Das Transition Sentinel ähnelt auf dem Papier in Sachen Federweg und Gewicht stark seiner Konkurrenz in diesem Vergleichstest. In der Praxis fährt es den anderen Bikes aber davon – zumindest, wenn es steil bergab geht.

Einen Überblick über diesen Vergleichstest erhaltet ihr hier: Das beste Trail-Bike 2019 – 13 Bikes im Vergleichstest

Transition Sentinel | 160/140 mm (v/h) | 13,92 kg | 6.399 €

„Seid ihr euch sicher, dass das Sentinel das richtige Bike für diesen Test ist?“ Diese Frage haben wir Transition direkt gestellt, als sie das Sentinel für den Vergleich angemeldet haben. Transition war sich sicher! Mit 160 mm Federweg in Front und 140 mm am Heck sowie seiner langen und flachen „Speed Balanced Geometry“ ähnelt das Rad eher einem Enduro. Die Geometrie besteht aus einem langen Hauptrahmen mit flachem Lenkwinkel, verkürztem Federgabel-Offset und kurzen Kettenstreben und soll dem Rad sowohl bei Highspeed als auch im technischen Terrain ein optimales Handling verleihen. Bei der Ausstattung setzen die Amerikaner auf Bewährtes. Das FOX Performance Elite-Fahrwerk lässt genauso wie die SRAM X01-Schaltung und die Stan’s Flow MK III-Laufräder keine Wünsche offen. Abgerundet wird das Paket von einem 40 mm kurzen ANVL-Vorbau, der einen 800 mm breiten ANVL-Carbonlenker klemmt.

  Dort, wo andere Bikes ans Limit kommen, wacht das Sentinel erst auf.

Das Transition Sentinel im Detail

Federgabel FOX 36 Grip 2 Performance Elite 160 mm
Dämpfer FOX DPX2 Performance Elite 140 mm
Bremsen SRAM CODE RSC 180/180 mm
Schaltung SRAM XO1 Eagle
Sattelstütze RockShox Reverb Stealth 170 mm
Vorbau ANVL Swage 40 mm
Lenker ANVL Mandrel Alloy 800 mm
Laufradsatz Stan’s Flow MK3 Team
Reifen MAXXIS Minion DHF/DHR II
Gewicht 13,92 kg
Preis 6.399 €

Super schick
Das Finish und die homogenen Formen des Transition Sentinel wissen zu gefallen.
Top Performance
Die FOX 36 Performance Elite überzeugt mit super Fahreigenschaften. Transition verbaut ein Modell mit verkürztem Offset, wodurch das Rad trotz des flachen Lenkwinkels einfacher zu handeln sein soll.
Große Freiheit
Die RockShox Reverb mit 170 mm Verstellbereich ermöglicht jede Menge Bewegungsfreiheit auf dem Bike. Das Einzige, was besser ist als eine Sattelstütze mit viel Hub, ist eine mit noch mehr – vorausgesetzt, die Beine sind lang genug.
Praktisch
Transition verlegt die Bremsleitung außerhalb des Rahmens. Das erleichtert den Austausch im Servicefall enorm, da das Bremssystem nicht geöffnet werden muss.

Die Geometrie des Transition Sentinel

Größe S M L XL
Sattelrohr 360 mm 400 mm 440 mm 490 mm
Oberrohr 568 mm 593 mm 622 mm 650 mm
Steuerrohr 100 mm 100 mm 110 mm 120 mm
Lenkwinkel 64° 64° 64° 64°
Sitzwinkel 77,5° 77,5° 77,5° 77,5°
Kettenstrebe 435 mm 435 mm 435 mm 435 mm
Tretlagerabsenkung 30 mm 30 mm 30 mm 30 mm
Radstand 1193 mm 1218 mm 1247 mm 1277 mm
Reach 425 mm 450 mm 475 mm 500 mm
Stack 617 mm 617 mm 626 mm 635 mm
Helm Specialized Ambush
Brille Smith Barra | Rucksack EVOC STAGE 12 l | Jersey 100% Celium Jersey | Short 100% Celium Short | Schuhe Specialized 2FO Flat

Das Transition Sentinel auf dem Trail

Schon nach wenigen Metern bergauf mit dem Transition Sentinel wird klar, dass das Rad etwas aus dem Testfeld herausbricht. Es klettert zwar insgesamt gut, wirkt dabei aber nicht so spritzig wie seine Konkurrenz. Die Sitzposition ist zentral, das Fahrwerk effizient und doch wirkt das Rad insgesamt minimal behäbiger. Es motiviert nicht gerade zu Zwischensprints oder schnellen Antritten. Vielmehr bringt es seinen Fahrer komfortabel und beständig zu jedem Trail-Einstieg. Bei engen technischen Sektionen neigt das Vorderrad außerdem zum Einkippen, was vor allem am flachen Lenkwinkel liegt.
Das leicht behäbige Handling zeigt sich auch auf dem Trail. Wirklich in seinem Element ist das Transition erst dann, wenn es schnell bergab geht. Auf steilen Tracks ist das Rad eine Macht: Es fährt sich hier sehr ausgewogen und boostet das Selbstvertrauen seines Fahrers ins Unermessliche. Steinfelder und Wurzeln saugt sein Fahrwerk einfach auf und bietet sehr guten Gegenhalt bei ausreichend Grundspeed. Ist man allerdings auf eher flachen, flowigen Trails unterwegs, langweilt sich das Sentinel und lässt das seinen Fahrer auch spüren. Dann erfordert es einen sehr beherzten Fahrstil und einiges an Input, um willig durch Kurven zu zirkeln. Auch für das Abziehen an Kanten ist mehr Input gefragt. In engen Sektionen verlangt das Sentinel außerdem viel Körpereinsatz, um sich um die Ecke zirkeln zu lassen.

Tuningtipp: größere Bremsscheibe vorn

Fazit

Das Transition Sentinel fährt seiner Konkurrenz auf anspruchsvollen Trails gnadenlos davon. Wer es gern richtig stehen lässt und vor allem auf der Suche nach Highspeed ist, wird hier fündig. Für so viel Abfahrtsperformance klettert das Rad außerdem erstaunlich gut. Wer jedoch Wert auf ein ausgewogenes, verspieltes Handling legt, sollte sich besser woanders umsehen – hier kann das Smuggler von Transition eine spannende Alternative sein.

Stärken

  • auf anspruchsvollen Strecken nicht zu stoppen
  • sehr stabil bei Highspeed
  • sehr durchdachte Ausstattung

Schwächen

  • langweilt sich auf einfachen Trails
  • erfordert einen aktiven Fahrstil
  • bergauf kippt das Vorderrad in engen Sektionen

Uphill

Downhill

Laufruhe

Agilität

Preis / Leistung


Mehr Infos findet ihr unter: transitionbikes.com

Einen Überblick über diesen Vergleichstest erhaltet ihr hier: Das beste Trail-Bike 2019 – 13 Bikes im Vergleichstest

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Text & Fotos: Christoph Bayer

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Über den Autor

Christoph Bayer

Abwechslung – das ist für Christoph das Wichtigste. Sowohl auf dem Bike als auch bei seiner Tätigkeit für ENDURO. Er kümmert sich federführend um das sechs Mal im Jahr erscheinende Magazin und ist dort gleichzeitig Fotograf und Redakteur. Auf dem Rad trifft man ihn vor allem im alpinen Terrain an, wo er neben flowigen Trails auch gerne mal eng verwinkelte oder verblockte Strecken in Angriff nimmt.