Wie lässt sich das Cockpit am Mountainbike aufgeräumter gestalten und die Performance der höhenverstellbaren Sattelstütze auf ein neuen Level heben? Einfach einen besseren Hebel nachrüsten!Wir haben sechs der beliebtesten Remote-Hebel getestet, um herauszufinden, welche Option für eure Teleskopsattelstütze das beste Upgrade darstellt.

Wenn ihr bereits unseren Vergleichstest zum Thema „Die beste Teleskopsattelstütze für euer Mountainbike“ gelesen habt, dann werdet ihr wissen, dass nicht alle Remote-Hebel gleich gut sind. In vielen Fällen sind die standardmäßigen Hebel wackelig – auch wenn es an der Funktion grundsätzlich nichts auszusetzen gibt, macht ihr Gebrauch nicht allzu viel Spaß. Viele spezialisierte Komponenten-Hersteller bieten mittlerweile universelle Remote-Hebel zum Nachrüsten an und erlauben es euch so, die Ergonomie nach euren Wünschen anzupassen – für ein Mehr an Performance und Individualität. Wir haben sechs der beliebtesten Optionen ausgewählt und sie auf die Probe gestellt.

Wenn ihr bereits unseren Teleskopsattelstützen-Vergleichstest gelesen habt, dann werdet ihr wissen, dass nicht alle Remote-Hebel für Teleskopstützen die gleiche Performance bieten

Welche Remote-Hebel für Teleskopstützen haben wir getestet?

Da es zahllose Remote-Hebel für Teleskopsattelstützen auf dem Markt gibt, haben wir uns auf sechs der gängigsten Modelle für Upgrade-Willige beschränkt. Wolf Tooth Components veröffentlichte möglicherweise als erste Firma eine Nachrüst-Option für Remote-Hebel und wir haben uns dazu entschlossen, sowohl das Modell ReMote als auch ReMote LA (Light Action) zu testen. BikeYoke hat uns mit dem Triggy-Remote-Hebel beeindruckt und OneUP Components bietet mit dem Dropper Post-Remote-Hebel ebenfalls eine vielversprechende und erschwingliche Option. Da so viele Bikes ab Werk mit der FOX Transfer-Sattelstütze ausgestattet sind, haben wir auch den FOX Transfer-Remote-Hebel gegen die Konkurrenz ins Rennen geschickt und waren besonders neugierig darauf, wie er sich gegen den auffallend schön gefertigten PNW Components Loam Lever schlagen würde, der für einen ähnlichen Preis erhältlich ist.

BikeYoke Triggy | 25g | 54 €
FOX Lever Remote | 28g | 78 €
OneUp Remote | 31 g | 45 €
PNW Components Loam Lever | 46g | 74 €

Warum sollte ich den Remote-Hebel meiner Sattelstütze upgraden?

Wenn der Remote-Hebel eurer Teleskopstütze sich im Gebrauch steif und wackelig anfühlt, dann wird ein Upgrade an dieser Stelle euren Daumen verzücken. Die besten Nachrüst-Remote-Hebel für höhenverstellbare Sattelstützen weisen einen längeren Hebel auf, der seidenweich auf einem Lager oder einer Buchse läuft und so maximale Hebelwirkung für eine mühelose Auslösung der Stütze bietet. Die Hebel weisen außerdem ein ergonomisch geformtes Paddel auf, das sich mit eurem Daumen leicht erreichen lässt und über kleine Rillen oder ein griffiges Gummipad verfügt, damit ihr bei Nässe nicht abrutscht. Wenn eure Sattelstütze in einem gut gepflegten Zustand ist, dann wird ein Upgrade des Hebels die Performance noch verbessern und euer Cockpit wird den Neid eurer Mitfahrer auf sich ziehen.

Ist der Remote-Hebel überhaupt mit meiner Teleskopstütze kompatibel?

