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Erste Ausfahrt: Christoph Walter und sein Transition Covert Carbon

Zum ersten wirklichen Fahreinsatz kam das Transition am Monte Tamaro (Tessin). Es standen drei Tage intensives Testen des Materials auf feinsten Singletracks rund um Lugano auf dem Programm. Auch wenn der Bike Park am Monte Tamaro sehr einladend wirkte, war unser Ziel eher das Maximum an Höhe zu gewinnen, um anschliessend die grösste Trailausbeute des Nord- und Südhangs zu bekommen. Dass das Transition Covert Carbon ziemlichen Seltenheitswert besitzt, fiel bereits an der Liftstation auf. Zahlreiche interessierte Blicke folgten der auffälligen, gelben Schönheit.

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Traumaussicht Richtung Lugano

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Ausstattung:

Montiert wurden anstelle der dünnwandigen Nobby Nics ein Minion F Exo in 2,5 an der Front sowie ein Minion R II mit DH-Casing in 2,4 am Heck (beide Tubeless). Das sollte halten – dachte ich. Bereits bei der ersten Abfahrt gab’s eine derbe Enttäuschung. Trotz des massiven Hinterreifen verabschiedete sich die Felge des Easton Haven Laufrades. Auch nach längerer, sorgfältiger Bearbeitung der Delle in einer zufällig gefundenen (Traum-)Werkstatt von Walter Caramel konnte das Laufrad nicht mehr gerettet werden. Nun ja, Renneinsätze waren damit für die Haven-Laufräder erst einmal abgehakt. Einziger Pluspunkt: Trotz Delle ließ es sich noch Tubeless fahren, da änderte Herr “Höhenschlag” zum Glück auch nichts mehr daran! Die restliche Ausstattung hielt, was sie verspricht. Die soliden XT-Parts sowie die restlichen Anbauteile von Easton funktionierten von Anfang an einwandfrei.

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Walter Caramel an seinem Lebenswerk: ein Bentley in Restauration

Fahreigenschaften:

Als Racer (mit entsprechend schneller Fahrweise) erwartete uns vor allem bei der Abstimmung des Hinterbaus etwas mehr Arbeit: Der Fox CTD Dämpfer besitzt ein für das Covert gewähltes Pre-Set-Up, welches für meinen Geschmack ein wenig überdämpft daherkam (gefahren wurde nur mit einem Klick Zugstufe).  Zudem sollte der Dämpfer eher straff gefahren werden, da er mit einem klassischen Sag von 30% “durchrauschte” und wenig Reserven für die groben (unerwarteten) Brocken im Wege bereithielt. Wer eine straffere (aber auch unsensiblere) Kennlinie wünscht, kann auch auf den Trail-Modus schalten. Weitere Druckstufeneinstellungen bietet das CTD-System leider nicht, Abhilfe schafft hier nur noch ein interner Umbau durch Änderungen der Voreinstellungen durch Fox und Tuningexperten beziehungsweise durch den Einsatz von Luftkammerspacern.

Leider gilt dies ebenfalls für die verbaute Fox 34 Float (2013er Modell) an der Front. An den großen Endurobruder, die Fox 36 Float mit der überragenden RC2-Kartusche und großem Verstellbereich kann die kleinere 34 nicht ganz herankommen. Auch hier bietet sich an, im Trail-Modus zu fahren, so dass zumindest ein wenig mehr (Lowspeed-) Druckstufe erreicht wird. Die schmalere Bauweise, sowie die 15mm Steckachse machen sich in ihrer Verwindungsfreude ein wenig bemerkbar. Ihr geringeres Gewicht (1900 Gr.) fällt jedoch gegenüber der Konkurrenz sehr positiv auf. Mit der neuen Fox 34 Serie von 2014 ist man hier wohl deutlich besser beraten (wie wir in den ersten Tests schon erfahren durften).

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Hängende Kurve irgendwo tief in den Vogesen

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Walter Caramelos Traumwerkstatt

Zwischenfazit:

Das Transition hat auf den ersten Blick wahre Enduro-Gene. Mit der soliden Ausstattung mit DH-Reifen am Hinterrad und wenig Leichtbau, bringt es gerade mal 13,7 Kg auf die Waage. Dies zahlt sich positiv bei Anstiegen aus, gepaart mit den guten Klettereigenschaften des Coverts. Wer es gerne lang mag, ist mit dem Covert bestens bedient: laufruhig und trotzdem nicht zu träge in engen Kurven. Das Fahrwerk benötigt dagegen ein wenig mehr Zuwendung. Nach 8 Wochen intensivem Gebrauch und Renneinsätzen gab es bis dato keine weiteren Ausfälle.

Text & Fotos: Christoph Walter


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