Seit Jahren dominiert ein Mann den Cross Country World Cup. Sein Name: Nino Schurter. Sein Arbeitsgerät: ein SCOTT Spark 700. Ob das Rad auch in den Händen von Hobby-Fahrern eine gute Figur macht, haben wir mit dem günstigeren Modell SCOTT Spark 710 herausgefunden.

SCOTT Spark 710 | 4.499 € | 11,76 kg | Federweg (v/h) 120/120 mm
SCOTT Spark 710 | 4.499 € | 11,76 kg | Federweg (v/h) 120/120 mm

Ähnlich gepimpt wie Ninos Arbeitsgerät ist auch unser Testbike. Wir haben im Briefing den Herstellern erlaubt, genau wie ein Händler einige Teile zu tauschen oder zu modifizieren, und SCOTT hat davon ordentlich Gebrauch gemacht. Anderes Cockpit, griffigere Reifen, eine Teleskopsattelstütze und der Umbau von 2-fach auf 1-fach stehen auf der Änderungsliste. In unseren Augen alles sinnvolle Upgrades, die wir jedem Käufer des Bikes empfehlen können.

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Auf dem Spark in Größe M nimmt man als 180 cm großer Fahrer kompakt und nur leicht gestreckt Platz. Durch den Wegfall des linken Schalthebels wandert der TwinLoc-Hebel, mit dem sich das Fahrwerk in drei Stufen verstellen lässt (Open, Trail, Lockout), auf die Unterseite des Lenkers. Dort ist er sehr gut zu erreichen und wird für Anstiege auch regelmäßig verwendet. Schon im Trail-Mode verhärtet der dann auf 80 mm Federweg reduzierte Hinterbau spürbar und ermöglicht ein schnelles und effizientes Vorankommen, ohne an Traktion missen zu lassen. Auf den ruppigen Testtrails zeigt sich das 120-mm-FOX-Fahrwerk zwar nie überfordert, vermittelt aber nicht den Komfort, den man anhand des Federwegs vermuten würde. Sowohl Federgabel als auch Dämpfer sind straff abgestimmt und geben viel Feedback vom Untergrund.

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Dank des flachen Lenkwinkels (68,3°), des kurzen Vorbaus (60 mm) und des breiten Lenkers (740 mm) lässt sich das Rad dennoch sehr gut navigieren und bleibt auch in steilen Sektionen voll auf Kurs. Der kompakte Rahmen (Reach 422 mm), gepaart mit den kurzen Kettenstreben (433 mm), verleiht dem Rad obendrein ein sehr agiles und verspieltes Handling.

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Details des SCOTT Spark 710

„Weniger ist mehr“, sagte sich das Team von SCOTT und ersetzte die beiden Kettenblätter und den Umwerfer samt Schalthebel durch ein 1-fach-Kettenblatt – dank der großen 11–42-Kassette am Heck kein Problem. Wir begrüßen diesen Schritt, denn der Verzicht spart nicht nur Gewicht, sondern reduziert auch Geräusche und sorgt für einen cleaneren Look.
Simplicity is key: „Weniger ist mehr“, sagte sich das Team von SCOTT und ersetzte die beiden Kettenblätter und den Umwerfer samt Schalthebel durch ein 1-fach-Kettenblatt – dank der großen 11–42-Kassette am Heck kein Problem. Wir begrüßen diesen Schritt, denn der Verzicht spart nicht nur Gewicht, sondern reduziert auch Geräusche und sorgt für einen cleaneren Look.
Mithilfe des TwinLoc-Hebels an der Unterseite des Lenkers lässt sich das Fahrwerk in drei Stufen verstellen. Beim Betätigen wird nicht nur eine Druckstufe zugeschaltet, sondern auch das Luftvolumen des Federbeins reduziert, wodurch die gesamte Geometrie treteffizienter wird.
Praktisch: Mithilfe des TwinLoc-Hebels an der Unterseite des Lenkers lässt sich das Fahrwerk in drei Stufen verstellen. Beim Betätigen wird nicht nur eine Druckstufe zugeschaltet, sondern auch das Luftvolumen des Federbeins reduziert, wodurch die gesamte Geometrie treteffizienter wird.
Der breite Syncros-Lenker (740 mm) sorgt in Kombination mit dem kurzen Vorbau (60 mm) für spürbar mehr Kontrolle und ein direkteres Handling. Ein absolut empfehlenswertes Upgrade.
Volle Kontrolle: Der breite Syncros-Lenker (740 mm) sorgt in Kombination mit dem kurzen Vorbau (60 mm) für spürbar mehr Kontrolle und ein direkteres Handling. Ein absolut empfehlenswertes Upgrade.
Die an mehreren Testrädern verbaute Shimano XT-Bremse verfügt an allen Bikes über einen stark schwankenden Druckpunkt. Selbst nach wenig Tiefenmetern wandert der Druckpunkt um mehrere Millimeter, wodurch die Bremse nur schwer dosierbar ist.
Fade away: Die an mehreren Testrädern verbaute Shimano XT-Bremse verfügt an allen Bikes über einen stark schwankenden Druckpunkt. Selbst nach wenig Tiefenmetern wandert der Druckpunkt um mehrere Millimeter, wodurch die Bremse nur schwer dosierbar ist.