Alle Bedienhebel in diesem Vergleichstest verfügen über eine Zug-Klemmvorrichtung, die nicht auf das feste Kabelende bei Schaltzügen angewiesen ist. Das bedeutet, dass die Hebel mit jeder per Zug angesteuerten Sattelstütze funktionieren, unabhängig davon, ob das feste Kabelende am Hebel oder der Stütze selbst befestigt werden muss. Wenn ihr eine hydraulische RockShox Reverb-Teleskopstütze besitzt, dann sind eure Möglichkeiten leider sehr begrenzt, denn nur Wolf Tooth Components und BikeYoke bieten ein Umrüst-Kit an. Doch glücklicherweise ist bereits der ab Werk verbaute 1-fach-Remote-Hebel von RockShox außerordentlich gut. Solltet ihr eine RockShox Reverb besitzen und noch immer den winzigen, zylinderförmigen Daumenhebel verwenden, dann empfehlen wir euch dringend ein Upgrade auf den 1-fach-Remote-Hebel.

Alle Remote-Hebel in diesem Test verfügen über eine sichere Zugklemmung, die mit jeder Sattelstütze auf dem Markt funktioniert, die per Kabel angesteuert wird

Warum sind alle Remote-Hebel in diesem Test schalthebelartig und für eine Montage unter dem Lenker gedacht?

Da 1-fach-Antriebe mittlerweile der Standard bei Trail-, Enduro- und E-Mountainbikes sind, nehmen alle getesteten Bedienhebel den Platz des Schalthebels auf der linken Seite unterhalb des Lenkers ein. Wir glauben, dass auf diese Weise die beste Performance und Ergonomie sowie die komfortabelste Erreichbarkeit während der Fahrt gewährleistet wird. Wenn ihr noch immer mit einem 2-fach-Antrieb unterwegs seid oder ein E-MTB besitzt, das eine große Bedieneinheit für die Unterstützungsstufen nahe des Griffes auf der linken Seite aufweist, dann sind leider kaum Upgrade-Möglichkeiten vorhanden.

Fazit – welcher Remote-Hebel für Teleskopsattelstützen ist der beste des Jahres 2019?

Nach ausführlichem Testen, Waschen und gelegentlichen Baumkontakten haben wir schließlich unser Fazit ziehen können. Mit Ausnahme des FOX Transfer-Remote-Hebels haben sich alle Bedienhebel in diesem Test keinerlei Blöße geleistet und stellen ein fantastisches Upgrade für alle dar, die die originalen Hebel ihrer Teleskopstützen optimieren wollen. Der BikeYoke Triggy ist perfekt geeignet für Fahrer, die auf der Suche nach niedrigem Gewicht und spitzenmäßiger Ergonomie sind, wohingegen der Remote-Hebel von OneUp einen super Grip sowie Performance zu einem erschwinglichen Preis bietet und sich daher unseren KAUFTIPP-Award schnappt. Der Kampf um den Sieg tobte schließlich zwischen dem exzellenten Wolf Tooth Components ReMote und dem PNW Components Loam Lever. Auch wenn der PNW Components Loam Lever schwerer ist, machen seine robuste Konstruktion und die clevere Lagerabdeckung ihn zu einem äußerst attraktiven Hebel. Doch den hochverdienten TESTSIEG sichert sich Wolf Tooth Components mit einem begeisternden Preis-Leistungs-Verhältnis, einer Fülle an Ersatzteilen und einer einzigartigen Sollbruchstelle zwischen Hebel und Klemme, die den Hebel bei einem heftigen Crash schützt.


Testsieger: Wolf Tooth Components ReMote LA im Test

Für alle, die eine leichtgängige Hebelfunktion und maximale Kontrolle wünschen, bietet Wolf Tooth Components den ReMote LA mit einem längeren Hebel für verringerte Bedienkräfte an, aber funktioniert das Ganze auch?

