Mit dem exklusiven Gold Award honoriert das Award-Team entweder perfektes Produktdesign und Performance oder Innovationen, die einen neuen Standard setzen und das Potenzial haben, zukünftige Produktgenerationen maßgeblich zu beeinflussen. Das ist der Grund, weshalb disruptive Technologien, die neue Wege eröffnen oder eine wegweisende Funktion einnehmen können, ebenfalls ausgezeichnet werden – auch wenn sie technisch noch nicht ausgereift sind.

Fabric Cageless Bottle

Erfahrung und Gewohnheit verleiten oft dazu, Etabliertes nicht in Frage zu stellen. So besteht eine Produktevolution häufig nur aus Detailverbesserungen. Einen Schritt zurückzugehen und ein Produktdesign grundsätzlich in Frage zu stellen, das schaffen nur die wenigsten. Die englische Firma Fabric hat mit der Cageless Water Bottle ein seit Jahrzehnten unverändertes Design komplett neu definiert. Die Rede ist vom Flaschenhalter. Seit es Fahrräder gibt, sind Trinkflasche und -halter gleich geblieben. Auch wenn viel mit der Formgebung gespielt wurde, um hier oder da ein Paar Gramm Gewicht zu sparen, ist der Flaschenhalter einer der Standards in der Radbranche, der seinen Namen auch verdient. Nie wurde daran gedacht, etwas daran zu ändern – schließlich funktioniert das System erstaunlich gut. Aber nimmt man die Flasche aus dem Halter, bleibt dieser am Rahmen und verdirbt die Ästhetik eines schönen Bikes.

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Mit der Cageless Water Bottle hat Fabric dieses etablierte Prinzip komplett über den Haufen geworfen und ein Design-Meisterstück geschaffen. Durch ein neues, simples Befestigungssystem, das die bestehenden Flaschenhalter-Schrauben nutzt, hat Fabric das Grundprinzip des einfachen Flaschenhalters revolutioniert. Zwei kleine Plastikbolzen, die jeweils nur 1,5 g wiegen, werden in die bestehenden Schrauben gedreht und halten die BPA-freie Trinkflasche. Die Verbindung ist fest und sicher, auch unter den ruppigsten Bedingungen bleibt die Flasche an ihrer Position. Wenn sie sich nicht am Rad befindet, bleiben lediglich die fast unsichtbaren Plastikbolzen zurück – das Bike behält seinen cleanen Look. Anfangs ist das Handling der günstigen Flasche noch etwas ungewohnt, mit etwas Übung bekommt man sie aber jederzeit sicher und schnell platziert. Aus Design-Sicht ist diese Flasche eine der größten Revolutionen der letzten Jahre und inspiriert hoffentlich andere Designer, Etabliertes in Frage zu stellen, neue Wege zu gehen und das Undenkbare zu denken!

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Details: 14,90 € | 74g (68g ohne Halter) | fabric.cc

Magura Vyron eLECT

Während die Montage und der Service von hydraulischen Teleskopsattelstützen zur Qual werden können, kämpfen mechanische Alternativen mit Korrosion und hohem Verschleiß. Ein Produkt, das heutzutage an keinem Trailbike mehr fehlen darf, wurde in den vergangenen Jahren durch Detailverbesserungen optimiert. Die Kernprobleme der heutigen Designs wurden jedoch noch immer nicht gelöst. MAGURA zeigt mit der absenkbaren Vyron eLECT schon heute den Weg in die Zukunft. Die elektronisch angesteuerte Sattelstütze funktioniert wireless und macht die Installation zum Kinderspiel – Plug & Play! Die Vyron ist mit 150 mm Hub sowie 31,6 mm bzw. 30,9 mm Stützendurchmesser verfügbar und wird durch eine ANT+ Fernbedienung vom Lenker aus kontrolliert.

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Die via USB aufladbare Batterie hält für 40 Fahrstunden. Falls man das Aufladen einmal vergessen sollte, lässt sich die Stütze noch gut 20 Mal im manuellen Modus verstellen, um einen sicher nach Hause zu bringen. Auch die Installation der Vyron ist spielend einfach: Stütze montieren, Fernbedienung an den Lenker klemmen und los geht’s! Wenn außerdem ein kompatibles eLECT-Fahrwerk im Bike verbaut ist, lässt sich dies auch mit derselben Fernbedienung regulieren und das Cockpit bleibt angenehm clean und übersichtlich. Die Vyron ist noch nicht perfekt: Die Fernbedienung ist größer als erwartet und an die Verzögerung, bis die Stütze in Position verriegelt wird, muss man sich erst einmal gewöhnen. Dennoch ist die Vyron ein klarer Schritt in die Zukunft von kabellosen Teleskopsattelstützen, die einfach zu bedienen sind und für einen cleaneren Look und einfacheren Service sorgen. Simplicity ist der Schlüssel zum Erfolg!

