Die Räder von Trek haben alle eines gemeinsam: Bereits nach wenigen Kurbelumdrehungen fühlt man sich auf ihnen wie zu Hause. Auch das Trek Fuel EX 8 29 macht in diesem Vergleichstest keine Ausnahme. Wie es sich auf dem Trail schlägt, lest ihr hier.

Einen Überblick über diesen Vergleichstest erhaltet ihr hier: Fahrspaß inklusive! – 7 Trailbikes bis 3.000 € im Vergleich

Trek Fuel EX 8 29 XT | 140/140 mm (v/h) | 14,06 kg | 2.999 €

Wow! Als wir den Rahmen des Trek Fuel EX 8 29 das erste Mal sahen, blieb uns der Mund offen stehen. Das voluminöse Unterrohr, die elegante Linienführung, das schicke schwarz-graue Farbkonzept – das Rad wirkt einfach super hochwertig und edel. Und das, obwohl die Ausstattung mit einer Shimano MT 500-Bremse oder der FOX 34 Rhythm-Federgabel eher günstig ausfällt. Für einen Preis von 2.999 € bietet Trek das Fuel EX wahlweise mit einem Shimano 2-fach-Antrieb oder einer SRAM GX Eagle-Schaltung. Wir würden auf jeden Fall zur Eagle greifen, für unseren Test erhielten wir jedoch die 2-fach-Version.

Helm Giro Montaro | Shirt ION Tee LS Seek Amp | Shorts ION Bikeshorts Traze Amp | Brille Smith Attack Max | Hip Bag EVOC HIP PACK RACE 3l

Wie bei Trek üblich, stammen viele der Anbauteile aus dem Hause Bontrager. Leider fällt der Lenker mit 750 mm etwas schmal aus, ansonsten gibt es nichts zu beanstanden. Da die passenden Bontrager-Reifen aktuell nicht verfügbar sind, wird das Fuel EX mit Schwalbe Nobby Nic-Pneus ausgeliefert. Wie alle vollgefederten Trek-Modelle besitzt auch das Fuel EX das gerade Unterrohr für mehr Steifigkeit. Damit hier die Federgabel nicht anschlägt, verbaut Trek den sogenannten Knock Block-Steuersatz. Auf dem Trail ist der beschränkte Lenkeinschlag von weniger als 90° nicht spürbar, doch beim Verladen ins Auto nervt das System gehörig.

  Das Fuel EX ist der VW Golf in diesem Vergleich: zuverlässig und schnörkellos!

Direkt nach dem Aufsteigen empfängt einen das typische Trek-Gefühl und es herrscht absolute Wohlfühlatmosphäre. Einzig ein Handgriff ist nötig, bevor es auf Tour geht: Der Sattel muss nach vorn geschoben werden. Ist das erledigt, sitzt man angenehm zentral und kann mit viel Kraft pedalieren. Der speziell entwickelte FOX-Dämpfer mit RE:aktiv-Ventil reagiert auch im Trail-Modus sehr feinfühlig auf Unebenheiten und bietet bergauf sehr gute Traktion. So entspannt wie es mit dem Fuel EX bergauf geht, so easy lässt sich das Rad auch bergab navigieren. In Kurven ist die Geometrie sehr ausgewogen, wodurch sich das Rad sehr gut kontrollieren lässt. Schnelle Richtungswechsel erledigt es trotz der großen Laufräder flink und ohne Probleme. Auf flachen, flowigen Trails lohnt es sich, den Dämpfer in der halb geschlossenen Position zu fahren. Das Fuel EX bietet dann mehr Gegenhalt und steht höher im Federweg, ohne aber zu unsensibel zu sein. Öffnet man den Verstellhebel, fühlt sich das Rad nach deutlich mehr Federweg als den angegebenen 130 mm an, es schluckt aber auch etwas Energie beim Pushen und sackt in Kompressionen leicht weg. Wird es steil und richtig anspruchsvoll, bleibt das Fuel EX zwar sicher auf Kurs, allerdings würden wir uns dann eine etwas potentere Federgabel mit 140 mm Federweg wünschen.

