
Mit dem Yeti LT präsentiert die Brand aus den USA die nächste Generation seines Enduro-Bikes, bei dem sich unter der türkisfarbenen Lackierung einiges getan hat. Neben einem komplett neuen Carbonrahmen mit integriertem Staufach und zahlreichen Einstellmöglichkeiten für Geometrie und Fahrwerk, durch Flip-Chips und modulare Dropouts verabschiedet sich Yeti auch von einem der prägendsten Merkmale der vergangenen Jahre: dem Switch-Infinity-Hinterbau.
An seine Stelle tritt Sixfinity – ein Sechsgelenker, der das Ergebnis von fast zehn Jahren Entwicklungsarbeit ist. Entstanden zuerst am 160E-E-MTB, später an den neuen E-MTBs LTe und MTE und im aktuellen Downhill-Weltcup weiterentwickelt, kommt das Fahrwerkskonzept nun erstmals an einem analogen Enduro-Bike zum Einsatz. Der entscheidende Unterschied liegt dabei nicht in der Anzahl der Lager, sondern in der zusätzlichen Freiheit bei der Abstimmung von Kinematik, Geometrie und Charakter.
Auf dem Papier verspricht das LT damit mehr Traktion, mehr Laufruhe und gleichzeitig ein ausgewogeneres Handling. Ob sich der konstruktive Aufwand tatsächlich auszahlt und wie sich das 10.900 € teure und 16,3 kg schwere Enduro-Bike auf den Trails rund um Innsbruck schlägt, haben wir für euch getestet.
Welche Detaillösungen hat das neue Yeti LT 2027?
Mit dem LT hat Yeti nicht nur den Hinterbau neu entwickelt, sondern den gesamten Rahmen überarbeitet. Trotz der vielen Neuerungen bleibt die markentypische Formsprache erhalten und orientiert sich an den neuen E-MTBs: Die schlanke Silhouette, die fließenden Rohrformen und die hochwertige, weiß-türkise Lackierung verleihen dem LT einen edlen, fast schon zeitlosen Look. Auffälligste Neuerung ist das erstmals integrierte Staufach im Unterrohr.
Hinter der sauber bündig abschließenden Klappe verbirgt sich eine hochwertig verarbeitete Tasche mit Neopren-Innenmaterial zur Geräuschdämmung und einer wasserabweisenden Außenseite. Leider gibt es nur eine einzige Tasche, obwohl noch deutlich mehr Platz im Unterrohr für eine zweite wäre und auch der Ausschnitt ist etwas klein. Der Verschlussmechanismus überzeugt dafür mit einer klar definierten Rastung und einem hochwertigen Bediengefühl. Die Öffnung ist vollständig mit einem Kunststoffrahmen eingefasst und dadurch angenehm verarbeitet, scharfe Carbonkanten gibt es nicht. Lediglich die unlackierte Klappe könnte optisch noch etwas harmonischer in den Rahmen integriert sein.
Praktisch sind auch die Toolmounts auf der Unterseite des Oberrohrs, über die sich weitere Trail-Essentials direkt am Bike befestigen lassen. Auch durchdacht: Im Unterrohrschutz befindet sich eine versteckte Aufnahme für einen AirTag oder Tile-Tracker. Sie ist gut geschützt untergebracht und ermöglicht gleichzeitig über die Öffnung einen einfachen Zugang ins Innere des Rahmens, zum Beispiel beim Verlegen der Züge.
Auch bei den Schutzlösungen zeigt das LT Liebe zum Detail. Der großflächige Kettenstrebenschutz deckt neben der Kettenstrebe auch Teile der Sitzstrebe ab und hinterlässt im Test einen sehr soliden Eindruck. Eine integrierte Kettenführung, ein Bashguard von MRP sowie ein verschraubter Fender am Hinterbau, der verhindert, dass sich Schmutz und kleine Steine festsetzen, gehören zur Serienausstattung.
Für eine angenehm leise Geräuschkulisse sorgen die bekannten Cable-Ports am Steuerrohr. Sie klemmen die Leitungen sicher im Rahmen und verhindern zuverlässig Klappergeräusche auf ruppigen Trails.
