First Look | Pole EVOLINK 140 29″ in Finale Ligure

Die finnische Marke Pole ist noch relativ neu auf dem Markt, erweitert aber kontinuierlich ihr Produktportfolio an vollgefederten Bikes, die alle auf der eigens entwickelten EVOLINK-Plattform basieren. Dieses neue EVOLINK 29er bekam beim letzten EWS Rennen in Finale eine Menge Aufmerksamkeit, weshalb wir uns das Bike ein wenig genauer angeschaut haben.

Pole haben das EVOLINK System in all ihren Fullies verbaut, nachdem sie zwei Jahre lang Tests unter Realbedingungen durchgeführt hatten, welche das Layout und die Anlenkung beeinflusst haben. Nun sind sie an einem Punkt, wo sie das Produkt als „final“ betrachten und „zufrieden“ sind. Am auffälligsten an diesem Bike sind der lange Radstand, der flache Lenkwinkel und die 140 mm Federweg bei 29-Zoll-Laufrädern.

In den letzten Jahren ging es Pole um’s Lernen und Weiterentwickeln, und zwei Dinge haben sich in Sachen Federungsfunktionalität besonders herauskristallisiert. Erstens, dass die Rückmeldung des Fahrwerks am besten war, wenn der Drehpunkt nah am Tretlager und die Veränderungen der Kettenspannung möglichst gering waren. So kann sich die Geometrie besonders gut bei Kompression anpassen. Zweitens, Luft- und Stahlfederdämpfer erfordern unterschiedliche Übersetzungsverhältnisse damit sie optimal funktionieren. Pole entschied sich für Luftdämpfung und optimierte das Übersetzungsverhältnis entsprechend.

Die Geometrie ist klar an dem orientiert, was man bei Pole unter einem schnellen Bike versteht: lang, tief und flach. Dies, so Pole, erlaubt es dem Fahrer, das Gewicht zwischen den Achsen zu halten und dennoch wenn nötig Raum für Gewichtsverlagerungen zu haben. Der Lenkwinkel fügt sich in das Gesamtkonzept ein, indem er mit 64,5° schon absurd flach ist. Es ist das angeblich das flachste 29er-Serienbike überhaupt. Zu erwähnen ist auch, dass die Formulierung „absurd flach“ vom Firmengründer Leo Kokkonen selbst stammt, der weiterhin erklärt, dass auch dies ein Ergebnis der Tests sei. Die flachen Lenkwinkel ergaben bei den Tests der Prototypen stets die besseren Zeiten.



Wir hoffen, das Pole demnächst mal selbst ausprobieren zu können um unsere eigenen Fahreindrücke zu sammeln- bis dahin findet ihr mehr Infos unter polebicycles.com.
Text: Ross Bell/Pole Fotos: Manne Schmitt
Hat dir dieser Artikel gefallen? Dann würde es uns sehr freuen, wenn auch du uns als Supporter mit einem monatlichen Beitrag unterstützt. Als ENDURO-Supporter sicherst du dem hochwertigen Bike-Journalismus eine nachhaltige Zukunft und sorgst dafür, das die Mountainbike-Welt auch weiter ein kostenloses und unabhängiges Leitmedium hat. Jetzt Supporter werden!