100% ist eine amerikanische Marke, die vorwiegend für ihre Brillen und Goggles bekannt ist, aber auch ein großes Sortiment an MTB-Bekleidung und Protektoren führt. Der Teratec Plus-Knieschoner wirkt auf den ersten Blick recht groß und etwas klobig. Das liegt an der breiten Manschette an der Vorderseite des Oberschenkels, die aus festem, leicht gepolstertem Material besteht.

Einen Überblick über diesen Vergleichstest erhaltet ihr hier: 14 Trail-Knieschoner im Test

Gewicht pro Schoner 210 g | Preis 79,00 € | Zertifizierung Level 1 | Protektor entnehmbar nein
Befestigung Gummiband | Laborergebnis 20 kN bei 2,4 ms | Hersteller-Website

Auf der Rückseite besteht der Schoner aus leichtem Mesh-Material. Auf Klettverschlüsse verzichtet der Teratec Plus, Silikonprints an Oberschenkel und Schienbein sollen ihn stattdessen an Ort und Stelle halten. Mit einem Preis von 79 € ist es der zweitgünstigste Schoner im Test, mit 210 g liegt er jedoch auf der schwereren Seite. Der Protektor ist nicht entnehmbar und verleiht dem 100% mit 20 kN bei 2,4 ms eine mittlere Schutzwirkung, die den Schoner für Level 1 zertifiziert.

Beim Anwinkeln des Knies gibt es beim 100% durch seine besondere Konstruktion keinen Zug am Protektor.
Der breite Silikonprint am Oberschenkel zieht beim Anziehen an den Beinhaaren. Autsch!
Die breite, feste Manschette am Oberschenkel gewährleistet einen hervorragenden Sitz. Man schwitzt allerdings auch spürbar darunter.
Das Mesh auf der Rückseite verbessert die Belüftung des Teratec Plus.

Der 100% Teratec Plus auf dem Trail

Den 100% Teratec Plus anzuziehen, ist eine nicht ganz einfache Aufgabe. Die breite Manschette am Oberschenkel ist zwar dehnbar, aber trotzdem ziemlich straff. Dadurch reibt der dicke Silikonprint über die Haut und zieht unangenehm an den Beinhaaren. Durch den langen Schnitt ist es zudem besonders umständlich, die Schoner nach den Shorts anzuziehen. Dafür sitzt der Teratec Plus dann einwandfrei, ist sehr bequem und die breite, feste Manschette hält alles da, wo es sein soll. Das Besondere am Design des Teratec Plus ist, dass die Manschette auf der Oberschenkel-Oberseite nicht direkt mit dem Protektor verbunden ist. Stattdessen verbindet die beiden Teile ein schmaler Streifen aus sehr dehnbarem Stoff. Das bringt den Vorteil, dass bei Bewegung im Knie der Protektor nicht noch oben gezogen wird und der Schoner so beim Treten sehr bequem ist und nicht verrutscht. Ein Nachteil der breiten Manschette ist jedoch, dass durch ihren festen Stoff der Schoner zu den wärmeren im Testfeld gehört. Durch den hervorragenden Sitz ist es dennoch einer der klaren Favoriten im Test, ein klarer Kauftipp!

Tops

  • sehr bequem zum Pedalieren
  • super Sitz

Flops

  • schwer zum An- und Ausziehen
  • ziemlich warm

Mehr Informationen findet ihr unter 100percent.eu.

Das Testfeld

Einen Überblick über diesen Vergleichstest erhaltet ihr hier: 14 Trail-Knieschoner im Test

Alle Knieschoner im Test: 100% Teratec Plus | Alpinestars Paragon Plus (Zum Test) | AMPLIFI Havok (Zum Test) | Chromag Rift Knee Guard (Zum Test) | Fox Launch D3O (Zum Test) | Ion K Lite (Zum Test) | iXS FLOW EVO+ (Zum Test) | Leatt AirFlex Pro (Zum Test) | Ortema GP5 Knee Protector (Zum Test) | Pearl Izumi Elevate Knee Guard V1 (Zum Test) | POC Joint VPD 2.0 Knee (Zum Test) | Rapha Trail Knee Pad (Zum Test) | Scott Soldier 2 (Zum Test) | Troy Lee Designs Stage (Zum Test)


Hat dir dieser Artikel gefallen? Dann würde es uns sehr freuen, wenn auch du uns als Supporter mit einem monatlichen Beitrag unterstützt. Als ENDURO-Supporter sicherst du dem hochwertigen Bike-Journalismus eine nachhaltige Zukunft und sorgst dafür, das die Mountainbike-Welt auch weiter ein kostenloses und unabhängiges Leitmedium hat. Jetzt Supporter werden!

Text: Simon Kohler Fotos: Mike Hunger

Über den Autor

Simon Kohler

Simon liebt Geschwindigkeit. Als Downhill Skater ist er lange Zeit Rennen gefahren und mit seinem Longboard Alpenpässe runtergeknallt. Inzwischen hat er vier gegen zwei Reifen eingetauscht und heizt jetzt mit seinem Mountainbike auf Trails und Bikepark Lines. Bei verschiedensten Roadtrips durch die Alpen hat er seither einige der feinsten Trails Europas ausgekostet. Da er einige Zeit in Österreich gelebt hat, kennt er zudem die lokalen Bikeparks wie seine Westentasche. Durch sein Ingenieurstudium und seine Liebe zum Detail ist er ein echter Technik-Nerd und testet jetzt als Redakteur die aktuellsten Bikes und Parts auf Herz und Nieren. Als Frühaufsteher und selbsterklärter Müsli-Connaisseur lebt er sein Leben frei nach dem Motto „Powered by Oats. And also Legs.“