Größere Schwächen leistet sich der Rahmen kaum. Lediglich die kleine Wanne rund um die untere Dämpferaufnahme sammelt trotz Ablauföffnung Wasser und Schlamm schneller als der restliche Rahmen. Außerdem verzichtet Yeti auf Drehmomentangaben an den Schrauben. Das erschwert Wartungsarbeiten unnötig und wäre vor allem an einem Bike der Preisklasse ein sinnvolles Detail gewesen.
Was kann die Ausstattung des neuen Yeti LT XO 2027?
Die Ausstattung unseres Yeti LT X0-Testbikes lässt kaum Raum für Tuning. Yeti kombiniert den Vollcarbon-Rahmen mit einem FOX Factory-Fahrwerk. An der Front arbeitet die neue FOX 38 Factory-Federgabel mit GRIP X2-Kartusche und 170 mm Federweg, während am Heck ein FOX FLOAT X2 Factory-Dämpfer die 160 mm Federweg verwaltet. Beide Federelemente bieten mit getrennt einstellbarer High- und Low-Speed-Druckstufe sowie Zugstufe einen enorm großen Einstellbereich und harmonieren hervorragend miteinander. Vor allem der neue FLOAT X2 soll zudem in Sachen Haltbarkeit gegenüber seinem Vorgänger deutlich zugelegt haben.
Geschaltet wird kabellos mit der SRAM X0 Eagle AXS Transmission-Schaltung, die ihre Stärken vor allem unter Last ausspielt. Verzögert wird mit SRAM MAVEN Silver-Bremsen der ersten Generation (A1) und großen 200-mm-HS2-Bremsscheiben vorne wie hinten. Eine Kombination, die selbst auf langen und steilen Abfahrten keinerlei Schwächen zeigt.
Bei den Laufrädern setzt Yeti auf DT Swiss EXC1700 EVO-Carbon-Laufräder mit den DEG-Naben samt DF-Technologie. Über den in drei Stufen (0°, 10° oder 20°) einstellbaren Freiwinkel lässt sich ein Pedal-Kickback reduzieren und das Fahrverhalten an den persönlichen Fahrstil anpassen. Bereift sind die Laufräder mit Schwalbes neuen radialen Gravity-Reifen: vorne ein Magic Mary Trail Pro in Ultra Soft, während hinten ein Albert Gravity Pro mit Soft-Gummimischung die Balance aus Traktion und Haltbarkeit übernimmt. Eine stimmige Kombination für den vorgesehenen Einsatzbereich. Top!
Auch die restliche Ausstattung passt. Die FOX Transfer-Sattelstütze bietet in Größe L satte 210 mm Hub und schafft jede Menge Bewegungsfreiheit bergab. Leider hat die Stütze bei uns im Test recht schnell Spiel entwickelt. Gut gefällt uns dafür, dass Yeti bewusst auf die Kashima-Beschichtung der Sattelstütze verzichtet. Sie sieht zwar schick aus, funktional bringt Kashima an einer Sattelstütze aus unserer Sicht aber kaum Vorteile. Fight us;). So bleibt mehr Budget für Komponenten, die auf dem Trail tatsächlich einen Unterschied machen.
Ebenfalls ein Highlight sind die ODI Reflex-Griffe. Sie bieten viel Dämpfung, liegen hervorragend in der Hand und zählen für uns aktuell zu den besten Griffen auf dem Markt. Abgerundet wird der Build durch einen Burgtec Enduro MK4-Vorbau und einen hauseigenen Yeti-Carbonlenker mit 35 mm Rise und 780 mm Breite.
YETI LT X0 2027
10.900 €
Specifications
Fork FOX 38 Factory GRIP X2 170 mm
Rear Shock FOX FLOAT X2 Factory 160 mm
Seatpost FOX Transfer 210 mm
Brakes SRAM MAVEN Silver 200/200 mm
Drivetrain SRAM X0 Eagle AXS Transmission 1x12
Stem Burgtec Enduro MK4 42,5 mm
Handlebar YETI Carbon 780 mm
Wheelset DT Swiss EXC1700 EVO Carbon 29"
Tires Schwalbe Magic Mary Trail Pro Ultra Soft/Albert Gravity Pro Soft 2,5"
Technical Data
Size S M L XL
Weight 16,3 kg
Specific Features
Staufach
Progression-Chip
Flip Chip
modulare DropOuts
Tuning-Tipp: Nutzt unbedingt die vielen Verstellmöglichkeiten am neuen Yeti LT
Das neue Yeti LT 2027 im Geometrie-Check
Das neue Yeti LT ist in vier Größen von S bis XL erhältlich und soll Fahrer von 1,55 bis 2,04 m Körpergröße abdecken. Unabhängig von der Rahmengröße setzt Yeti auf einen flachen 64°-Lenkwinkel (63,5° im MX-Setup) sowie einen steilen Sitzwinkel von 77,5° (77,0° im MX-Setup). Das verspricht eine zentrale Sitzposition bergauf und viel Sicherheit, sobald der Trail steiler wird. Der Reach des LT fällt in Größe L modern und mit 485 mm bzw. 480 mm etwas länger aus.
