Den Zusatz Tuned erhält bei SCOTT lediglich das Topmodell einer Modellreihe. Das Genius LT 700 Tuned ist schon optisch mehr gepimpt als die meisten Autos auf einem Tunertreffen. Ob jedoch auch die Fahreigenschaften überzeugen oder ob sich das Tuning auf Äußerlichkeiten beschränkt, verrät dieser Test.

SCOTT Genius LT 700 Tuned | 12,52 kg | 7.999 €
SCOTT Genius LT 700 Tuned | 160 / 160 mm (v/h) | 12,52 kg | 7.999 €

SCOTT ist schon seit Jahren für seine durchgestylten Farbkonzepte bekannt. Das Genius LT 700 Tuned macht da keine Ausnahme und begeistert mit giftgrüner Lackierung und stylisher Pixel-Camouflage. Am Rahmen des Genius LT hat sich für diese Saison nichts verändert, wohl aber am verbauten FOX Nude-Dämpfer.

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Dieser verfügt nun über eine EVOL-Luftkammer, die zu einem noch feinfühligeren Ansprechverhalten führt. Mithilfe der TwinLoc-Technologie lässt sich auch weiterhin sowohl an der FOX 36 FLOAT Factory-Federgabel als auch am Dämpfer gleichzeitig der Federweg in zwei Stufen reduzieren. Gepaart mit dem geringen Gewicht von lediglich 12,44 kg und der sportlichen Sitzposition führt das zu grandiosen Klettereigenschaften. Kein anderes Bike mit 170 mm Federweg sprintet so leichtfüßig bergauf!

Helm Mavic Crossmax Pro | Brille - | Jersey Sombrio Realto Jersey | Short Sombrio Pinner Shorts
Helm Mavic Crossmax Pro | Jersey Sweet Protection Chumstick LS Jersey | Short Alpinestars Pathfinder Shorts

Ausstattung des SCOTT Genius LT 700 Tuned

Federgabel: FOX 36 FLOAT Factory 160 mm
Dämpfer: FOX Nude DPS 160 mm
Bremsen: Shimano XTR
Schaltung: SRAM X01 1×11
Sattelstütze: RockShox Reverb Stealth
Vorbau: Syncros XM 1.5 60 mm
Lenker: Syncros AM 1.0 Carbon 760 mm
Laufradsatz: Syncros AM 1.5
Reifen: Maxxis Minion DHF
Gewicht: 12,52 kg
Preis: 7.999 €

Mutig Die neongrüne Lackierung inkl. Pixel-Camouflage sticht definitiv ins Auge.
Mutig
Die neongrüne Lackierung inkl. Pixel-Camouflage sticht definitiv ins Auge.
Steht außer Frage  Das TwinLoc-System am Dämpfer ist genial. An der Federgabel könnte man jedoch problemlos darauf verzichten und bekäme dadurch einen cleaneren Look und mehr Einstellmöglichkeiten der Federgabel beim Upgrade auf eine RC2-Kartusche.
Steht außer Frage
Das TwinLoc-System am Dämpfer ist genial. An der Federgabel könnte man jedoch problemlos darauf verzichten und bekäme dadurch einen cleaneren Look und mehr Einstellmöglichkeiten der Federgabel beim Upgrade auf eine RC2-Kartusche.
Intuitiv Bei manchen Bikes ist das Drehrädchen für die Zugstufe nur sehr schwer zu erreichen. Nicht so beim FOX Nude-Dämpfer, der speziell für SCOTT entwickelt wurde.
Intuitiv
Bei manchen Bikes ist das Drehrädchen für die Zugstufe nur sehr schwer zu erreichen. Nicht so beim FOX Nude-Dämpfer, der speziell für SCOTT entwickelt wurde.
Doppelt gemoppelt In der Regel ist bei einem SRAM 1x11-Antrieb überhaupt keine Kettenführung nötig. SCOTT geht jedoch auf Nummer ganz sicher und montiert sowohl im oberen wie auch unteren Bereich eine Führung. Schadet zwar nicht, kostet am Ende jedoch Geld.
Doppelt gemoppelt
In der Regel ist bei einem SRAM 1×11-Antrieb überhaupt keine Kettenführung nötig. SCOTT geht jedoch auf Nummer ganz sicher und montiert sowohl im oberen wie auch unteren Bereich eine Führung. Schadet zwar nicht, kostet am Ende jedoch Geld.
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„Betätigt man den TwinLoc-Hebel, gleicht das einem Schleudersitz – auf Knopfdruck sprintet das Genius LT supereffizient nach vorn.“

Auch bei der Ausstattung leistet sich das Rad keine Schwächen. Den einzigen Kritikpunkt bildet der wandernde Druckpunkt an der Shimano XTR-Bremse. Der SRAM X01-Antrieb und die hochwertigen Syncros-Anbauteile hingegen überzeugen ebenso wie die an unserem Testbike verbauten MAXXIS Minion DHF-Reifen.
Bergab fährt sich das SCOTT wie auf Schienen und begeistert mit einer sehr ausgewogenen Geometrie. Racer können dem Rad mithilfe von mitgelieferten Lagerschalen einen noch flacheren Lenkwinkel verleihen, um noch mehr Laufruhe bei Highspeed zu generieren – wir fanden die Standard-Einstellung jedoch sehr gut. Der Hinterbau arbeitet unauffällig, könnte jedoch noch etwas stabiler im mittleren Federwegsbereich stehen. Trotz der mit 440 mm relativ langen Kettenstreben sind auch schnelle Kurvenabfolgen kein Problem.

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Fazit

Das SCOTT Genius LT 700 Tuned begeistert mit enormem Vortrieb und sehr gutmütigen Fahreigenschaften. Wer auf der Suche nach einem effizienten Enduro ist, mit dem man auch längere Anstiege problemlos bewältigt und bergab dennoch keine Kompromisse eingehen muss, wird hier fündig – muss aber tief in die Tasche greifen.

Stärken

  • hervorragende Uphill-Eigenschaften
  • sehr ausgewogenes Handling
  • cooler Look

Schwächen

  • wandernder Druckpunkt an der Bremse
  • Preis

Mehr Informationen findet ihr auf auf der SCOTT Website!

Einen Überblick über das Testfeld erhaltet ihr hier: Besser geht’s nicht: 9 Highend-Endurobikes im Vergleichstest

Alle Bikes im Test: BMC Trailfox 01 XX1 | Bold Linkin Trail LT 29 | Canyon Strive CF 9.0 Race | CUBE Stereo 160 C:68 Action Team 27.5 | Giant Reign Advanced 1 | ROTWILD R.E1 FS EVO | Yeti SB 5.5C X01 | YT Capra CF Pro Race

Text & Fotos: Christoph Bayer

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Über den Autor

Christoph Bayer

Abwechslung – das ist für Christoph das Wichtigste. Sowohl auf dem Bike als auch bei seiner Tätigkeit für ENDURO. Er kümmert sich federführend um das sechs Mal im Jahr erscheinende Magazin und ist dort gleichzeitig Fotograf und Redakteur. Auf dem Rad trifft man ihn vor allem im alpinen Terrain an, wo er neben flowigen Trails auch gerne mal eng verwinkelte oder verblockte Strecken in Angriff nimmt.