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Details: 400 € | 574g (Sattelstütze), 20g (Remote) | magura.com

Open U.P.

Bike-Kategorien sind Geschichte! Aufgrund der Innovationen und technischen Fortschritte der letzten Jahre verschwimmen – pardon – verschwinden die Grenzen zwischen den einzelnen Kategorien. Das perfekte Beispiel ist das neue OPEN U.P. (Unbeaten Path), das als „GravelPlus“ klassifiziert wird, aber diese Grenzen offensichtlich sprengt. Das Design ist dabei absolut stimmig und durchdacht.

Technisch gesehen setzt es auf Technologien aus dem Road- und Mountainbike-Segment und zeichnet sich durch seine Variabilität aus: So ist es mit 700c Straßen-, Gravel- und Crosslaufrädern (bis 40 mm) sowie 27,5″-Mountainbike-Laufrädern mit bis zu 2.1″ breiten Reifen kompatibel. Die 420 mm kurzen und steifen Kettenstreben sorgen für eine direkte Kraftübertragung, während superdünne Sitzstreben ein deutliches Plus an Komfort bieten. Die X12-Steckachse gewährleistet Steifigkeit und Stabilität am Hinterrad. Der wunderschöne Rahmen glänzt mit seinen klaren Linien, die durch die interne Zugführung noch unterstrichen werden, und der auffälligen Lackierung.

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Man könnte fragen: Ist das OPEN U.P. ein Mountainbike für Roadies oder ein Roadbike für Mountainbiker? Oder etwas ganz anderes?

Klar ist: Durch die komfortable und vielseitige Geometrie schlägt das Unbeaten Path nicht nur eine Brücke über die tiefen Gräben zwischen Road- und Mountainbikern, sondern ist für beide Zielgruppen gleichermaßen attraktiv. Noch nie waren die gegensätzlichen Welten von Mountainbikern und Rennradfahrern in einem einzigartigen Konzept verbunden.
Das OPEN U.P. macht seinem Namen alle Ehre: Es eröffnet neue Wege, die man zuvor links liegen lassen musste, und wird Leben retten, denn mit dem OPEN kann man den realen Gefahren des Straßenverkehrs entfliehen und die Freiheit auf zwei Rädern genießen. Es ist für Abenteuer auf entlegenen Straßen oder widrige Bedingungen genauso gerüstet wie für unentdeckte Trails und Wege inmitten der Natur.

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Details: 2900 € (Rahmenkit) | 8,26kg (Komplettbike) | opencycle.com

Scott Genius LT 700 Tuned Plus

SCOTT hat schon immer zu den Pionieren gehört und die Entwicklung neuer Technologien und Innovationen vorangetrieben. Daher überrascht es nicht, dass das Unternehmen auch in der Plus-Bike-Entwicklung eine Führungsrolle eingenommen und den Trend massiv mitgepusht hat. Mittlerweile hat sich gezeigt, dass Plus-Bikes zwar nicht das Wundermittel sind, als das sie anfangs gepriesen wurden. Aber sie sind eine attraktive Alternative für viele Fahrer und bieten deutliche Benefits. Die voluminösen Reifen bringen ein Plus an Kontrolle und Sicherheit, das normalen Fahrern erlaubt, schneller und vor allem viel sicherer im technischen Gelände zu fahren. Bis dato war die Reifenauswahl extrem beschränkt, doch mittlerweile hat sich auch hier einiges getan und erste spannende und funktionierende Modelle sind am Markt erhältlich.

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Ein Bike, das die Vorteile der Plus-Technologie perfekt nutzt, ist das SCOTT Genius LT 700 Tuned Plus mit 160 mm Federweg. Die TwinLoc-Technologie erlaubt es, das gesamte Fahrwerk vom Lenker aus auf den Trail abzustimmen. Die perfekte Integration der 2,80″-Reifen in das Rahmenkonzept und die beeindruckende Overall-Performance des stimmigen Gesamtpakets machen dieses Bike so besonders. Das gerade einmal 12,7 kg schwere Rad vermittelt selbst im gröbsten Terrain enorme Sicherheit und besitzt dank der Monstertruck-Reifen massenhaft Traktion. Das perfekt ausbalancierte Bike meistert jede Fahrsituation souverän und überzeugt bei knackigen Anstiegen ebenso wie mit seinem Kurvenverhalten oder in technischen Abschnitten. Von Anfang an war SCOTT eine treibende Kraft der Plus-Bike-Entwicklung und das Genius LT 700 Tuned Plus ist das beeindruckende Ergebnis.

