsen.
Bei den Laufrädern setzt Santa Cruz auf robuste Reserve 30|TR Aluminium-Laufräder mit DT Swiss 370-Naben. Selbst beim günstigsten Modell verbauen die Kalifornier bereits die hochwertige OneUp V3 Dropper-Post – ein erfreuliches Detail. Wie bei allen Tallboy-Modellen rollen auch hier MAXXIS Forekaster-Reifen in 29 x 2,4 Zoll mit MaxxTerra-Mischung und EXO-Karkasse.

Mit einem Preis von 6.999 € positioniert sich das Tallboy GX AXS in der oberen Mittelklasse. Namensgebend ist der elektronische SRAM GX Eagle AXS Transmission-Antrieb. Beim Fahrwerk kommen eine RockShox Pike Select+ sowie ein RockShox Deluxe Select+ Dämpfer mit dreistufig einstellbarer Compression zum Einsatz. Gebremst wird mit SRAM Motive Bronze-Bremsen. Die Laufräder bestehen aus den leichteren Reserve 30|SL AL 6069-Felgen, weiterhin kombiniert mit DT Swiss 370-Naben.

Das Tallboy XT Di2 positioniert sich knapp unterhalb des Topmodells und richtet sich an Fahrer, die einen hochwertigen Shimano-Aufbau bevorzugen. Entsprechend verbaut Santa Cruz hier die neue elektronische Shimano XT Di2-Schaltung. Beim Fahrwerk setzt Santa Cruz bereits auf die Highend-Komponenten von RockShox: Die Pike Ultimate-Gabel bietet umfangreiche Einstellmöglichkeiten inklusive separater Low- und Highspeed-Compression, während am Heck der passende Deluxe Ultimate-Dämpfer arbeitet. Auch bei den Laufrädern orientiert sich das XT Di2 stark am Topmodell. Zum Einsatz kommen die leichten Reserve 30|SL AL 6069-Felgen, kombiniert mit den hochwertigen DT Swiss 350 DEG DF-Naben.