Spannend am neuen Yeti LT sind die vielen Einstellmöglichkeiten. Über einen Flip-Chip in der Sitzstrebe lässt sich das LT wahlweise als Full-29er oder im Mullet-Setup fahren. Ein zusätzlicher Flip-Chip verändert den Lenkwinkel um weitere 0,5°. Im MX-Setup sinkt gleichzeitig die Tretlagerhöhe um 6 mm ab. Wer noch weiter gehen möchte, kann den Lenkwinkel zusätzlich über optionale Steuersatzschalen anpassen.
Auch das Fahrwerk lässt sich an den persönlichen Fahrstil anpassen. Über einen Progression-Chip an der unteren Dämpferaufnahme stehen drei Progressionsstufen mit 15 %, 20 % oder 25 % zur Verfügung. Mit 15 % fällt die Kennlinie vergleichsweise linear aus. Dadurch soll sich der Federweg leichter vollständig nutzen lassen, was vor allem in Rennen mit viel Grip für maximalen Bodenkontakt und Speed sorgen soll. Die mittlere 20-%-Einstellung bietet einen ausgewogenen Kompromiss. Mit 25 % steigt die Endprogression deutlich an. Das sorgt für mehr Gegenhalt, zusätzliche Reserven bei harten Schlägen und einen verspielteren Charakter.
Zur weiteren Anpassung dienen auch die modularen Dropouts. Sie erlauben es, die Hinterbaulänge um weitere 10 mm zu verlängern. Bereits in der Standardposition fällt das LT mit 455 mm Kettenstreben in Größe L ungewöhnlich lang aus. Mit den langen Dropouts (+10 mm) wächst der Wert sogar auf 465 mm, einer der längsten Hinterbauten auf dem aktuellen Enduro-Markt.
Yeti verfolgt damit einen klaren Ansatz. Statt auf möglichst kurze Kettenstreben und ein maximal verspieltes Handling setzt das LT auf eine ausgewogene Balance zwischen Vorder- und Hinterrad. Die langen Kettenstreben, vor allem ab Größe L, sollen die Traktion bergauf verbessern, für viel Laufruhe bei hohem Tempo sorgen und das Fahrergewicht gleichmäßiger zwischen beiden Achsen verteilen. Auf dem Papier klingt das zunächst nach einem eher trägen Bike, auf dem Trail zeigt das LT jedoch ein anderes Bild. Trotz seiner außergewöhnlich langen Kettenstreben bleibt es überraschend agil und lässt sich deutlich einfacher um enge Kurven oder durch Anlieger drücken, als die Zahlen vermuten lassen. Auch wenn Manuals durch die langen Kettenstreben und das eher kurze Steuerrohr etwas mehr Input erfordern.
| Grösse | SM | MD | LG | XL |
|---|---|---|---|---|
| Sattelrohr | 395 mm | 420 mm | 430 mm | 460 mm |
| Oberrohr | 573 mm | 604 mm | 626 mm | 654 mm |
| Steuerrohr | 94 mm | 99 mm | 110 mm | 127 mm |
| Lenkwinkel | 64,0° | 64,0° | 64,0° | 64,0° |
| Sitzwinkel | 77,5° | 77,5° | 77,5° | 77,5° |
| Kettenstreben | 439 mm | 442 mm | 455 mm | 465 mm |
| BB Drop | 350 mm | 350 mm | 350 mm | 350 mm |
| Radstand | 1.214 mm | 1.250 mm | 1.288 mm | 1.330 mm |
| Reach | 435 mm | 465 mm | 485 mm | 510 mm |
| Stack | 620 mm | 625 mm | 635 mm | 650 mm |

Welche weiteren Ausstattungsvarianten hat das neue Yeti LT 2027?