Wolf Tooth Components ReMote LA | 35 g | 65 €

Der 35 g leichte Wolf Tooth Components ReMote LA-Hebel verfügt über alles, was schon den standardmäßigen Wolf Tooth ReMote ausgezeichnet hat, zusätzlich nun aber über einen längeren 57,1-mm-Hebel, wodurch die benötigte Kraft zum Auslösen um über 25 % verringert wird. Der längere und aus 6061-T6-Aluminium gefertigte Hebel bietet ein besseres Hebelverhältnis. Dies resultiert in einer super leichtgängigen Funktion, die es noch dazu einfacher macht, die Bewegung der Stütze „abzufedern“ und sie in der Mitte ihres Verstellweges zu stoppen. Der Remote-Hebel verfügt über eine geräumige und sichere 3-mm-Kabelklemmung und ist kompatibel mit allen per Kabel angesteuerten Teleskopsattelstützen. Die Klemmung weist eine Vertiefung auf, um zu verhindern, dass das Kabelende platt gedrückt und beschädigt wird. Das große gedichtete 21-mm-Industrielager sorgt für einen butterweichen Betrieb, ohne jegliches Wackeln oder Spiel. Der gefräste, durch feine Rillen aufgeraute Hebel bietet eine Menge Grip, auch wenn er nicht ganz so griffig ist wie das konkave OneUp-Paddel. Ein Feature, das uns besonders gefällt, ist die günstige, austauschbare Plastikachse, die so konzipiert ist, dass sie bei Krafteinwirkungen bricht und so den Hebel im Falle eines Crashs schützt. Der Wolf Tooth Components ReMote LA ist erhältlich mit Adaptern für Shimano I-SPEC A, B, EV und II, SRAM MMX, MAGURA, Hope sowie einer standardmäßigen zweiteiligen 22,2-mm-Lenkerklemme. Nutzt man die 22,2-mm-Klemme, erhält man einen zusätzlichen seitlichen Verstellweg, da der Hebel in einer kleinen Schiene um ca. 1 cm verschoben werden kann. Im Betrieb überzeugt der Wolf Tooth Components ReMote LA mit einer seidenweichen Funktion, die ein fantastisches Upgrade für jede Stütze darstellt. Der Wolf Tooth Components LA-Remote-Hebel ist in der Farbe „stealth black“ erhältlich, sowie in limitierter Auflage in drei weiteren Farben.

Die 3-mm-Kabelklemmung am Wolf Tooth Components ReMote LA beschädigt das Kabel nicht und ist widerstandsfähiger gegenüber einem „Runddrehen“ der Schraubenköpfe als die winzigen 2-mm-Madenschrauben
Mit seinem großen 21-mm-Lager bietet der Wolf Tooth Components ReMote-Hebel eine wunderbar leichtgängige Funktion

Fazit

Wenn ihr eine super leichtgängige Funktion, gepaart mit einer spitzenmäßigen Ergonomie wünscht, dann stellt der Wolf Tooth Components ReMote LA ein grandioses Upgrade für jede per Kabel angesteuerte Teleskopstütze dar. Mit seinem längeren Hebel, verglichen mit dem standardmäßigen ReMote-Hebel, ist er die perfekte Wahl für Fahrer, die ihre Sattelstütze gern in verschiedenen Positionen federleicht zum Stehen bringen. Was uns jedoch am meisten überzeugt, ist die Verfügbarkeit von Ersatzteilen sowie die Sollbruchstelle an der Achse, die sich bei einem Crash „opfert“ und den teuren Hebel damit schützt – unser TESTSIEGER.

Stärken

  • seidenweiche Funktion
  • langer Hebel erleichtert die Modulation

Schwächen

  • Lager ungeschützt

Mehr Infos findet ihr unter: wolftoothcomponents.com


Kauftipp: OneUp Dropper Post Remote-Hebel im Test

Erschwinglich, qualitativ hochwertig und mit einer erstklassigen Performance gesegnet – den OneUp Dropper Post-Remote-Hebel muss man einfach mögen, doch wie schlägt er sich gegen seine Konkurrenz?

