Test

Das beste Hip Bag zum Mountainbiken – 7 Modelle im Vergleichstest

Hip Bags feiern gerade eine echte Renaissance im Mountainbiken. Die meisten kennen sie nur aus den Achtzigern und da vor allem von Flohmärkten oder Techno-Konzerten – bei anderen Outdoor-Sportlern wie Läufern sind die praktischen Hüfttaschen aber schon länger beliebt. Ob sie auch beim Mountainbiken überzeugen können, haben wir bei diesem Test mit sieben Modellen herausgefunden

Wenn dein Bike-Rucksack auf Tour 10 kg wiegt, du immer einen Satz Wechselklamotten dabeihast und eine halbe Kameraausrüstung mitschleppst, ist ein Hip Bag für dich uninteressant – und damit auch dieser Test. Wenn du jedoch eine komfortable Möglichkeit suchst, die wichtigsten Tools, dein Handy, einen Riegel und vielleicht auch eine Windjacke zu transportieren, ohne den gesamten Rücken mit einem Rucksack zu bedecken, sind Hip Bags für dich womöglich die Offenbarung!

Hip Bags sind zurück! Sie überzeugen mit guter Belüftung und praktischer Aufteilung. Welches das Beste ist, haben wir herausgefunden.

Der Markt ist vielfältig

Derzeit gibt es bereits unzählige Hip Bags am Markt. Manche von ihnen verfügen über eine Trinkblase, andere sind mit Flaschen kompatibel und wieder andere bieten keinerlei Platz für Getränke. Wir hatten verschiedene Varianten im Test. Preislich lagen die Modelle zwischen 49,99 € für das Bontrager Rapid Pack und 89,95 € für das EVOC HIP PACK RACE, bei dem dann aber auch eine Trinkblase zum Lieferumfang gehört.

Hersteller Modell Preis Gewicht Trinkblase Flaschen
Bontrager Prapid Pack 49,99 € 224 g 1
Camelbak Palos LR4 79,90 € 322 g + 200 g Trinkblase ja 1,5 l
Evoc Hip Pack Race 89,95 € 334 g + 130 g Trinkblase ja 1,5 l
Mavic Crossride Trinkgurt 70,00 € 254 g + 70 g Flasche 1 (600 ml)
Osprey Talon 6 Lumbar 80,00 € 337 g 2 (570 ml)
SCOTT Hip-Belt Race Day 59,90 € 357 g
Source Hipster 79,90 € 270 g + 91 g + 220 g ja 1,5 l

Was muss wirklich mit?

Bevor ihr euch ein Hip Bag kauft, solltet ihr euch überlegen, was ihr alles darin verstauen wollt.Eins steht fest: Je weniger im Hip Bag ist, umso komfortabler trägt es sich. Besteht die Möglichkeit, einen Flaschenhalter am Bike zu montieren? Wollt ihr eine Jacke einpacken? Reichen euch CO2-Kartuschen oder soll es eine Pumpe sein? Unser Testsieger lässt euch die Wahl. Wenn ihr aber Abstriche im Packvolumen macht, gibt es im Testfeld auch noch andere interessante Modelle.

Weniger ist mehr! Hip Bags funktionieren nur bei minimaler Beladung optimal. Zusätzlich zu den abgebildeten Teilen haben wir alle Hip Bags mit 0,7 l Wasser getestet.

Die richtige Position ist entscheidend!

Wichtig für den Tragekomfort eines Hip Bags ist die Positionierung. Wie der Name schon vermuten lässt, sollte man es möglichst tief auf der Hüfte tragen, um so einen stabilen Sitz zu gewähren. Je nach Modell gab es im Test allerdings immer einen etwas anderen Sweet-Spot. Ein wenig Experimentieren lohnt sich!

Für den optimalen Sitz muss das Hip Bag tief auf der Hüfte getragen werden.

Wie wichtig ist die Belüftung?

Aufgrund ihrer geringen Auflagefläche ist die Belüftung eines Hip Bags im Vergleich zu einem Rucksack bereits sehr gut. Im Test zeigten sich daher keine gravierenden Unterschiede. Die besser belüfteten Modelle konnten meist in Sachen Sitz nicht ganz überzeugen und umgekehrt. Bei einem Hip Bag ist ein sehr körpernaher Schnitt entscheidend, damit auf dem Trail auch garantiert nichts wackelt.

Weniger ist mehr!

Eines hat sich während des Tests deutlich gezeigt: So richtig gut funktionieren Hip-Bags nur, wenn sie nicht überladen sind. Daher empfehlen wir, die Trinkblasen trotz des großen Volumens nicht komplett zu füllen. Maximal ein Liter reicht für die meisten kurzen Touren. Der Verzicht macht sich beim Tragekomfort deutlich bemerkbar.

Über den Autor

Christoph Bayer

Abwechslung – das ist für Christoph das Wichtigste. Sowohl auf dem Bike als auch bei seiner Tätigkeit für ENDURO. Er kümmert sich federführend um das sechs Mal im Jahr erscheinende Magazin und ist dort gleichzeitig Fotograf und Redakteur. Auf dem Rad trifft man ihn vor allem im alpinen Terrain an, wo er neben flowigen Trails auch gerne mal eng verwinkelte oder verblockte Strecken in Angriff nimmt.