Neben unserem getesteten LT X0-Topmodell für 10.900 € bietet Yeti das neue LT in drei weiteren Ausstattungsvarianten mit jeweils zwei unterschiedlichen Farben an. Entweder im Turquoise-Look wie unser Testbike oder in der schlichteren Nightout-Lackierung. Allen Modellen gemeinsam sind der Carbonrahmen, der Sixfinity-Hinterbau mit 170/160 mm Federweg sowie die identische Geometrie. Auch die verbaute Schwalbe-Reifenkombi bleibt bei allen Modellen gleich und man muss hier keine Abstriche machen. Nice! Unterschiede gibt es vor allem beim Fahrwerk, den Laufrädern und den Antriebskomponenten.

Das Yeti LT XT Di2 für 9.500 € setzt auf die kabellose Shimano XT Di2-Schaltung und Shimano XT-Vierkolbenbremsen. Im Vergleich zum X0-Modell kommen DT Swiss E1900-Aluminiumlaufräder und eine Crankbrothers Highline-Dropper mit 200 mm in Größe L zum Einsatz. Gegen Aufpreis sind auch die Carbon-Laufräder mit DF-Technologie der X0-Variante erhältlich.

Darunter rangiert das Yeti LT X0/90 für 8.800 €. Es kombiniert SRAMs Eagle 90 Transmission-Schaltung mit einer SRAM X0-Kurbel und Kassette, behält sowohl das FOX Factory-Fahrwerk als auch die SRAM MAVEN Silver-Bremsen bei und rollt ebenfalls auf DT Swiss E1900-Aluminiumlaufrädern, die auch hier gegen Aufpreis upgegradet werden können.

Den Einstieg bildet das Yeti LT 90 für 7.400 €. Hier verbaut Yeti eine FOX 38 Performance-Federgabel und einen FLOAT X Performance-Dämpfer, kombiniert mit der SRAM Eagle 90 Transmission-Schaltung und MAVEN Base-Bremsen. Trotz des günstigeren Preises bleibt der Carbonrahmen identisch.
Wer schon über passende Komponenten verfügt, kann das LT auch als Framekit inklusive modularer Dropouts sowie aller Flip- und Progression-Chips für 5.400 € erwerben.
Wie fährt sich das neue Yeti LT 2027 auf dem Trail?
Wie ist die Uphill-Performance des neuen Yeti LT 2027?
Wer beim Blick auf 170/160 mm (v/h) Federweg einen zähen Kletterer erwartet, liegt komplett daneben. Das LT überrascht vom ersten Meter an. Man sitzt zentral im Bike und verteilt selbst auf langen Anstiegen sein Gewicht angenehm zwischen Händen und Gesäß.
Selbst mit komplett geöffnetem Dämpfer bleibt der Hinterbau erstaunlich ruhig und setzt jeden Tritt effizient in Vortrieb um. Dazu rollt der Schwalbe Albert am Hinterrad leichter als grobstolligere Reifen. Das Ergebnis: Das LT tritt sich williger und pedaliert stärker, als man es einem Enduro dieser Kategorie zutrauen würde. Wird der Uphill technisch, krallt sich der Albert förmlich in den Untergrund und der Sixfinity-Hinterbau generiert jede Menge Traktion. Oft reicht es, einfach sitzen zu bleiben und über lose Steine, Wurzeln oder kleine Stufen weiterzutreten.
Wie fährt sich das neue Yeti LT 2027 bergab?
Noch bevor man es das erste Mal richtig laufen lässt, fällt auf, wie gut das LT im Trail steht. Man fühlt sich sofort wohl, findet ohne Eingewöhnung eine zentrale Position auf dem Bike und hat vom ersten Meter an das Gefühl, sehr zentral zwischen Vorder- und Hinterrad zu stehen. Diese Balance ist eine der größten Stärken des LT.
