Sam Hill, der fünffache Downhill-Weltmeister hat sich in seiner zweiten Enduro-Saison in einem spannenden Finale den Gesamtsieg der Enduro World Series 2017 geschnappt. Beim letzten Lauf der EWS in Finale Ligure konnten wir am Strand ein paar Blicke auf sein Arbeitsgerät, das Nukeproof Mega Carbon 275, werfen.

Sam Hills Siegerbike, ein Nukeproof Mega 275 Carbon (Testbericht in englisch). Sam ist seit dem vierten Lauf der EWS 2017 in Irland mit der neuen Carbonversion des Nukeproof Mega 275 unterwegs. Sein Bike hat die Rahmengröße Medium.

Zunächst ein kleiner Rückblick auf Sams Rennsaison 2017 als Fahrer des Chain Reaction Cycles Mavic-Teams: Dieses Jahr ist Sam erstmals die gesamte Enduro World Series mitgefahren. In Wicklow/Irland fuhr er erstmals die Carbonversion des Nukeproof Mega 275 und kam damit auf Rang 2. Beim sechsten Lauf in Aspen/USA kam Sam dann endlich aufs Siegerpodest. Zwei Wochen später in Whistler/Kanada reichte es dann noch auf den zweiten Rang – so hatte Sam beim letzten Rennen in Finale Ligure einen Vorsprung von 110 Punkten gegenüber dem Shootingstar der Saison Adrien Dailly, der bis dato drei Rennen gewonnen hatte. Das Rennen in Finale Ligure beendete Sam auf Rang 3; Adrien Dailly schaffte es erst 20 Sekunden später ins Ziel und kam auf Platz vier.

Sam nimmt die Außenkurve um keinen Speed zu verlieren.

Sam machte übrigens mit seinem Endurobike einen Ausflug zum Downhill-Weltmeisterschaftslauf in Cairns/Australien, den er auf dem 6. Platz beendete.

Sam Hill war in dieser Saison mit der Startnummer 13 auf den Trails der EWS unterwegs, für Sam offensichtlich eine Glückszahl! Auch in diesem Jahr hatte Sam wieder AVS-Handguards an seinem Lenker montiert.
Sams Cockpit besteht aus einem Nukeproof Horizon-Lenker und gleichnamigen Griffen, beides in der Sam-Hill-Edition, sowie dem massiven 50-mm-Vorbau Nukeproof Zero.
Der SRAM-Schalthebel ist in der BlackBox-Ausführung montiert, die bei Pro-Ridern häufig zu sehen ist. Bei den Griffen vertraut Sam auf die Nukeproof Horizon, natürlich in der Sam Hill Signature-Ausführung.
Seinen Dämpfer, einen RockShox Super Deluxe RC 3, fährt Sam mit 170 psi.
Wer bremst, verliert! Sam hat trotzdem an seinem Bike die aktuelle SRAM CODE RSC mit 4 Bremskolben und 200-mm-Bremsscheiben montiert.
Nach seinen 5 Weltmeistertiteln im Downhill kann Sam nun auch den EWS-Gesamtsieg 2017 für sich verbuchen. Gratulation!
Eine RockShox Lyrik mit 170 mm Federweg und 90 psi ebnete Sam den Weg zum Gesamtsieg der EWS 2017.
Auf den Mavic Deemax Pro-Felgen sind Mavic Charge-Reifen in einer Prototypen-Ausführung montiert, die sich aber im Profil nicht von der Serien-Ausführung unterscheiden. Offensichtlich wird mit einer neuen Gummimischung experimentiert.
Auch am Hinterrad hatte Sam einen Prototyp des Mavic Charge montiert.
Beim Antrieb vertraut Sam auf die SRAM X01 Eagle mit der riesigen 10–50-Zahn-Kassette. Besonders auffällig ist das regenbogenfarbige Kettenschloss. Beim letzten Lauf der EWS in Finale Ligure hatte er ein sehr kleines Kettenblatt mit 32 Zähnen montiert.
In der Hohlachse seiner SRAM Eagle XO-Kurbel hat Sam Hill ein All In Multitool stecken. Die Kurbelarmlänge an Sams Bike beträgt übrigens nur 165 mm, also 5 mm weniger als das Serienbike, wodurch Sam etwas mehr Bodenfreiheit beim Pedalieren hat.
Sams Alleinstellungsmerkmal bei den Pro-Ridern der Enduro World Series: Er fährt mit Flatpedalen statt mit den üblichen Klickpedalen. Auch Lust bekommen? Hier geht’s zum Vergleichstest von 8 Plattformpedalen.
Sam Hill hat in einem packenden Finish den Gesamtsieg der EWS 2017 für sich entschieden.

Text & Fotos: Manne Schmitt