OneUp Remote | 31 g | 45 €

Der 31 g leichte OneUp Dropper Post-Remote-Hebel gefällt uns in vielerlei Hinsicht. Zunächst einmal funktioniert er – dank der Kabelklemmung am Hebel – mit jeder mittels Kabelzug angesteuerten Sattelstütze. Weiterhin läuft er auf einem überdimensionierten Lager und bietet eine solide und äußerst geschmeidige Funktion. Der Hebelarm sitzt ein wenig höher als bei den meisten anderen Optionen und ähnelt damit eher der Position des standardmäßigen, rechtsseitigen Triggers zum Hochschalten als dem Paddel zum Herunterschalten. Diese Position zu erreichen, erfordert weniger Bewegung des Daumens und wir sind wirklich begeistert von dem konkav geformten und geriffelten Daumen-Paddel, das somit einen super sicheren Grip bietet. Der Hebel ist erhältlich mit Adaptern für Shimano I-SPEC II, SRAM MMX oder als standardmäßige 22,2-mm-Lenkerklemme und verfügt über drei Positionen zur seitlichen Einstellbarkeit. Auf dem Trail haben wir keinerlei Probleme mit dem OneUp Dropper Post-Remote-Hebel gehabt und seine Funktion ist geschmeidig und wackelfrei.

Das konkav geformte und geriffelte Paddel des OneUp Dropper Post-Remote-Hebels bietet den sichersten Halt von allen Hebeln im Test
Dank seines großen Lagers lief der OneUp Dropper Post-Remote-Hebel ohne Wackeln

Fazit

Der OneUp Dropper Post-Remote-Hebel ist perfekt geeignet für alle, die sich einen kompakten und hochgradig taktilen Bedienhebel wünschen. Das konkave, geriffelte Paddel vermittelt fantastisches und fühlbares Feedback sowie Grip auch bei Nässe. Für erschwingliche 45,50 € ist der OneUp-Hebel unser KAUFTIPP und eine großartige Wahl, wenn ihr nach einem Upgrade für euren Remote-Hebel sucht.

Stärken

  • griffiges Paddel
  • erschwinglich

Schwächen

  • hoch sitzender Hebel könnte nicht jedem gefallen

Mehr Infos findet ihr unter: oneupcomponents.com


BikeYoke Triggy-Remote-Hebel im Test

BikeYoke hat den Fokus schon immer auf clevere ingenieurtechnische Lösungen für Probleme am Bike gelegt. Der Triggy-Remote-Hebel bildet da keine Ausnahme und nutzt ein intelligentes Design, um sein Gewicht zu reduzieren und ein Maximum an Performance zu liefern.

BikeYoke Triggy | 25g | 54 €

Wie alle Remote-Hebel in diesem Vergleichstest ist auch der BikeYoke Triggy mit allen Kabelzug-aktivierten Sattelstützen kompatibel. Die Konstruktion aus 6061-T6-Aluminium ist äußerst gelungen, mit abgerundeten Kanten und umfangreichen Aussparungen, damit das Gewicht auf ein Minimum reduziert wird. Mit lediglich 25 g ist er in der Tat leicht. Der BikeYoke Triggy-Hebel bietet weiterhin zwei verschiedene Befestigungspunkte, sodass ihr seine horizontale Position feiner einstellen könnt. Anders als die Hebel von Wolf Tooth Components und PNW Components nutzt der Triggy statt eines Lagers eine Buchse. Die Fertigungstoleranzen fallen sehr genau aus, sodass am Hebel keinerlei Wackeln oder Spiel spürbar ist. Der Triggy ist erhältlich mit Shimano I-SPEC B bzw. II-Adaptern und kann direkt an der SRAM MMX-Klemme befestigt werden. Eine 22,2-mm-Lenkerklemme ist natürlich ebenfalls verfügbar. Auch wenn sie sich nicht komplett aufklappen lässt, so ist sie flexibel genug, um die Griffe nicht abnehmen zu müssen. Im Gebrauch entwickelt sich selbst nach härtesten Misshandlungen keinerlei Spiel in der Buchse. Unser einziger kleiner Kritikpunkt lautet, dass das Paddel nicht das griffigste seiner Art darstellt und bei Nässe gar ein wenig rutschig ist. Die Aussparungen halten zwar das Gewicht niedrig, doch ohne sonstige Rillen oder Noppen tragen sie nicht zur Verbesserung des Grips bei.