Das Trek Fuel EX 8 29 XT im Detail

Federgabel Fox 34 Rythm 130 mm
Dämpfer Fox Float Performance Re:Aktiv 130 mm
Bremsen Shimano MT500
Schaltung Shimano XT/SLX
Sattelstütze Bontrager Drop Line 150 mm
Vorbau Bontrager Line 60 mm
Lenker Bontrager Line 750 mm
Reifen Schwalbe Nobby Nic
Laufradsatz Bontrager Line Comp 30
Gewicht 14,06 kg
Preis 2.999 €

Überraschung
Die günstigen Shimano-Bremsen überzeugen mit ausreichend Power und guter Dosierbarkeit.
Ausgetauscht
Normalerweise kommt das Fuel EX mit Bontrager-Reifen. Da es hier jedoch aktuell Lieferschwierigkeiten gibt, setzt Trek auf leicht rollenden Schwalbe Nobby Nic. Wer es auf dem Trail gern krachen lässt wünscht sich aber mehr Grip und Pannenschutz.
Überragend
Der Hinterbau des Fuel EX begeistert mit sensationell feinfühligem Ansprechverhalten. Bergauf und auf flowigen Trails arbeitet er im Trail-Mode am besten.
Halb geschlossen
Die FOX 34 Rythm arbeitet am besten, wenn man den Verstellhebel der Druckstufe um ca. ein Drittel schließt. Dann steht sie höher im Federweg und sackt beim Anbremsen nicht weg.
Super kurz
Das Steuerrohr des Fuel EX ist sehr kurz, ein hoher Spacerturm ist die Folge.

Die Geometrie des Trek Fuel EX 8 29 XT

Größe XS S M L XL XXL
Oberrohr 543 mm 578 mm 595 mm 610 mm 610 mm 671 mm
Steuerrohr 100 mm 100 mm 100 mm 100 mm 120 mm 145 mm
Lenkwinkel 67.7° 67.7° 67.7° 67.7° 67.7° 67.7°
Sitzwinkel 74,7° 74,7° 74,7° 74,7° 74,7° 74,7°
Kettenstrebe 432 mm 432 mm 432 mm 432 mm 432 mm 432 mm
BB Drop 39 mm 39 mm 39 mm 39 mm 39 mm 39 mm
Radstand 1141 mm 1172 mm 1204 mm 1235 mm
Reach 399 mm 433 mm 450 mm 465 mm 487 mm 487 mm
Stack 604 mm 603 mm 603 mm 603 mm 612 mm 644 mm

  Tuning-Tipps: Größere Bremsscheiben und ein breiterer Lenker

Fazit

Das Trek Fuel EX 8 29 ist ein grandioser Allrounder. Es klettert souverän bergauf und vermittelt bergab enormen Fahrspaß. Es ist wie gemacht für lange Touren und Abenteuer ins Unbekannte. Leider limitiert die Federgabel das Potenzial des Bikes – hier wäre eine 140-mm-Variante die bessere Wahl.

Stärken

+ super Allrounder
+ sehr guter Hinterbau
+ ausgewogenes Fahrverhalten

Schwächen

– Sitzwinkel etwas flach
– Federgabel limitiert das Bike
– Lenker zu schmal

Uphill
Downhill
Laufruhe
Agilität
Preis/Leistung


Mehr Infos findet ihr unter: trekbikes.com

Das Testfeld

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Alle Bikes im Test: Canyon Spectral CF 8.0 | Ghost SLAMR X 5.9 AL | Giant Trance 1.5 LTD | ROSE ROOT MILLER 2 | Whyte T-130 S | YT JEFFSY 29 AL Comp


Dieser Artikel ist aus ENDURO Ausgabe #033

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Text: Christoph Bayer Fotos: Christoph Bayer, Valentin Rühl

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Über den Autor

Christoph Bayer

Abwechslung – das ist für Christoph das Wichtigste. Sowohl auf dem Bike als auch bei seiner Tätigkeit für ENDURO. Er kümmert sich federführend um das sechs Mal im Jahr erscheinende Magazin und ist dort gleichzeitig Fotograf und Redakteur. Auf dem Rad trifft man ihn vor allem im alpinen Terrain an, wo er neben flowigen Trails auch gerne mal eng verwinkelte oder verblockte Strecken in Angriff nimmt.