SCOTT Genius LT 700 Tuned Plus

Details: 7999 € | 12,70kg | www.scott-sports.com

Trek Madone Race Shop Limited

Das neue Trek Madone ändert die Konventionen der Rennrad-Welt. Ab sofort bedeutet „schnell und steif“ nicht mehr zwangsläufig auch „unkomfortabel“. Trek ist es gelungen, die Performance eines Aerobikes mit dem Komfort eines Marathonrenners zu kombinieren, verpackt in einem eleganten Design mit futuristischer Linienführung. Vom Steuerrohr bis zu den Ausfallenden fließt die Form des OCLV-Carbonrahmens in wunderschönen Zügen und besitzt trotz seines voluminösen Kamm-Tail-Profils eine hervorragende Aerodynamik.
Das Madone ist weitaus mehr als eine supersteife und aggressive Straßenrakete: Mit dem IsoSpeed-Gelenk hat Trek dem Bike ein enormes Maß an Komfort implantiert, indem das Sitzrohr vom Oberrohr entkoppelt wird. Trek weiß: Das neue Madone ist das vermutlich begehrteste Roadbike des Planeten – nicht nur für die Profis des Pelotons, sondern auch für viele Amateurfahrer. So bietet Trek das Madone in insgesamt zwei unterschiedlichen Geometrien an, wobei es neben der aero-optimierten Version (H1-Geometrie) noch die etwas komfortablere H2-Geometrie gibt.

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Im Design spiegelt sich die Perfektion, mit der Trek das Madone entwickelt hat, wider: Von der einteiligen Aero-Lenker-Vorbau-Kombination mit integrierter Kabelführung bis hin zu den ausgeklügelten Vectorflügeln, die die Bremsen bedecken, wurden keine Kosten und Mühen gescheut, um die Aerodynamik zu optimieren. Auf der Straße ist das Madone ein Meister aller Klassen: schnell im Uphill, konkurrenzlos in der Ebene und souverän in der Abfahrt, dabei stets komfortabel für den Alltagseinsatz. Das Trek Madone ist eine Offenbarung, ein Meisterstück der Ingenieurskunst, das eine grandiose Balance aus Aerodynamik und Komfort besitzt. An diesem Rad müssen sich alle anderen Rennräder messen lassen.

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Details: 12.999 € | 7,18kg | www.trekbikes.com

Zwift-Software

Klassisches Rollentraining wurde bislang noch nie mit Spaß in Verbindung gebracht, aber das US-Startup Zwift aus Kalifornien ändert das nun radikal: Die Zwift-Software verbindet sich mit dem Rollentrainer und katapultiert den Fahrer in eine riesige, detailreiche 3D-Welt, in der man gegen andere Fahrer antreten und die eigene Leistung mit der anderer Nutzer vergleichen kann. Die sorgsam gerenderte 3D-Welt ist dabei real gestaltet und bietet einige Features, die Abwechslung in das sonst von Monotonie und Langeweile geprägte Rollentraining bringen und sogar einen Suchtfaktor aufweisen!
Zwift ist kompatibel mit einer großen Anzahl von „smarten“ als auch klassischen Rollentrainern und allen ANT+ Powermetern. Die realitätsnahe Grafik und die soziale Interaktion mit anderen helfen, motiviert zu bleiben.

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Das Besondere an der Zwift-Software ist zweifelsohne die soziale Komponente. Man kann online an Rennen teilnehmen, sich in Real-Time mit Freunden batteln und sieht auf der ebenfalls verfügbaren Smartphone-App, wer wann wie viel trainiert hat. In Kombination mit einem smarten Rollentrainer wird bei der kostenpflichtigen Premium-Version der Widerstand passend zur aktuellen Steigung auf dem Bildschirm angepasst.
Das Team von Zwift hat eine Revolution gestartet, indem es das Beste vom klassischen Gaming mit modernster Fitness-Analytik und einer interaktiven Social Media-Anbindung kombiniert hat. Ab jetzt ist Rollentraining spannend, abwechslungsreich und anstrengender denn je. Schließlich fährt man jetzt auch zu Hause gegen echte Gegner.

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Details: 10 $/Monat | zwift.com

Weitere Informationen erhaltet ihr auf der Design & Innovation Award-Website.

Text: Trevor Worsey Bilder: Christoph Bayer, Fabian Rapp, Noah Haexl, Ross Bell

PS: Leserumfrage 2017 - Feedback geben und gewinnen: Unter allen Teilnehmern bei unserer Leserumfrage verlosen wir ein edles Trek Slash 2018 in der Topausstattung! Klicke hier um mitzumachen!