Die winzigen Löcher im Paddel helfen zwar bei der Reduktion des Gewichts, tragen jedoch ohne sonstige Rillen oder Noppen nicht zum besseren Grip bei
Das Kabel wird mit einer innenliegenden Madenschraube gesichert

Fazit

Der BikeYoke Triggy-Remote-Hebel dürfte Ingenieuren und Bikern gefallen, die eine top Performance bei minimalem Gewicht suchen. Der Triggy-Hebel ist ein fantastisches Upgrade gegenüber einem Standard-Hebel, denn er ist schick, kompakt und ergonomisch.

Stärken

  • leichtgewichtig und elegant
  • keinerlei Wackeln oder Spiel

Schwächen

  • Paddel fehlt es an Grip

Mehr Infos findet ihr unter: www.bikeyoke.de


FOX Transfer Lever Remote-Hebel im Test

Wir lieben die FOX Transfer-Teleskopsattelstütze, die allein oder mit zwei zur Auswahl stehenden Hebeln verkauft wird. Wir haben den Standard-Remote-Hebel getestet, um zu sehen, ob er mit der Qualität der zugehörigen Teleskopstütze mithalten kann.

FOX Lever Remote| 28g | 78 €

Schon seit ihrem Erscheinen im Jahr 2016 sind wir Fans der FOX Transfer Factory-Teleskopsattelstütze. Doch während die Transfer-Stütze noch immer in der obersten Liga mitspielt, kann der 79,00 € teure Remote-Hebel nicht mehr mithalten. Mit lediglich 28 g fällt er zwar sehr leicht aus und die sauber integrierte Kabelklemmung ist gewiss minimalistisch sowie kompatibel mit allen Teleskopstützen. Zudem bietet der Hebel eine gute Funktion, die eine saubere Modulation der Stütze ermöglicht – doch das war‘s auch schon mit den positiven Seiten. Da der FOX Transfer-Hebel lediglich an einem simplen Drehgelenk ohne Lager befestigt ist, wackelt er und fühlt sich im Gebrauch äußerst billig an. Dem kleinen Paddel mit seinen winzigen Vertiefungen fehlt es außerdem an gutem Grip und angenehmer Haptik. Verglichen mit der ähnlich teuren Konkurrenz ist der FOX Transfer Lever-Remote-Hebel eine schlechte Wahl und nur für jene geeignet, die auf kompletten Minimalismus stehen.

Das Kabel wird mit einer winzigen Madenschraube im Hebel geklemmt
Da der Hebel nicht über ein vernünftiges Lager bzw. eine Buchse verfügt, fühlt er sich wackelig und billig an

Fazit

Auch wenn die FOX Transfer-Sattelstütze noch immer ganz oben mitspielt, versprüht ihr standardmäßig verbauter FOX-Remote-Hebel nicht das gleiche qualitativ hochwertige Feeling. Wenn ihr euch eine neue FOX Transfer zulegen wollt, dann würden wir sie stets mit einem anderen Remote-Hebel paaren.

Stärken

  • kompakt

Schwächen

  • fühlt sich wackelig und billig an
  • kleine Madenschraube zur Klemmung des Kabels
  • teuer!

Mehr Infos findet ihr unter: ridefox.com


PNW Components Loam Lever-Remote-Hebel im Test

Die Glückssträhne von PNW Components geht weiter. Schon die Bachelor-Teleskopsattelstütze fanden wir außerordentlich gut, doch was uns bei unserem Teleskopstützen-Vergleichstest am meisten beeindruckt hat, war der robuste Loam Lever. Er ist so konstruiert, dass er einfach alles übersteht – und wir haben ihn wahrlich auf die Probe gestellt.

