Seit 1991 gehören Skaten, Surfen und Snowboarden zur DNA von Volcom. Dass es mit der Bekleidung nun von der Halfpipe auf den Trail geht, ist nur logisch – schließlich wachsen Board- und MTB-Szene in den letzten Jahren immer stärker zusammen. Mit 100 € (UVP) ist die Ripper zudem fair bepreist und bringt den Volcom-Style zu einem erschwinglichen Kurs auf den Trail. Im Vergleich zu anderen Trailhosen, wie der von uns getesteten 7mesh-Hose, ist die Ripper deutlich preiswerter.

Die Volcom Ripper-Hose im Detail
Ganze 10 Größen – von 26 bis 38 – bietet Volcom an, da dürfte für jeden Bike-Fan das passende Modell dabei sein. Mit 316 g in Größe 34 ordnet sich die Hose beim Gewicht unauffällig im Mittelfeld der Konkurrenz ein. Auch beim Design setzt Volcom eher auf Understatement: In der Farbe Squadron Green geht man mit der Ripper schlicht und unscheinbar auf den Trail. Wer es noch dezenter mag, greift zur schwarzen Variante, und wer Akzente setzen möchte, wählt das auffälligere Khaki. Um den Volcom-Vibe zu versprühen, finden sich kleine, feine Details wie das ikonische Stone-Logo auf dem linken Knie, den dezenten Volcom-Schriftzug oder unaufdringliche V.Co-Tech-Badges. Der flexible Stretch und ein ergonomischer Schnitt sollen für einen komfortablen Sitz sorgen. Laut Hersteller soll das leichte Gewebe zudem abriebfest sein, Schweiß zügig nach außen transportieren und extrem schnell trocknen. Zusätzlich verspricht die DWR-Beschichtung (Durable Water Repellent, aka Imprägnierung) wasserabweisende Eigenschaften.


Reißverschluss und Hosenknopf sowie die beidseitigen Klettstraps an der Hüfte zur Feineinstellung der Bundweite sollen dafür sorgen, dass man selbst auf ruppigen Lines nicht ohne Hose dasteht. Wenn die Außentemperatur dann doch zum Schwitzen einlädt, setzt Volcom auf ein leichtes, dünnes Material, kombiniert mit laserperforierten Belüftungslöchern, um für optimale Kühlung zu sorgen – ohne dass Dreck ins Hoseninnere gelangt. Dank der zwei seitlichen Hosentaschen mit Reißverschluss und der Schlüsseltasche finden Handy und Bargeld sowie Schlüssel oder Minitool mühelos Platz.


Die Volcom Ripper-Hose auf dem Trail
Zieht man die Volcom Ripper-Hose das erste Mal an, fällt beim Schnitt direkt auf, dass Volcom vieles richtig gemacht hat: An den Oberschenkeln liegt das Material eng und angenehm an, während an den Knien genug Platz für Protektoren bleibt, ohne dass beim Pedalieren irgendwas spannt. Richtung Knöchel wird der Schnitt schmaler. Der Vorteil: Die Pants verfängt sich weder in der Kette noch im Kettenblatt. Auch bei der Länge punktet das Modell: Selbst große Rider müssen keine Hochwasser-Angst haben. Und für kleinere Rider oder alle, die es unten noch etwas luftiger haben wollen: Hochkrempeln klappt problemlos, und auch eine Bib-Shorts passt noch entspannt drunter. Einziger Haken beim Sitz: Der wenig elastische Bund fällt sehr groß aus und passt sich nicht von selbst an. Um die Pants dort zu halten, wo sie hingehört, mussten unsere Tester die beidseitigen Klettstraps bis zum Anschlag festziehen. Die Hose eine Nummer kleiner zu wählen, war wegen der ansonsten perfekten Beinlänge keine Option. Wie standhaft die stark beanspruchten Kletts auf Dauer greifen, muss erst der Langzeittest zeigen – über unseren ganzen Testzeitraum hinweg haben sie jedoch problemlos funktioniert.


Im Uphill spielt das flexible Material seine Stärken aus: Nichts scheuert beim Treten, der Stoff liegt spürbar angenehm auf der Haut. Geht es bergab, sitzt die Ripper bombenfest. Durch das leichte Gewebe ist sie allerdings eher ein Kandidat für heiße Summer-Laps als für kühle Herbsttage. Ihren Härtetest meisterte die Volcom-Pants bei sommerlichen 36 °C mit Bravour: Selbst bei starker Schweißbildung klebte oder rieb nichts. Ein durchdachtes Feature sind die leicht schräg abfallenden Reißverschlüsse der beiden Hosentaschen: Dadurch lassen sie sich auch während der Fahrt bequem öffnen und schließen, ohne dass man das Handgelenk unnatürlich verdrehen muss.
Und weil zum Leben nicht nur Trails, sondern auch die Waschmaschine gehört, muss die Ripper zwischendurch in die Trommel: Bei 30 °C in der Waschmaschine lässt sie sich problemlos waschen – selbst Kettenschmiere vom Laufrad-Einbau verschwindet spurlos. Man muss nur daran denken, die Imprägnierung nach ein paar Waschgängen zu erneuern, damit die Hose wasserabweisend bleibt.
Fazit zur Volcom Ripper-Hose
Die Ripper überzeugt als hochwertig verarbeitete, komfortable und gut belüftete Hose für heiße Tage. Der Schnitt bietet reichlich Platz für Knieschoner, sitzt an den Waden angenehm eng und punktet mit sinnvollen Details. Dank DWR-Beschichtung hält sie auch leichten Spritzschutz und kurze Schauer zuverlässig ab. Einziger Schwachpunkt ist der weit ausfallende Bund, der je nach Körperform etwas mehr Anpassung erfordert. Angesichts des Preises und der soliden Trail-Performance ist die Ripper eine starke Wahl für lange, heiße Trail- und Enduro-Runden.
Tops
- robustes Material und hochwertige Verarbeitung
- ausreichend Platz für Knieprotektoren
- viele Größen
- gute Beinlänge (ideal für große Fahrer)
- gute Belüftung und leicht wasserabweisend
Flops
- Bund fällt etwas weiter aus
- Langzeit-Haltbarkeit noch unklar
Weitere Informationen findet ihr auf Volcom.de
- Tester: Benedikt/ Sarah
- Testdauer: 1,5 Monate
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Text: Sarah Baumert Fotos: Benedikt Schmidt
