Test

AVS Racing-Handschützer Test – Sinnvoller Schutz oder unnötiges Gadget?


Beim letzten Lauf der EWS 2016 in Finale Ligure hatten mehrere Teilnehmer an ihrem Bike die Handschützer von AVS Racing montiert, so auch Pro-Rider Sam Hill. Sinnvoll oder kompletter Unfug? Wir haben die Dinger selbst einem Test unterzogen und mit ihrem Erfinder Arnaud Vincent gesprochen.

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Dank der AVS-Handguards kann Sam Hill mit Vollgas durch den Busch zu knallen, ohne sich Gedanken über Äste zu machen. Besonderes Feature: Sie sind mit seinem Namen versehen.
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Sam Hill fährt AVS-Handguards, die farblich auf sein Bike abgestimmt sind.
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Julie Duvert stürzte beim Trainingslauf der EWS in Finale Ligure – glücklicherweise ohne Folgen für sie und ihre Bremshebel. Julie kam beim Rennen auf Platz 2 (U21).

Mit Vollgas durch die Wälder heizen, ohne sich einen Kopf um Äste machen zu müssen – genau dafür wurden die optisch etwas gewöhnungsbedürftigen AVS Racing-Handguards erfunden. Ihre Entwicklung hängt eng mit der Vita ihres Erfinders Arnaud Vincent zusammen. Nach seinen Anfängen auf dem Rennrad wechselte Arnaud im zarten Alter von 13 Jahren zum Motocross und fuhr später Straßenrennen, im Jahr 2002 schaffte er es sogar zum Weltmeister in der 125-ccm-Klasse.

Als er 2014 auf seiner üblichen Mountainbike-Runde wegen eines Zweiges stürzte, der sich in seinem Bremshebel verklemmte, besann er sich seiner Motocross-Wurzeln: Beim Motocross sind Handschützer nicht wegzudenken. Warum also gibt es sie nicht an jedem Mountainbike?

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Sam Hill im Rennmodus auf den Trails in Finale Ligure.

Arnaud Vincent sagt selbst zu seiner Erfindung: „Auf Basis meiner Erfahrung in der Motorradentwicklung und meiner Leidenschaft fürs Mountainbiken entwickelte ich in Zusammenarbeit mit Top-Fahrern die AVS Racing Handguards, die zum Schutz von Hebeln und Händen vor Buschwerk oder anderen störenden Elementen sorgen, während sie Ihrem Fahrrad einen neuen, modernen Look verleihen!“

Montage

Zur Montage der AVS Racing-Handschützer müssen die Lenkergriffe demontiert werden. Anschließend lässt sich die 9 mm breite Alu-Halterung auf den Lenker schieben und mittels eines 3-mm-Inbusschlüssels festklemmen.

Test der AVS-Handguards

Wir haben die AVS-Handguards sowohl im korsischen Buschwald als auch in den deutschen Wäldern getestet. Hat man sich erst mal an die Optik gewöhnt, vergisst man schnell, dass die Schützer überhaupt montiert sind. Ihre Stärke spielen sie vor allem bei dicht bewachsenen, engen Naturtrails aus, wo sie zuverlässig Äste und andere Fremdkörper abwehren. Beim Sturz eines Testers blieben Finger und Bremshebel intakt, lediglich der Handschützer bekam ein paar Abriebspuren.

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Die Alu-Halterung für die Handschützer ist groß dimensioniert, um genügend Platz für Hand und Bremshebel zu lassen.
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Fazit

Die AVS Racing-Handschützer sind gewöhnungsbedürftig und die Optik polarisiert. Hat man sich aber erst mal an sie gewöhnt, können sie einem gute Dienste leisten – vor allem wenn das bevorzugte Terrain eng und stark bewachsen ist.

  • Kit Preis: 55 €
  • Gewicht: 110 g (Paar)
  • Kunststoffschützer in 12 Farben: 27,50 €
  • Alu-Halterungen (eloxiert in 7 Farben): 27,50 €
  • Sticker in verschiedenen Ausführungen: 10 €
  • Nachbestellung von Einzelteilen ist möglich

Mehr Informationen findet ihr auf der Website von AVS Racing!


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Text: Manne Schmitt Fotos: Manne Schmitt, Enduro World Series, Valentin Rühl

Wer schreibt hier?

Manne Schmitt
Prokurist

Manne Schmitt ist Prokurist bei 41 Publishing und bringt methodische Expertise aus seiner Laufbahn als Chef-Analyst einer Landesbehörde ein. Dieser Hintergrund prägt die journalistische Substanz seiner Recherchen und hilft dabei, exklusive News für E-MOUNTAINBIKE, ENDURO, GRAN FONDO und DOWNTOWN zu erschließen. Seit 1989 im Radsport aktiv, unterstützt er Tests operativ und übernimmt gleichzeitig administrative Verantwortung. So stärkt er die methodische Qualität der Redaktionsprozesse. Das Thema Racing verfolgt ihn noch immer, niemand im Team kennt die EWS-Profis besser als Manne.

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