PNW Components Loam Lever | 46g | 74 €

Der 46 g leichte PNW Components Loam Lever ist ein wahrhaft robuster Teleskopstützen-Remote-Hebel. Diesen CNC-gefrästen Hebel zu benutzen, ist eine absolute Freude, auch dank der engen Fertigungstoleranzen. Ein weiteres cooles Feature am PNW Loam Lever ist, dass das Spritzguss-Gummipad am Hebel in fünf verschiedenen Farben erhältlich ist und es euch somit erlaubt, eine zu eurem Bike passende Auswahl zu treffen. Der Hebel verfügt über eine strapazierfähige 3-mm-Schraube an der Kabelklemmung und ist kompatibel mit allen Sattelstützen, die per Kabelzug aktiviert werden. Der Hebel ist 59 mm lang und benötigt die gleiche leichtgängige Auslösekraft wie der Wolf Tooth Light Action-Remote-Hebel. Außerdem läuft auch der Loam Lever auf einem großen 21-mm-Lager, wodurch seine Funktion unglaublich smooth ist. Der lange Hebel sorgt dafür, dass es ein Leichtes ist, die Position der Stütze im Verlauf ihres Verstellweges genauestens zu wählen und macht es damit weitaus leichter, eine Sattelhöhe im mittleren Verstellbereich zu erreichen. Auf dem Trail sorgt das Gummipad mit Handschuhen für einen super Grip – allerdings nicht ganz so griffig wie mit den geriffelten Optionen von OneUp und Wolf Tooth. Die Verarbeitungsqualität ist über jeden Zweifel erhaben: Keinerlei Spiel oder Wackeln stören den Betrieb und selbst nach einigen heftigen Einschlägen auf dem Trail hat sich der Hebel als äußerst widerstandsfähig erwiesen. Der Loam Lever-Remote-Hebel ist mit Adaptern für Shimano I-SPEC II, SRAM MMX sowie einer standardmäßigen 22,2-mm-Lenkerklemmung erhältlich. Er verfügt zudem über zwei Positionen, um den seitlichen Sitz des Hebels einstellen zu können. Einzigartig am Loam Lever ist die zusätzliche Anschlagschraube, die euch den Winkel des Hebels nach vorn und nach hinten kippen lässt, wie bei der Hebelweitenverstellung von Bremsen. Ein vollständiges Cover über der Lager-Unterseite sorgt außerdem für maximalen Schutz für das gedichtete 21-mm-Lager und rundet das fantastische Paket ab.

Das Spritzguss-Gummipad ist in fünf verschiedenen Farben erhältlich
Das gedichtete 21-mm-Lager wird von einem robusten Cover geschützt

Fazit

Der PNW Components Loam Lever-Remote-Hebel ist mit seiner fantastischen Verarbeitungsqualität sowie seinem coolen Look ein exzellentes Upgrade für jede Teleskopstütze. Der lange Hebel bietet ein Maximum an Kontrolle bei minimalem Widerstand und sein vollständig abgedichtetes Lager ist für all diejenigen ein dicker Bonus, die viel bei Nässe unterwegs sind.

Stärken

  • Gummipad bringt etwas Farbe ins Spiel
  • robuste Konstruktion
  • geschütztes Lager

Schwächen

  • schwerster Hebel im Test

Mehr Infos findet ihr unter: pnwcomponents.com


Wolf Tooth Components ReMote-Hebel im Test

Wolf Tooth Components ist womöglich der erste Hersteller, der einem in den Sinn kommt, wenn es um Upgrades für Teleskopstützen-Remote-Hebel geht. Wir haben den originalen ReMote-Hebel auf die Probe gestellt und ihn gegen seine Konkurrenz antreten lassen.