Die Geometrie des Santa Cruz Tallboy 2027
Santa Cruz bietet das Tallboy in insgesamt sechs Größen von XS bis XXL an und deckt damit ein außergewöhnlich breites Spektrum an Fahrergrößen ab. Der Reach liegt bei unserer Testgröße L bei 475 mm – ein moderner, ausgewogener Wert, der weder extrem lang noch zu kurz ausfällt. Die Abstufungen zwischen den Größen bewegen sich mit 20 beziehungsweise 25 mm im üblichen Rahmen. Vor allem kleinere Fahrer*innen profitieren davon, denn bereits die XS-Version startet mit einem sehr kompakten Reach von 410 mm.
Wie bereits erwähnt, fallen auch die Kettenstreben größenabhängig aus. Interessant dabei: Santa Cruz realisiert das nicht über unterschiedliche Hinterbauten, sondern über eine Anpassung der Position des Hauptdrehpunkts. Der Hinterbau selbst bleibt also bei allen Größen identisch. Bei den Größen XS bis MD kommen 435 mm lange Kettenstreben zum Einsatz, während sie ab Größe LG schrittweise auf bis zu 444 mm anwachsen. So soll das Fahrverhalten über alle Rahmengrößen hinweg möglichst ausgewogen bleiben.
Erwähnenswert ist das kurze Sitzrohr der XS-Variante mit lediglich 360 mm Länge. Gerade kleinere Fahrer*innen profitieren dadurch von deutlich mehr Bewegungsfreiheit. Über einen Flip-Chip am Dämpfer lässt sich die Geometrie zudem feinjustieren: Die Tretlagerhöhe verändert sich um 3 mm, der Lenkwinkel um 0,3°.
Ein technisches Detail, bei dem Santa Cruz großen Aufwand betreibt, ist die Auslegung des Sitzwinkels. Während viele Hersteller einen identischen realen Sitzwinkel über alle Größen hinweg verwenden und lediglich das Sitzrohr verlängern, geht Santa Cruz einen anderen Weg: Für jede Rahmengröße wird das Sitzrohr individuell angepasst. Der Vorteil: Der effektive Sitzwinkel bleibt auf einer von Santa Cruz definierten, realistischen Sitzhöhe bei allen Größen konstant bei 76,5°. Dadurch sollen Fahrer unabhängig von ihrer Körpergröße eine vergleichbare Sitzposition und Kletter-Performance erhalten.
Im direkten Vergleich zum Vorgänger besitzt das neue Tallboy 6 einen flacheren Lenkwinkel für mehr Laufruhe und einen steileren Sitzwinkel, um mehr Druck auf die Pedale zu bekommen. Gleichzeitig wurden die Sitzrohre über die gesamte Range verkürzt, was in Kombination mit dem neuen Hinterbau-Layout längere Einstecktiefen für Vario-Stützen ermöglicht. Wo man früher oft durch den VPP-Hinterbau limitiert war, herrscht nun Platz für mehr Hub.
| Size | XS | SM | MD | LG | XL | XXL |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Seat Tube | 360 mm | 380 mm | 400 mm | 420 mm | 450 mm | 500 mm |
| Head Tube Angle | 65.1° | 65.1 | 65.1 | 65.1 | 65.1 | 65.1 |
| Seat Tube Angle | 76.5° | 76.5° | 76.5° | 76.5° | 76.5° | 76.5° |
| Chainstay | 435 mm | 435 mm | 435 mm | 438 mm | 440 mm | 444 mm |
| BB Height | 338 mm | 338 mm | 338 mm | 338 mm | 338 mm | |
| Reach | 410 mm | 435 mm | 455 mm | 475 mm | 495 mm | 520 mm |
| Stack | 601 mm | 610 mm | 624 mm | 633 mm | 646 mm | 660 mm |
Das Santa Cruz Tallboy 2027 im ersten Test
Santa Cruz liefert – wie bei allen aktuellen Modellen – einen eigenen Setup-Guide mit konkreten Empfehlungen zum Fahrwerk. Interessant dabei: Vor allem die vorgeschlagenen Settings für die Gabel weichen spürbar von den Standard Empfehlungen von RockShox ab. Die Gabel war uns mit dem empfohlenen Setup allerdings etwas zu straff abgestimmt. Für den Hinterbau funktionierten die Vorgaben in unserem Test ausgezeichnet.
Bergauf präsentiert sich das Tallboy angenehm leichtfüßig und effizient. Im Sitzen arbeitet der Hinterbau zwar sichtbar mit, doch wer moderne Trail- oder Enduro-Bikes gewohnt ist, wird das kaum als störend wahrnehmen. Auch im Wiegetritt entsteht nicht das Gefühl, tief im Federweg zu versinken. Zudem steht bei Bedarf jederzeit der Lockout-Hebel zur Verfügung. Wie von Santa Cruz versprochen, bleibt der Hinterbau selbst unter Last sehr aktiv. Gerade auf technischen Anstiegen sorgt das für mehr Traktion und erleichtert das Klettern.
Auf dem Trail glänzt das Tallboy mit einem extrem sensiblen Heck, das Unebenheiten förmlich verschluckt und sich subjektiv nach mehr als 130 mm Federweg anfühlt. Wer nun befürchtet, dass die geringere Progression des Hinterbaus zu häufigen Durchschlägen führt, kann beruhigt sein: Santa Cruz hat den Dämpfer-Tune hervorragend getroffen. Selbst bei unsauberen Landungen auf unseren Teststrecken blieb das Fahrwerk kontrolliert und frei von harten, metallischen Durchschlägen. Der Hinterbau erreicht sein Limit zwar gefühlt etwas früher als die Front, insgesamt harmoniert das Fahrwerk jedoch ausgesprochen gut. Das Tallboy vermittelt nie das Gefühl, unkontrolliert durch den Federweg zu rauschen.
Hinzu kommt ein äußerst präzises Handling. Das geringe Gewicht und die direkte Fahrdynamik animieren förmlich dazu, aktiv mit dem Trail zu spielen, Kanten mitzunehmen und das Bike dynamisch durch Anlieger zu drücken. Gleichzeitig vermittelt die moderne Geometrie viel Sicherheit und Vertrauen. Das Tallboy gehört definitiv zu den Bikes, auf die man steigt und sich sofort zuhause fühlt.
Einen kleinen Dämpfer hinterlässt allerdings die Geräuschkulisse bergab. Trotz der sehr gelungenen Rahmenprotektoren war unser Testbike überraschend laut unterwegs. Woher die Geräusche genau kamen, konnten wir während des Testzeitraums leider nicht eindeutig identifizieren.
Für wen ist das neue Santa Cruz Tallboy 2027?
Das Tallboy 6 richtet sich an Mountainbiker, die ein effizientes Bike für lange Touren suchen, bergab aber nicht auf ein souveränes und fahrstabiles Handling verzichten möchten. Damit positioniert sich das neue Tallboy zwischen klassischem XC-Bike und modernem Trail-Bike mit viel Federweg.
Wir sehen das Einsatzgebiet vor allem in drei Bereichen:
- Als agiles Trail-Bike für die schnelle Feierabendrunde – wenn direkter Vortrieb, geringes Gewicht und verspieltes Handling wichtiger sind als maximale Federwegsreserven.
- Für Tourenfahrer, die viele Höhenmeter sammeln, auf anspruchsvollen Trails aber dennoch ein hohes Maß an Sicherheit und Reserven erwarten.
- Als Ergänzung für Fahrer moderner Enduros oder eMTBs, die ein leichteres Zweit-Bike für Trainingsrunden oder alltägliche Touren suchen, ohne dabei auf ein vertrautes und modernes Fahrgefühl verzichten zu müssen.
Das Fazit zum Santa Cruz Tallboy 2027
Mit dem Tallboy 6 schlägt Santa Cruz in einer Kernkategorien ein neues Kapitel auf: Statt kompromisslos am VPP-Hinterbau festzuhalten, setzen die Kalifornier auf das Konzept, das am besten zum Einsatzbereich passt. Das Ergebnis ist ein modernes Trail-Bike mit sensiblem Fahrwerk, sehr guter Klettereffizienz im Gelände und spürbar mehr Reserven bergab. Ob der neue Viergelenker-Hinterbau grundsätzlich „besser“ ist als VPP, lässt sich pauschal nicht beantworten – beim Tallboy überwiegen in Summe jedoch die Vorteile des neuen Konzepts.
Tops
- sensibles, sehr ausgewogenes Fahrwerk mit viel Reserven
- hochwertige Verarbeitung und durchdachte Details
- durchdachte Spezifikationen über die gesamte Range
Flops
- erhöhte Geräuschkulisse im Gelände
- knappe Reifenfreiheit an der Sitzstrebenbrücke
Alle weiteren Infos findet ihr auf der Website von Santa Cruz.
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Text: Reynaldo Ilagan Fotos: Max Schumann