Bei unserem Testbike waren wir als Full-29er mit langen Dropouts und der mittleren Progressionsstufe (20 %) unterwegs. Sobald der Trail schneller und ruppiger wird, fühlt sich das LT sofort zuhause und läuft zur Höchstform auf. Das Fahrwerk arbeitet auf einem richtig hohen Niveau und zählt zu den Highlights am Bike. Es spricht sensibel an, liefert gleichzeitig viel Gegenhalt im mittleren Federwegsbereich und hat selbst bei richtig dicken Schlägen noch ordentlich Reserven. Statt ständig ans Limit zu kommen, hat man eher das Gefühl, dass noch deutlich mehr geht. Das gibt richtig viel Selbstvertrauen, die Bremsen mal länger offen zu lassen.
Mindestens genauso positiv fällt die Geräuschkulisse auf. Selbst im ruppigen Innsbrucker Bikepark bleibt das LT angenehm leise und man hört fast nur die Reifen über den Untergrund rollen. Nice!
Trotz seiner langen Kettenstreben fühlt sich das LT kein bisschen träge an. Durch die sehr ausgewogene Gewichtsverteilung lässt sich das Bike überraschend leicht in Kurven drücken und flüssig von einem Anlieger in den nächsten wechseln. Man steht nie hecklastig auf dem Bike, sondern kann das Gewicht gezielt zwischen Vorder- und Hinterrad verlagern. Die Kombi aus extremer Laufruhe und gleichzeitig intuitivem Handling macht richtig Laune.
Nur wer das LT spielerisch aufs Hinterrad bugsieren will, muss mit etwas mehr Körpereinsatz ansetzen. Manuals gelingen zwar, passieren aber nicht ganz so spielerisch wie bei einem Bike mit deutlich kürzerem Hinterbau. Das ist aus unserer Sicht aber ein fairer Kompromiss, denn dafür liegt das LT bei Highspeed brutal satt auf dem Trail und vermittelt selbst in richtig ruppigem Gelände enorm viel Sicherheit.
Für wen ist das neue Yeti LT 2027 das richtige Bike?
Das richtige Bike für:
Pedalierstarke Enduristen
Das LT fährt sich bergauf deutlich effizienter, als man es vermutet. Ob lange Transferetappen oder technische Uphills: Der Hinterbau liefert viel Traktion, ohne bergab etwas von seiner enormen Performance einzubüßen.
Highspeed-Fans
Wer gerne die Bremsen offen lässt, wird das LT lieben. Das Fahrwerk steckt selbst härteste Schläge souverän weg, bleibt dabei extrem ruhig und vermittelt jede Menge Sicherheit, ohne sich träge anzufühlen.
Technik-Liebhaber
Von der verstellbaren Geometrie über die variable Fahrwerks-Progression bis hin zu den modularen Dropouts bietet das LT enorm viele Möglichkeiten, das Bike auf den eigenen Fahrstil abzustimmen.
Nicht das richtige Bike für:
Preisbewusste Rider
Mit 10.900 € für unser Testbike gehört das LT klar zur Oberklasse. Dafür bekommt man zwar eine starke Ausstattung und Fahrqualitäten, günstig ist das Gesamtpaket aber noch lange nicht.
Fazit zum neuen Yeti LT 2027
Mit dem neuen LT gelingt Yeti ein beeindruckender Plattformwechsel. Der neue Sixfinity-Hinterbau überzeugt mit einer Kombination aus hoher Effizienz, enormer Traktion und einem Fahrwerk, das selbst auf den ruppigsten Trails kaum aus der Ruhe zu bringen ist. Gleichzeitig fährt sich das Yeti LT trotz seiner ungewöhnlich langen Kettenstreben deutlich agiler, als es die Geometriedaten vermuten lassen, und das Bike begeistert mit einem sehr ausgewogenen Charakter. Dazu kommen viele durchdachte Detaillösungen und eine Ausstattung, die kaum Wünsche offenlässt. Der einzige echte Haken bleibt der hohe Preis. Auf dem Trail spielt das LT aber ganz vorne mit und gehört aktuell zu einem der komplettesten Enduro-Bikes am Markt.
Tops
- überragender Sixfinity-Hinterbau
- extrem ausgewogenes Handling
- hohe Anpassbarkeit
- effizient bergauf, brutal potent und laufruhig bergab
- viele durchdachte Detaillösungen
- extrem leises Bike
Flops
- sehr hoher Preis
Weitere Infos zum Yeti LT findet ihr bei Yeti Cycles.
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Text: Benedikt Schmidt Fotos: Mike Hunger