Wolf Tooth Components ReMote | 32g | 65 €

Der 32g leichte Wolf Tooth Components ReMote-Hebel ist der originale Remote-Hebel von Wolf Tooth Components und stellt mit seinem kürzeren Hebel eine kompaktere Option dar als das LA-Modell. Der 46,3 mm lange Hebel aus 6061-T6-Aluminium bietet ein ausreichendes Hebelverhältnis für die meisten Stützen und gewährt eine schnelle und satte Funktion. Der Hebel verfügt außerdem über eine große und sichere 3-mm-Kabelklemmung und ist kompatibel mit jeder Teleskopstütze, die per Zug angesteuert wird. Die Vertiefung in der Klemmung verhindert bei der Installation des Kabels ein Plattdrücken oder Beschädigen. Wie auch beim LA-Modell arbeitet dieser Hebel mit dem gleichen gedichteten 21-mm-Industrielager seidenweich und ohne jegliches Wackeln oder Spiel. Und auch das günstige, austauschbare Plastik-Bauteil, das sich bei einem Aufprall „opfert“ und mit seiner Sollbruchstelle den Hebel schützt, ist identisch. Die Oberfläche des gefrästen Hebels ist super griffig gearbeitet und bietet dem Daumen hervorragenden Halt. Übrigens: Dass es sich bei der Behauptung, der lasergravierte Wolfskopf auf dem Hebel mache einen mindestens 5 % schneller, um ein Gerücht handelt, lehnen wir entschieden ab. Der Wolf Tooth ReMote-Hebel ist erhältlich mit Adaptern für Shimano I-SPEC A, B, EV sowie II, SRAM MMX, MAGURA, Hope und natürlich auch mit einer standardmäßigen geteilten 22,2-mm-Lenkerklemme. Bei dieser kann der Hebel sogar in einer kleinen Schiene um ca. 1 cm zur Seite verschoben werden. Auf dem Trail bietet der Wolf Tooth ReMote eine schnellere Auslösung sowie sattere Rückmeldung als das LA-Modell und ist daher perfekt für all jene, die ihre Sattelstütze entweder komplett ausgefahren oder vollständig versenkt nutzen. Der Remote-Hebel von Wolf Tooth Components ist in „stealth black“ sowie in vier weiteren, jedoch limitierten, Farben erhältlich.

Die 3-mm-Schraube zur Kabelklemmung ist deutlich widerstandsfähiger gegenüber Abnutzung als die 2-mm-Madenschrauben, die bei einigen Hebeln verwendet werden
Das 21-mm-Lager läuft butterweich, ist jedoch nicht wie beim PNW Components Loam Lever vor Schmutz geschützt

Fazit

Dank seines 21-mm-Lagers bietet der Wolf Tooth ReMote-Hebel eine seidenweiche Funktion. Er reagiert schneller als das LA-Modell und ist daher die perfekte Wahl für Fahrer, die mit ihrer Sattelstütze schnellstmöglich zwischen dem komplett aus- und eingefahrenen Zustand wechseln wollen.

Stärken

  • seidenweicher Betrieb
  • äußerst satte Funktion

Schwächen

  • ungeschütztes Lager

Mehr Infos findet ihr unter: wolftoothcomponents.com


Eure Stütze und deren Hebel sind an sich neu aber funktionieren nicht richtig? Dann dürft ihr unseren Service-Artikel für Dropper Posts nicht verpassen. Und falls das alles nicht hilft, dann solltet ihr euch vielleicht nach einer neuen Sattelstütze umschauen. Einen Überblick über alle aktuellen findet ihr in unserem Vergleichstest der besten Teleksopsattelstützen.

Text & Fotos: Trev Worsey

Über den Autor

Trev Worsey

Seit den frühen 90ern mit dem Bike-Virus infiziert, arbeitete Trev zunächst als Wissenschaftler und Statistiker, bevor ihn Bikes und Berge endgültig zu sich riefen. Nach sieben Jahren als Mountainbike-Guide wechselte er dann zu ENDURO, wo er sich seitdem von unserem UK-Office aus um News, Storys und Testberichte für unsere Website und die Ausgaben kümmert.