Ausstattung des SCOTT Spark 710

  • Gabel: FOX 32 Float Performance Elite Air 120 mm
  • Dämpfer: FOX Nude
  • Antrieb: Shimano XT
  • Bremsen: Shimano XT
  • Sattelstütze: Syncros FL 1.5 / RockShox Reverb
  • Vorbau: Syncros FL 1.5 60 mm
  • Lenker: Syncros FL 1.5 T-Bar 720 mm
  • Reifen: Schwalbe Rocket Ron 2,25″
  • Laufradgrößen: 27.5″
  • Laufräder: Syncros XR 2.0
  • Gewicht: 11,76 kg
  • Preis: 4.499 €
Geometrie des Scott Spark 710
Geometrie des Scott Spark 710

Fazit

Out of the Box ist das SCOTT Spark 710 ein reinrassiges XC-Bike, bei dem sich mit nur etwas Investitionsaufwand die Abfahrtsperformance deutlich verbessern lässt. Bei einem Preis von 4.499 € bleibt hierfür ausreichend Budget. Sein agiles Handling sorgt für Fahrspaß!

Stärken

  • ausgewogenes Handling
  • dank TwinLoc sehr effizient

Schwächen

  • straffes Fahrwerk
  • Vorderrad steigt im extrem steilen Gelände

Mehr Information findet ihr auf der SCOTT Website.

Über den XC-Bike Vergleichstest 2016

Als Testrevier dienten die vielfältigen Trails rund um Barcelona. Steile Anstiege, anspruchsvolle Trails bergauf wie bergab und das grandiose Wetter an der Mittelmeerküste boten die perfekten Rahmenbedingungen. Das Test-Team bestand aus vier Fahrern mit verschiedenen Vorlieben und unterschiedlichen Backgrounds, die aber alle eines gemeinsam haben: jahrelange Testkompetenz.

Einen Überblick über das Testfeld erhaltet ihr im Übersichtsartikel: XC-Bikes Vergleichstests 2016

Alle Bikes im Test: Canyon Lux CF 9.9 Race | Giant Anthem SX Advanced | Pivot Mach 4 Carbon | ROSE THRILL HILL 3 27,5″ 2016 | ROTWILD R.R2 FS 29 Evo | SCOTT Spark 710 | Specialized Epic Elite Carbon 29 World Cup | Trek Top Fuel 9.8 SL

Text & Bilder: Christoph Bayer

PS: Leserumfrage 2017 - Feedback geben und gewinnen: Unter allen Teilnehmern bei unserer Leserumfrage verlosen wir ein edles Trek Slash 2018 in der Topausstattung! Klicke hier um mitzumachen!

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Über den Autor

Christoph Bayer

Abwechslung – das ist für Christoph das Wichtigste. Sowohl auf dem Bike als auch bei seiner Tätigkeit für ENDURO. Er kümmert sich federführend um das sechs Mal im Jahr erscheinende Magazin und ist dort gleichzeitig Fotograf und Redakteur. Auf dem Rad trifft man ihn vor allem im alpinen Terrain an, wo er neben flowigen Trails auch gerne mal eng verwinkelte oder verblockte Strecken in Angriff nimmt.